Reise-Teleskop

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Hallo Akira,

hier ein paar Anmerkungen:

Das Teleskop ist nur als Weitfeldinstrument einsetzbar, da es für einen Fraunhofer ein zu hohes Öffnungsverhältnis aufweist.

Das leichte Fotostativ ist wenig tragfähig, sein Kopf neigt bei großen Elevationen zum Kippen.

Das 45°-Prisma ist im Bereich um den Zenit wenig hilfreich und kann als Amicitype das Bild negativ beeinflussen.

Vom Gewicht her ist das Gerät verlockend, es reicht auch als reines Weitfeldinstrument, aber als Allrounder kann man es nicht einsetzen.

Grüße

fquadrat
 
Das was du da vorschlägst ist nichts vernünftiges.

Wieviel Geld wolltest du den anlegen ?
Was willst du damit sehen ?

Schau dir mal den Travelmak 102 von Skywatcher an.

Testbericht findest du hier unter Testberichte/Planetenzwerge:

Planetenzwerg

Ist zwar der 90er gestestet aber der 102er kostet kaum mehr
und bringt auch etwas mehr leistung.

Für Mond/Planeten Kostengünstig und absolut brauchbar.

Mfg Thomas



 
Hi Belphegor,

A.) so 100 - 200 €
B.) größtenteils Planeten

Grüsse ...
 
Zitat von Akira0677:
Hi Belphegor,

A.) so 100 - 200 €
B.) größtenteils Planeten

Grüsse ...


Der Travelmak 90/1250 entspricht mit 138 Euro eher deinen
preisvorstellungen - beigelegt sind da
2 Okulare 25 und 10 mm.Dazu empfehle ich dann noch ein
TS Zoom Okular 7-21 .Das deckt dann den
Vergrösserungsbereich von 59 - 178 fach ab.Von der Firma
Seben gibt es auch ein recht brauchbares Zoomokular das findet
man öfters bei Ebay.Teleskop + Okular liegen dann jetzt bei
188 Euro.Für 12 Euro bekommst du aber kein gutes Stativ
geschweige den eine Vernünftige Montierung.
Du wirst also etwas mehr investieren müssen.Das sollte etwas
stabiles sein.Das beste Teleskop taugt nichts wenn alles
wackelt.Oder hast du schon ein Foto Stativ ?.

Ich würde dir empfehlen dich hier im Biete bereich umzusehen
oder bei Ebay ... Da kann man wirklich oft für wenig Geld
gute sachen bekommen.

Mfg Thomas

 
Hallo Akira,

das verlinkte TEleskop würde ich eigentlich nicht empfehlen.
Es ist ein lichtstarker Refraktor mit starkem Farbfehler.
Bei Beobachtungen im niedrigen Vergrößerungsbereich stört das
nur wenig, aber bei hoher Vergrößerung sehr. Planeten und Mond-
Beobachtungen sind damit weniger erfreulich.

Der als Alternative vorgeschlagene kleine Maksutov-Cassegrain
kann dagegen gut hochvergrößern, er hat keinen sichtbaren Farbfehler.
Allerdings ist die Größe des tatsächlichen Gesichtsfeldes
bei dem Mak ziemlich eingeschränkt. Bei immerhin 1250mm Brennweite
geht mit einem 1,25" Okular und maximal großer Fedblende
von 27mm nur 1,23° am Himmel. Das entspricht etwa 2,5 Vollmunddurchmessern.
Außerdem erreicht man selbst mmit einem 40mm Plössl, welches
nur ein schon reichlich kleines scheinbares Gesichtsfeld
von 37,3° leifert, nur 2,88mm Austrittspupille.
Die sollte größer sein damit man unter dunklem Himmel Objekte
mit geringer Flächenhelligkeit beobachten kann.

Eventuelle Alternativen sind ebenfalls Kompromißbehaftet.
Mein Vorschlag wäre ein 114/500mm Parabolspiegel-Newton.
Wichtig ist daß der Newton einen Parabolspiegel hat!
Früher wurden oft Kugelspiegelnewtons verkauft die bei der Lichtstärke
von ca f/4,4 eine starke sphärische Aberration hatten und
deshalb schlecht für höhere Vergrößerungen geeignet waren.

Der 114/500mm Parabolspiegelnewton ist eher ein 112,5/450mm Newton.
Also f/4 und das bringt folgendes Problem mit sich:

Das Teleskop muß zwingend perfekt justiert sein, sonst bildet es
leider nicht gut ab. Wenn du also ein Anfänger bist dann solltest
du dich vor dem Kauf mit der Frage der Justage befassen.

Gut justiert kannst du mit dem Newton gut hohe Vergrößerungen
bis zu D(mm) x 1,5 nutzen. Also etwa 150x.

Und auf der anderen Seite kann man auch niedrige Vergrößerungen
und eine große Austrittspupille von bis zu 7mm unter sehr dunklem Himmel nutzen.
Den Newtontubus gibt es auf einer kleinen Rockerbox, die ist
für eine Urlaubsreise bei der es auf das Packmaß ankommt
aber wohl zu voluminös.

Man kann den Newton auch auf eine kleine Montierung setzen,
die aber eine Nummer größer als die Montierung das Mak sein müßte.

Ein anderes Teleskop wäre ein 102/500mm Refraktor.
Der taugt farbfehlerbedingt ebenfalls nur für geringe Vergrößerungen.
Aber er ermöglicht es 2" Okulare zu nutzen und damit sehr
große Gesichtsfelder von um 5° am Himmel zu erreichen.

Der braucht aber eine etwas tragfähigere Montierung und
sprengt auch dein Budget. Der 112,5/450mm NEwton wohl auch.

Aber ich wollte dir die Alternativen aufzeigen die mit einem
etwas größerem finanziellem Einsatz möglich wären.

MfG, Karsten
 
Hallo Karsten,

zu dem 114/500er Parabolspiegelnewton würde ich auch raten, wenn nicht mehrere Probleme zusammenkämen:
  • Die von Dir erwähnte nötige Justagegenauigkeit.
  • Die höheren Anforderungen an Okulare. Was noch in Ordnung ist, ist freilich Ansichtssache.
  • Angeboten wird das Teleskop oft im Set mit einer EQ-1, besser wäre aber eine EQ-2 oder Astro-3. Die EQ-1 dürfte zu wackelig sein.
Wenn die drei Punkte nicht stören, ist das Teleskop ein klarer Favorit. Ich persönlich habe als Reiseausrüstung einen 90/1250er Mak und einen 80/400er Refraktor, die sich eine EQ-1 teilen müssen. Allerdings ist der Gesamtpreis höher als das Limit von 200 Euro. Dafür kann man die Einzelteile auch nacheinander anschaffen.

Grüße

fquadrat
 
Hallo f²

ja die EQ1 ist als Unterbau zu schwach. Es sollte mindestens
die Montierung sein die jahrelang beim Lidl-Teleskop dabei war.
Keine Ahnung welchen Namen diese Montierung allgemein hat.

Okularproblematik:
Die gilt aus meiner Sicht eigentlich nur für das Übersichtsokular.
Eine gute Barlow (+ Okulare) für die höheren Vergrößerungen
entschärft das Problem des Okularastigmatismus an lichtstarken Teleskopen.
Wenn es wie in meinem Fall eine 2,8x oder 2,2x Klee Barlow ist
wird sogar die Koma des Spiegels kompensiert.
Die Barlows sind allerdings nur noch gebrauchterhältlich
und die 2,2x Barlow muß noch nachgeschwärzt werden.

Justage:
Ein gravierendes Problem, aber es gibt Einsteiger die
das lernen wollen und können, andere lernen es aber nie.

Naja. Es bleibt schwierig ein kompaktes und da bei leichtes
und außerdem gutes Teleskop für die Reise zu finden...

MfG, Karsten
 
Hallo,

bei Handgepäck fallen mir für die Preisklasse folgende Teleskope ein:
1. kleiner MAK. Dessen Vor- u. Nachteile sind hier ja bereits besprochen worden.
2. Skywatcher Dobson Teleskop N 130/650 Heritage FlexTube

Habe zu 2. keine eigenen Erfahrungen. Zumindest ist das Montierungs/Stativproblem umgangen.

Grüße,

Achim
 
Hallo Achim,

der Heritage ist meiner Ansicht nach nur eines: Kompakt.
Die Mechanik ist meiner Ansicht nach ungeeignet eine dauerhafte Justage
des Teleskopes zu gewährleisten. Dazu kommt fehlender Streulichtschutz.
Ein Spiegel wurde mal getestet und das Resultat war sehr dürftig.
Keine Ahnung wie das in der Serie ausschaut. Ich habe das Gefühl
daß im Fall des Heritage Dobs mit allen Mitteln ein niedriger Preis
bei gleichzeitig relativ großer Öffnung erreicht werden sollte.
Das ist aber offenbar mit einigen Kompromissen verbunden.

MfG,Karsten
 
Hallo Karsten,

Zitat von KaStern:
ja die EQ1 ist als Unterbau zu schwach. Es sollte mindestens
die Montierung sein die jahrelang beim Lidl-Teleskop dabei war.
Keine Ahnung welchen Namen diese Montierung allgemein hat.
Üblicherweise Astro-3 oder Lidl-Montierung.

Justage:
Ein gravierendes Problem, aber es gibt Einsteiger die
das lernen wollen und können, andere lernen es aber nie.
Laser für die Ausrichtung klappt gut, aber mit dem Cheshire komme z.B. ich nicht zurecht. Trotz des kleinen Einblicklochs kommt mir die Parallaxe mächtig vor, da ist das Auffinden der Mitte nicht annähernd sicher. Das wäre aber für Ausrichtung von Okularauszug und Zentrierung des Fangspiegels auf denselben ebenso nötig wie zur Einstellung des Newton-Offsets.

Naja. Es bleibt schwierig ein kompaktes und da bei leichtes
und außerdem gutes Teleskop für die Reise zu finden...
Besonders, wenn es nicht teuer sein soll. Ansonsten hätte ich längst ein 80/480er Triplett im Fotorucksack, statt mit einem 90-mm-Mak und einem 80/400er Farbwerfer zu reisen. Der Platz im Rucksack reicht auch nicht für beide, dafür kommt man mit der EQ-1 aus.

Grüße

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von KaStern:
Hallo Achim,

der Heritage ist meiner Ansicht nach nur eines: Kompakt.
Die Mechanik ist meiner Ansicht nach ungeeignet eine dauerhafte Justage
des Teleskopes zu gewährleisten. Dazu kommt fehlender Streulichtschutz.
Ein Spiegel wurde mal getestet und das Resultat war sehr dürftig.
Keine Ahnung wie das in der Serie ausschaut. Ich habe das Gefühl
daß im Fall des Heritage Dobs mit allen Mitteln ein niedriger Preis
bei gleichzeitig relativ großer Öffnung erreicht werden sollte.
Das ist aber offenbar mit einigen Kompromissen verbunden.

MfG,Karsten

Ich hab das Teil und kann deine Vermutungen, mal abgesehn vom Spiegel bestätigen. Ich justiere vor jedem spechteln das Gerät, wärend der Beobachtung hält die Justage und das ist das wichtigste. (Ich justiere im Übrigen alle meine Teleskope vor der Beobachtung.)
Streulichtschutz muss man sich basteln. Den einzigen Mangel den ich an meinem Heritage feststelle ist der wacklige OAZ. Wenn man sich das Gesamtpaket anschaut, ist es aber für den Preis meiner Meinung nach ein gutes Teleskop.
Ich benutze es häufig und gerne, vor allem ist das Lichtsammelvermögen doch beeindruckend und ermöglicht Deebskybeobachtungen schon aus der Stadt herraus.

Gruß Deadlock
 
Da kann ich Dreadlock zustimmen: Der mit Abstand größte Mangel ist der %&%"§$&/&%$ *zensiert* OAZ! Ansonsten ist es ein super Teleskop mit kleinen Mängeln, die man teilweise leicht abstellen kann. Vor allem der (kaum vorhandene) Streulichtschutz verdient Verbesserung.
Bei mir hält die Justage super, selbst nach mehreren Autofahrten zwischen 30 und 110 km war kaum eine Dejustage festzustellen. Und die Leistung beeindruckt, für so ein kompaktes (und auch günstiges) Gerät! Es ist auch eines meiner Lieblingsteleskope, da leicht mitgenommen und schnell einsatzbereit. :-)

Mit sternenklaren Grüßen

Carlo

PS: hat schon mal jemand den OAZ eines Heriage mit Erfolg ausgetauscht? Ich würde da gerne was weniger wackeliges einbauen. Wäre dankbar für jeden Tip!
 
Hi,

ich komme gerade aus eine RSA Urlaub zurück. Mit dabei hatte ich den 72mm Megrez von Williams auf EQ2-Montierung und Stativ. Der Megrez geht komplett mit Zenithspiegel, Okulare, Filter, Rotlichtlampe und Kartenmaterial ins Handgepäck. Während die Montierung (im Koffer) + Stativ (Übergepäck, da größer 1m) aufgegeben werden. Als Übergepäckbehälter habe ich einfach einen passenden Pappkarton genommen. Das hat sehr gut geklappt. Alles blieb heile.

Gruß
Lots
 
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