Reflektorkauf

Jackss

Neues Mitglied
Hallo zusammen,
ich bin Jackss und neu im Thema drin. Habe mich schon durch einiges durchgelesen und gebe zu, dass ich noch nicht wirklich alles richtig verstanden und abgespeichert habe.
Nun denn, jetzt habe ich zwei Einsteigerteleskope herausgesucht. Ich wollte mich erkundigen, ob diese wohl für meine Zwecke taugen.

Bresser


National Geographic

Ich möchte nicht tagtäglich stundenlang hindurchschauen, sondern hier und da am Wochenende Planeten und Galaxien anschauen. Daher soll es kein super teures Gerät werden.

Für eure Meinung wäre ich dankbar.
Grüße Jackss
 
Hallo und willkommen im Forum.

Ich würde von beiden Instrumenten abraten.

Die parallaktische Montierung ist für rein visuelle Anwendung unnötig und braucht zu lange sie hinreichend genau aufzustellen. Beide Instrumente haben billige "Kugel-Spiegel" mit mäßiger Abbildung.

Je nach Beobachtungssituation (vom Balkon, aus dem Garten, mobil ins Dunkle gefahren, etc.) würde ich zu einem gebrauchten Dobson 5" oder 6" raten. Bewährt haben sich die Skywatcher Heritage 130 oder 150, aber auch der Skywatcher Classic Dob 150 oder gar 200. Alle zeichnen sich durch die Verwendung von parabolsichen Hauptspiegeln aus, was die optische Güte gegenüber den initial angebotenen deutlich erhöht.

Beste Grüße und allzeit klaren Himmel,

Ralf
 
Hallo Jackss,

von mir auch ein Willkommen im Forum.

Zu dem was die Kollegen schon geschrieben, stellt sich auch die Frage:
- von willst Du beobachten
- was bist Du eventuell bereit zu transportieren.
und eben, was bist Du gewillt auszugeben.
Bei, geschätzt an den Verkaufspreisen der vorgeschlagenen Setups, einer Spanne von 100,- bis 300,- € wirst Du die Dich bei gebrauchten Teleskopen umschauen müssen, um auf die vorher gemachten Vorschläge zu reagieren und zu beherzigen.

Gruß
Mathias
 
Hi Jackss,

schließe mich den Vorrednern an und würde eher abraten. Im Preisbereich zwischen 100-200€ gibt es sehr wenig vernünftiges und die Anspruchshaltung sollte nicht allzu hoch sein.

Wenn Du in diesem Preisbereich bleiben willst, und rein visuell mal probieren möchtest, würde ich auch zu einem Tisch-Dobson raten. Hier sollte man jetzt aber keine all zu großen Erwartungen an Funktionalität und Sichtungsergebnisse haben. Generell kann man Dobson-Teleskope als Preis-Leistungssieger in der rein visuellen Hobby-Astronomie sehen. Ich rate weiterhin auf Seiten für Astronomiebedarf zu stöbern und zu kaufen (Astroshop.de, Teleskop-Spezialisten.de, Teleskop-Express.de). Dort gibt es im Bedarfsfall auch Beratung und das Risiko Ramsch zu kaufen sinkt gewaltig.

Hier ein Bsp. für ein Tisch-Dobson:


Zudem wären wie erwähnt ein paar Rahmen-Gedanken zu Deinem Vorhaben interessant: Wo willst Du beobachten (Thema Lichtverschmutzung, siehe auch: Light Pollution Map), im Garten, Balkon... willst Du mobil sein, wo soll die Reise vllt. mal hingehen...?

Wenn für Dich auch digitale Ausgabe der Bilder auf Smartphone/Tablet in Frage kommt, kannst Du Dich auch mal mit Smart Teleskopen befassen. Die sind sehr komfortabel und bieten für ihr Geld viele Einsatzmöglichkeiten v.a. bei der Beobachtung von Deep Space Objekten. Die kosten zwar schon deutlich mehr als Deine aktuellen Präferenzen, wären aber auch eine viel breitere, und von den Ergebnissen weit bessere Möglichkeit des Einstiegs in das Thema.

Die aktuell günstigsten, aber anständigen Modelle wären das Seestar S30 und das DWARF mini, beide für ~400-420€:

Auch kann man auf dem Gebrauchtmarkt schauen. Ist aber als Einsteiger mitunter auch schwierig bezüglich Orientierung und Einschätzung.

