Refrakor-Erfahrungen gesucht

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gheiko

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Liebe Sternenfreunde.
Heute habe ich folgende Kombination am Jupiter versucht:
- TS-Refraktor 152/1200 (gerade erst gebraucht erworben)
- Montierung Celestron Advanced VX Goto
- ALccd5IIc
- Firecapture
- keine Filter, keine Barlow
- Jupiter bei etwa 13-14° Deklination (Berlin im Rücken)

Zu sehen war im FC ohne Zoom:
- eine etwa 1,5cm große unscharfe, zittrige Planetenscheibe
- die Wolkenbänder waren deutlich zu erahnen (bei Histogramm etwas 20%, darüber wurde der Planet zu hell)
- keine Monde
- dann zogen leider Wolken auf, ich konnte nur 3x30sec AVI aufnehmen, die ich aber leider nicht herzeigen kann (je180MB)

Folgende Fragen kamen mir in dieser Situation:
- Passt die Teleskop-Kamera-Kombi zusammen?
- Wer hat Erfahrungen mit einem solchen Refraktor, und welche?
- Muss so eine Kombi auch erst auskühlen?
- Wie gewährleiste ich einen ordentlichen Fokus? Ich konnte bei diesem Bild in FC nur grob schätzen.
- Wollte ich am ersten Abend zu viel?
- Ist das Dummy-Vorschau-Bild für Jupiter eine Referenz?

Na vielleicht hat ja jemand von Euch Erfahrungen mit diesen Gerätschaften. Das wäre prima.
Ich befürchte, dass das Ergebnis heute völlig normal war.
 
Hi Heiko,

- Passt die Teleskop-Kamera-Kombi zusammen?

da würde ich an Deiner Stelle noch ne 2x Barlow zwischenschalten, damit Du auf etwa f=16 kommst.

- Muss so eine Kombi auch erst auskühlen?

ja

- Wie gewährleiste ich einen ordentlichen Fokus? Ich konnte bei diesem Bild in FC nur grob schätzen.

Jupiter war zu tief. Unter 30 ° hast oft grusliges Seeing. Ich selber fotografiere wenn immer möglich erst ab 45° Höhe. Ich fokussieren entweder auf Monde, WOS, den GRF oder die blauen Fahnen im Äquatorband. Wenn Du diese Details nicht sehen kannst im Livebild, ist etwas nicht richtig. Seeing, Objekthöhe, Tubustemperatur oder Kollimation

Und Du brauchst unbedingt noch ein UV-IR Sperrfilter - bei meiner ALCCD5L-IIc war der aber mit dabei!


nö, aber in Zukunft eben auskühlen lassen, höher vergrößern und Jupiter höher am Himmel aufnehmen. Und Erfahrung im Umgang mit FC sammeln. :)

- Ist das Dummy-Vorschau-Bild für Jupiter eine Referenz?

Meinst Du damit das Bild links (Dein Avatar)? Das ist ok so. Aber mit Barlow könntest Du Jupiter problemlos auf diese Größe aufblasen:

 

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Hallo Fee,

vielen Dank für die präzisen und fundierten Antworten.
Und mit dem Dummy-Bild meinete ich nicht mein Avatar, sondern wenn am FC keine Cam erkannt wird, kann man eine Pseudo-Camera simulieren. Und die produziert ein Vorschaubild aus der Dose.

Nochmals Danke.
 
Hallo Heiko,
ich stelle normalerweise an einem hellen Stern scharf,und schwenke dann zum Planeten.
Als Scharfstellhilfe würde da eine Bhatinovmaske Zweifel beseitigen ;)
Wobei ich selbst nun wahrhaftig kein begnadeter Planetenspezialist bin...

Grüße Rainer
 
Hallo Heiko,
ich kann dem oben Gesagten zu Barlow- Verwendung nur zustimmen. Es sollte aber eine gute sein, denn sonst wird der Farbfehler und seine Auswirkungen grauslig.
Die ALCCD kenne ich leider nicht aus persönlicher Erfahrung, ich verwende eine DMK oder eine umgebaute MS LifeCam (Farbe). Das Öffnungsverhältnis sollte zur Pixelgröße passen, bei sehr kleinen Pixeln um 3-4um würde man dann ggf. die Zoom- Funktion verwenden können und benötigt keine so lange Brennweite mehr:
An der DMK arbeite ich mit F/25, an der MS LifeCam (nur 3um Pixel) mit F/10 bis max. F/15.

Mit dem Fokussieren ist es eine Geschmacksfrage, aber es geht am Refraktor sicherlich besser und rascher, als an meinem C8 mit dem üblen Spiegelshifting...
Entweder auf Jupitermonde fokussieren (bis sie möglichst klein erscheinen, dazu muss man aber i.d.R. die Belichtungszeit verlängern und Gain evtl. erhöhen im Vergleich zum Planeten.
Es gibt auch einige, die am Planeten(rand) so lange fokussieren, bis man am wenigsten "Wabbern" sieht.
Mit Bahtinow habe ich keine Erfahrung, würde sie aber auch nicht am Planeten einsetzen.

An Filtern mindestens den IR-cut einsetzen, evtl. auch mal einen Fringe- Killer oder Semi-Apo-Filter versuchen, auch wenn die Farben dann nicht so "echt" erscheinen.

Soweit meine Gedanken zu einer Kombi, beste Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
 
Moin Heiko
und willkommen im Club der 6 Zoll-Refraktorianer!
Ehrlich gesagt ist Jupiter das Schlimmste, was dir mit so einer Kombi passieren kann, da schlägt der Farbfehler erbarmungslos zu. Ich fotografiere selbst mit solch einem Refraktor und ein gutes Jupiterbild hinzubekommen ist fast unmöglich, da der Blaukanal trotz Fringe-Killer immer matschig bleibt.
Bei gutem Seeing durch eine alte CMOS-Webcam sieht das so aus:
http://www.youtube.com/watch?v=hS8L0jP0pbU
Als Foto mit etwas korrigierten Farben hätte ich bei durchschnittlichem Wetter so etwas anzubieten:
Link zur Grafik: http://i.imagebanana.com/img/zwc8d5ka/thumb/J15_2.jpg
Die gute Nachricht: Der Grünkanal ist meistens sehr brauchbar:
Link zur Grafik: http://i.imagebanana.com/img/f9urmecw/thumb/Gruen_von_J15.jpg
Deswegen würde ich SW arbeiten, sprich den Grünkanal separat bearbeiten.
Bei den anderen Planeten ist das nicht so auffallend. Wenn du mit den "falschen" Farben leben kannst (violette Wolken, gelbe Zonen), dann kannst du auch an Farbfotos von Jupiter deine Freude haben.
Eine Granate ist das Rohr m. M. nach am Mond. Da kannst du bei Bearbeitung des Grünkanals die besten Ergebnisse erreichen:
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/ubbthreads.php/topics/997303/Mondklassiker_jetzt_auch_in_Fa#Post997303
Mit den kleinen Pixeln der Cam bist du mit einer 2x Barlow bei gutem Wetter richtig aufgestellt, denke ich (F/16). Ich habe mir die ASI130MM mit größeren Pixeln zugelegt, weil ich eine gute 2,4x Barlow habe, damit sah das First Light so aus:
Link zur Grafik: http://i.imagebanana.com/img/d4vmja0k/thumb/1475KL.png
und ein Mosaik ohne Barlow so:
Link zur Grafik: http://i.imagebanana.com/img/vdwko9fs/thumb/JMONIR75.jpg
Fazit: Am Mond finde ich die Kombi richtig gut, an Planeten gewöhnungsbedürftig. Ein Fringe-Killer oder anderer Filter ist auf alle Fälle hilfreich.
Visuell ist das Rohr bei DS-Beobachtungen ein Genuss! Ich würde es nicht wieder hergeben wollen.
Viele Grüße und CS
Martin
 
Hallo Martin,

zu
Zitat von Spacecadet:
ein gutes Jupiterbild hinzubekommen ist fast unmöglich, da der Blaukanal trotz Fringe-Killer immer matschig bleibt.
fällt mir der Contrast-Booster ein. Der Blaukanal kriegt dabei zwar deutlich weniger Licht mit als mit dem Fringe-Killer, aber zumindest bei einer Webcam langte es am 80/400 noch für eine ordentliche Weißbalance, als ich Testbeobachtungen (weiße Fassaden mit schwarzem Eternit) am Tage machte.

