Refraktor nach Nemec

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Hallo Andres,

auf dem ITT war ein Fagott-Refraktor zu sehen, so ähnlich in der Bauweise, nur noch mit einem Zenithprisma dran. Kann dir leider nicht sagen, wer das überaus tolle Teil gebaut hat, es war aber einfach nur schön anzusehen. Die Abbildung war ebenfalls exzellent, nach dem was ich gesehen habe.

Gruss,
Chris

Link zur Grafik: http://www.plicht.de/chris/temp/fagott.jpg
 
Hi,Chris
Das war glaub ich ein 9inch Apo f9(?!) von Matthias Wirth(APM?)
Allerdings m.E. ne Unart-so kurze Refraktoren auch noch als Schaerrefraktor zu bauen(könnt mich schütteln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> )
@Andreas:wie groß solls(xZoll) denn werden?
 
Hallo!


Welchen Vorteil hat eigentlich ein Nemec gegenüber einem Schaer?

Mir fallen bloß Nachteile ein:
-- Längere Bauweise
-- Ungünstigerer Einblick


Gruß Harald
 
hi Clark: Ich wollte mich erstmal umhören, bevor ich mit der Planung anfange, ob jmd. schon so was gebaut hat und ob Erfahrungsberichte vorhanden sind.


hi Harald: der Unterschied ist auf der Seite der Sternwarte erklärt:
Der Unterschied zum häufigeren Schaer-Refraktor besteht darin, daß der Lichtstrahl beim "Nemec" vom Fangspiegel, der dem Okularstutzen gegenübersitzt, radial durchs Rohr gehend reflektiert wird - ähnlich wie bei einem Newton-Reflektor. Das Okular sitzt infolgedessen knapp unterhalb des Objektivs. Bei einer derartig langen Brennweite fällt der durch die zusätzlichen Spiegelungen hervorgerufene Lichtverlust kaum ins Gewicht. Bei einem Öffnungsverhältnis von f/20 ist das natürlich ein ausgesprochenes Mond- und Planeten-Fernrohr.

gruss,
Andres
 
Ja, das hatte ich auch gelesen. Es wird aber nur der unterschiedliche Strahlengang erklärt, aber keine Vorteile gegenüber dem Schaer aufgeführt.


Gruß Harald
 
abgesehen davon, daß der lichtverlust von der brennweite unabhängig
ist (<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />), würde mich vor allem das genaue design des objektivs
und die verwendeten gläser interessieren.
es soll ja besonders farbrein sein, was ein üblicher 8"f20 kron-flint-
fraunhofer eigentlich nicht ist.
aber das ist ein anderes thema.

interessant sind solche geräte auf jeden fall. die frage stellt sich
aber nach deren sinnhaftigkeit, wenn man sich das ganze nicht nur
wegen des bastelns antut, sondern auch möglichst knackige bilder will.
rein leistungsmäßig wäre ein planetenoptimierter 8"f8 newton
mindestens ebenbürtig, also geht es wohl bei solchen konstruktionen
in erster linie um das selbstbauerlebnis und um den touch des
besonderen, den so ein gerät hat.

wie auch immer, viel erfolg beim planen und bauen.

tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
du hast es gerade richtig schön gesagt ;-) Das Bauen eines solchen Gerätes ist einfach für mich sehr interessant, mal abgesehen davon, daß es nicht viele davon gibt...

Grüße,
andres
 
Es wird aber nur der unterschiedliche Strahlengang erklärt, aber keine Vorteile gegenüber dem Schaer aufgeführt.

Wenn Du Dir mal den Link von Jan anschaust (das Gerät von Werner Jülich) dann sieht man IMHO zwei Vorteile:

1. Der Einblick ist nahe des Schwerpunktes machbar, in Leichtbauweise heisst das nahe der Frontlinse => Auf einer parallaktischen Montierung ist der Einblick fast immer optimal, da der Schwenkradius äusserst gering ist. Nicht so beim klassischen Schaer, welcher eine höhere Säule braucht und damit u.U. auch eine Haltung zwischen Knien und auf dem Treppchen stehen erzwingen kann (je nach Baulänge)

2. Da man den ersten Umlenkspiegel bei 1/2 Brennweite und nicht schon bei 2/3 braucht sind die Kosten wesentlich geringer. Bei einem 6" f/15 braucht man nur einen 80mm Planspiegel, beim Schaer schon einen mit 10cm. Ersten bekommt man schon für ein paar Euros auf Messen, letzteren muss man anfertigen lassen für 1/2 KiloEuro...


 
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