Refraktor Selbstbau, Fokuslage bestimmen

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

orion11

Aktives Mitglied
Hallo Leute,

zum testen auf astronomische Verwendbarkeit eines APO Objektives ( Reprooptik, Rodenstock APO-Ronar 1.9/800mm bzw. 1:9/600mm ) möchte ich mir einen provisorischen Tubus bauen.

Meine Frage :
Wie weit hinter dem eingeschobenen Okularauszug sollte die Fokuslage sein, um auch noch mit Zenithprisma und mit allen Okularbrennweiten sowie SLR Kamera in den Fokus zu gelangen ? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/gruebel.gif" alt="" />

Wie sind die Abstände bei euren Geräten?

Gruß,
Volker
 
Hallo Volker,

das kommt drauf an vieviel Weg in einem Zenithspiegel oder
Prisma gebraucht wird. Am besten ist sich das alles im Maßstab 1:1 aufzuzeichnen.
Ich würde schon mal so 60-80mm anstreben.
Bei meinem 100/1500 Fraunhofer hab ich 130mm um mit dem Bino ohne Korrektor in den Fokus zu kommen.
Allerdings muß dann der Außzug auch genügend langen Weg
haben um wieder mit den Okularen normal hinzukommen oder man muß dann mit Verlängerungshülsen arbeiten.

Gruß
Hans
 
Hallo Hans,

wie gesagt, es muss jetzt für den Versuch nicht absolut genau sein, nur sollte verschiedene Okularbrennweiten zur Beurteilung der Beugungsbilder einsetzbar sein. Ich will erst einmal schauen, ob es sich lohnt die Optiken in einen aufwändigeren Tubus mit gutem Okularauszug zu verbauen.


Gruß,
Volker
 
Hallo Volker,

ich nochmal. Hab mir heute mal einen 2 Zoll Zenithspiegel
angeguckt und festgestellt daß da 80mm Lichtweg wohl nicht reichen, eher 100.

Du solltest also auch wissen ob Du nur mit 1 1/4 oder auch mit 2 Zoll Zubehör arbeiten willst. 2 Zoll ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Einen Provisorischen Tubus würde ich nicht bauen, die Zeit wäre mir zu schade. Da genügt es eine Vorrichtung zu bauen die die Linse hält und eine andere
die den Zenithspiegel hält, beides z.b. auf einer Leiste.
Damit kann man schön die Brennpunktlage ermitteln und verschiedene Okulare ausprobieren, die genaue Justage ist erst mal Nebensache.

Danach würde ich dann wie gesagt erst mal den Strahlengang in 1:1 aufzeichnen. Anhand dieses Kegels kannst Du dann
Tubuslänge, Blendenpositionen und auch Tubusdurchmesser bestimmen.

Hoffe noch etwas geholfen zu haben.

Gruß
Hans
 
Hallo Volker,

zum Verständnis möchte ich Dir den Hinweis geben, dass Reproobjektive für kurze Aufnahmeentfernungen gerechnet und gebaut sind. Das bedeutet, sie haben ihre maximale optische Leisung im Reprobereich und bei Blende 22 +- 1 Blende.
Ich möchte Dir mit diesem Hinweis aber keineswegs Deine Experimente ausreden.

Gruß, Edi
 
Hallo Hans,

danke für Deine Infos, ich werde dann erst einmal 100mm berücksichtigen. Es sollte vorab auch kein richtiger Tubus sein, sondern so wie Du auch geschrieben hast, eine "Vorrichtung".
Die Optiken sind auch nicht ganz leicht, so das es schon stabil sein muss.

@ EDI....ist schon klar das die Repro-APOs für den Bereich Maßstab 1:8 bis 8:1 gerechnet sind,( mein Lehrberuf war mal Reproduktionsfotograf ), aber das bezieht sich in erster Linie auf die verzeichnungsfreie Abbildung. Dazu muss auch Abgeblendet werden. Nur bei der Astrofotografie oder visuell braucht man diese riesigen Felder nicht. Es kommt fast nur auf die Auflösung in Achsnähe an.

Genau dazu gibt es aber keine Erfahrungsberichte im Web. Anscheinend hat es noch niemand getestet.

Gruß,
Volker
 
Hallo, Volker

Du bist mit Sicherheit nicht der Einzige, der mit dem Gedanken spielt, einen sochen Refraktor selbst zu bauen. Ich habe vor einiger Zeit schon mit einem Apo-Ronar Objektiv (520mm/f9) einen solchen Selbstbau gemacht, nur positive Erfahrungen dabei gesammelt und natürlich immer auf den großen Bruder geschielt. Die Sonnen-Bilder auf meiner Homepage sind zum größten Teil mit diesem Objektiv gemacht, und auch so manches Deep-Sky Objekt wurde besser als erwartet abgebildet. Mittlerweile ist der große Bruder fertig und die ersten Bilder findest Du hier auf meiner Homepage. Ich war auch erst unsicher, aber bin mittlerweile davon überzeugt, ein kleines Schätzchen zusammengebaut zu haben. Achte vor allen Dingen bei dem Deep Sky Bild auf die Randverzeichnung. Aber Walter hatte ja mit seinen Angaben zu diesem Objektiv eine grosse Hilfestellung gegeben, und das Ergebnis passt ja auch. Ich freue mich auf viele weitere Bilder, die ich mit diesem Objektiv machen werde, und wenn Du Fragen hast, melde Dich bitte. Zur Fokuslage mußt Du Deine Frage schon präzisieren, denn da fängt das Problem schon an. Visuell oder fotografisch ? Da hatte ich beim kleinen Bruder schon mit div. Tubuslängen gearbeitet. Dieser Tubus ist fotografisch ausgelegt, aber mit T2-Adaptern kommt man auch visuell in den Fokus.

Viel Spaß bei der Überlegung und natürlich auch Umsetzung wünscht Dir
Norman
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben