Rat gesucht für Fundament auf Waschbeton für Säulen

TomM_Nbg

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Hallo Leute,

vorab - ich hoffe, ich bin mit meiner Frage in der richtigen Kategorie - falls nicht, darf es gerne verschoben werden :-).

Ich bin Lehrer an einer Schule und leite dort auch den Astro-Wahlkurs. Zum Beobachten gehen wir immer auf unsere Zwischenterrasse. Zuvor ist aber immer auch einiges an Geschleppe notwendig (und übersteigt oft die Kraft der Schüler(innen) und inzwischen mag mein Rücken auch nimmer so ...).

Daher will ich auf der Terrasse Säulen mit den Montierungen fest installieren und entsprechenden Wetterschutzhauben versehen, damit wir nur noch die Optiken hintragen müssen.

Nun zur Frage:
Auf dieser Terrasse haben wir auf der Dachabdichtung usw. Waschbetonsteine liegen.
Was würdet ihr empfehlen: eher für eine Säule ein Fundament (ca. 70x70 cm und ca. 10-15cm Dicke) auf den Waschbeton "drauflegen" und darauf die Säule befestigen,
oder
ein entsprechend großes Karree (2x2) Waschbetonblatten "rausnehmen" und dort das Fundament "reinlegen"?
So oder so: sollte man in dieses Fundament auch noch Stahlgeflecht mit reinbringen oder reicht dafür ein reines Betonfundament?

Geplant sind Stahlsäulen (ca. 50 kg), die mit Sand gefüllt werden (nochmal ca. 50-70 kg). Darauf kommt dann eine AZ-EQ6 bzw. iOptron CEM70. Instrumente bis Esprit 120 bzw Edge1100. In Summe also ca. 200kg pro Fundament.

Danke für Eure Hilfe!
Grüße aus Nürnberg

Tom
 
Hallo Tom,

hast Du mit jemandem gesprochen, der den Einfluß Deiner Ideen auf die Dichtigkeit der Dachkonstruktion einschätzen kann?

Vom Bauchgefühl her würde ich mir hier schwere Dreibeine aus Stahl schweißen lassen, diese verzinken und dann stehenlassen.

CS.Oli
 
Die Dachabdichtung würde mit Klebeanker die ein Fachmann mit der entprechenden Ausbildung (Hiltilehrgang für WHG Beschichtete Böden) montiert, gewährleistet sein.
Die Fundamentlösung geht auch, allerdings nur mit Bewehrung, und trotzdem mit Klebeankern arbeiten.

Allerdings halte ich die Säule mit der Gewichtsangabe für ziemlich oversized.
Ihr werdet wohl eher visuell arbeiten, da könnte man sogar auf den Sand verzichten.

Ich habe diese Woche eine V2A Säule bei mir aufgestellt, die wiegt komplett etwa 80Kg.
Allerdings ist die aus baulichen Gründen 1600mm. hoch mit einem Rohrdurchmesser von 160mm.
Die Basisplatte hat 60x60x10mm.

Eure Säule ist sicher nicht so hoch, da frage ich mich wo da 50Kg. Stahl herkommen sollen.

Ausserdem, es bringt NICHTS wenn man eine Säule auf einem Betonboden verankert ohne Verbindung zur Gebäudebodenplatte, Vibrationen, wenn ein paar Personen rumlaufen, werden trotzdem entstehen.

Ich würde den Arbeitsaufwand begrenzen und einfach so etwas wie die Skywatcher Säule auf dem Boden stellen und gut ist.

Anbei noch ein paar Bilder:

IMG_9031.jpeg


IMG_9043.jpeg


Tolle Schule die so etwas anbietet, so nebenher. Finde ich echt super.
 
Hallo Tom,

schließe mich den Ausführungen meiner Vorredner an. Auch beachten, wie viel Gewicht Du da auf einen qm packst (Statik), wenn das
eine Dachterrasse ist. Zumal sich da auch noch ein paar Personen bewegen werden.


