Refraktor 66mm - Reflektor 114mm

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charly7blau

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Hallo!

Ohne jetzt wieder eine Reflektor-Refraktor Diskussion entfachen zu wollen:

Jetzt zur Weihnachtszeit übertreffen sich die Anbieter ja wieder mit ihren Angeboten. Was mich interessieren würde:

Kleine Apos mit 72mm oder 80mm werden um 372 bzw. über 500Euro angeboten. Wenn ich jetzt von einer gleichen Okularbestückung ausgehe, wie weit unterscheidet sich BILD das sie bieten (mal abgesehen von den Spikes) eigentlich überhaupt von einem dem eines Reflektors, der mit 114mm Öffnung um unter 100Euro zu bekommen ist?

Ausgehend von der gleichen mechanischen Qualität, mich interessiert eigentlich nicht, ob die Apos ihre Berechtigung haben oder nicht, sondern nur, was jemand zu erwarten hat, der einen Apo in die Hand nimmt...
 
Hallo Charly,

eine gleiche Okularbestückung ist in diesem Fall überhaupt nicht sinnvoll. Die Brennweite der kleinen Apos ist mit Sicherheit wesentlich kürzer als die der üblichen 114er Newtons.
Ein solcher Newton für unter 100 Euro ist in meinen Augen nur Schrott! Da hat man nicht lange Spaß dran.
Ein kleiner Apo dagegen bietet ein schönes Bild und ist supertransportabel. Ich habe selber einen William SD 66 den ich auch im Sommerurlaub mit auf Kreta dabei hatte. Versuch' das mal mit 'nem 114er Newton;-)).
Abgesehen davon ist die mechanische Qualität top, was ich bei einem 100-Euro-Newton bezweifle.
Allerdings gibt es das Ganze nicht für 100 oder 200 Euro.
Das Gerät schlägt mit ca. 370-400 Euro zu Buche, eine Ayo- oder Giro- oder Porta-Montierung nochmal mit 200-300 Euro.
Zusätzlich noch Okulare, sonst gibt es ja nichts zu sehen..
Alles in allem muss man die kleinen Apos deshalb schon als ernsthaften Einstieg sehen.

Viele Grüße


Thomas
 
Hallo Charly,

kennst Du das hier?

http://www.svenwienstein.de/HTML/der_kleine_apo.html

Dort stehen einige Argumente für und wider, nicht nur pauschale Verurteilungen.

CS

Klaus

@Thomas: Für 140EUR gibts überall nen 114er-Newton auf einer kleinen Montierung. Wenn man den Preis für die Monti wegläßt kriegt man für 100EUR also dieses Gerät überall in Fernostqualität die so gut ist, dass man jahrelang Spass haben kann wenn man nicht grad ne Mega-Gurke erwischt. Die Mechanik ist weniger wertig aber soweit benutzbar, dass man das Gerät ausreizen kann.
 
Hallo Klaus,

mir hat ein 114er Tasco-Spiegel samt dazugehörender Wackelmontierung zwischenzeitlich jahrelang den Spaß an der Sache verdorben. Ich muss allerdings zugeben, dass daran zu 90% die EQ-2-Typ-Wackelmontierung Schuld war.
Aus dieser Zeit stammt aber auch meine Abneigung dem Newton gegenüber. Ich finde die Handhabung einfach unbequem.
Dass mit Newtons gute Ergebnisse, sowohl visuell als auch fotografisch machbar sind, ist von meiner persönlichen Sichtweise natürlich völlig unabhängig.

Viele grüße

Thomas
 
Hallo!

Mir gehts eigentlich nur um die OPTISCHE Qualität. Das eine ordentliche Verarbeitung, Montierung etwas kostet, Transportabilität,..... eine Rolle spielen ist mir schon klar.
Die "gleiche Okularbestückung" war auch ein wenig unglücklich gewählt, ich meinte natürlich die gleiche Vergrösserung.

Meine Frage zielt eher dahin ab, wenn ich den Mond z.Bsp. als ganzes betrachte (also ca- 80-fach), ist das Bild im Apo anders als im Reflektor ?
Bzw. wie schauts bei höheren Vergrösserungen aus ?

Wie gesagt, mir geht´s jetzt nicht darum, eine Rechtfertigung für das eine oder das andere System zu finden.
 
Hallo Klaus,

wenn man einsteigt und schon im Voraus weiß, daß es bei einem Einsteigergerät nicht bleiben wird, dann würde ich auf jeden Fall einen kleinen APO dem Wackeldackel vorziehen.

Zumal auch die mechanische Qualität meist überzeugender ist. Später dann einen 8" Dobson oder ähnliches. Mit einem Mini-Newton würde ich nicht beginnen, denn der ist nur optisch MINI, von den Ausmaßen und dem Händling mehr schon voluminös.

Den Mininewton würdest Du nach 1-2 Jahren wieder abgeben, den Minirafraktor (wenn APO) aber sicherlich weiterhin behalten.

CS
Winfried
 
Hallo Charly,

momentan läuft auch dieser Thread.

http://forum.astronomie.de/phpapps/...php/ubb/showflat/Number/451622/gonew/1#UNREAD

Interessant dabei: warum ein kleiner Apo überhaupt mithalten kann bei deutlich kleinerer Öffnung.

Ich würde daraus schliessen, dass der Newton schon mithalten kann wenns nicht gerade um Foto, Kompaktheit oder ausgeprägtes Richfield geht - vor allem für die Kohle ...
Wenn entsprechende Okus da sind wäre auch ein 130/650 eine interessante Alternative.

