Reducer am SC - Qualitätseinbuße?

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sindbad

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Celestron bietet für SC-Teleskope einen Reducer an. Hat der einen spürbaren verschlechternden Effekt für die visuelle und fotografische Anwendung?

Tom
 
hallo,

der f/6,3 Reducer wirkt auch gegen die offaxis Koma des SCT, er vignettiert aber stark, wenn man moderne grosse Chips werwendet. Visuell ziemlich unbrauchbar, weil er das GF des Okulars verengt.

Hier ein Foto mit C6 und f/6,3 Reducer aus meiner Anfangszeit, entsprechend schlecht bearbeitet sodass die Vignette voll rauskommt:
http://www.vibes.co.at/images/M51-120042009-C6red63-small.jpg

lg Tommy
 
Hallo,

also ich habe den Celestron Reducer an einem C8 und habe diesen auch Visuell schon benutzt und fand die Qualität eigentlich recht gut.

Zufällig habe ich am Montag Dienstag mal getestet was mit dem C8 und Reducer Fotografisch funktioniert. Und da ein Bild mehr sagt als tausend Worte im Anhang mal zwei Bilder.

Eines wie es nach dem Stacken aus DSS raus kommt.
15x10min und 5x5min plus Darks und Bias aber keine Flats.

Und ein unbearbeitetes Einzelframe.

Kammera ist eine EOS350Da

Gruß
Carsten


 

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Schöne Aufnahme. Dennoch ist die Vignettierung sichtbar.
Vielleicht gibt es andere Reducer, die nicht unter dem Effekt leiden. Sonst lasse ich liebe die Finger davon.


Tom
 
Zitat von sindbad:
Schöne Aufnahme. Dennoch ist die Vignettierung sichtbar.
Vielleicht gibt es andere Reducer, die nicht unter dem Effekt leiden.
Sonst lasse ich liebe die Finger davon.
Hallo Tom, die Abschattung, welche Du auf den C8 Aufnamen mit Reducer siehst, werden aber nicht vom Reducer, sondern vom C8 selbst erzeugt. Dieses hat nämlich, wie grundsätzlich alle SCs, einerseits eine scharfe Feldbegrenzung durch das systembedingte Blendrohr, und zum anderen eine im gesamten Feld graduell vom Zentrum nach außen abfallende Ausleuchtung. Siehe dazu diese alte Diskussion

Abschattung im C8

Dass diese graduelle Abschattung visuell von vielen Sternfreunden nicht wahrgenommen und sogar abgestritten wird, war der wesentliche Anlass für diese kuriose Diskussion seinerzeit. Hier geht es aber weniger um den graduellen Helligkeitsabfall von der Mitte nach außen hin, sondern um die vergleichsweise scharfe Feldbegrenzung am Rande durch das Blendrohr.

Der Celestron 0.63x Reducer ist ja mit seiner Apertur von 40 mm insbesondere perfekt auf den Blendrohrdurchmesser vom C8 abgestimmt. Wenn er wie gewöhnlich direkt hinter dem HS eingesetzt wird, verursacht er seinerseits keine weitere Abschattung. Der Reducer schrumpft jedoch den durch das Blendrohr begrenzten Feldradius in mm entsprechend dem Reduktionsfaktor, so dass insbesonders die Ecken von größeren Chips dann außerhalb des verkleinerten Felddurchmessers liegen.

Die scharfe Feldbegrenzung und die graduelle Abschattung werden aber nicht von einer unzureichenden Apertur des Reducers verursacht. Du könntest diese ohne jeden Effekt verdoppeln. Insofern führt die Frage nach anderen Reducern ohne eine solche Abschattung ins Leere. Direkt hinter dem HS beträgt der C8 Feldurchmesser 38 mm, und ein 0.63x Reducer jedweder Bauart verkleinert diesen dann auf 24 mm. Und das ist bereits weniger als die Bilddiagonal eines APS-C Chips. Wenn man jedoch den Backfokus etwas vergrößert, wächst auch der Felddurchmesser in mm, so dass man die Feldrenze bei einer vergrößerten Systembrennweite auf diese Weise etwas nach außen schieben kann.

Mit freundlichen Grüßen,
Peter
 
Hallo Tom,

ich benutze den 0,63x Reducer am C9.25 und habe noch ein paar Zwischenringe zusätzlich zwischen Reducer und Kamera geschraubt, und zwar so viele, daß ich gerade noch in den Fokus komme. Durch den vergrößerten Abstand reduziert sich die Vergrößerung bei mir auf 0,5x. Das nutzbare Bildfeld wird aber kleiner. Das ist bei mir kein Problem, da ich mit dem Sony ICX285AL, einem Chip mit 11mm Diagonale arbeite. Da ist erst bei sehr starker Kontrastanhebung eine leichte Vignettierung erkennbar. Diese ist per Flat oder per Softwaretools hinterher leicht herauszurechnen. Da du nicht geschrieben hast, mit welcher Kamera bzw. Chipgröße du arbeiten möchtest, weiß ich nicht, inwieweit dich die Vignettierung überhaupt stören wird. Extrem wird sie mit den 0,33x Reducern oder wenn du zwei 0,63x Reducer hintereinander schraubst. Dann siehst du die Vignettierung mit dem bloßen Auge. Ein Qualitätsverlust kann mit einem Reducer einhergehen. Sterne können etwas aufgeblasen werden. Ich bin für meinen Teil noch mit dem Ergebnis der Sternabbildung (fotografisch) zufrieden. Visuell ist der Reducer auch zu gebrauchen, ist überhaupt kein Problem. Ein längerbrennweites Okular ist aber grundsätzlich vorzuziehen, weil durch die geringere Anzahl Linsen ein besseres und helleres Bild produziert wird. Aber das ist natürlich auch eine Kostenfrage, weil es ein zusätzliches Okular bedeuten kann.

Schönen Gruß
Manfred
 
Hallo,

wichtig für die richtge Reduzierung der Brennweite ist der Abstand Reducer - Kamera.
Bei dem x0,63 Reducer beträgt die Brennweite 231mm.
Damit die Brennweite des Teleskops auf f/6,3 reduziert wird, muss der Abstand Reducer - Kamera 105mm betragen.

Wird der Abstand auf 50mm verkürzt, reduziert sich die Teleskopbrennweite auf f/7
Bei 225mm beträgt die Brennweite f/5, die Vignettierung tritt stärker in Erscheinung.

Bei etwa f/6 - 7 sehe ich keine Probleme, die Vignettierung kann ganz einfach mittels Flats korrigiert werden.

Gruß
Leschko
 
Zitat von Buxtetown:
Hallo Tom,
Da du nicht geschrieben hast, mit welcher Kamera bzw. Chipgröße du arbeiten möchtest, weiß ich nicht, inwieweit dich die Vignettierung überhaupt stören wird.

Hallo, ich fotografiere mit der DSLR (APS-Größe) und benutze Teleskope gerne bei Tage als Teleobjektiv für Naturaufnahmen. Es wäre ganz nett ein C6 mit Reducer einzusetzen, aber wenn es vignettiert, dann werde ich lieber den unhandlicheren Apo Refraktor mitnehmen.

Tom
 
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