Daher abschließend nochmal die Bekräftigung des allgemeinen Hinweises, einmal zu einer Sternenwarte oder einem Teleskoptreffen zu gehen und Geräte live anzuschauen. Ich pflege immer zu sagen, man sollte vorm Kauf eine ungefähre Vorstellung haben, wie man das Gerät benutzt und was man damit in welcher Qualität und Handhabung machen kann.

Viel Erfolg und CS
Thomas
 
Hi und willkommen

ich lese u.a. dass Du Planeten und Galaxien kucken möchtest.

Da diese Ziele recht unterschiedliche Anforderungen an das Gerät, den Beobachtungsplatz, eigene Erfahrung, mitunter auch Okulare u.a. haben,
wird bei den vorgestellten Geräten klar, dass Du gegenwärtig keine fundierte Kaufentscheidung treffen kannst.
Beide kommen schon ob der Vorgaben aber vor allem wegen der Defizite im Angebot nicht in Frage.

Selbst wenn wir Dir Geräte empfehlen würden, erachte ich es, aus meinen Erfahrungen heraus, als sehr wahrscheinlich, dass Deine Erwartungen mit dem Budget nicht erreichbar sein werden.

Ich würde an Deiner Stelle eine Sternwarte, Astroclub oder Beobachtergruppe suchen und dann dort alles mal live ansehen.
I.d.R. wird man Dich auch probieren lassen und die Kosten offenlegen.

Danach wird Du vor allem auch aus eigenen Erfahrungen, Kosten, Aufwand, Seherlebnis u.v.a. bewerten können.
Das wird die Kaufentscheidung in die richtige Richtung bringen, anstatt 100-150 EUR im Keller ungenutzt zu deponieren.

CS
 
Hi Jacks, willkommen
zu den Geräten ist alles gesagt, aber noch nicht von jedem :) . Einfach nur Schrott. Zu Deinen Beobachtungszielen: Lasse Dich nicht von den in den Foren veröffentlichten Bildern in die Irre führen, visuell ist eine ganz andere Liga mit ganz anderen Zielen. Die visuelle Beobachtung einer Galaxy und deren fotografisches Abbild sind 2 Welten, die Enttäuschung ist vorprogrammiert. Mein Rat: Bevor Du Geld in die Hand nimmst schau bei einer Sternwarte vorbei und dort durch ein Okular das schafft Klarheit.
Clear Sky Dieter
 
Oder wenn kein Verein in der Nähe ist gibt es sicher einen Sternnenfreund hier aus dem Forum, welcher Dich an die Hand nimmt und am Abend bei einen kühlen Bier die Basics zeigt und Dich durch sein Equipment schauen lässt. Ich würde es auf jeden Fall machen wenn Du in meiner Nähe wohnen würdest.

CS, Ralf
 
Oder wenn kein Verein in der Nähe ist gibt es sicher einen Sternnenfreund hier aus dem Forum, welcher Dich an die Hand nimmt und am Abend bei einen kühlen Bier die Basics zeigt und Dich durch sein Equipment schauen lässt. Ich würde es auf jeden Fall machen wenn Du in meiner Nähe wohnen würdest.

CS, Ralf
Dem schließe ich mich an! Wenn Du grob Deine Region angibst, findet sich bestimmt auch eine Möglichkeit!

CS Thomas
 
Hi Jackss,
noch 2 Anmerkungen meinerseits:
1) Das neu erschienene Buch von Franck Sackenheim (siehe Forum) kann Dir eine große Hilfe sein, es wendet sich genau an einen Anwenderkreis dem Du angehörst.
2) In diesem Forum werden gelegentlich von Beobachtern erstellte Zeichnungen veröffentlicht. Da siehtst Du was Dich erwartet, wobei bei Zeichnungen i. A. der Kontrast gegenüber dem visuellen Eindruck erhöht ist.
CS Dieter
 
Abend zusammen,
ich merke schon, dass ich hier richtig gelandet bin. Ich werde mich an Samstag nochmal Ausführlicher hier melden. Lieben Dank schon mal für eure Mühe und Infos.
Bis Samstag.
Liebe Grüße Jackss

PS: Die Teleskope sind von meiner Liste eliminiert.
Danke, guter Ansatz.
Auch bei mir gilt, so Du in der Gegend bist, besteht die Möglichkeit zur Fernrohrsprechstunde in der Vereinssternwarte zu kommen und privat einmal mit zu beobachten.
CS
 
Hallo zusammen,

habe gerade bemerkt, dass hier wirklich alle ihre Vornamen verwenden. Finde ich gut. Also dann, meine Name ist eigentlich Jacqueline, Jackss ist ein Spitzname der mir mal verpasst wurde.
Danke nochmal für die vielen Rückmeldungen und Angebote. Der Tipp mit der Sternenwarte ist gut und ich werde mich dahingehend mal umschauen.
Ich wohne im Weser-Ems-Gebiet, Ortsrandlage eines großen Dorfes würde ich behaupten, leider mit mehr werdender umliegender Bebauung. Der Light Polution Map nach im hellgrünen Bereich, vor dem Haus eine durchgängig leuchtende Straßenlaterne, der hintere Gartenbereich, von dem aus ich schauen möchte, liegt im dunklen Bereich. Das Dorfzentrum ist ungefähr 1,3 km entfernt, die nächste Kleinstadt etwa 13 km. Auf Reisen muss ich nicht damit gehen.

Letztes Jahr kaufte sich eine Bekannte einen Refraktor, angeblich kein teures Gerät und sie wäre sehr zufrieden damit, billig tuts auch meinte sie. Was mich zum Grübeln brachte und letztes Endes mit hierher führte: das Gerät wäre eine NoName-Marke (muss ja nichts schlechtes heißen), sie habe aber derzeit keine Zeit Fotos des Gerätes zu machen oder mich mal schauen zu lassen, es würde auch gerade im Keller stehen, weil die Witterungsbedingungen nicht so gut wären. Da war mir eigentlich schon klar, dass da was faul ist.

Nun denn mein Ziele sind für den Anfang
- ein vernünftiges Einsteiger Linsen- oder Spiegelteleskop
- Verwendung nur Zuhause
- relativ einfache Handhabung
- Fotos sind kein muss

Zur Frage was ich sehen möchte:
Vor einiger Zeit kaufte ich mir ein 10x50 Fernglas und war da schon begeistert, wie gut man den Mond betrachten konnte. Und wie viele Sterne mit mal sichtbar wurden. Und da wurde mir klar, dass ich dies gerne noch näher betrachten würde. Mir ist bewusst, dass die Bilder nicht so fantastisch sind wie in Fernsehen oder Magazinen. Ich denke, ich möchte einfach vernünftig in das Thema einsteigen, toll wäre natürlich ein guter Allrounder.

Mein Problem:
Auf einigen Seiten steht bei Linsen- wie Spiegelteleskopen zur Beobachtung von Planeten, einfachen Nebeln und Deep Sky Objekten, nahe Sternhaufen.

Was ich verstanden habe:
Jetzt größer die Öffnung, desto mehr Licht wird gesammelt und umso detailreicher das Bild. Lange Brennweiten für Mond und Planeten, kurze für Nebel und Sternhaufen. Sonne nur mit speziellen Filtern.

Tja, die Frage des Preises ist immer so eine Sache. Bei der Auswahl ist von 50 € aufsteigend alles dabei. Ich möchte ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Wie hier schon geschrieben wurde, was nützt mir ein Modell für 100 € wenn ich das selbe Ergebnis durch mein Fernglas bekommen kann.

Ich bin mir sicher ihr werdet mir zu einer vernünftigen Entscheidung weiterhelfen.

Liebe Grüße,
Jacqueline
 
Hallo Jacqueline,

nach dem was Du jetzt geschrieben hast, würde ich nach wie vor bei einem Dobson bleiben.
Einfach zu bedienen.
Rauf/Runter und Links/Rechts. Das Teleskop, ein Newton, wird in eine so genannte Rockerbox, eine Alt/AZ Montierung, gehängt.
Die Teile stehen stabil, wie geschrieben intuitiv zu bedienen und bieten ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.
Da Du im Garten beobachten willst, ist ein 'Standard' Dobson mit 200mm Öffnung und 1200mm Brennweite (200/1200) ganz gut zu handhaben. Keine weiten Wege um die Rockerbox und den Newton zu transportieren. Ein 200/1200 ist schon ein imposantes Teleskop. Da gilt nach wie vor, so ein Teil mal Live und in Farbe anschauen. Es gibt auch kleinere Varianten und auch größere ;).