Grüße

fquadrat
 
Hallo zusammen,
ich habe auch einmal nächtliche Testaufnahmen (Bushaltestellenschild nachts) mit kurzbrennweitigen "schnellen" FH- Refraktoren versucht (Skywatcher 80/400 sowie Orion 100/600).
Da der Refraktor im grünen Wellenlängenbereich am Besten korrigiert sein sollte, kannst Du auch ein Komposit aus Farbaufnahme (mit mind. IR-cut) und einer Aufnahmeserie durch einen normalen (eher helleren) grün- Filter versuchen -dabei Farbsättigung der Cam auf "0" stellen, sofern das Deine Steuerungssoftware mitmacht. Geht auch nicht bei jeder Farbcam gut, bei mir hat´s mit umgebauter MS LifeCam HD und SharpCap manchmal ganz gut geklappt.
Das habe ich bei o.g. Testaufnahmen ausprobiert, ging recht ordentlich. Am Himmel spielt natürlich noch das Seeing und die geringeren Kontraste bei Jupiter eine Rolle, ferner, dass Jupiter im grünen Wellenlängenbereich nicht so viele Details bietet.
Ein weiteres Jupiter- Bildbeispiel mit dem Orion 100/600 habe ich auch auf meiner Home eingestellt (Hauptseite, etwas runterscrollen) -> da war aber das Seeing "grottenschlecht" und ich habe die RGB-Technik eingesetzt.

Viele Grüße und viel Spaß mit dem 6-Zöller!
Carsten
 
Liebe Freunde,

ich war jetzt ein paar Tage beruflich unterwegs. Deshalb konnte ich hier nicht antworten. Werde alles nacharbeiten und versuchen zu integrieren. Nur momentan ist das Wetter hier in Berlin gruselig und die Aussichten sind auch nicht besser.
Darum ersteinmal vielen Dank und besseres Wetter als hier.
Ich habe noch das Gefühl, dass der Refraktor etwas schwer für die Montierung ist. Na mal sehen.
Frohen dritten Advent Euch allen.
 
Hey!
Die Monti sollte den Refraktor bei gutem Ausgleich durch Gegengewichte und ohne schwere Zuladung noch für visuelle Zwecke tragen können, ist aber schon absolut grenzwertig wegen der Tubuslänge. Wenn Du die "Zuladung" begrenzt, d.h. z.B. 1,25 " Zubehör einsetzt, sollte es noch gerade gehen bei optimal ausgeglichener Tubuslage. Vielleicht dann noch Gewichtreduktion durch einen lediglich 6*30- Sucher.
Besser wäre natürlich eine EQ6, aber die kostet ja auch gleich wieder ´ne Stange Geld.

Bin auf Deine weiteren Berichte gespannt,
Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
 
Hallo Heiko

Ich beobachte Planeten, natürlich Nebel, Galaxien und der gleich, ab einer höhe von 50°, so bald es genug Dunkel ist beobachte Ich mit meinem 6"Refraktor.
Ich empfehle dir mit Farbfilter Planeten zu beobachten, kommt gut rüber.
Meine alte EQ6 ist wie ne Oma, EQ8? oder........Geld.

Manfred
 
Liebe Freunde,
ich lasse das ersteinmal am Jupiter.
Dafür habe gestern und heute mal den Mond versucht.
Ich bin fast am verzweifeln.
Dies ist das Vorschaubild im Firecapture:

Link zur Grafik: https://lh5.googleusercontent.com/-Bjt6clkURqs/Uq7j66z_eaI/AAAAAAAABX0/7iAlEWFZvx8/w717-h538-no/vlcsnap-2013-12-16-12h02m56s145.jpg

Sooo grün? Sooo unscharf?
Ich habe alle Filtereinstellungen probiert. Bei "L" ist das Bild ganz dunkel. Der Shutter steht bei etwa 10ms.

