Re: Physik
Hallo Christian,
RedShift ist eher ein Multimedia-Spielzeug als ein Tool für praktische Beobachter. Demzufolge könnte ich mir vorstellen, dass die Entwickler von folgender Überlegung ausgegangen sind:
* Zunächst einmal gilt es festzulegen, in welche Richtung wir schauen. Je nach dem verwendeten Bezugssystem (lokaler Horizont des Beobachters oder Äquatorebene der Erde) benutzen wir zwei Winkel - einer gibt die Neigung der Sehlinie gegen die Bezugsebene an, der zweite die Drehung gegen eine Nullrichtung in der Bezugsebene. Also entweder Höhe/Azimut oder Deklination/Rektaszension
* Maßstab bzw. Vergrößerung ist als nächstes dran
* Reicht das? Nein, nicht ganz. Denn als letzten Freiheitsgrad kannst Du nun noch die Projektionsebene um die Blickrichtung rotieren. Sozusagen den Kopf schief halten oder sogar einen Kopfstand machen. Ich denke mal, dass die Redshifter an gerade das dachten, als sie von "Neigungswinkel" sprachen. Der Begriff "Drehwinkel" wäre vielleicht weniger irreführend gewesen?!
Eine sinnvolle Anwendung dafür fällt mir sogar ein: wenn man mit einem umkehrenden Fernrohr (aber *ohne* Zenitprisma!!) beobachtet, wählt man 180° als Drehwinkel und sollte dann eigentlich Karte und Okularanblick passend haben. Mangels Redshift kann ich das aber nicht nachvollziehen - die Erläuterung hier ist also etwas spekulativ.
Gruß,
Tom