Reibradantrieb fertig

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Huhu,

das beste Gegenmittel gegen Fehler und Spiel der Vorgetriebe-Stufen ist eine möglichst große Übersetzung der letzten Stufe.

Genau die richtige Aufgabe für ein Schneckengetriebe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

(Sorry, musste raus... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )

Martin
 
Huhu,

das beste Gegenmittel gegen Fehler und Spiel der Vorgetriebe-Stufen ist eine möglichst große Übersetzung der letzten Stufe.

Genau die richtige Aufgabe für ein Schneckengetriebe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />

(Sorry, musste raus... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" /> )

Martin


Klar könnte man sich ne Schnecke/Zanrad-Kombo mit z.B. Durchmesser 300mm und Modul 0.5 denken = 1:600 - aber genau damit erkaufst Du Dir einen sehr
schnellen period. Fehler den man u.U. nicht auskorrigieren kann weil die Änderungen zu schnell kommen. Ich spreche aus Erfahrung - meine eigene Monti (288 Zähne) macht da Probleme und lässt sich nur durch das neue Bios der FS-2 welches die 1. Harmonische der PEC auskorrigiert in den Griff bekommen.

Uwe hat hier genau das Gegenteil gemacht und ist auf 69 Zähne <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/augenruppel.gif" alt="" /> runtergegangen und hat gute Erfahrungen gemacht:

http://www.astrotreff.de/topic.asp?TOPIC_ID=40119

Cheers, Christian
 
hallo,

vieleicht sollte man im Zeitalter der Elektronik weniger auf die Vermeidung periodischer (und anderer) Fehler achten, als auf die Korrektur dieser.

Ich meine einfach, der Gedankenansatz ist nicht mehr zeitgemäß und wie man ein Problem löst ist eh wurscht, es muß nur zuverlässig funktionieren.

Soll die Schnecke doch herumhüpfen - wir schalten vieleicht einen Tangentialantrieb mit + - 0,5° nach und rüsten den mit modernster Technik aus, etwa so wie ein AO2 oder wie das Ding heißt, eben für nur eine Korrektur-Achse (also nix wie Spiegel in 2 Achsen herumjonglieren) und das ganze auch noch langsamer.........

DIE MECHANIK KOSTET KOHLE, NICHT DIE ELEKTRONIK!!!

...nein ich bin nicht besoffen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />

Grüße
Johann
 
Hallo Martin,
Huhu,

das beste Gegenmittel gegen Fehler und Spiel der Vorgetriebe-Stufen ist eine möglichst große Übersetzung der letzten Stufe.

Genau die richtige Aufgabe für ein Schneckengetriebe

(Sorry, musste raus... )

Martin
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" /> das ist wohl nicht wieder der Horizont mit dem Radius null - also ein Standpunkt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />

Die Zukunft liegt im Reibrad, der Horizont ist in Ausdehnung... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/totlach2.gif" alt="" />
...werde bei Gelegenheit einmal über einen alternativen hydraulischen Antrieb nachdenken - mittels Minidosierpumpen...

Johann
 
Hi Christian,

Ich spreche aus Erfahrung - meine eigene Monti (288 Zähne) macht da Probleme und lässt sich nur durch das neue Bios der FS-2 welches die 1. Harmonische der PEC auskorrigiert in den Griff bekommen.

Uwe hat hier genau das Gegenteil gemacht und ist auf 69 Zähne runtergegangen und hat gute Erfahrungen gemacht:

Das würde sich erklären lassen wenn der Fehler der Schnecke nicht im mangelhaften Rundlauf besteht, sondern diese einen Steigungsfehler hat. Selbiger dividiert sich nicht durch den Übersetzungsfaktor, sondern hängt nur vom Raddurchmesser ab. Mit Steigungsfehler meine ich: das Schneckenprofil sitzt "verkantet" auf der Schneckenwelle. Ergebnis ist ein Hin- und Herpendeln des Sterns mit der Periode der Schneckenumdrehung, aber unabhängig von der Zähnezahl.

Bei näherem Überlegen scheint mir das eher der problematischere Schneckenfehler zu sein, und nicht wie meist angenommen der mangelhafte Rundlauf. Denn dieser Fehler kann leicht bei der Herstellung der Schnecke entstehen (Steigungsfehler und Rundlauf der Leitspindel an der Drehmaschine, Rundlauf der Getriebestufen zur Steigungseinstellung), und ist nicht durch Einschleifen zu beseitigen. Hier hilft dann wirklich nur PEC.

Vielleicht hat deine Schnecke einen größeren Steigungsfehler als die von Uwe, und die Zähnezahl spielt für den Vergleich gar keine Rolle (?)


Viele Grüße
Martin
 
Hallo,

ich fahre heute zum CHAT und bringe die Montierung mit. Wer also das Teil aus der Nähe sehen will...

Nachdem ich dann ein Gehäuse aus 0,6er Edelstahlblech gebaut habe, werde ich das Reibrad fetten, um vorzeitigen Verschleiß zu vermeiden. Dann möchte ich die Nachführ(un)genauigkeiten exakt ausmessen. Mal sehen, wie sich das Gerät im Langzeitbetrieb verhält. Falls es mit dem Edelstahlring nicht funktionieren will, kann ich mir immer noch ein gehärtetes Rad anfertigen (lassen). <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/frown.gif" alt="" />

Gruß, Herbert
 
Hallo,
bin leider erst jetzt auf diesen Thread gestoßen...

- Die zulässige Spannung für aufeinander abrollende Räder bezeichnet man als Wälzfestigkeit. Sie ist nochmal kleiner, bei Überschreitung bilden sich im Laufe der Zeit kleine Abschälungen an den Laufflächen (Pittings).

Hoffe das stimmt so im Groben...
<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/neinnein.gif" alt="" />
Falsch, die Wälzfestigkeit ist höher! Hier mal ein paar Anhaltswerte für die zuläßige Hertz'sche Pressung (dynamysch/statisch) in N/mm^2:

St 37-2: 340/690
St 52-3: 480/980
C 45 V: 670/1400
100 Cr 6 H: 1500/4000
(Quelle: INA - FAG)
Werte gelten bei einer Lebensdauer von 10^7 Zyklen.

Viele Grüße Daniel
 
Hi Daniel,

ok, in meiner Tabelle (Roloff/Matek) wird nicht dyn/stat. unterschieden. Ich hab für St37 z.B. nur den Wert 320.

Die höherfesten Stähle die du genannt hast scheinen mir auch nicht gerade einfach anwendbar im heimischen Hobbykeller (drehen, härten, schleifen...) <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/krank.gif" alt="" />

cs
Martin
 
Hallo Daniel,

Du hast vollkommen Recht.

Nitrierte Oberflächen hochfester Stähle liegen zwischen 2500-4500MPa für die Hertzsche Pressung.

Einfacher, vergüteter Federstahl liegt schon bei 1700MPa.

16MnCr5 zum Bleistift hat für statische, Hertzsche Pressung einen Wert von 4000MPa!!!
Bei dynamischer Belastung immerhin noch 1500MPa.
Der Rp02-Wert des 16MnCr5 liegt dagegen nur bei 700-800MPa.

Das Ganze gerechnet auf 10^7 Lastwechsel, also auf Dauerfestigkeit!

Fazit: Die Druckfestigkeit von Stählen ist IMMER erheblich höher als dessen Streckgrenze.


<img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/wink.gif" alt="" />
 
Moin Herbert,

einfach klasse Arbeit, Respekt!
Ich hoffe wir können das dann auf den kommenden TTs begrabbeln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/graemlins/grin.gif" alt="" />
 
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