Im Firecapture gibt es eine Dummy-Kamera-Demo. Da siehr der Mond aber ganz anders aus.

Habt Ihr eine Idee?
Filter oder Barlow hatte ich keine drin.
Das Seeing ist gut, es wabert nur recht kräftig.
Achso: Kamera ist ALccd5IIc
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heiko,
zunächst: lass´Dich bitte nicht vom Vorschaubild abschrecken, einzelne Bilder der AVI´s sind oft nicht so gut.
Ich würde wie folgt vorgehen: Optimal fokussieren mit grün- Filter (war es ein Schmalbandfilter = Interferenzfilter) ist sehr wichtig, dann Belichtungszeit und Verstärkung einstellen.
Dann ein AVI mit z.B. 1200 frames aufnehmen, ohne sich irritieren zu lassen in AutoStakkert oder anderem Stacking- Programm stacken; in FitsWork bearbeiten.
Erst dann ist eine Aussage zur Qualität möglich.

P.S.:
Sonntag Abend habe ich übrigens mit einem Kollegen unseres Vereines ein paar Jupiteraufnahmen am Meade 127 F/9,3 mit DMK AU618.AS gemacht -> sind gar nicht so übel. Muss aber noch fertig bearbeiten, dann stelle ich sie einmal ein, um zu zeigen, dass man doch Planetenaufnahmen mit FH- Schromaten machen kann.

Also: nur nicht aufgeben, sondern weiter ausprobieren !
Beste Grüße aus Rheinhessen!
Carsten
 
Zitat von Uranotopia_CM:
Hallo Heiko,
.... Optimal fokussieren mit grün- Filter (war es ein Schmalbandfilter = Interferenzfilter) ist sehr wichtig, dann Belichtungszeit und Verstärkung einstellen.....
Carsten

Hallo Carsten,
da war KEIN Filter drin! Das wundert mich ja so. Ich hatte in Firecapture Filter "IR" angeklickt, weil sonst überhaupt nichts zu sehen ist.
Oder ich habe irgendwo einen Denkfehler.

Außerdem wundert mich der Fokus. Mit einem 28mm-Okular ist der ganze Mond schön scharf. Nehme ich meine 9mm-Goldkante, bekomme ich kein scharfes Bild mehr hin. Das war an meinem 12"-Dobson anders.
Ich muss mal weiter probieren.
Ein Refraktor, der sich schon etwas "weiblich" verhält.
 
Hi Heiko,

da war KEIN Filter drin! Das wundert mich ja so. Ich hatte in Firecapture Filter "IR" angeklickt, weil sonst überhaupt nichts zu sehen ist.
Oder ich habe irgendwo einen Denkfehler.

definitiv.

Stell bei FC "Luminanz" ein, wenn Du ohne Farbfilter aufnimmst.

Dann mußt natürlich erstmal den richtigen Bayermatrix-Werte einstellen (GR, RG oder noch 2 andere), hab grad keinen Rechner, wo ich nachgucken kann, wie der Menüpunkt konkret heißt. Dann den Farbabgleich machen. Also den Gammawert für rot, grün und blau entsprechend einstellen.

Außerdem wundert mich der Fokus. Mit einem 28mm-Okular ist der ganze Mond schön scharf. Nehme ich meine 9mm-Goldkante, bekomme ich kein scharfes Bild mehr hin. Das war an meinem 12"-Dobson anders.

das kann am Seeing gelegen haben. Vorgestern und gestern wars bei mir einfach grauenhaft. Zwar klarer Himmel, aber flirren im Okular ohne Ende... Die Sterne haben geblinkt und gefunkelt wie die Weihnachtsbeleuchtung in Nachbars Fenster...


jepp, erstmal den Umgang mit der neuen Kamera lernen...