CS

Klaus

 
Hallo charly,

wenn Du einen guten 114er erwischt, wie z.B. die älteren Vixen 114/900, dann sind die Geräte nicht schlecht und werden Dir am Mond und Planeten in etwa das zeigen, wie ein 75mm Apo.

Das Problem ist eben, dass diese 114mm Newton nur noch als Billigfernrohre angeboten werden und dementsprechend schlecht verarbeitet sind und unter Umständen auch eine schlechte Optik besitzen. Dann allerdings zeigen sie Dir am Planeten weniger als ein guter 75mm Apo.

Viele Grüße, Jürgen
 
Hi,

Wenn entsprechende Okus da sind wäre auch ein 130/650 eine interessante Alternative.

Ein nichtgurkiger 130/650 zeigt bereits merklich mehr, ich hatte einen 130/720 Vixen (sogar mit Handicap durch Muschelsprung auf der Spiegelrückseite) der einen 80mm Apo sowohl am Planeten als auch DS Detailmässig abgehängt hat.

Ihr habt niedrige Vergrösserungen am Mond angesprochen, da stellen wir dann mal einen 66er Apo neben einen Tchibo mit 10mm Speers Waler (70x) ;) - Kleiner Scherz...

CS Benny
 
Hi Charly,

das war wirklich nur ein Scherz, weil ich jetzt täglich neue Vergleiche dieser Art erwarte ;)

Beim Thcibo muss sich der Apo sicher keine Sorgen machen, bei 114 würde mich ein live Test viel eher interessieren.

CS Benny
 
Hallo leute,

wie in der ED80 versus 114/900er Diskussion schon erwähnt gilt hier noch mehr, dass nicht alles was hinkt ein Vergleich ist.
So ein 66er Apo ist m.E. ein Fernröhrchen für jemanden der schon alles hat und was ganz schnuckeliges für Reise und (bei entsprechender Auslegung9 Weitfeldfotografie sucht.
Ein halbwegs brauchbarer und gut montierter 114/900er zeigt in allen Belangen mehr, einig im erreichbaren Feld hat er Nachteile, da würde ich für das Geld sogar einen 114/450er Parabolspiegel vorziehen um das Manko halbwegs auszugleichen(rein wegen der Auflösung).

CS
*entfernt*
 
Ich hatte aus einem Bresser 114/900 einen stabilen Dobson für die Kinder gebaut.
Da wars mit der Wackelei vorbei und es geht eine Menge damit.
Und wenn man denn mal Okulare verwendet, die dreimal so teuer sind wie das ganze Teleskop, gibts ein "AHA"-Erlebnis. Ein Pentax XW5 im 114/900 am Saturn ist ein ganz besonderes Erlebnis, weil man das so einfach nicht erwartet. Und wer mal so beobachtet hat, weiß was ich meine...
 
Hi,
ich habe seit 12 Monaten einen 66er Williams.
Das ist für mich DIE ultimative Urlaubslösung, weil der in seinem Köfferchen und dem Fotostativ in jedem noch so beladenen Pkw einen Platz findet.
Und für Gelegenheitsbeobachtungen am Urlaubsort ist der allemal ausreichend. Es ist immer wieder erstaunlich, was auch schon so wirklich kleine Öffnungen unter dunklem Himmel zeigen. Das würde man unter unserem Lichtzelt hier nie vermuten.
Aber als alleiniges Erstgerät ist er ganz klar zu klein! Und es ist kein APO, sondern nur ein sehr guter ED!!

Im Vergleich zu einem 114mm zeigt ein 66er weniger in der Auflösung, aber es macht SPASS mit ihm zu beobachten...
Gruss
 
Moin zusammen!

Wie eben geschrieben: Ein 66er Rafraktor ist eine kleine und äußerst kompakte Reiseoptik zu einem stolzen Preis, mehr nicht. Wer an sowas Spaß hat, der soll ihn sich um Odins Willen holen. Aber bitte versucht nicht, dieser Kleinoptik mehr Fähigkeiten zuzusprechen als einem ordentlichem (*) 114er Newton f/8. Das klappt alleine schon von der Papierform her nicht, der Vergleich hinkt noch mehr als der neulich mit dem 80er ED.

Nur mal ein paar nackte Zahlen, Schlüsse könnt ihr selbst ziehen: Auch wenn man die Reflexionsverluste des Newtons rausrechnet, bleibt eine effektive lichtsammelnde Öffnung von etwas über 85 mm übrig - immer noch deutlich mehr als beim 66er. Auflösungsvermögen: 1,75" (66er) zu 1,02" (114er). Farbfehlerfrei sein eh beide - der eine garantiert, der andere nahezu...

(*) Mit "ordentlich" meine ich dasselbe wie Detlev: justiert, mit guten Okularen versehen und mit Velours ausgekeidet.
 
Hallo zusammen!

Zuerst mal Danke für die mehr oder weniger brauchbaren Antworten.

Genau deshalb habe ich am Anfang geschrieben, daß ich KEINE Diskussion darüber anzetteln möchte, ob die kleinen ED´s und Apos ihre BERECHTIGUNG haben oder nicht. Das sie´s haben, steht glaube ich außer Zweifel.

Und warum soll ich nicht alle möglichen Geräte nebeneinander aufstellen können und Vergleiche ziehen ? Wenn ich an Transportabilität, Preis nicht interessiert bin, sondern nur an dem, was ich wirklich sehe..?

Wenn ich also Winnie folge kann, dann ist optisch der Apo dem 114er Newton also schon ziemlich unterlegen....also eigentlich toll, was man für <100 Euro schon bekommen kann und wieviel Geld eingetlich in die Transportabilität geht..!
 
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