Refraktor / Zubehör

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nicofi

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Hallo alle zusammen.

Seit längerer Zeit gucke ich mir Internetseiten an, auf den man Teleskope und Zubehör kaufen kann. Auch zwei Bücher habe ich mir gekauft. Diese habe ich zwar noch nicht ganz durch gelesen, aber mir brummt schon jetzt der Schädel. Ich bin auf dem Bereich eine absolute Anfängerin und kann mit den ganzen technischen Details nicht immer etwas anfangen. Nach dem was ich bislang gelesen habe, tendiere ich auf jeden Fall zu einem Refraktor, wegen der Justierung bei Reflektoren. Aber dann hört es auch schon auf. Ein Holzstativ ist beim VIXEN GP-E80L dabei, aber was muß ich denn habe, wenn sich alles automatisch "mitdrehen" soll? Nicht das ich endlich ein "Objekt" gefunden und eingestellt habe und ständig am nachstellen bin.

Dann die ganzen Filter. Ständig lese ich, daß ich für dies und jenes Filter brauche. Mond-, Sonnen- und Nebelfilter kann ich ja noch einsortieren. Aber wo für sind grüne, rote, graue, blaue, gelbe oder orange Filter? Muß man so etwas haben?

Dann habe ich gelesen, das ein Öffnungsverhältnis 1:10 bis 1:15 gut für hellere Objekte (Mond, Planeten) sind und 1:6 bis 1:8 sollen sich für Gasnebel und Sternhaufen eignen. Aber was heißt das für mich kleines "Blondchen"? Kann ich nur entweder oder? Es mögen bestimmt schon welche über meine naiven Fragen schmunzeln, aber ich bin mehr als verwirrt! In Fachhandel mag ich gar nicht mehr gehen, weil man da eh wie ein "dummes Kind" behandelt wird. Und ich möchte mir auch nicht irgend etwas kaufen um hinterher festzustellen, daß es mist war. Dafür ist mit das dann doch zu teuer.

Kann mir vielleicht jemand mit einfachen Worten sagen oder erklären, was man wirklich für den Anfang braucht und was nützlich wäre, welches man aber noch zu einem späteren Zeitpunkt kaufen kann.

Schöne Grüße aus Hamburg

Nicole <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
Hallo Nicole,

also:Was Du für den Anfang brauchst, sind neben dem Teleskop mindestens 3, besser 4 Okulare. Mehr Abstufungen können Sinnvoll sein, sind für den Anfang aber noch nicht notwendig. Normalerweise ist bei einem Komplettpaket ein Okular dabei.
Du solltest Dir aber überlegen, ob Du Dir nicht gleich einen 102M anschaffst, die 20mm mehr Öffnung werden sich bemerkbar machen. Die Frage ist natürlich wo Deine finanzielle Grenze ist. (bei Vehrenberg gibt es z.Zt einen gebrauchten 102M für 900,-)
Irgendwelche Filter brauchst Du auch nicht unbedingt, die kannst Du auch später noch nachkaufen. Farbfilter können zur Planetenbeobachtung eingesetzt werden um den Kontrast zu erhöhen. Was beim Einsatz eines Refraktors mit f/10 sinnvoll ist ist ein schwaches(!) Gelbfilter um den Farbfehler zu reduzieren.
Wenn Du nicht von Hand nachführen willst, brauchst Du eine elektrische Nachführung in Rektaszension. Aber auch die ist ohne Probleme nachrüstbar, und am Anfang entbehrlich...obwohl sie latürnich wahnsinnig bequem ist ;-)
Was das Öffnungsverhältnis betrifft: die eierlegende Wollmilchsau unter den Teleskopen gibt es nicht, jedes System hat seine Vor- uind Nachteile. Natürlich kannst Du mit einem f/15 Refraktor auch Deep Sky beobachten, Du wirst aber keine grossen Gesichtsfelder erreichen durch die lange Brennweite. Grosse Sternhaufen wie M44 und M35 fallen da flach.
Mit einem 6" f/5 Newton hast Du "nur" 750mm Brennweite. Du erreichst ohne Probleme ein grosses Gesichtsfeld für grossflächige Objekte, hast es aber für die Planetenbeobachtung nicht so einfach die erforderliche hohe Vergrösserung zu erhalten.
Ein Refraktor mit f/10 ist IMHO ein guter Kompromiss für einen Anfänger.
Noch Fragen?

Grüsse,
Jochen
 
Hi Nicole,
für den Anfang brauchst Du eigentlich wenig von dem ganzen Zeug.
Das Teleskop mit einen gescheiten Sucher und 2 oder 3 Okulare in einer vernüftigen Stückelung.
Statt des dritten Okus könntest Du auch eine Barlow-Linse nehmen. Diese verlängert quasi die Brennweite Deines Teleskops,
so daß Du durch die Kombination insgesamt dann 4 Vergrößerungen nutzen kannst.
Wenn nicht zu teuer sein soll, kannst Du die Antares B2S 2x/1,5x nehmen. So erreichst mit 2 Okus sogar 6 verschiedene Vergrößerungen.
Alles andere ist IMO "nice to have".
Das gilt für alle Filter und auch die Steuerung, da die Nachführung (eine gute Monti verausgesetzt) gut von Hand zu bewerkstelligen ist.
Prinzipiell kannst Du mit jedem Teleskop sowohl Planeten als auch DeepSky beobachten.
Je nach Öffnungsverhältnis wird der größere Beobachtungserfolg eher in der einen oder anderen Richtung liegen.
Ein Beispiel: Bei Mond und Planeten kommt es nicht darauf an möglichst viel Licht zu einzusammeln, man siehst sie ja schon mit bloßenm Auge.
Hier möchte man Details erkennen, wozu Vergrößerung erforderlich ist.
Da sich diese aus dem Verhältnis Teleskopbrennweite / Oklarbrennweite ergibt, geht man hier eher auf F/10 und mehr. Für DS ist es entsprechend umgekehrt. (Vereinfacht gesagt)
Was nützlich wäre? Da scheiden sich die Geister.
Ne Astrotaschenlampe und nen Himmelsführer (Karkoschka o.ä) reichen für den Anfang meist erst mal aus.
Ich hoffe das hilft Dir etwas weiter.
CS
Antares

 
Ich empfehle Dir, Kontakt zu Hobbyastronomen aus dem Hamburger Raum zu suchen, die dir die Teleskopmechanik und die Teleskopoptik mal in der Praxis zeigen!

Es kann natürlich sehr gut sein, dass der/die eine Hobbyspechtler/in viel Fachchinesisch vor sich hin brummelt, dann lass Dir dasselbe vom nächsten erklären. Um den berühmten Satz des Nobelpreiskommittees zu wiederholen: "Wer nicht fragt bleibt dumm!" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

Ich finde, man sollte den Tanz des Tubus auf einer parallaktischen Montierung einmal gesehen haben, um den Sinn einer solchen eigenartigen Konstruktion zu verstehen.
Ich besitze zwar eine Motornachführung, benutze sie aber quasi nie, da bei einer vernünftigen, stabilen Montierung das Nachdrehen keine Belastung ist. Bei Kaufhausmontierungen sieht die Sache schon anders aus. Jedenfalls war damals die motorisierte Nachführung im Preis enthalten, ansonsten hätte ich sie mir zu Anfang sicher nicht gekauft.

Bzgl: Refraktor und Reflektor
Die Spiegeljustage ist zwar nicht unbedingt supersimpel, u. U. muß der Hauptspiegel ausgebaut werden, um in der Mitte einen Markierungspunkt zu setzen, aber auch das ist machbar. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
http://home.arcor.de/sannah/asl/tellis.html

Reflektoren mit großem Öffnungsverhältnis wie f/8 sind relativ gutmütig bzgl ungenauer Justage. Bei Teleskopen wie dem Pluto/S von Bresser ändert sich das aber dramatisch! Die Justage alleine wäre für mich kein Pro-Refraktor-Grund!

 
Imo ist der 80L schon nicht schlecht: Dank f/15 praktisch Farbfehler-freie Abbildung. Mitgeliefert werden 2 orthoskopische Okulare. So wie das System ausgeliefert wird, kann man sofort etwas mit anfangen: Es steht eine 48-fache Vergrößerung und eine 171-fache Vergrößerung zur Verfügung. (Mit einem wahren Gesichtsfeld von 0,87° bzw. 0,23°.) Du müsstest mal probieren, ob du mit den scheinbaren Gesichtsfeldern klar kommst, doch zum Einstieg sind gute Orthos sicherlich nicht schlecht. Später kannst du für Zwischen-Vergrößerungen noch Plössls nachkaufen, und auch ein Übersichts-Okular mit möglichst kleiner Vergrößerung erwerben.


Damit sich die Montierung automatisch "nachdrehen" kann, benötigt man:

Motor MT-1
Handsteuerbox SD-1 (wird geliefert mit Batterie-Halter)
und der Bequemlichkeit wegen auch die:
Spezialmotorkupplung.

Du hast an der Montierung die Möglichkeit, eine Achse zu lösen. Damit richtet man das Scope grob aus. Für die feinfühlige Regelung sind extra Drehknöpfe dran. Mit der Spezialmotorkupplung kannst du den angeflanschten Motor mechanisch abkoppeln, um die Handnachführung wieder zu nutzen. Zwar kannst du auch mit dem Handsteuer-Gerät feinfühlig nachregeln, aber wenn der Strom verbraucht ist, müsstest du ohne Spezialmotorkupplung den Motor erst wieder abbauen.

Das Motor-Upgrade macht lt. Listenpreis zusammen 331 €. Allerdings gelten Listenpreise nicht dann, wenn du dir z.B. bei dem Herrn Vehrenberg ein Angebot machen lässt, er gibt bei solchen Angeboten Rabatt. Ohne tatsächlich eine Händler-Empfehlung abgeben zu wollen, so hat die Vehrenberg KG als General-Importeur von Vixen-Geräten natürlich auch den weitesten Spielraum in dieser Beziehung.


Auch mit f/15 kannst du Galaxien sehen. Die Helligkeit der Objekte hängt nicht vom Öffnungsverhältnis ab, sondern von der Austrittspupille (AP). Diese ergibt sich, wenn man "Öffnung / Vergrößerung" rechnet. Mit mehr Öffnung ist bei gleicher Vergrößerung (also Erhaltung des Öffnungsverhältnisses) eine größere AP drin.

Man sagt als Faustformel, dass sich eine AP von kleiner als 0,5 mm nicht mehr lohnen würde. In wieweit diese Faustformel zutrifft, hängt aber auch sehr von der optischen Qualität ab (bei Vixen: hohe Qualität), von der Bauweise des Gerätes (langbrennweitige Refraktoren ermöglichen in der Regel auch recht kleine AP) und vom Wetter (das kann man leider nicht kaufen.)


Mit 1200 mm Brennweite bist du bei diesem Gerät auf ca. 1,1° wahres Gesichtsfeld beschränkt. Große, ausgedehnte Objekte, deren scheinbare Größe 1,1° übersteigt, kannst du also prinzipiell nicht komplett sehen. Dafür liefert dir die hohe Brennweite ein schönes scharfes Bild des Ausschnittes, den du sehen kannst. Zum Vergleich, der Mond hat einem scheinbaren Durchmesser von ungefähr 0,5°.


Ich halte die Entscheidung fürs 80L für nicht schlecht, denn wenn du noch später eine weitere Optik erwirbst, kannst du die auch auf die GP E setzen. Zum Beispiel könntest du später einen R135S-Tubus kaufen (oder R150S, steht nicht in der Liste, aber einfach mal den Händler fragen) um dann das Licht für Sternhaufen und Galaxien zu haben. Wenn du wirklich Nebel und Galaxien vernünftig sehen willst, brauchst du Licht. Das kriegst du nur durch Öffnung. Refraktoren mit großen Öffnungen sind entweder säuisch teuer, oder leiden darunter, dass im Bild bei scharfen Kontrast-Kanten ein Farbsaum zu sehen ist, der da eigentlich nicht hingehört. Nachdem du dich an den Refraktor gewöhnt hast, sinkt sicherlich auch mal die "Justier-Angst" vor dem Spiegel. (Mein erstes Wiedereinsteiger-Gerät was ich bald kaufe, ist auch ein Refraktor <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />)

Dann hättest du jedenfalls langfristig je nach Wetter (Planeten-Wetter oder Deep-Sky-Wetter) immer ein gut dafür abgestimmtes Gerät. Preislich wird das imo sowohl günstiger, als auch leichter in der Handhabung, als wenn man ein Einzelgerät suchte, was sowohl die 80L-Vorteile als auch die R135S-Vorteile hat. Mit dem 80L hast du ausgezeichneten Kontrast am Planeten, mit dem R135 eine große AP für schwache Objekte. Ich sehe keinen Grund der dagegen spräche, mit den Planeten jetzt anzufangen.
 
Hallole,

Ich bin auch noch Anfänger und habe eine Anfängerausrüstung -
schau mal auf meine Website unter Astronomie. Dort unter Equipement
ist mein ganzes Zeug aufgeführt und ich bin der Meinung, dass da
nichts unnützes dabei ist.
Für den Anfang kann man natürlich die Webcam weglassen, aber der Rest ist schon notwendig.
Das alles hat zusammmen gebraucht etwa 800 Euro gekostet. Also durchaus bezahlbar.

