Reise-Fernglas bis 200Euro gesucht

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Re: Walter's neues Buch

Moin zusammen, fyi:
ich hatte einige Tage das TS10x50WP im Test und bekomme in Kürze das aktuelle TS8x42Triplett in´s Haus. Da ich vor diesen Geräten auch Erfahrungen mit einem Billig-Nikon sammeln durfte (10x50, Action VII), kann ich zu meinen Eindrücken sicher einiges sagen.

Grüsse
Carsten

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
 
Re: Walter's neues Buch

Hi Carsten,

Du bist auch ein Frühaufsteher wie Wolfi? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Da Du die Nikons ja schon getrost vergessen kannst (hier), werden die TS wohl hervorragend in Deinem Vergleichstest wegkommen, oder?
Komisch, daß sich das Ergebnis jetzt schon irgendwie aus dem Bauch heraus abzeichnet..

Es geht hier einfach nur um den Umstand, daß die TS-Gläser ihren niedrigen Preis
halbwegs gerecht werden. Diese Gläser spielen einfach in der unteren Liga und da
helfen auch nicht die immer wieder diffusen Assoziationen zu Zeiss.

Viele Grüsse
Thomas
 
Re: Walter's neues Buch

Moin Thomas ... grade wollte ich hoch in die Teeküche, aber das darf ja nicht lange unkommentiert bleiben ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Ich bemühe mich um sachliche Argumentation und versuche, Fakten wiederzugeben. Es ist mir aber klar, dass alles das, was ich von mir gebe, meinen subjektiven Eindrücken entspringt.

Also: auch ich bin auf der Suche nach einem erschwinglichen 'Einsteigerfernglas', preislich so um die 100 bis 150 EUS gelegen. Angefangen habe ich mit dem Action VII 10x50 von Nikon und war, wohl auch wg. der Erwartungshaltung was den Namen NIKON angeht, enttäuscht. Hauptschwachpunkt bei Action VII 10x50 ist der absolut inakzeptable Okulartrieb und die heftigen chromatischen Aberrationen. Das Bild ist relativ frei von Verzeichnungen, hat aber (naturgemäss) den starken 'Globuseffekt' beim Schwenken (Geschmackssache, imho).

So, das Nikon ist über ebay 'entsorgt' worden.

Nächste Probe, da ich immer noch vom TS20x80 beeindruckt bin (aber das ist ein anderes Thema):

TS10x50WP
Ganz kurz:
Sehr solider Mitteltrieb, leichtes Spiel des Fokussierrades, etwas schwergängig.
Recht ordentliche Haptik, ein ganz gutes Qualitätsgefühl.
Nicht randscharf, aber okay, gut kollimiert.
Sehr gut: geringer Farbfehler (CA), es ist nur ein kleiner Farbsaum erkennbar. Im Vergleich zum Action VII eine andere Welt.
Geringer 'Globuseffekt', aber recht starke Verzeichnung.

So ... ich wäre mit diesem Glas zufrieden, wenn nicht eins wäre ... sie sind mir bei Tag und bei Planentenbeobachtungen nicht aufgefallen (weil sie da vernachlässigbar sind) aber beim Mond: deutlich störende Reflektionen !

Der Mond gerät dadurch als Objekt in den 'Hintergrund'.

Es ist sehr schade, das TS10x50 WP ist ein gutes Glas, wenn man auf Mondbeobachtung verzichtet. Diese Erfahrung steht auch klar im Widerspruch zu einem Testbericht hier bei astronomie.de. Man will überprüfen, ob dies nur bei meinem Glas auftritt.

Aus diesem Grunde habe ich das Glas zurückgegeben und warte nun auf das TS8x42Triplett (@Wolfi: sorry für die Hin- und Herschickerei, aber so ist das im 'Fernhandel' <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" /> )

Ich schreibe auch meine Erlebnisse mit diesem Glas hier rein. Ich will auf jeden fall meine eigenen Erfahrungen damit sammeln.

Lieben Gruss
Carsten

PS
vielleicht erwarte ich in der Klasse zuviel ?
Man muss hier wohl mit Kompromissen leben, schätze ich ... Wir reden ja über '100-€ Gläser', muss man fairerweise immer wieder betonen !



 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Gerd,

ich werde mir beim nächsten Opa-Besuch (ein Wochenende nach Pfingsten)
die Seriennummer aufschreiben, muß ja vorhanden sein.
Am Glas vorne neben den Okularen steht nur "8x30 Jenoptem multicoated".
Die Vergütung schimmert stark rötlich, das Bild ist deutlich gelbstichig,
oder sagen wir so, es hat einen sehr warmen Farbton.

Nur nebenbei noch: wo der gute Erfle herkam ist mir ziehmlich egal. Von
mir aus kann er auch Pekinese gewesen sein. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Bino-Tom
 
Hi Tom

Wenn das Wetter in Wien mal wieder besser wird können wir mein "neues" Jenoptem mit dem TS Triplet vergleichen.

Ich habe ein altes Steiner 8x30 (auch ein Opaglas <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> deshalb wirds auch nie verkauft werden) das auch keine Chance gegen das TS 8x42 Triplet hat.

lg

Mathias
 
Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Zitat:


Eindeutiger Eindruck war: die alten TS sind besser als die neuen

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Hallo Roland,

Deine Beobachtung beunruhigt mich. Da muss ich mal bei Wolfi Ransburg nachfragen, ob sich hier einiges an der Konstruktion geaendert hat. Es wundert schon, dass diese Geraete zuerst 230 Euro kosteten und jetzt um die 100 liegen. Teleskop-Service hat einen Link auf meinen Testbericht, der sich aber noch auf die erste Version des TS 10x42 bezieht. Sollte seitdem ein schleichender Verlust an Qualitaet stattgefunden haben (was nicht dasselbe ist wie Qualitaetsstreuung), so muss ich das in meinem Testbericht kenntlich machen. Es darf ja nicht sein, dass eine Firma zur Markteinfuehrung eine Hand voll Geraete von guter Qualitaet zur Evaluierung herumreicht, um dann, unter Beibehaltung des Namens, schnell mal eben abzuspecken.

FALLS WOLFI DAS LIEST, waere ich fuer einen Kommentar aus erster Hand dankbar.

Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Qualitätsstreuung?

Das eigentliche Problem liegt doch im Test selbst. Impliziert wird hier die Erkenntnis, dass ein beliebiges TS 10x42 qualitativ besser abschneidet als ein beliebiges Docter 10x42 B/CF und ein beliebiges Zeiss Dialyt 10x40 B. Verschwiegen wird, dass TS-Gläser nochmals selektiert und/oder justiert werden müssen, bevor sie den Kunden erreichen. Wie es mit der Justierstabilität bei den Chinesen aussieht, steht auf einem ganz anderen Blatt - aber hier von Qualitätsstreuung zu sprechen, die sich ja auf das Endprodukt bezieht, ist einfach abwegig.

Hätte man dem Docter und dem Zeiss vor dem Test die gleiche Aufmerksamkeit (= Selektion und Justage, vielleicht auch noch eine Reinigung bei dem älteren Glas) gewidmet, wie dies Herr Ransburg oft mit seinen Produkten macht, dann sähe das Ergebnis sicher anders aus. Aber so kann man eigentlich nur feststellen, dass beim Teleskop-Service zum Zeitpunkt des Testes wohl eine sehr gute (sicher auch aufwendige und teure) Endkontrolle eingerichtet war.

Natürlich kann man kaum einen statistisch korrekten Test unter vertretbarem Aufwand durchführen und so war der Test von Holger Merlitz auch sicher nicht gedacht.
Ein paar erleuternde Worte in dieser Richtung würden aber falsche Hoffnungen und Erwartungen etwas eindämmen und die Testergebnisse seriöser erscheinen lassen.

Ein beliebiges China-Glas zu testen ist etwas anderes, als wenn man bei Leica, Zeiss, Nikon usw. ins Hochpreis-Regal greift und beliebige Testkandidaten miteinander vergleicht - der Preis deutet ja auch deutlich darauf hin.

Gruß
Walter Wehr
 
8x30W Jenoptem multicoated,
das sieht nach den frühen 80er Jahren aus, die Nummer kannst Du Dir sparen.
Warmer Farbton, jetzt sind wir schon näher bei der Realität als ekliges Gelb!
Ja die Jenaer Gläser haben alle einen Gelbton.
der mich persönlich tagsüber nicht stört, und nachts wurschd ist, oder händl wie man im Wiener Wald sagt.
Schließlich diskutieren wir hier im A.de und nicht im schöner V..... .at
Dein Opa ist ein kluger Mann,und hat sich ein schönes Stück deutscher Fernglasgeschichte gekauft.
Das Deltrintem 8x30 (später auch Jenoptem 8x30W enannt) ist das weltweit erste Weitwinkelfernglas gewesen.
Es wurde fast 75 Jahre unverändert in Jena hergestellt.
Es hat eine sehr schöne scharfe Abbildung in der Mitte des Gesichtsfelds, allerdings auch ,
wie Du ganz richtig gesagt hast eine Unschärfe am Gesichtsfeldrand und den Gelbstich.
Das ist einfach so und kann man nicht abstreiten.
Trotzdem: Ich liebe es!
Das wahre Gesichtsfeld von 8,8 ° ist für ein 8x Fernglas nicht von schlechten Eltern.
Im Vergleich mit einem Kronos 8x40 WW konnte ich in der Polsequenz mit dem Zeiss 8x30
schwächere Sterne sicherer ausmachen als mit dem 8x40 Russen.
Und dies ist für mich das Kriterium an ein Fernglas beim Gebrauch am Sternenhimmel

Diese Erkenntnis deines Opas ist leider bei Dir nicht angekommen -Schade! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Aber trags mit Fassung , vielleicht kann ich diese Lektion im Auftrag Deines Opas nachträglich erledigen.
Bin vom 26.9-2.10.05 auf der Emberger Alm und erkläre gerne anhand praktischer Beispiele
die Vorzüge einer Optik von Carl Zeiss Jena.
Sehr gerne am Fernglas und am Teleskop.
Die Jungs konnten die Physik auch nicht überlisten, aber waren meiner Meinung nach gut am Limit unterwegs.
Du kannst Dir ja vom Matthias Neumayr mal vorerst die ersten Eindrücke von seinem neuen Jenoptem 10x50W mulicoated einholen??
Vielleicht nimmst Du sein freundliches Angebot an?
2003 hab ich Dich leider nicht getroffen oder/und nicht erkannt?
Schade, wir hätten bestimmt viel Spaß gehabt!
Aber was nicht war, kann ja noch werden?
Bring einfach das famose Wolfi Fernglas/ den MN 78/ das 10er Barium Kellner/ zum ITT mit?!
Bin was wirklich gute Optiken betrifft leider etwas unterbelichtet <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> .

Mit freundlichem Gruß,
der Vasall vom Seip,
und frecher Schwabe,
Gerd
www.bksterngucker.de <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />



 
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Hallo Walter,

Deine Bemerkung trifft den Nagel auf den Kopf, und gilt nicht nur fuer die China-Glaeser, sondern auch fuer die diversen russischen Geraete, die ich im Laufe der Zeit getestet habe. Was immer auf meiner Web-page auftaucht, hat ja bereits eine weitere Selektion hinter sich, naemlich meine eigene. Es gab so manches Geraet (unter den Russen), das ich ohne Test an den Haendler zurueckgeschickt habe, weil es einen offensichtlichen Schaden hatte oder nicht gut justiert war. Wenn ich also in einem der Tests von der Leistung eines Fernglases spreche, dann beziehe ich mich dabei auf eines, das funktioniert, ohne zu wissen, auf wieviel % der verschickten Geraete das dann auch zutrifft.

Bei Gelegenheit werde ich diesen Punkt mal in den 'Collected Wisdoms' diskutieren ...

Was den Test des TS 10x42 betrifft: Bemerkenswert an diesem Test ist vielleicht gar nicht, dass das TS so gut abschneidet (es wird ja von dem Docter noch deutlich distanziert), sondern eher, warum das alte Zeiss so schlecht abschneidet. Und dies ist die eigentliche Botschaft des Tests: Dachkant Glaeser der aelteren Generation waren einfach nicht so toll, auch die Zeiss nicht. Waehrend die guten alte Zeiss Porros der 50er Jahre noch heute beeindrucken, gab es bei der Technologie der Dachkanten in den letzten Jahrzehnten viel mehr Fortschritte. Das Bild des Zeiss 10x40 Dilayt wirkte flau, nicht wirklich farbneutral, und dunkel im Vergleich zum TS. Frank hat ja dann denselben Test mit einem Dialyt der spaeteren T* Generation wiederholt und fand dann das TS dem Zeiss unterlegen. Vielleicht hat auch ein Alterungseffekt die Leistung meines Zeiss beeinflusst, z.B. eine Einfaerbung des Linsenkittes oder ein Qualitaetsverlust der Verspiegelung an den Schmidt-Pechan Prismen. Die Optik war jedenfalls sauber. So oder so: Bei den Dachkantglaesern bewegte man sich in den 70er Jahren auf einem Niveau, das heute auch von viel billigeren Produkten erreicht wird (oder: werden kann). Ich rate daher davon ab, viel Geld fuer ein altes Dachkant auszugeben, nur weil es damals mal Spitze war. Es hat sich zuviel getan seit dieser Zeit. In ein altes Porro kann man hingegen mit gutem Gewissen sein Geld investieren, denn die waren bereits in den 50er Jahren auf sehr hohem Niveau, und technisch weniger aufwendig, so dass es eventuell weniger Probleme mit Alterungseffekten (der nicht vorhandenen Verspiegelung z.B.) geben kann.


Viele Gruesse,
Holger
 
Re: Neue TS Tripletts nur noch Billigware?

Hallo alle zusammen,

und dank an alle, die mir mit ihren Beiträgen geholfen haben. Leider ist dieser Thread etwas aus
den Fugen geraten, und an meiner ursprünglichen Frage teilweise vorbeigegangen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

Aber macht ja nichts, jeder soll schließlich zu Wort kommen.

Ich hatte nun in der näheren Auswahl ein Minolta 8x42 D WP, ein Minolta 10x50 WP FP und das Nevada von TS .

Letztendlich habe ich mich für das 10x50 entschieden, da ich aus euren Beiträgen herausgelesen habe, daß:

1. 50mm Öffnung für Astrobeobachtungen sehr gut sind
2. Porro-Gläser in dieser Preisklasse besser sind als Dachtkant-Gläser

Alternativ werde ich demnächst noch einen Blick durch das Nevada als Vergleich wagen, mal schaun,
ob mir große Unterschiede zwischen dem 10x50 und dem Nevada auffallen werden.

