Refraktor 100/F5 +2x Barlow = Refraktor 100/F10 ??

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Hallo Stefan,

das wäre genial, funktioniert aber nicht so.
Grundsätzlich hat eine Barlow keinen Einfluss auf die "Bildfehler" des Objektivs.

Die Barlow macht den breiten, stumpen Strahlenkegel schlanker, länger, spitzer.
Das hilft den Okularen. Dem Okular wird (bei Barlowfaktor 2) anstatt F/5 dann F/10 geboten. Hinter einer Barlow funktioniert also auch ein Plössl oder Ortho an F/5 besser als die Vergleichsbrennweite ohne Barlow.
Hier liegt der wichtigste Grund, warum viele moderne, weitwinklige Okulardesigns von vorne herein eine Barlow in die Optikrechnung integriert haben.

Gruß
*entfernt*
 
Hallo Stefan,

warum sollte es einen Unterschied machen. Der Fehler kommt vom Objektiv. Die Barlow legt nur den Brennpunkt weiter nach hinten (stärkere Vergrößerung). Mehr passiert da nicht.

CS,
Peter
 
Hallo Stefan,

nein das ist leider nicht so.
Hmmmm....Linsen brechen Licht. Das ist Refraktion.
Das vorgegebene Objektiv macht das so, dass dabei schon festgelegt ist, dass die Farben nach 500 mm (Brennweite) nicht wieder an einem Punkt gebündelt werden, sondern in Länge und Breite etwas gestreut werden (Farblängs- und Farbquerfehler).
Wenn nun irgendwo dazwischen ein Barlowlinsenelement eingesezt wird ändert das nichts an der Ausgangssituation hinter der Objektivlinse. Eine Barlowlinse führt nicht die "Farben" zusammen (sie greift da gar nicht ein), sie verlängert nur die Brennweite.

Gruß
*entfernt*

PS: Stell Dir vor, ein Barlowelement würde anders als "brennweitenverlängernd" in den Strahlengang eingreifen und würde an dem 100/500er funktionieren.
Es würde schon an einem 100/600er nicht mehr funktionieren.
Solche "Eingriffe" müssen Objektivseitig erfolgen.
Entweder man fertigt einen FH (nach Fraunhofer) in der nötigen langen Brennweite oder man setzt weitere, spezielle (Ojektiv)Linsen und/oder Sondergläser ein (ED/APO).
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben