Refraktorseitiges Zubehör für DSLR-Fotografie

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Oklaf

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Hallo Freunde der Nacht,

da ich auf dem fotografischen Sektor ein blutiger Anfänger bin und mich sehr wenig auskenne, wollte ich euren Rat ersuchen. Vielleicht als Hintergrund: Visuell bin ich seit 5 Jahren unterwegs, habe aber mit Astro-Fotografie nie was gemacht, außer vielleicht mal das ein oder andere Bildchen von meinen Spechtelfreunden gesehen. ;)

Ich werde mir demnächst eine Nikon D5100 kaufen und dachte, dass ich vielleicht langsam anfangen könnte, diese auch für die Astro-Fotografie zu nutzen. Anfangs wird mein Hauptbetätigungsfeld der Mond und Planeten sein, aber später möchte ich mich natürlich an Deep Sky Aufnahmen versuchen, wenn ich genügend Erfahrung gesammelt habe.

Ich möchte dafür meinen Takahashi TSA-120/900, den ich bisher nur visuell eingesetzt habe, benutzen. Was brauche ich jetzt dafür an Zubehör, um mit der Nikon an diesem Gerät gelungene Aufnahmen (abgesehen von Erfahrung und der nachführung) zu knipsen. Wäre schön, wenn mir erfahrene Spechtler etwas unter die Arme greifen könnten, damit ich keine Fehlkäufe starte.

Für das Gerät gibt es vom hersteller zwei Feldkorrekturvarianten:
  • TOA35-RD Focal Reducer #18S F/5.6
  • TOA35-FL Field Flattener #80S with 50.8mm barrel

Welches der beiden kommt für was in Frage? Ich nehme mal an, dass der TOA35-RD Focal Reducer mit Bildfeldebnung eher in Frage kommt, weil dieser die Brennweite verringert, was mir ja bei DS-Aufnahmen zugute kommen würde. Hat dieser Nachteile bei Mond- und Planetenaufnahmen, wenn ja, welche oder ist es weitgehend egal, was ich damit knipse?

Was könnt ihr mir aus eurer Erfahrung heraus mit diesem Teleskop und einer DSLR neuerer Baureihe empfehlen? Wer kann mich aufklären?


Vielen Dank und CS

Falko
 
Hallo Falko,

Ich werde mir demnächst eine Nikon D5100 kaufen und dachte, dass ich vielleicht langsam anfangen könnte, diese auch für die Astro-Fotografie zu nutzen. Anfangs wird mein Hauptbetätigungsfeld der Mond und Planeten sein, aber später möchte ich mich natürlich an Deep Sky Aufnahmen versuchen, wenn ich genügend Erfahrung gesammelt habe.

Für Sonne, Mond und Planeten ist eine Nikon nicht der beste Weg. Da nimm lieber eine Webcam.

Diese Objekte sind so hell, daß man sehr kurze Belichtungszeiten verwenden kann. Ungefähr zwischen 1/25 (Planeten), 1/500 (Mond) und 1/1000 Sekunde (Sonne mit Baaderfolie).

Da Du schreibst, daß Du visuell schon 5 Jahre Erfahrung hast, kennst Du ja unser Problem mit dem Seeing. Ein Einzelbild wäre so gut wie immer verzerrt/unscharf. Also nimmt man mit der Webcam mehrere hundert Bilder auf und jagt die Bilder dann durch ein Stacking Programm auf dem Computer (Giotto, Registax...). Die sind Freeware, kosten also nix. :)

Mit diesen Programmen werden 3 Dinge gemacht:

- nur die scharfen, unverzerrten Bilder rausgesucht
- die dann übereinander gelegt zwecks Rauschminderung
- das Summenbild scharfgerechnet

Bei der Originalbrennweite Deines Teleskopes machen Planeten aber keinen Spaß - die sind da nur wenige Pixel groß. Du mußt die Brennweite verlängern. So etwa auf 3 Meter. Dann kann man auf den Planeten auch was erkennen. :)

Diese Brennweitenverlängerung geschieht entweder durch ne Barlow-Linse oder Okularprojektion.

Deepsky dagegen macht mit 900 mm und der Nikon Sinn. Braucht aber eine sehr gute Nachführung. Also damit meine ich Elektromotoren in beiden Achsen der Montierung. Und Du mußt die Montierung sehr sorgfältig einnorden/einscheinern. Sonst hast nach wenigen Sekunden Belichtungszeit Striche anstatt Sterne auf den Fotos.

Kugelsternhaufen gehen mit Belichtungszeiten um die 20-30 Sekunden, für Nebel, Galaxien und Planetarische Nebel benötigst Du zusätzlich einen Autoguider und die Montierung muß autoguidingfähig sein (ST-4 Port)! Denn da reden wir über Belichtungszeiten von mehreren Minuten pro Bild.

Großflächige Nebel (Orion, Andromedagalaxie, Kalifornianebel...) macht man üblicherweise mit Fotoobjektiven um die 200-300 mm Brennweite huckepack auf dem Teleskop und guidet entweder durch einen Sucher oder dem Hauptrohr.

Auch bei Deepsky ist es nicht damit getan, 1x auszulösen und zu belichten. Da macht man auch mehrere Bilder. Legt die übereinander und erst dann kommen die Strukturen so langsam raus.

Astrofotografie hat nicht viel mit der normalen Fotografiererei zu tun. Knipsen und feddisch. Du mußt Darks machen, Flats und viel Bildbearbeitung betreiben.

Du solltest Dir darüber im klaren sein, daß das extrem viel Zeit in Anspruch nimmt. Schau mal bei den Bildern im Archiv, wie lange da insgesamt belichtet wird. Da kommen locker mehrere Stunden zusammen für 1 Bild. Und dann mindestens die 3-fache Zeit, bis aus den Rohbildern am PC was ordentliches bearbeitet wurde...

Wenn Du beide Arten der Astrofotografie gleichzeitig in Angriff nimmst, wirst viel Frust erleben. Entscheide Dich für 1 Art und fang an.

Meine Empfehlung: nimm die Webcam und mach Sonne/Mond/Planeten für den Anfang. ;)

Weil Du da weniger Ansprüche an die Montierung (Traglast, Einnordung, Nachführgenauigkeit) hast, das Equippment (Webcam, Barlow-Linse) günstig ist und die Programme Freeware.

Dafür benötigst Du keinen teuren Flattner. Denn Du nutz nur 3 mm rund um die optische Achse, mehr sieht die Webcam nicht vom Bildfeld. Und der Ausschnitt ist eben. :D...

Wenn Du statt dessen lieber gleich ins Deepsky Geschäft einsteigen möchtest, fang mit Fotoobjektiven (Normalobjektiv bis 200 mm Tele, aber bitte Festbrennweiten!) huckepack an. Auch da ist die Anforderung nicht ganz so kritisch an die Tragfähigkeit/Nachführung der Montierung und Du kommst noch ohne Autoguiding aus. Kannst aber die Bildbearbeitung schon mal für später üben. :D ...


 
Hallo Fee,

das war ja eine überaus ausführliche udn schnelle Antwort. Vielen Dank!

Ich habe für meinen H-alpha-Ansatz am TSA eine 1:4 Telezentrik. Damit komme ich auf 3600 mm Brennweite. Taugt diese für Sonne / Mond / Planeten? Als Montierung habe ich eine von VTSB optimierte Skywatcher EQ6 SkyScan GoTo und als Nachführung für Deep Sky habe ich an eine M-GEN gedacht, die ich mir später zulegen wollte. Ich dachte aber, dass das Fotografieren von Mond und Planeten, aufgrund deren Helligkeit, das Einfachste zum Einsteigen ist, d.h. ich könnte vorerst die Nachführung der EQ6 ohne Autoguider nutzen. Eine Webcam möchte ich nicht noch extra kaufen und ich möchte auch vorerst komplett computerlos knipsen, deshalb die Nachfrage bezüglich der Nikon. Also macht der Reducer für Deep Sky Sinn, aber nicht für Mond / Sonne / Planeten. Braucht man bei diesen eine Bildfeldebnung oder geht das auch ohne?

Bei der Huckepackmontage der DSLR sehe ich wieder das Problem, diese wirklich parallel zum Teleskop zu bekommen. Ich habe bei TS schon für den Sucherhalter eine Kamerahalterung gefunden, aber mir ist nicht schlüssig geworden, wie man mit dieser die Kamera parallel zum Teleskop bekommt?! Statt jetzt mehrere Objektive mit Festbrennweiten kaufen zu müssen, gibt es ja noch die Variante der Okularprojektion. Ich habe ein Baader-Zoom 8-24. Kann man das dazu nutzen? bekommt man die Nikon daran adaptiert, wenn ja, wie?


Vielen dank und sorry für die tausend Fragen eines Unwissenden. ;)


Viele Grüße

Falko
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Falko,

die Kamera muß bei der Huckepack-Methode keineswegs genau parallel zum Teleskop ausgerichtet sein. Wenn man Feinheiten wie die in verschiedenen Höhen leicht unterschiedliche Refraktion unberücksichtigt läßt, darf die Kamera sogar hinschauen, wo sie will. Bei typischen Objektivbrennweiten spielt das sowieso keine Rolle. Die Montierung sollte aber ordentlich eingenordet sein.

Grüße

Kurt
 
Hallo Kurt,

was dann aber voraus setzt, dass ich den Refraktor nicht mehr unbedingt als "Sucher" verwenden kann, wenn die Parallelität zu weit auseinander läuft und man mit der Kamera das zu fotografierende Objekt nicht mehr sieht. Nachteil weiterhin: Man braucht doch das ein oder andere Objektiv mit fester Brennweite zusätzlich.

Aus diesen Gründen wäre es für mich interessanter, meinen Refraktor mit der Kamera zu nutzen. Was brauche ich dann aber dazu mal abgesehen von der Software zur Bildbearbeitung (Stacken etc.) und der Nachführung. Das sehe ich mal als gegeben an und wird eventuell später mal ein zusätzlicher Punkt.

Ich wollte zuerst mit der Nachführung meiner EQ6 und meinem Refraktor inklusive der Nikon Mond und Planeten - vielleicht auch Sonne - fotografieren, wo die Nachführung ja nicht übergenau sein muss.

Später soll dan DS dazu kommen, ohne das Equipment austauschen zu müssen, sondern nur sinnvoll zu erweitern wie z.B. den Autoguider (M-GEN).

Also stellen sich mir folgende Fragen, auf die ich leider keine oder z.T. nur ungenaue Antworten habe:
Wie bekomme ich die Kamera an meinen Refraktor? Brauche ich weitere optische Elemente, um vernünftige Fotos zu machen, wenn ja, welche? Wie kann ich verschiedene Größen mit der Kamera aufnehmen, wenn ich die Nikon nicht Huckepack mit verschiedenen Objektiven mit Festbrenntweiten betreiben möchte?


Thx und CS

Falko
 
Hallo Falko,

Ich habe für meinen H-alpha-Ansatz am TSA eine 1:4 Telezentrik. Damit komme ich auf 3600 mm Brennweite. Taugt diese für Sonne / Mond / Planeten?

Sonne und Mond müßten mit dem Teil noch genügend Licht für ne Webcam oder auch die Nikon liefern. Für die Planeten könnte es damit schon zu wenig Licht für eine Webcam sein. Eine Webcam kann üblicherweise blos max. 1/25 Sekunde belichten. Länger geht ohne Umbau nicht. Das mußt ausprobieren, ob es da noch reicht.

Mit der Nikon kannst ja länger belichten. Dann hast zwar genügend Licht, aber das Seeing macht bei Belichtungszeiten von mehr als 1/25 Sekunde die Schärfe zunichte. Es macht nicht wirklich Sinn, mit einer DSLR mehrere hundert Bilder aufzunehmen, um die 5 oder 10 % scharfen Bilder rauszusuchen. Da geht der Verschluß bald kaputt. Lese mal in Deinem Handbuch nach, für wie viele Auslösungen der konzipiert ist.

Bei 3,6 Meter hat Jupiter etwa 100 Pixel Durchmesser. Drumrum hast ca. 3000 Pixel schwarz. Darum nimmt man Webcams. Die haben blos 640x480 Pixel. Und bilden bei 3,6 Meter den Planeten auch mit rund 100 Pixeln Durchmesser ab!

Aber bei diesen Belichtungszeiten sind die Webcambilder verrauscht. Darum braucht mann viele davon, die übereinander gelegt werden, um das Rauschen zu minimieren.

Einzelbelichtungen mit der Nikon, dem Telezenter durchs Teleskop machen bei Sonne und Mond Sinn. :)

Als Montierung habe ich eine von VTSB optimierte Skywatcher EQ6 SkyScan GoTo und als Nachführung für Deep Sky habe ich an eine M-GEN gedacht, die ich mir später zulegen wollte.

das sind gute Voraussetzungen. Sowol für Sonne/Mond/Planeten als auch für Deepsky. Durch das Rohr oder Huckepack mit Teleobjektiv. :super:

Ich dachte aber, dass das Fotografieren von Mond und Planeten, aufgrund deren Helligkeit, das Einfachste zum Einsteigen ist, d.h. ich könnte vorerst die Nachführung der EQ6 ohne Autoguider nutzen.

ja

Eine Webcam möchte ich nicht noch extra kaufen und ich möchte auch vorerst komplett computerlos knipsen, deshalb die Nachfrage bezüglich der Nikon.

Ohne die hohe Auflösung vom Laptopmonitor kannst doch die Schärfe nicht beurteilen. Das macht auf dem Winzdisplay der Nikon oder sonstiger DSLR keinen Sinn. In dem Moment, in dem Du auf den Knopf für die Zoomfunktion des Kameradisplays rumdrückst, hast Dir für die nächste Aufnahme alles verstellt.

Also macht der Reducer für Deep Sky Sinn, aber nicht für Mond / Sonne / Planeten. Braucht man bei diesen eine Bildfeldebnung oder geht das auch ohne?

Nein, für Planeten brauchst keinen Bildfeldebner

Bei der Huckepackmontage der DSLR sehe ich wieder das Problem, diese wirklich parallel zum Teleskop zu bekommen.

Da hast nen Denkfehler. Dein Teleskop hat 900 mm Brennweite. Wenn Du jetzt die Kamera huckepack setzt und da ein 200 mm Teleobjektiv anschließt, siehst die Kamera viel mehr vom Himmel als das Teleskop. Wenn beide in etwa in die selbe Richtung gucken, dann paßt das. :Trost: Du kannst die Ausrichtung der Kamera einfach mit einem x-beliebigen Objekt am Horizont oder am Himmel (Sonne, Mond, Jupiter) überprüfen und gegebenenfalls besser justieren...

Statt jetzt mehrere Objektive mit Festbrennweiten kaufen zu müssen, gibt es ja noch die Variante der Okularprojektion.

Damit kommst auf Brennweiten von vielen Metern. Das ist für den Anfang viel zu anspruchsvoll. Okularprojektion vergrößert die Brennweite! Du bräuchtest nen Reducer (=Shapleylinse).

Oder Du machst es wie die anderen Fotografen und kaufst ein kurzbrennweitiges Teleskop fürs Fotografieren. 400 - 600 mm.

Ich hab das Gefühl, daß Dir die scheinbare Größe der Objekte am Himmel nicht wirklich geläufig ist. Guck mal in Stellarium oder einem anderen Planetariumsprogramm, wie groß die wirklich sind. Das, was Du am Teleskop mit 3 oder 4 mm Okular anschaust, ist für die Nikon winzig. Das, was mit dem 32 mm Okular formatfüllen ausschaut, ist auch auf Deinem Chip formatfüllend...

Sonne/Mond sind 30 Bogenminuten, mit Deinem Teleskop und der Nikon sind die fast formatfüllend. Planeten sind 0,5 Bogenminuten oder weniger groß. Die haben bei der Originalbrennweite Deines Teleskops etwa 20 Pixel Durchmesser auf dem Kamerachip!


 
Hi,

Zitat von Oklaf:
Also stellen sich mir folgende Fragen, auf die ich leider keine oder z.T. nur ungenaue Antworten habe:
Wie bekomme ich die Kamera an meinen Refraktor? Brauche ich weitere optische Elemente, um vernünftige Fotos zu machen, wenn ja, welche?
Dein TSA-120 hat ja einen 2,7"-Auszug wie mein FS-102 auch, und sicher auch eine 2"-Okularaufnahme. Die günstigste Kameraadaption ist, sich
- einen 2"-Steck->T2-Adapter und
- einen Nikon T2-Adapter
zu besorgen. Schon kannst Du Deine Nikon an's Teleskop anschließen.

Die teurere, aber absolut verkippsichere Kameraadaption ist
- ein TSA-102 CA-35 Adapter plus
- ein Nikon Wide-T-Adapter
Hier wird alles verschraubt und nicht gesteckt und ist dadurch kippsicher (der TSA-102 CA-35 Adapter wird direkt mit dem Okularauszug verschraubt und ersetzt die Okularaufnahme). Allerdings wird es mit dem Drehen der Kamera schwierig. Deshalb empfehle ich Dir zur Fotografie zusätzlich dringend den drehbaren Kameraanschluß von Takahashi.
Zum genaueren Fokussieren gibt's für einige Takahashi-Refraktoren einen Micro-Focuser von Starlight Instruments.

Die Bilder meines FS-102 mit einer Nikon D200 aufgenommen sind bis ca. 70% zum Rand hin hinnehmbar ok, weiter hin zum Rand verzieht es die Sterne mehr und mehr: Stichwort Flattener/Reducer. Möchte man das gesamte Feld der Kamera nutzen, braucht es einen Flattener. Wie flach das Bild eines TSA-120 ohne Flattener/Reducer ist, vermag ich nicht zu sagen.

Anbei Bilder meines FS-102 im Foto-Setup mit Reducer mit einer Canon EOS 1000D (die D200 nutze ich nicht mehr astrofotografisch).

Wie kann ich verschiedene Größen mit der Kamera aufnehmen, wenn ich die Nikon nicht Huckepack mit verschiedenen Objektiven mit Festbrenntweiten betreiben möchte?
Ohne Reducer hast Du 900mm Brennweite bei f/7,5, mit dem 0,75 Takahashi Reducer 672mm Brennweite bei f/5,6. Der Reducer wird einfach vor den TSA-102 CA-35 Adapter geschraubt, der Abstand zum Sensor paßt automatisch.
Kennst Du http://www.takahashiamerica.com/manuals/TSA-120%20Manual.pdf
Dort sind alle möglichen Anschlußvarianten aufgeführt.

Mehr Feld als mit dem Reducer geht nicht, für mehr Vergrößerung an Mond und Sonne würde ich einen Nikon-Telekonverter (und dann natürlich ohne Reducer-Einsatz) empfehlen, keine Barlow, für Deep Sky sind die f/7,5 bereits langsam genug, da würde ich nicht mehr weiter vergrößern.

Gruß
Markus
 

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Hallo ihr beiden,

vielen Dank für eure Antworten, wo ihr euch viel Mühe gemacht habt.

Jetzt habe ich ein Bild bekommen, dank euch. Also den Reducer für DS unbedingt (dachte ich mir) und für die Sachen unseres Sonnensystems Nikon-Telekonverter.

Zitat von Sternenfee123:
Wenn beide in etwa in die selbe Richtung gucken, dann paßt das. Trost Du kannst die Ausrichtung der Kamera einfach mit einem x-beliebigen Objekt am Horizont oder am Himmel ( Sonne , Mond, Jupiter ) überprüfen und gegebenenfalls besser justieren...
Die Parallelität ließ sich für die Huckepack-Halterung für die Kamera leider nicht einstellen, sondern nur fest in den Sucherschuh klemmen. Deshalb meine Bedenken der Parallelität, um das gesuchte Objekt auch zu finden. Außerdem wäre dann das teleskop überflüssig.

Zitat von Sternenfee123:
Oder Du machst es wie die anderen Fotografen und kaufst ein kurzbrennweitiges Teleskop fürs Fotografieren. 400 - 600 mm.
Einen Tak 90/500 hätte ich auch noch.

Zitat von Sternenfee123:
Ich hab das Gefühl, daß Dir die scheinbare Größe der Objekte am Himmel nicht wirklich geläufig ist.
Wegen der scheinbaren Größe: Deshalb habe ich ja gefragt, wie man vergrößern kann aber ohne zusätzliche Objektive.



@Markus: Heißt das, dass ich mir bei Sonne / Mond / Planeten die 1:4 Telezentrik sparen kann oder doch nicht?

Zitat von helly:
Die teurere, aber absolut verkippsichere Kameraadaption ist
- ein TSA-102 CA-35 Adapter plus
- ein Nikon Wide-T-Adapter
Hier wird alles verschraubt und nicht gesteckt und ist dadurch kippsicher (der TSA-102 CA-35 Adapter wird direkt mit dem Okularauszug verschraubt und ersetzt die Okularaufnahme). Allerdings wird es mit dem Drehen der Kamera schwierig. Deshalb empfehle ich Dir zur Fotografie zusätzlich dringend den drehbaren Kameraanschluß von Takahashi.
Zum genaueren Fokussieren gibt's für einige Takahashi-Refraktoren einen Micro-Focuser von Starlight Instruments.
Den Micro-Focuser von Starlight Instruments habe ich bereits an dem Tak und ein 2"-Steck->T2-Adapter ist auch vorhanden. Aber wahrscheinlich werde ich die zweite Empfehlung von dir umsetzen, da die Kamera doch einen gewissen Hebel ausübt. Ein drehbarer Kameraanschluß war bereits auf meiner Liste der nächsten Anschaffungen, da ich den auch visuell vermisse. ;)

Zitat von helly:
Mehr Feld als mit dem Reducer geht nicht, für mehr Vergrößerung an Mond und Sonne würde ich einen Nikon-Telekonverter (und dann natürlich ohne Reducer-Einsatz) empfehlen, keine Barlow, für Deep Sky sind die f/7,5 bereits langsam genug, da würde ich nicht mehr weiter vergrößern.
Die Telekonverter gibt es doch aber auch nur mit Festbrennweiten oder? Da weiß man dann wieder nicht, welchen man für welche vergrößerung braucht ...

Notfalls könnten wir ja mal zusammen auf den Taubenberg / Sudelfeld spechteln gehen, wenn es soweit ist, denn ich komme aus Ottobrunn. ;) Da kann ich mir bei dir was abgucken. ;)


Dank euch

Falko
 
Hi,

Zitat von Oklaf:
@Markus: Heißt das, dass ich mir bei Sonne / Mond / Planeten die 1:4 Telezentrik sparen kann oder doch nicht?
mit einer solchen Optik kenne ich mich nicht aus. Wirkt die wie eine Televue Powemate? Wie groß ist das ausgeleuchtete Feld?
Je größer die effektive Brennweite, desto ruhiger muß die Atmosphäre sein. Bei 3,6m braucht man schon phänomenal gutes Seeing, damit Sonne und Mond per Single Shot scharf werden. Und bei f/30 muß mind. mit Spiegelvorauslösung (hat die die D5100 denn?) oder gar mit der Hutmethode am Mond belichtet werden. Bei der Sonne kommt man vielleicht auf kürzere Belichtungszeiten, den Spiegelschlag wird man aber auch dort sehen.

Am Planeten wird Dir eine D5100 nichts nutzen. Für Planeten nimmt man einen Film auf, zerlegt diesen in Einzelbilder und stackt diese. Bei 1080p hat man ja riesige Pixel, und der Planet wird trotz f/30 nicht viele davon einnehmen. Auch ist es bei f/30 am Planeten schon recht dunkel für eine DSLR.

Die Telekonverter gibt es doch aber auch nur mit Festbrennweiten oder? Da weiß man dann wieder nicht, welchen man für welche vergrößerung braucht ...
CCDCalc sei Dein Freund.
Einen Telekonverter von Nikon oder Kenko kannst Du an faktisch jedem Teleskop verwenden. Ich hab' hier einen TC-300 (2x Telekonverter für Nikon Objektive ab 300mm) mal an meinem FS-102 und Deep Sky Objekten ausprobiert. Das Seeing ist hier aus München heraus dafür aber viel zu schlecht.

Notfalls könnten wir ja mal zusammen auf den Taubenberg / Sudelfeld spechteln gehen, wenn es soweit ist, denn ich komme aus Ottobrunn. ;) Da kann ich mir bei dir was abgucken. ;)
Können wir schon mal machen, bin aber bzgl. Spechteln nicht so erfahren, also nicht zu viel erwarten.
Meinen FS-102 nehm' ich nicht mehr mit raus, zu geringe Öffnung für's Spechteln. Dafür hab' ich einen 16" f/4,5 Martini-Dobson. Ich hab' zwar kein Auto, dafür einen Kumpel ohne Optik, mit dem ich manchmal raus fahre.

Viele Grüße
Markus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Falko,

Die Parallelität ließ sich für die Huckepack-Halterung für die Kamera leider nicht einstellen, sondern nur fest in den Sucherschuh klemmen. Deshalb meine Bedenken der Parallelität, um das gesuchte Objekt auch zu finden. Außerdem wäre dann das teleskop überflüssig.

in den Sucherschuh kommt eine schmale, lange Prismenschine. Die wird unter der Nikon mit einer Fotoschraube befestigt. Normalerweise sind die Sucherschuhe halbwegs parallel zum Rohr ausgerichtet, sonst würdest mit dem Sucher ja auch quehr zum Rohr gucken. Kleine Differenzen in der optischen Achse kannst doch einfach ausgleichen, indem Du die Schine nicht genau im rechten Winkel unter die Nikon schraubst. Einfach ausprobieren. :Trost: ...

Überflüssig ist das Rohr net. Es trägt ja den Sucherschuh und durch das Rohr wird dann geguidet. :D ...


ja prima, dann nutz den doch auch fotografisch für Deepsky :)

Wegen der scheinbaren Größe: Deshalb habe ich ja gefragt, wie man vergrößern kann aber ohne zusätzliche Objektive.

Schreib Dir mal auf, welche DS-Objekte Du konkret mit der Nikon fotografieren möchtest. Dann simuliere das Gesichtsfeld der Nikon für Deine verschiedenen vorhandenen Teleskopbrennweiten mit und ohne Reduzer für jedes Objekt. Dann siehst schnell, welches Teleskop für welches Objekt paßt. ;)

 
Hallo zusammen,

dank euch für die weiteren Antworten. Ich merke schon, dass das Thema insgesamt nicht ganz trivial ist und kein Wunder, dass meine Spechtelfreunde ewig gebraucht und x-mal das Equipment getauscht haben, um gute Bilder zu produzieren. Und wenn ich jetzt deren Kabelsalt sehe, muss ich mir immer meinen Teil denken ... ;)

Ich wollte mit der DSLR eh nur nebenbei und nicht hauptsächlich fotografieren. D.h. es soll eine Ergänzung zu meiner visuellen Himmelserkundung darstellen. Haupteinsatzgebiet meiner Teleskope wird visuell bleiben. Deshalb möchte ich auch nicht sooo viel Geld in die Fotografie stecken.

@Mrkus: Mit "Spechteln" meinte ich nicht, dass du visuell unterwegs sein mußt - nein, eher im gegenteil. Ich könnte dich auch abholen und wieder heim bringe, aber wir schauen erst einmal, wenn es wirklich spruchreif wird. Denn momentan bin auch erst beim Ratschläge sammeln, um so wenig wie möglich Anfangsfehler zu machen. ;)


Thx und CS

Falko
 
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