Grundsätzlich kann man mit jedem Teleskop alles beobachten.
Aber die 'eierlegende Wollmilchsau' gibt es einfach nicht.
Mit Teleskop Y geht die Objektgruppe A besser als mit Teleskop Z.
Meines Erachtens kommt aber so ein 200/1200 Newton der 'eierlegenden Wollmilchsau' schon ganz gut nah.

So einen Dobson bekommt man schon öfter mal gebraucht, aber neu sind sie, auch wenn die Preise ordentlich angezogen haben, noch erschwinglich.
Aber mit dem Dobson allein ist es nicht getan. Früher oder später werden Dir die mitgelieferten Okulare nicht mehr reichen. Für den Start reichen die meisten aber. Trotzdem die Kosten für anzuschaffende Okulare im Hinterkopf behalten.
In der Regel sagt man das für den Anfang drei Okulare ausreichen.
Eines zum Suchen und auffinden.
Eines für die mittlere Vergrößerung und eines für die Hochvergrößerung.
Später dann bei Bedarf die Lücken auffüllen.
Starte aber erst mal mit den mitgelieferten.

Was allerdings nicht fehlen darf, ist eine Rotlichtlampe um die Dunkeladaption der Augen nicht zu stören, wenn man z.B. eine drehbare Sternkarte (auch evtl. anschaffen) benutzt. Auch sonst ist so eine Lampe nützlich. Beim Okularwechsel z.B.

Ein weiteres Muss ist eine Hilfsmittel für die Justage des Newton. Diese sollte mehr oder weniger regelmäßig überprüft und gegebenenfalls durchgeführt werden.
Keine Panik vor der Justage. Ist erlernbar. Keine Raketenwissenschaft.

Filter, Barlow und weiteres nützliches Zubehör lasse ich erst mal außen vor. Je nach Bedarf und wenn sich mit der Zeit heraus kristallisiert wo die Reise mit der beobachtenden Astronomie hingeht.

So mal ein grober Rundumschlag.

Lass Dir Zeit und gib kein Geld aus, bevor Du Dir nicht auch die Grundlagen angeeignet hast und Dir ein Basiswissen zugelegt hast. Theorie gehört einfach auch dazu.

In diesem Sinne :coffee: :alien:
Gruß
Mathias
 
Hallo Jacqueline,

Du hast schon mal den richtigen Pfad eingeschlagen, von freuäugiger Beobachtung hin zum Fernglas. Ein Teleskop wird Dir abermals die Augen öffnen, was alles zu Entdecken ist.

Mit dem eng gesetzen Budget find fotografische Ambitionen erstmal sehr schwierig bis gar ausgeschlossen, da zwingend eine kostspielige Nachführung erforderlich wird.

Da der Fokus auf visueller Beobachtung liegt, würde ich meine initiale Empfehlung wiederholen und ergänzen:

Tischdobson:
Pro:
- kompakt, transportabel
- große Öffnung für den Preis
- günstig
- farbfehlerfreie Abbildung
- offenes Design für schnelle Temperaturanpassung
- Montierung dabei
Contra:
- Kollimation notwendig (wirklich einfach zu machen)
- niedrige Einblickposition, Stand auf dem Tisch oder sitzend daneben

Beispiel: Skywatcher Heritage 130

Standdobson:
Pro:
- große Öffnung für den Preis
- günstig
- farbfehlerfreie Abbildung
- offenes Design für schnelle Temperaturanpassung
- Montierung dabei
Contra:
- Kollimation notwendig (wirklich einfach zu machen)
- Größe, Transportabilität

Beispiel: Skywatcher Classic Dob 150P

Bei beiden Instrumenten ist ein kostengünstiger Gebrauchtkauf sehr zu empfehlen. Ggf sogar der Griff zur nächst größeren Öffnung, also Heritage 150 oder Classic Dob 200

Aber auch mit Linsenteleskopen kann man sehr gut beobachten.

Widefield-Achromat auf Alt-AZ-Montierung
Pro:
- moderate Öffnung ohne Obstruktion
- preiswert
- robust und pflegeleicht
Contra:
- Farbfehler
- kleinere Öffnung im Vergleich zum Spiegel
- Montierung zusätzlich

Beispiel: Skywatcher AC102/500

Es ist auf eine stabile Montierung zu achten sonst wird es zum Wackel-Dackel und führt zu unruhigen Bildern.