Gruß Jürgen
 
Erstmal danke für all Eure Inputs.
Zunächst mal ein paar Antworten auf die verschiedenen Fragen:
  • Statik: ja - ist ausreichend, da der Bereich auch als Pausenfläche für ca. 200 Schüler genutzt werden darf (es ist keine Dachterrasse, sondern eine Zwischenterrasse)
  • Beim Kurs befinden sich maximal 12 Schüler gleichzeitig an insgesamt 6 Instrumenten
  • Masse der Säule (hab ich mich verlesen): ca. 20 kg, Höhe 1000mm, Sandfüllung (ca. 50kg ?), darauf kommt SW-AZ-EQ6 mit SW Esprit 120 + Zubehör, auf die andere Säule iOptron CEM70 mit EdgeHD1100 + Zubehör
  • Die Säulen sollen inkl. ausgerichteter Montierungen immer draußen bleiben. Es sollen dann absperrbare "Häuschen" drumherum, die man auf Rollen einfach wegrollen kann
  • Die Instrumente werden überwiegend fotografisch bzw. spektroskopisch betrieben. Visuell nur bei "Astroabenden", wenn die Eltern mal kommen oder an Festen...
Grüße
Tom
 
Hi Tom,

Zufälle gibt es.
Ich stelle grad eine AZ EQ6 für einen 6" F9 auf einem Deck auf meiner Terasse in Nürnberg Erlenstegen auf.
Da das Stativ der EQ6 bei 1,2 m Oberkante zu ausladend ist werde ich eine Säule verwenden.
Aus ästhetischen Gründen werde ich warscheinlich eine vom Metallbauer aus Alu schwarz pulverbeschichteh fertige lassen.
Funktionell würde die von Geoptik warscheinlcih ausreichen und die von Euro EMC auf jeden Fall.

Die Instrumente die du angegeben hast sind kleiner als mein 6" F9 APO, vor allem deutlich kürzer, ich denke du benötigst kein Fundament.
Eine Säule wie die von Euro EMC oder die von Geoptik sollte reichen.
Ich habe die Tage 266x auf dem AZ EQ6 Stativ probiert, das geht von der Schwingungsanfälligkeit, mit einer Säule wird das sehr gut gehen und mit kürzeren Instrumenten dann ohnehin.


Wenn die von dir beschriebenen Waschbetonsteine eigentlich Waschbetonplatten (50x50 cm?) sind könnte man die Säule so aufstellen, das jeder Fuß auf einer von 3 benachbarten Platten steht. Entweder die Füße dort festdübeln oder die Säule nach Aufstellung mit 30 kg Sand befüllen, dann bewegt sich da nichts mehr.
Sollten die Platten zu klein oder dünn sein, könnte man einfach 3 dicke Betonplatten auf die Waschbetonplatten legen und dort die Säule festbohren.

Gruß,

Peter
 
Hallo Tom,
Wenn die Säulen und Häuschen auf von Schülern in Pausen genutzten Flächen stehen wirst du mittelfristig ggf. viele Arten der kreativen Doofheit erleben, da reicht ja immer auch ein einzelner [zensiert]. Das sollte dann also wohl eher ROBUST ausgeführt werden.
Grüße, Martin
 
Hallo an Alle,
vielen Dank für Euren vielen Antworten. Da wir ja Zeit sparen wollen, sollen die Säulen mit Montierungen immer "bereit" sein, ohne viel hin- und herzuschleppen und auch nicht mehr viel mit Einnorden zu tun zu haben. Daher fallen alle Stativ-Lösungen raus. Es MUSS festmontiert sein. Drumherum wird es ein festes Häuschen geben, das den Zugang zur Montierung versperrt und das dann bei Bedarf weggerollt wird (es gibt da sehr teurer Lösungen fertig zu kaufen, wir bauen die uns mit Hilfe von Eltern aus einschlägigen Berufen deutlich günstiger dann selbst.

Inzwischen habe ich aber noch andere "Vorgaben" bekommen, wie es genau gelöst werden soll.
Ich berichte weiter :-).

Viele Grüße
Tom
 
Drumherum wird es ein festes Häuschen geben, das den Zugang zur Montierung versperrt und das dann bei Bedarf weggerollt wird (es gibt da sehr teurer Lösungen fertig zu kaufen, wir bauen die uns mit Hilfe von Eltern aus einschlägigen Berufen deutlich günstiger dann selbst.

Simples System einfache Lattenkonstruktion und OSB Platten drangeklatscht unten rollen wiegt so 50kg vorne nen Duschvorhang mit Schraubkarabinern 1,25x1,25x2m kosten so 100€ war das hab die Straße runter einen Baustoffhandel, daduzrch war das ne Spontan Idee.

Geht besser war vor allem ne schnelle Lösung für Balkon zusätzlich kommt ne Grillabdeckung über das System. Links unten gut isolierte klassische Rolldachhütte, da sieht es natürlich anders aus.

clear skies
Felix
 

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