RC Optik

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MarkusM

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Hallo zusammen,

zuerst ein gutes neue Jahr.

Ich bin auf der suche nach Infos über RCs.
Mich würde vor allem die Optik interessieren.
Wie wird so ein System richtig Justiert und wie werden Fotosysteme perfekt angepasst.
Ich habe einmal gelesen man solle größere Pixel nehmen jedoch finde ich den Beitrag nicht mehr.
Was ich nicht ganz "verstehe" ist das Zusammenspiel der Optik, ich habe Daten eines Spiegelsystem genommen (1:1 auf Papier aufgezeichnet) und verstehe nicht warum hinten im HS (Dm. 302/2800) ein Durchlass von 110mm ist und der FS 168mm hat, wenn ich einem Abstand zw. HS / FS von 688mm nehme habe ich einen Strahldurchgangs Durchmesser von 48mm im HS.
Mir ist einfach nicht ersichtlich warum der FS eine so große Abdeckung hat und der Dm des Strahldurchgang so klein ist.

Wenn jemand Links oder Infos hat wäre super.
Freu mich über alle Infos.

Danke Max
 
Hallo Max,

ich nehme an, Du hast nur die Strahlen gezeichnet, die im Brennpunkt die optische Achse kreuzen. Zeichne mal Strahlen, die in der Fokusebene einen Abstand von sagen wir mal 22 mm von der optischen Achse haben. Du möchtest schließlich nicht nur den Brennpunkt, sondern eine ganze Fläche ausleuchten.
Die Justage richtet sich nach dem, was der Hersteller Dir an Möglichkeiten läßt. Es sollten alle Komponenten koaxial zur optischen Achse und senkrecht dazu ausgerichtet werden. Wie das im Einzelnen geht, müsste der Hersteller erklären.
Die Pixelgröße richtet sich wie bei jedem Teleskop nach der Brennweite, je länger diese ist, desto größer zumindest im Prinzip die Pixel. Dazu gibt es sicherlich eine Vielzahl an Meinungen zu finden :)

Hoffe, das hilft ein wenig.
Torsten
 
Hallo Max,

ich habe mich mal auf das Abenteuer eingelassen, und einen 10 Zoll Ritchey-Chrétien angeschafft.

Hier bei Wikipedia kann man einiges über das Prinzip eines solchen Teleskopes lesen. Kennzeichend
für ein RC sind auch die unterschiedlichen Brennweiten des Primär- und Sekundärspiegels.

Derzeit bin ich dabei für dieses Teleskop Verschlussdeckel für den Primär- oder auch Hautspiegel zu
konstruieren, und zu bauen.

Das beschreibe ich gerade hier im Forum.

Ich habe für dieses Teleskop auch optional ein 3" OAZ gekauft. Der hier zu sehen ist.

Damit ist der OAZ fest an der hintern Platte befestigt. Auch ist die Verkippung justierbar.

Der Auszug hat somit keine Verbindung mehr zur Spiegelhalterung.

So sieht das aus mit abgedrehter alten OAZ-Halterung.

Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/72949400/RC10Truss/OAZ%20Foto%201.jpg

Wie man sieht ist die neue justierbare OAZ-Halterung auf der hinteren Platte befestigt.

Bei der Justage benutzt man zunächst einen Laserkollimator, und bringt durch justage der Verkippung
den Laserpunkt in die Markierung des Säkundärspiegels.

Für eine nötige Justage der Spiegel habe ich mir ein Hotech ACT-M2-Justage-Set zugelegt.

Damit habe ich aber noch nicht experimentiert.

Wenn es soweit ist werde ich mal darüber berichten.

LG und CS
Horst


 
Hallo an alle,

ich habe ja auch zwei RCs – das 8er und das 10er in der Carbon Ausführung.

Bezüglich des Abmessungen der Optik:
Da kennen sich andere sicher bei weitem besser aus als ich.

Bezüglich der Justage der RCs kann ich aber etwas beitragen:
Meine Justage Tools für die RCs kosten mittlerweile um einiges mehr als die RCs. Auch das von Horst angesprochene Tool habe ich. Ich hatte aber „damals“ absolut keine Ahnung wie ein RC funktioniert – kurz gesagt: es hat nicht funktioniert. Im Laufe der Jahre habe ich sehr viele Techniken mit unterschiedlichen Hilfsmitteln ausprobiert. Zum Erfolg bin ich schlussendlich mit den Howie Glatter Lasern (extra aus USA bestellt) und dem Takahashi Tool gekommen. Damit konnte ich meine RCs am Tag so genau einstellen, dass ich am Stern nichts mehr nachstellen musste – war ein langer, langer Weg, ist aber Geschichte. Ein RC kommt mir nicht mehr ins Haus – da bin ich aber vermutliche etwas wehleidig.

Allerdings wollte ich auch immer zu viel: Die GSO RCs mit den Astro Physics CCDT67 Reducer liefern zwar ein sauberes Bildfeld, aber es kommt damit leider auch viel Falschlicht am FS vorbei auf die Bildebene der Atik383. Auch die Abbildung der Sterne in den Ecken war immer etwas „schwierig“. Heute würde ich ohne Reducer mit einem kleineren Chip arbeiten.

Bezüglich der Pixelgröße:
Die Pixelgröße sollte zur Brennweite der Optik passen, d.h. wie viele Bogensekunden kann ich mit einem Pixel abbilden xx arcs/Pixel. Hier zählt vor allem die Praxis – was gibt mein lokales Seeing her und vor allem: was kann ich beherrschen! Bei mir haben sich 0,7arcs/Pixel als bester Wert herausgestellt. Mit 1.0arcs/Pixel verliere ich bei nebeligen Objekten merkbar an möglicher Auflösung und niedrigere Werte als 0,7arcs/Pixel zahlen sich über das Jahr gesehen bei mir nicht aus.

Beispiel für ein 10er RC mit 2m Brennweite und einer Kamera mit 5.4µm Pixel:
(5,4µm x 206.3) / 2000mm = 0,557arc/Pixel (Diese Auflösung ist bereits als sehr „sportlich“ zu bezeichnen.)

Im Grunde sind die GSO-RCs für diesen Preis unschlagbare Geräte – wenn man weiß was man da bekommt und wie die Dinger zu bändigen sind. Die zahlreichen spitzen Fotos beweisen es ja. Eine gewisse Leidensfähigkeit gehört meiner Erfahrung nach auch dazu – kann aber natürlich bei anderen Personen besser laufen.

Herzliche Grüße aus den Alpen
Max
 
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