Ein langbrennweitiger Achromat auf Alt-AZ-Montierung reduziert den Farbfehler.

Beispiel: Skywatcher AC90/900. Die Montierung dabei ist der des Skywatcher AC102 jedoch deutlich unterlegen.


Beste Grüße und allzeit klaren Himmel,

Ralf
 
Hallo Jachss

Mein vorschlag, gehe im umkreis von deiner Heimat zu Teleskop Treffen,
da gibt es verschiedene Geräte die die betrachten und durchschauen kannst.

Termine Teleskop Treffen gibt es hier im Forum.

Jeder hat so seine Vorschläge hier im Forum, Ein Dobson 10 zoll mein Vorschlag, Skaywatcher 150 p Classic,
was vom Ralf vorgeschlagen wurde.


Manfred
 
Hallo Jacqueline,

gerade eben habe ich mit meinem AC 102/500 die Sonne beobachtet. Das Ding kann man samt seiner AZ3 Montierung schnappen und vor die Türe stellen.

Für Sonne, Mond, Planeten nehme ich nur den kleinen Deckel vor dem Objektiv ab, beobachte also mit 5cm Öffnung. Damit verschwindet der Farbfehler praktisch völlig. Am Mond habe ich da schon oft mit einem 4mm Okular (125 fache Vergrößerung) für kleine Details gearbeitet, wenn die Luft schön ruhig war. Mit der vollen Öffnung kann man ganz prima Sternhaufen, Andromeda Nebel, Orionnebel und und und beobachten.
Das ganze Zeug habe ich gebraucht erworben. Das ist im Moment tatsächlich mein meist genutztes Gerät, obwohl ich viel größeres besitze.

Übrigens schaue ich Sterne mit dem Fernrohr seit deutlich über 60 Jahren.

CS Gerhard
 
Hallo Jacqueline,

die große Herausforderung beim Teleskopkauf ist eigentlich, die eigenen Vorstellungen und Erwartungen mit dem in Einklang zu bringen, was die Geräte - vor allem visuell - leisten können. Deine Ahnung, was Deinen Freundin und das Teleskop im Keller betrifft, geht schon in diese Richtung. Dein Ansatz mit dem Fernglas ist deshalb goldrichtig, um Dich am Himmel zu orientieren.

Ich schließe mich auch den Vorrednern an, die empfehlen, dass Du mal eine Sternwarte, einen Astroverein oder ein Teleskoptreffen besuchst, um eine Vorstellung zu bekommen, was Teleskope visuell leisten können.

Einige Hinweise, die bisher nicht gegeben wurden:
  • Visuelle Beobachtung, vor allem bei DSO, ist Übungssache! Man lernt erst mit etwas Erfahrung, die Objekte auch zu erkennen.
  • Visuelle Beobachtung ist vor allem auch das Erfolgserlebnis, ein Objekt überhaupt zu finden und zu erkennen, denn bunte Bilder sind nicht zu erwarten, egal wie groß die Öffnung ist.
Was Dir in der Astronomie Erfüllung bringt und ob Du diese überhaupt findest, lernst Du erst mit der Zeit. Wenn nicht, dann landet das Teleskop - egal wie groß und wit teuer - ungenutzt im Keller.

Deshalb der Hinweis, mal bei anderen mitzu gucken und dabei einen Eindruck zu bekommen, was visuell möglich ist.

Viel Erfolg damit!

CS.Oli
 
Guten Abend zusammen,

das hilft mir alles schon mal sehr weiter, vielen Dank.
Ich werde mich die nächsten Tage nach Vereinen oder Gruppen umsehen, wo ich mal reinschnuppern kann plus Sternenwarte.
Mehr Basiswissen muss ich mir definitiv noch zulegen, wäre auch zu einfach, dass Teleskop einfach hinzustellen, durchzuschauen und alles ist ideal zu sehen.
Lieben Dank auch für eure Teleskopvorschläge und die ganzen zusätzlichen Infos und Tipps. Da weiß ich schon mal besser, worauf ich achten muss. Kaufen werde ich erstmal noch nicht, da fehlt mir noch ein wenig oder eher viel Materie, die ich mir vorher noch aneignen sollte. Bisher dahin gehe beobachte ich weiter mit dem Fernglas.

Grüße
 
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