Jedenfalls hoffe ich, mit dem 10x50 als Reiseglas zusätzlich zu meinem 20x80 und 8"-Newton glücklich
zu werden. Schaun mer mal <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />

 
Argl

Aumayr nicht Neumayr mein Name ist <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

lg

Mathias
 
Zeiss alt oder TS neu?

Hallo Holger,

ich hatte mich eigentlich schon aus dem Forum zurückgezogen, aber nun muß ich doch noch mal meinen Senf dazugeben <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

> Dachkant Glaeser der aelteren Generation waren einfach nicht so toll, auch die Zeiss nicht. Waehrend die guten alte Zeiss Porros der 50er Jahre noch heute beeindrucken, gab es bei der Technologie der Dachkanten in den letzten Jahrzehnten viel mehr Fortschritte.

Ich stimme dem voll zu, was Du über die alten Porro Gläser sagst. Seit kurzem bin ich stolzer Besitzer eines Zeiss (Oberkochen) 8x50 B aus den 60-ern, das Glas ist einfach genial! Das ist übrigens ein gutes Beispiel dafür, daß ein guter Optiker beim Hersteller u.U. mehr wert ist als ein gutes Raytracing Programm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. Hast Du Dir mal den Aufbau der Okulare des 8x50 B angeschaut? Da kann man nur staunen, wie Horst Köhler das seinerzeit ohne Computer auf die Reihe gebracht hat. Das aber nur am Rande.

Bei alten Dachkantgläsern muß man schon genauer hinschauen, welche Fortschritte man beim Gebrauchtkauf mitnehmen sollte und welche man nicht zwingend braucht. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, daß ein älteres Leitz Trinovid 7x42 oder 8x40 ein sehr scharfes Bild liefern kann, auch wenn es keine Phasenvergütung mitbringt. Mein 8x40 von Leitz ist dem Zeiss 8x50 B bei Tag fast ebenbürtig. Das Bild im Leitz ist ohne Farbstich, beinahe randscharf, klar, kontrastreich und sogar etwas heller. Allerdings fehlt ein Tick Schärfe, was wohl auf die fehlende Phasenkorrektur zurückzuführen ist. Der Unterschied ist aber nicht so groß, daß ich das Leitz deswegen verkaufen würde. Wenn man so ein altes Leitz Trinovid in sehr gutem Zustand für ein Drittel des Neupreises eines modernen Dachkantglases (oder weniger) bekommt, dann macht man keinen Fehler. Man sollte nur sehen, daß das Glas und damit auch die Vergütung nicht zu alt sind. Die Verarbeitung, die Präzision bei Optik und Mechanik sind einem typischen Chinaglas (wie z.B. dem TS Triplett oder einem Minolta Activa Sport) auch heute noch um Welten voraus. Daher würde ich nicht generell von alten Dachkantgläsern abraten. Ich würde mein Dekarem verwetten, daß ein TS 8x42 Triplett beim direkten Vergleich im Gesamturteil (also Optik + Mechanik) weit abgeschlagen hinter dem Leitz 8x40 landen würde ...

Damit zurück zu den TS Triplett Gläsern und unseren Berichten. Wenn man es mal nüchtern sieht und auf den Punkt bringt, dann sprechen (aus meiner Sicht) folgende Punkte gegen die vom TS seinerzeit gern genutzte Beschreibung als "High Tech Fernglas":

- die Dachkantprismen verursachen auffällige, balkenförmige Reflexe an hellen Lichtquellen (z.B. Mond)
- das und Geisterbilder reduzieren deutlich den Kontrast
- die Dioptrienkorrektur hatte Spiel und eine präzise Einstellung war nicht so einfach
- die Justierung hatte Schwächen
- interne Blenden wurden nicht immer symmetrisch zur optischen Achse platziert
- die Folge von Justageschwächen war eine unsymmetrische Vignettierung und Schärfeabnahme im Randbereich.

Das sind ein paar der Kritikpunkte, die ich in Erinnerung habe. Ich bekomme hin und wieder E-Mails von Nutzern solcher Ferngläser außerhalb von ade und mir scheint, auch heute sind diese Probleme nicht gelöst. Ob die starke Vignettierung beim 8x42 heute noch ein Thema ist, weiß ich nicht. Als ich meinen Bericht zum TS 10x42 geschrieben habe, hatte ich auch das 8x42 zur Verfügung. Das Glas war allerdings so schlecht (Vignettierung und Spiel in der Fokussiermechanik), daß ich es bewußt nicht in den Bericht aufgenommen habe. Daher würde es mich ebenfalls interessieren, wie es heute um diese Ferngläser bestellt ist. Seinerzeit (Dezember 2003) gab es im Bereich um 200 Euro praktisch kein halbwegs brauchbares Dachkantglas, was man zum Vergleich hätte nehmen können. Vielleicht sollte man so einen Test wiederholen und mal schauen, was andere Anbieter in der Preisregion auf Lager haben. Das Konica-Minolta Activa 8x42 D WP Sport würde ich schon mal weglassen, das hatte ich mir bei meinem Fotohändler gleich zweimal bestellt und zweimal zurückgeschickt.

Eins der Probleme, die ich sehe, ist die oft überzogene Werbung bei solchen Ferngläsern. Das ist nicht anders als bei Teleskopoptik. Wenn ein Interessent die tolle Werbung und vielleicht noch einen zur tollen Werbung passenden Erfahrungsbericht liest, dann werden Erwartungen geweckt, die am Ende nicht erfüllbar sind. Solange Händler so billig wie möglich einkaufen, um in unserer Geiz ist Geil Gesellschaft "erfolgreich" zu sein, werden schwankende Qualität sowie Mängel bei Optik, Justage und Mechanik immer ein Thema sein. Man sollte einfach den gesunden Menschenverstand einschalten. Dann wird man vielleicht merken, daß es für 100, 150 oder 200 Euro eben kein "High Tech" und auch kein "besonders hochwertiges" Dachkantglas gibt. Auch wenn der eine oder andere Händler das gern so darstellt ...

Ich denke diesbezüglich sind wir uns in etwa einig. Wer die beiden Berichte genau gelesen hat, der wird daraus auch entnehmen, daß das TS 10x42 Triplett weder mit einem Zeiss Dialyt 10x40 B/T* noch mit einem Docter Optik 10x42 B/CF gleichziehen kann. Die Unterschiede bei Optik und/oder Mechanik sind einfach da. Und wer den blumigen Werbetexten auf den Leim geht und ein Zeiss Glas für 100-200 Euro erwartet, der ist nicht ganz unschuldig, wenn er am Ende keins bekommt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Frank.
 
Was muß ich da hören?

Hallo Frank,

=> "ich hatte mich eigentlich schon aus dem Forum zurückgezogen"

Das meinst Du doch nicht im Ernst, oder?

Du hast doch gerade mit diesem posting wieder mal bewiesen, daß Du unverzichtbar bist.

Was auch immer die Gründe sind, überlege es bitte noch einmal. Ich würde es sehr bedauern <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias

 
Re: Zeiss alt oder TS neu?

Bei den hier diskutierten China-Gläsern aus dem Hause TS (und anderen Labeln) sollte Interessierten schon klar sein, dass Kompromisse bei einzelnen Merkmalen gemacht werden müssen.

Man sollte sich dann einfach fragen: "Kann ich mit dem Mangel im jeweilgen Sektor leben, oder nicht?"

Die Reflektionen/Geisterbilder meines TS10x50WP am Mond waren für mich ausschlaggebend, das Glas zurückzugeben, trotz der übrigen ordentlichen Eigenschaften. Jemand, der es 'nur' zum Aufsuchen von Planeten oder Sternen einsetzt, könnte völlig entspannt diesen Mangel übersehen.

So werde ich es auch beim TS8x42 Triplett halten. Und wenn mich dann irgendwann die Erkenntnis beschleicht, dass ich keine Kompromisse machen will, muss ich eben für ein Zeiss, Leica oder Swarovski Geld ausgeben. Wobei dieses Mehr an Geld eben auch ein riesiger Kompromiss ist, weil ich mir dafür dann andere Dinge nicht mehr kaufen kann.

LOL


Grietz
Carsten

 
Dann reicht auch billigeres...

Hi Carsten,

Jemand, der es 'nur' zum Aufsuchen von Planeten oder Sternen einsetzt, könnte völlig entspannt diesen Mangel übersehen.

Dann kann man sich auch mit einem deutlich günstigeren 20-Euro-Glas von Lidl
begnügen.
Das wäre sowieso mal interessant, mal das "Spielchen" andersrum:
Es werden die Billig-China-Gläser immer nur mit hochwertigen Gläsern verglichen,
am Ende kommt immer die Erkenntnis "Zwar unterlegen, ja aber bei dem Preis...".
Wie schneiden diese Gläser z.B. im Vergleich mit einem billigen Lidl-Glas ab?
Ist da ein merklicher Vorteil für merklich mehr Geld?

Viele Grüsse
Thomas
 
Re: Was muß ich da hören?

> Das meinst Du doch nicht im Ernst, oder?

Hallo Matthias,

den Entschluß zur "Enthaltsamkeit" hatte ich vor einiger Zeit gefaßt und die Gründe sind verschieden. Ein Grund war die Sperrorgie der letzten Moderatorenriege im Off-Topic. Es war schon ärgerlich zu sehen, wie aktive und kompetente Leute das Weite gesucht haben (freiwillig oder weniger freiwillig) und irgendwie habe ich das Gefühl, daß das Forum durch solche Entwicklungen inhaltlich nicht unbedingt bereichert wurde. Kann aber sein, daß ich mir das nur einbilde. Vielleicht entgeht mir auch der tiefere Sinn von sich stetig wiederholenden Diskussionen der Art "Linse vs. Spiegel im allgemeinen", "APO vs. Spiegel im speziellen" oder "Spiegel vs. FH im ganz speziellen" <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Auf der anderen Seite gibt es mir zu denken, daß eine Firma wie Vehrenberg die Segel streichen muß, während anderweitig mit Erfolg "besonders hochwertige Optiken zu besonders günstigen Preisen" an die liebe Kundschaft vertickt werden. Das hat jetzt weniger mit Ferngläsern zu tun, wohl eher mit dem Zeitgeist. Aber irgendwie stimmt mich die Entwicklung schon nachdenklich und momentan übe ich mich lieber in "Enthaltsamkeit". Wenn ich ständig schreibe, was ich von aktueller "High-End Optik" halte, dann ist das auf Dauer auch nicht gesund. Irgendwann will ich ja nochmal was bestellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ...

Viele Grüße, Frank.
 
Re: Dann reicht auch billigeres...


<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> ... fiese Retourkutsche! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />
Warum nicht vergleichen, aber ich vermute (...vermute), dass die Mechanik, Schärfe, CA, Wasserdichtigkeit, Stickstofffüllung , nicht bei LIDL für 20 EUS zu bekommen ist.

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Was muß ich da hören?

Das wäre sehr schade! Hoffentlich gibt es doch die eine oder andere Renaissance...
 
Re: Zeiss alt oder TS neu?

Hallo,

eigentlich hatte ich shcon alles gesagt, was mir aufgefallen war aber:

1- die Dachkantprismen verursachen auffällige, balkenförmige Reflexe an hellen Lichtquellen (z.B. Mond)
2- das und Geisterbilder reduzieren deutlich den Kontrast
3- die Dioptrienkorrektur hatte Spiel und eine präzise Einstellung war nicht so einfach
4- die Justierung hatte Schwächen
5- interne Blenden wurden nicht immer symmetrisch zur optischen Achse platziert
6- die Folge von Justageschwächen war eine unsymmetrische Vignettierung und Schärfeabnahme im Randbereich.

Dazu muss ich den Vergleich von TS zu TS schreiben.

Ich hatte ein nagelneues TS-Nevada 8x42 von Wolfi freundlicherweise zur Ansicht.

Dazu im Vergleich zu dem was Du geschrieben hast (siehe Zitat, jetzt numeriert, weil ich direkt dazu vergleiche):

1- Reflexe an hellen Objekten hatte ich eher am Okular. Sie waren rund und nicht Balkenförmig.
Also scheinen sich die Kanten der Dachkanten verbessert zu haben
2- Geisterbilder habe ich direkt nicht gesehen, hatte allerdings den Eindruck von Doppelbildern. Der Kontrast war dennoch ziemlich flau.
3- die Dioptrienkorrektur war bei meinem Glas wie in Beton gegossen. Anscheinend hat man hier "verbessert" und total übertrieben. Man brauchte fast ne Rohrzange, um das Ding zu verstellen.
4- Justierung. Hm. Vielleicht kamen meine Doppelbilder daher, dass die Prismen nicht korrekt zueinander waren. eben nicht parallel.
5- Keine Ahnung dazu.
6- Das Bild war mir auch schon so schlecht genug, als dass ich noch extra auf den Rand geachtet hätte ;-)

Zudem war im Gegensatz zu der Dioptrieneinstellung die Mittelachse viel zu weich. Dauernd verstellte sich das Glas - der Augenabstand eben. Schon wenn man es zur Seite legte und wieder in die Hand nahm.

Vielleicht hilft dieser Vergleich von TS Triplet zu TS Nevada (neu).
Anscheinend haben sie was getan: Mein Glas hatte zudem geschwärzte Linsenkanten/ränder und die Dioptrieneinstellung muss sich auch geändert haben. Reflexe im inneren des Glases habe ich auch nicht gross gesehen. Nur auf dem Okular.

Gruss,
Markus
 
Re: Dann reicht auch billigeres...

Hi,

war nicht als Retourkutsche gedacht - ehrlich <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Aber es wäre doch mal wirklich interssant billigst (Lidl) mit billigen (TS)
direkt zu vergleichen, bzgl. natürlich rein auf Mechanik und Optik.
Stickstoff, Wasserdichtigkeit usw. sind sekundäre Aufgaben eines Fernglases,
da kann ein Biligstglas natürlich nicht aufwarten - aber wer braucht das schon
als Astronom (Beobachten beim wolkenverhangenen Regenguß?).

Viele Grüsse & CS
Thomas
 
Re: Dann reicht auch billigeres...

Hallo,

für den Astronomen mag wasserdicht/stickstoffgefüllt ja nicht wirklich wichtig sein.

Aber es ging ja hier um ein Reisefernglas. Und grade das sollte das Eindringen von Staub (!!!) und Wasser verhindern.
Ich würde das nicht unbedingt ausser acht lassen, denn man rennt ja nicht mit dem Glas vor Augen durch den Regen, aber wasserdicht bedeutet eben auch staubdicht.

Ob es allerdings auch FEINstaubdicht ist... *LOL* bei DEN Werten in Deutschland... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Ein Feinstaubschleuder-(Diesel)-Fahrer.
 
Re: Was muß ich da hören?

Zitat:

Aber irgendwie stimmt mich die Entwicklung schon nachdenklich und momentan übe ich mich lieber in "Enthaltsamkeit". Wenn ich ständig schreibe, was ich von aktueller "High-End Optik" halte, dann ist das auf Dauer auch nicht gesund.

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Frank :-)

Ich wusste doch, dass ich Dich mit meinen Kommentaren zum Zeiss Dialyt aus der Reserve locken kann :-)

Aber zurueck zum Ernst der Lage: Auch mir wird es flau in der Magengegend, wenn ich beobachte, was sich auf dem Fernglasmarkt zur Zeit abspielt. Im Grunde handelt es sich um eine 'Amerikanisierung': Man kauft sein Fernglas fuer den Wochenendtrip gemeinsam mit den Pappbechern und -tellern bei Lidl und entsorgt anschliessend den Schrott auch gleich mit dem Restmuell.

Die optische Industrie der USA war ja in den 50er Jahren mal ganz brauchbar, mit richtig guten Fernglaesern von Bausch & Lomb. Davon ist nichts geblieben. Die Armee benutzt Fernglaeser von Fujinon (davor: Steiner) und die Astronauten haben Zeiss. Qualitaetsoptik ist nun mal keine Massenware, und hat schlechte Karten auf einem Markt, der immer nur auf billig!, billig! ausgelegt ist. Ich frage mich, was passieren wuerde, wenn die Werbestrategen mal die Qualitaet in den Vordergrund stellen wuerden: Ob sich das Proletariat damit wieder zu einem qualitaetsbewussten Kaufverhalten umerziehen lassen koennte? <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/cool.gif" alt="" />

Aber es gibt ja ein paar Lichtblicke: Nikon hat sich Richtung high-end orientiert und war erfolgreich damit, und dabei sind tolle Geraete mit sogar akzeptablen Preisen herausgekommen (z.B Nikon EII, Nikon SE). Fujinon hat auch tolle Fernglaeser gebaut, und Miyauchi, eine kleine Klitsche von Idealisten. Alles Japaner also. Die chinesische Optikindustrie steht jetzt an der Schwelle, an der es zu entscheiden gilt: Weiter auf dem Billigstsektor, oder ab jetzt auch Richtung Qualitaet. Die TS Tripletts waren so ein Indikator dafuer, dass man sich mal nach oben orientierte, und ich fand, dass man auf dem richtigen Weg war. Nach 2-3 Jahren Reifezeit haetten die eine neue Mittelklasse im Preisbereich 200-300 Euro etablieren koennen. Falls man sich jetzt jedoch dazu entschliesst, die Dinger mit Gewalt von 200 auf 100 Euro abzuspecken, anstatt die Qualitaet weiter auszubauen, dann hat man damit einen vielversprechenden Trend leider wieder umgedreht.

Ich beschaeftige mich mit Fernglaesern aus reinem Spass, und das gilt auch fuer meine Web-Seiten und fuer diese Diskussionsforen. Aber wenn es mir gelingt, durch meine Informationen den einen oder anderen Einsteiger von Billigschrott fernzuhalten und ihm dadurch ein Bewusstsein fuer Qualitaet beizubringen, dann habe ich nebenbei auch, wie ich meine, etwas Nuetzliches getan. Denn es ist so, wie Hans Seeger es (sinngemaess) formuliert hat: Wer einmal durch ein gutes Fernglas geschaut hat, der laesst sich hinterher nicht mehr mit Schrott abspeisen.


Gruss,
Holger
 
Re: Was muß ich da hören?

Hallo Frank,

=> "momentan übe ich mich lieber in "Enthaltsamkeit".

Da bin ich ja froh, daß wir Dich nicht ganz verloren haben!

Ich halte es im übrigen auch für den falschen Weg, bei Unzufriedenheit über eine Entwicklung -egal in welchem Lebensbereich- den Kopf in den Sand zu stecken. Gut, daß Du Dich anders entschieden hast.

Das Internet beschert uns Liebhabern feiner Optik die einzigartige Möglichkeit, mit Gleichgesinnten zu kommunizieren. Mit den systemimmanenten Nachteilen muß man leben.

btw: bei der ganzen Diskussion um TS Tripletts und Nevada-Gläser vermisse ich schon ein klärendes Wort unseres allseits geschätzten Wolfi.

Die Beurteilung von Markus

=> "Das Bild war mir auch schon so schlecht genug, als dass ich noch extra auf den Rand geachtet hätte ;-)"

gibt mir Anlaß, an den vollmundigen Werbeaussagen wie

=> "Der TS Nevada hat eine hochwertige Optik, die Beobachtungen mit höchster Schärfe und Kontrast ermöglicht. Gerade Naturbeobachter mit sehr hohen Ansprüchen, wie Jäger, Ornithologen aber auch der Sternfreund, der ein gutes Glas für Astronomie braucht, wird mit dem Nevada viel Freude haben."

zu zweifeln.

Eine kompetente Einschätzung der Frage "China-Optik quo vadis?" wäre sicherlich interessant!

Testen würde ich das Nevada auch gerne einmal, möchte es aber nicht über den Umweg der Besichtigung mit Kaufabsicht und anschließender Rückgabe tun <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

carpe noctem
Matthias



 
Hallo Peter,

ohne Stativ wegen dem Zittern der Hand, ich habe dieses Umgangen mit einem Zoom Fernglas, zugegeben andere Mitglieder hier haben wahrscheinlich mehr Ahnung von optischer Qualität, deswegen lege auf meiner Beurteilung nicht so viel wert. Ich habe für unter 100 €uro von Bresser das Travel 8-24 x 50 erworben und bin bis jetzt sehr zu frieden. Transportabel und Grifffest ist es auch.

Grüße und Clear Skies René.
 
Re: Was muß ich da hören?

> Aber zurueck zum Ernst der Lage: Auch mir wird es flau in der Magengegend, wenn ich beobachte, was sich auf dem Fernglasmarkt zur Zeit abspielt.

Hallo Holger,

ich denke, das Gefühl kennt jeder, der ein Herz für gute Optik hat. Es betrifft ja nicht nur die Fernoptik sondern auch die komplette Astroszene. Da kann man nur hoffen, daß unsere Hersteller (Zeiss, Leica, Docter, ...) diese Entwicklung überstehen. Es wäre schade, wenn die tollen Ferngläser und Spektive auf lange Sicht der Billigkonkurrenz zum Opfer fallen. Noch bin ich optimistisch. Schaut man abseits von ade ins wahre Leben, so trifft man immer wieder Leute mit Sinn für qualitativ vernünftige Optik. Natürlich findet man die auch (und vor allem) hier im Fernglas-Forum, logisch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />. Auch wenn man beim Blick in die Rubrik "Biete" manchmal verzweifeln könnte, so sieht es in Wirklichkeit nicht ganz so duster aus <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

> Nach 2-3 Jahren Reifezeit haetten die eine neue Mittelklasse im Preisbereich 200-300 Euro etablieren koennen.

Ja, das wäre eine Chance gewesen. Mit einigen Verbesserungen (wie z.B. einem kompakteren Design, einer besseren Vergütung, einer intelligenten Streulichtbremsung und vor allem mehr Sorgfalt bei der Fertigung und einer brauchbaren Qualitätskontrolle) hätte man aus den TS Gläsern ein tragfähiges Konkurrenzprodukt zu aktuellen Gläsern der Mittelklasse machen können. Der kurze Bericht von Markus zum neuen Nevada läßt mich eher vermuten, daß ein wirklich solides Fernglas gar nicht gewünscht wird. Stattdessen wird ein "Fernglas der Oberklasse" beworben, die Leute werden's schon kaufen. Wenn man für die Dioptrienkorrektur einen etwas festeren Griff braucht, der Augenabstand beim Weglegen sein Maß nicht hält und man beim Beobachten notfalls etwas schielen muß, was soll's. Dafür war's billig ...

Dabei denke ich, daß im Bereich der Mittelklasse genug Platz wäre, um Ferngläser zu attraktiven Preisen (im Bereich von 250-350 Euro) anzubieten, wo man Qualität in Optik und Mechanik auch sieht und spürt. Es ist bestimmt nicht allzu schwer, die Schwächen der momentanen Konkurrenz in dem Segment zu erkennen und an diesen Punkten etwas zu verbessern. Warum Astrohändler die Chance nicht nutzen, verstehe ich auch nicht. Man muß in Preis und Qualität einen gewissen Sicherheitsabstand zur aktuellen "Billigoptik" um 100 oder 150 Euro auf der einen und zu der Conquest Klasse von Zeiss auf der anderen Seite halten. Würde so ein Chinaglas der besseren Sorte 450 oder 500 Euro kosten, dann würde ich wahrscheinlich gleich zum Zeiss greifen. Gäbe es ein grundsolides Glas, halt mit etwas Abstand zur optischen Güte eines Zeiss Conquest, dafür aber zum halben Preis, dann würde ich auch mal mein Konto prüfen. Wenn allerdings weiterhin auf möglichst billig gesetzt wird, dann bleibe ich fürs erste hinterm Ofen.

Das wäre eigentlich die Chance für Dich! Wohl kaum ein Fernglasspezi sitzt derzeit so nah an der Quelle <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Kannst Du nicht mal ein paar Hersteller besuchen und einen auftreiben, der so ein Fernglas produzieren will? Dann müssen wir nur noch einen deutschen Astrohändler finden, wo qualitativ gute Ferngläser ins Programm passen ...

Frank.
 
Re: Was muß ich da hören?

Die Beurteilung von Markus

...

gibt mir Anlaß, an den vollmundigen Werbeaussagen wie

...

zu zweifeln.
Hallo Matthias,

Du hast Zweifel an Werbeaussagen? Dann kann ich Dir auch nicht helfen. Ich bin sicher, Markus hat sich geirrt. Wird nicht jedes Fernglas vor dem Versand geprüft und notfalls justiert? Ist doch so. Fazit: Markus hat irgendwas übersehen.

Ich glaube, jetzt ist es wieder Zeit für Meditation und Enthaltsamkeit <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> ...

Ein schönes Wochenende und zweiäugige Grüße, Frank.
 
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