Ich finde ich habe da einen guten Komprimiss gefunden zwischen Planeten und Deep Sky.

Viele Grüße

Ralf
 
Hallo,

wie schon erwähnt, solltest Du auf jeden Fall Amateurastronomen (Verein, Sternwarte oder privat) in Deiner Nähe aufsuchen. Auch wenn es sich wie eine häufig zitierte Phrase anhört, ist die beste Beratung der Blick durch unterschiedliche Teleskope!! Nur so kannst Du Dir einen subjektiven Überblick vom Leistungsvermögen eines Fernrohrs verschaffen. Dieser Aspekt gilt auch für den Unterschied zwischen einem Reflektor und Refraktor. Im Rahmen einer Diskussion würde jeder Beobachter seinen Standpunkt bezüglich Linse oder Spiegel darstellen und Du wärst am Ende so schlau wie vorher. Deshalb durchschauen!

Zubehör. Hier gibt es, wie Du bereits festgestellt hast, eine Vielzahl von Möglichkeiten. Ich würde erst mal gar nichts kaufen. Bei den meisten Teleskopen gehören zwei Okulare mit zur Grundausstattung. Damit bist Du schon gut dabei. In der nahen Zukunft kannst Du Dir dann ein oder zwei weitere Okulare zulegen (oder eine gute Barlowlinse). Was das für welche sind, hängt von Deinen Interessen ab. Deep Sky wirst Du eher zu einer geringeren Vergrößerung greifen und bei Planeten zu einer größeren. Weiteres Zubehör wie Filter würde ich mir erst später zulegen (z.B. Filter). Allein beim Kauf eines Refraktors (bei Dir ein Achromat -> diese besitzen einen Farbfehler), könntest Du Dir einen "schwachen" Gelbfilter kaufen. Dieser eliminiert den erwähnten Fehler.

Elektrische Nachführung!? Würde ich mir an Deiner Stelle auch nicht zu Beginn kaufen. Ist sehr angenehm bei der visuellen Beobachtung aber mit Sicherheit kein Muss. Des weiteren kostet diese gleich eine Stange Euro`s mehr.

Öffnungsverhältnis. Grundsätzlich stimmt Deine Aussage. Möchte man lichtschwache Objekte beobachten, greift man meistens zu f/4,5,o.ä. und bei Planeten zu f/15 o.ä.. Das heißt aber nicht, dass mit großen Öffnungszahl (z.B. f/15) keine Galaxien beobachtet werden können ;-). Um es noch einmal zu wiederholen, schau durch unterschiedliche Teleskope und verschaffe Dir selber ein Bild. Hast Du Deinen "Liebling" gefunden, kaufe das Gerät und lass Dir nicht mehr großartig reinreden.

Zum Schluss noch ein wenig Eigenwerbung ;-). Schau mal unter NightSky nach, eine Astronomiezeitschrift von Amateuren für Amateuren. Vielleicht findest Du auch noch einge Informationen die Dich interessieren.

In diese Sinne wünsche ich viel Spaß beim Suchen und stehe für weitere Fragen gerne zur Verfügung,

Christoph Lohuis.
 
Hallo,

ich stimme zu, daß man außer Okularen zunächst fast kein Zubehör braucht. Mit einer Ausnahme: ein Sonnenfilter. Dieser ist unabdingbar, wenn man auch mal die Sonne beobachten möchte. Und sicher sind nur Filter, die vor die Objektivöffnung des Teleskops gesetzt werden.
Mit einem DIN A4-Bogen Sonnenfilterfolie von Baader kann man sich ein solches Filter selbst basteln, eine Anleitung dazu gibts auf der Homepage von Baader. Mit relativ geringem finanziellen Aufwand sind so sichere Beobachtungen der Sonne möglich (z.B. auch des Merkurtransits am 07.05.). Gleich nach dem Erwerb meines ersten 'richtigen' Teleskops habe ich mir mit Baader-Folie einen Sonnenfilter gebastelt und noch am selben Tag mit der Sonnenbeobachtung begonnen - war echt Klasse!
Generell sollte man bei der Sonnenbeobachtung natürlich immer äußerste Vorsicht walten lassen, da bei einem ungeschützten Blick durch das Teleskop (auch Sucherfernrohr!) in die Sonne sofort das Augenlicht zerstört wird!
 
Hallo Nicole,

zur Diskussion Reflektor oder Refraktor möchte ich hier nichts weiter beitragen, davon findest Du genug in diesem Forum. Nur eines: Daß ein Reflektor gelegentlich justiert werden muß, sollte wirklich nicht ein Argument gegen Reflektoren sein.
Mein erstes 'richtiges' Teleskop (nach einem billigen Kaufhausrefraktor) war ein Newton-Teleskop mit 110mm Öfffnung (TAL 1). Ich habe es zunächst nie justiert. Als ich nach 1.5 Jahren Benutzung und häufigem Transport dann mal die Justage geprüft war, habe ich nur eine minimale Dejustage feststellen können.
Wenn also das Gerät vom Händler bei Auslieferung gut justiert wird und eingermaßen robust ist, braucht man kaum noch nachzujustieren. Die paar Handgriffe, die evtl. doch noch ab und an vorzunehmen sind, kann man sich einmal vom Händler oder bei einem Teleskoptreffen zeigen lassen und dann auch als technisch wenig begabte Person ausführen. Insbesondere Reflektorn mit kleinem Öffnungsverhältnis (z.B. f/8) sind auch relativ tolerant gegenüber leichter Dejustage.
 
Hallo Nicole,

also das mit dem ersten Teleskop-Kauf ist echt'ne schwierige Sache.
Ich hab mal beim teleskop service gestöbert und dort auch eine hübsche Anfangsgarnitur für den Preis eines neuen GP-E 80L gefunden (ich bekomme keine Provision von dem Laden!!):

Eine gebrauchte MEADE LXD55 Monti, eine TS-127/1200 Refraktor und 3 Plössl-Okulare mit 25, 12 und 6mm Brennweite (jeweils 52°-Eigengesichtfeld) und das ganze für
ca. 1100 €

Für die Beobachtung wichtig sind dabei die extremen Werte der Okularreihe...
Also mit dem 25mm 52° Okular erreichst Du beim Vogeschlagenen Teleskop eine Vergrößerung von 48x, eine Austrittspupille(AP - ist wichtig für Lichtschwaches Gedöhne am Himmel) von 2,6mm (ist noch nicht sehr üppig aber ausreichend) und ein Gesichtfeld (GF) am Himmel von 1,08°
beim 6mm Okular sind die zugehörigen Werte 200x, 0,635mm AP und 0,26°
Wenn Du noch eine Steigerung beim lichtwachen Volk des Himmels haben willst kannst Du versuchen noch ein Okular mit 40mm Brennweite und 55° Gesichtfeld, macht den Refraktor zur DeepSky-Maschine <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> mit 30x, AP 4,2mm und GF 1,8°.

Einfach nur so eine Idee. Ich glaub die geschickte Kombination von Gebraucht- und Neugerät führt oft zu erstaunlich guten günstigen Gerätschaften. Das mit der Blende (1:5; 1:6; 1:10 etc.) ist für's visuelle nicht sehr entscheidend, einzig die Gesichtsfeldbeschränkungen und Minimalvergrößerung bei f1:15 sind ein kleines Hindernis. Aber 1:10 hat nur mäßig Farbe im FH-Refraktor, aber noch genügend Gesichtfeld, auch bei "nur" 25mm Okularbrennweite.

Ansonsten denke ich, daß deine Entscheidung in Ordnung geht. Ich bin zwar ausgesprochener Reflektor-Fan, aber kann den Respekt vor der Eigenjustage eines Gerätes gut verstehen. Ich hab auch ein Jahr gebraucht, bis ich mich an die Justageschrauben meines Newton gewagt habe. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Gruß
Winfried
 
Bei Vehrenberg gibts das GP E 80L als Schnäppchen ("Kategorie A: Neuware oder absolut neuwertige Ausstellungsware mit Standard-Garantie") für 800 €.
 
Lecker,

da würd ich natürlich auch zuschlagen. Damals hab ich bei der Schnäppchen Aktion mit den GP-E R114M mitgemacht. Also bei dem Preis eine absolute Empfehlung!

Gruß
Winfried
 
Hallo Alle zusammen.

Ich bin wirklich überwältigt. Mit so vielen Antworten habe ich gar nicht gerechnet. Ich denke Ihr habt recht, das ich mir in meiner Nähe erst einmal ein Verein suchen sollte. Da ich eh ein praxisbezogener Mensch bin, sollte es mir dann leichter fallen eine Entscheidung zu treffen. Vielleicht stelle ich dann fest das sogar ein Reflektor besser ist. Mal schauen.

Ich möchte noch einmal jedem für seine Antwort danken.

Schöne Grüße und ein schönes Osterfest

Nicole <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />
 
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