Ein Refraktor, der sich schon etwas "weiblich" verhält.

He Du Dussel, sowas will ich hier net hören! Grrrr, da ist net der Refraktor schuld, sondern der Bediener vom Aufnahmeproggy!

 
von Fee:
Dann mußt natürlich erstmal den richtigen Bayermatrix-Werte einstellen (GR, RG oder noch 2 andere), hab grad keinen Rechner, wo ich nachgucken kann, wie der Menüpunkt konkret heißt. Dann den Farbabgleich machen. Also den Gammawert für rot, grün und blau entsprechend einstellen.

Hallo Fee,
nach einigem Recherchieren habe ich die passenden Einstellungen und Regler gefunden.
Mal sehen, ob heute noch etwas geht....

Für mich:
- Debayer-Pattern: GR Bilinear (NICHT nearneibor)
- RGB-Gamma einzeln in Gamma-Pulldown-Menü
- Luminanz einstellen

Uff. Danke Fee!
Und das mit dem weiblich war nicht böse gemeint. Ich weiß, dass ich der Dussel bin.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Heiko,
ich habe nicht postulieren wollen, dass Du einen grün- Filter verwendest hättest. Es sah nur wegen des grünstichigen Bildes so aus.
Ich wollte aber damit auch die Anregung geben, einen grün- Filter zu verwenden, denn bei dem hellen Mondlicht (das einem weitgehend kontinuierlichen Spektrum entspricht) kann man so im Bereich der optimalen Korrektur des Refraktors aufnehmen. Damit sollte das Bild ohne Farbfehler und insgesamt schärfer werden. Natürlich darf dann die Luft nicht zu unruhig sein, den im Grünen spielt das Seeing natürlich eine größere Rolle als im Roten.

Grüße!
Carsten
 
Moin zusammen,

mit Eurer Hilfe habe ich heute endlich und zum erstenmal ein Mondbild in ausgewogenem RGB gehabt und wenn ich den Debayer ausschalte, ist im Luminanz-Kanal ein gutes Bild zu sehen.
Avi habe ich gemacht, aber dauernd durchziehende Wolken verbieten weitere Aktionen.
Der komische OAZ rutscht immer durch. Muss ich mal sehen, was das ist.
Na das war trotz allem ein guter Tag.

Leider muss ich morgen früh raus und deshalb jetzt in die Heia!

Danke nochmal an alle und an jeden, der etwas beigesteuert hat.
Ich bleibe dran.
 
Liebe Sternenfreunde,

ich möchte heute mal einen sog. STERNENTEST machen.
Das bedeutet doch, dass ich einen Stern unscharf stelle und sich die Beugungsringe gleichmäßig verhalten müssen.
Ist das so richtig?
 
Hallo Heiko,


genau.


Die richtige Vergrößerung liegt ca. bei 1.mm AP, d.h. die Okularbrennweite muss ca. der Öffnungszahl entsprechen oder auch die Vergrößerung muss ca. dem Objektivdurchmesser entsprechen.


Ein perfekter Sterntest liegt vor, wenn sowohl das intrafokale, als auch das extrafokale Beugungsbild identisch sind. Das heißt, wie du schon geschrieben hast, drehst du einmal nach außen und einmal nach innen unscharf und guckst ob es eine Abweichung gibt. Bei einem FH kommen noch Farbabweichungen hinzu, die würde ich erst mal ignorieren :-).

Als ein erster grober Test reicht das um zu sehen, ob was faul ist. Für mehr müsstest du dich in die Materie einlesen. Ein Sterntest ist sehr empfindlich und viele Fehler, die gar nicht so schwerwiegend sind, werden verstärkt wiedergegeben. Also keine Panik, wenn's grauenvoll zu sein scheint.



beste Grüße,
Christian
 
Lieber Christian,

vielen Dank für die Infos.
Dann bin ich ja mal gespannt, was dabei herauskommt.

Das ganze ist notwendig, weil ich bei den Versuchen am Jupi kein brauchbares Bild hinbekomme.
 
Liebe Sternenfreunde,

nun habe ich das mal am Rigel getestet.
Die Beugungsscheiben sehen recht gut aus.
ABER:
Wenn ich den Stern fokussiere, sieht er aus wie ein Komet.
Vom Sternzentrum gehen deutliche "Stahlen" in eine Richtung im Winkel von etwa 45° weg und der Stern ist alles andere als ein scharfer Punkt.

Kennt das jemand und was kann ich ändern?
Ich nehme mal den Zenitspiegel raus, ob das was ändert?
Bitte um Hilfe und schaue hier auch öfter mal rein!
 
Das Zenitprisma ist es nicht und wenn ich das Okular drehe, bleibt der Abbildungsfehler stehen.
Wie ein nach einer Seite hin explodierender Stern.

Help!
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Der Fehler tritt in allen Okularen auf und der Stern steht genau in der Mitte.
 
Jetzt habe ich einen guten 2"-Justierlaser eingesteckt.
Der Laserstrahl liegt etwa 1,5cm außerhalb der Objektivmitte.

Ist das eine Spur??????

Da stimmt wohl die andere verbaute Linse nicht. Kann ich das von außen korrigieren?

Ich komme nicht weiter.
Jetzt Ihr!
 
Hallo Heiko,


Um welches Teleskop geht es denn?




Eventuell mach ruhig einen neuen Thread auf, wo nur das besprochen wird.


Ferndiagnosen sind aber nicht leicht.







Gruß
Christian



 
Zitat von gheiko:
Jetzt habe ich einen guten 2"-Justierlaser eingesteckt.
Der Laserstrahl liegt etwa 1,5cm außerhalb der Objektivmitte.

Hallo Heiko,

Wenn der Laserstrahl nicht die Mitte des Objektivs trifft, ist zumindest der OAZ nicht zentriert oder verkippt. Vermutlich eher letzteres. Der Strahl muss die Mitte des Objektivs treffen und beim Ausfahren des OAZ auch da bleiben.

Das ist das erste. Wenn Du dann immer noch ein schauderhaftes Bild beim Sterntest haben solltest, muss die Zentrierung des Objektivs überprüft werden. Das geht dann aber nicht mehr so einfach.

Bis dann:
Marcus
 
Zitat von mettling:
Wenn der Laserstrahl nicht die Mitte des Objektivs trifft, ist zumindest der OAZ nicht zentriert oder verkippt. Vermutlich eher letzteres. Der Strahl muss die Mitte des Objektivs treffen und beim Ausfahren des OAZ auch da bleiben.

Das ist das erste. ...

Dann baue ich das Teil morgen mal auseinander und sehe zu, dass ich den Laserstrahl ersteinmal in die Mitte bekomme.
Es geht um den TS-Refraktor.

Danke Marcus für den Tip.
Schönen Abend noch.
 
Nach 2 Stunden Wohnzimmer-Gefummel nun hier die neuesten Erkenntnisse:

- OAZ komplett ausgebaut und zerlegt, entfettet und wieder zusammengebaut.
- OHNE Zenitprisma und MIT Justierlaser OAZ so eingebaut, dass der Laserstrahl in der Mitte des Objektives ist.
- Ufffff.
- Mit dem Zenitprisma ist der Laser wieder außermittig und wandert auch im Kreis, wenn man das Prisma dreht.
- Das Prisma zerlegt und nach Justage-Möglichkeiten gesucht. Gibt keine.

Fazit:
Demnächst die Camera OHNE Prisma auf Planeten/Mond versuchen zu fokussieren.
Allerdings fehlt mir da optischer Weg. Muss ich mal versuchen, mit meinen Verlängerungen den Fokus zu finden.
Visuell werde ich das auch probieren, ob ich Sterne als Punkte bekomme.
Na das wäre doch mal ein erster Erfolg.
Wenn es visuell ersteinmal simmen würde, geht das andere bestimmt auch.
Nur ist gerade eben kein Himmel, um das zu checken.
Gute Nacht Euch allen.
Habt eine gute Zeit.
 
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