Reiseteleskop als Einstiegsteleskop?

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Re: warum?

hallo luis,

weise worte! mehr kann man dazu nicht sagen.

was manche mit "kleinen" geräten machen ist ganz erstaunlich!
ich selbst hatte viele jahre lang einen 5"newton von vixen,
mit dem ich mir an die 400 deepskyobjekte reingezogen habe.
dabei ist das noch gar nichts! ich hab schon von leuten
gehört, die mit dem 114er-newton über 900 deepksyobjekte
gefunden haben und auf die 1000er marke zustreben.

da soll noch mal einer sagen, deepsky fängt erst mit 8" an!

außerdem hat man auch mit 8" jene objekte, die eine interessante
struktur zeigen sehr schnell durch, das sind nämlich nicht viele.
was dann bleibt sind galaxienfunzel. die sind bei 8" zwar etwas
heller und auch mehr, aber trotzdem nur strukturlose flecken,
so oder so.
wer sich also mit 4" nicht für astronomie begeistern kann, der
schaffts mit 8" genausowenig.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: warum?

Hallo Luis,

ich finde die Art, wie Du an die Teleskopwahl herangegangen bist, wirklich bemerkenswert. Die Idee, mit einem Teleskop einzusteigen, welches wegen seiner optischen Qualität und des anvisierten Einsatzbereichs auch auf lange Sicht noch sinnvoll nutzbar ist, ist wirklich gut (und keinesfalls die Regel). Viele gehen da anders vor. Man erkundigt sich nach einem tollen Teleskop für möglichst wenig Geld (was ja verständlich ist) und sitzt am Ende mit einem großen Eimer auf dem Acker und fragt sich, welche Sterne nun zu welchem Sternbild gehören ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />. Zugegeben, das ist etwas drastisch formuliert, habe ich aber schon mehr als einmal erlebt. Dann geht das große Rätselraten los. Die Sternkarten sind anders orientiert wie das Bild im Dob und GoTo iss nich ... Für versierte Amateure mögen das Kleinigkeiten sein, aber manch einer verliert darüber die Lust an der Freude. Übrigens, wenn Du einen echten Maksutov-Cassegrain nimmst, dann hast Du mit einem guten Amici-Prisma ein aufrechtstehendes und seitenrichtiges Bild. Das ist am anfang gar nicht mal so übel, da das die Orientierung anhand von Sternatlanten deutlich vereinfacht. Und wenn wir schon mal dabei sind, vergiß in Deinem Budget nicht, einen guten Feldstecher einzuplanen (*). Damit kann man erstmal freihand die Objekte aufsuchen und sich dann mit dem Teleskop "einzoomen". Wenn Du im Teleskop die gleiche Bildorientierung hast wie mit freiem Auge oder Fernglas, dann hilft das schon mal ungemein beim Kennenlernen des Sternhimmels. Und zum Thema Sternatlanten oder Himmelsführer: auf Deiner Einkaufsliste sollten unbedingt der Karkoschka (Atlas für Himmelsbeobachter) und der Stoyan (Deep Sky Reiseführer) nicht fehlen. Das Buch "Stars am Nachthimmel" von Stefan Korth und Bernd Koch ist auch eine dicke Empfehlung wert.

Frank.

(*) Nachtrag: Hatte ganz vergessen, daß Du schon ein 10x60 hast. Wäre schön, wenn Du mal einen kleinen Erfahrungsbericht zu dem TS Astro im Fernglasboard postest. Da wurde unlängst nach Erfahrungen mit dem Glas gefragt und es kamen keine Antworten.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Guten Morgen!

Danke für die Tipps Frank, bin schon mit einer Sternenkarte, dem Karkoschka, der laminierten Field-Edition von "The Sky", den "Stars am Himmel" und dem Jahrbuch bewaffnet.

Zu dem Fernglas fehlt mir (denke ich) einfach die Erfahrung, um einen vernünftigen Bericht zu schreiben... ich habe keinen Vergleichswert zu anderen Fergläsern da dieses TS-Bino mein erstes ist. Ich kann nur sagen, dass ich kürzlich von der Terasse aus (also trotz einigem Streulicht) ohne große Probleme Jupiter (als Mini-Scheibchen) und die 4 Monde (als Punkte) erkennen konnte. Wie gesagt, keine Ahnung ob das für das Fernglas eine besondere Leistung ist. Das einzige Negative was mir bislang auffällt ist dass der mittige Scharfregler bereits am Anschlag ist, um die Sterne scharfzukriegen. Das reicht bei mir zwar, aber ich bin dann eben am Anschlag.

Um wieder zum Thema "Reiseteleskop" zurückzukehren:

Auch ich halte ein Amici-Prisma für absolut hilfreich, wenn man die erste Schritte am Himmel unternimmt, besonders in Kombination mit einem Fernglas. Ist bei mir fest eingeplant.

Zu den Geräten:

Ich tendiere immer mehr zum Intes Micro Alter M603. Er ist zwar etwas teurer als der MN56, aber dafür erhalte ich von vorneweg einiges an Zubehör mitgeliefert: einen besseren Sucher, Montierungsadapter, Zenitspiegel, 2,4er Barlow, 30mm Kellner und besonders wichtig für den gedachten Einsatz als Reiseteleskop: eine Transporttasche und 10 Jahre Garantie. Er wiegt zwar ein halbes Kilo mehr, aber ist mit 39 cm Tubuslänge sehr kompakt und handlich (der MN56 hat 72cm). Ausserdem erlaubt wohl die kurze Tubuslänge eine stabile Führung auf einer kleineren Montierung (wenn ich richtig liege wurde die "Sky-View" als stabil für den M603 angesehen, aber etwas unterdimensioniert für den MN56). Leider ist das Handicap, das ich mit dem M603 gegenüber dem MN56 in Kauf nehmen muss die recht lange Auskühlzeit. Aber da ich wohl eher bei angenehmen Temperaturen beobachten werde, sollte das im vertretbaren Maß bleiben.

Nicht ganz klar war mir der Okularauszug beim M603. Die technischen Daten sagen 2", die mittgelieferten Optiken (Barlow, Kellner) sind 1,25"... wie passt das zusammen?

Etwas schade ist bei beiden Instrumenten die wohl recht lange Lieferzeit, aber was soll's... ich habe jetzt 20 Jahre gewartet mir endlich ein Teleskop zu kaufen, da kommts auf 2 Monate mehr wohl nicht besonders an. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Hat jemand Bedenken bei der Wahl eines M603 Mak-Cassegrains mit Sky-View? Ich werde noch ein paar Tage darüber schlafen, aber ich denke das ist die richtige Wahl.
 
Re: RFT?

Hi Nikita,

in den letzten etwas mehr als 10 Jahren ist es mir immer wieder gelungen, um Meade Teleskope einen großen Bogen zu machen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />. In der Zeit davor war mir der Zugang zu den weltweit besten Teleskopen nicht vergönnt <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/crazy.gif" alt="" />. Habe auf der anderen Seite der Mauer gewohnt und mußte mich mit ollen Zeiss Fernrohren abfinden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />.

Zu dem Meade Reducer kann ich also nix vermelden. Ich habe mal den Markus angerufen. Seine Empfehlung geht eindeutig zu einem 40mm Pentax oder was vergleichbarem für's visuelle. Mehr Gesichtsfeld ist nicht drin. Bei dem Reducer sollte man sich auf fotografische Anwendung beschränken. Insofern wäre es natürlich gut zu wissen, ob der Meade Reducer vielleicht doch ein Geheimtipp ist.

Frank.
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

> bin schon mit einer Sternenkarte, dem Karkoschka, der laminierten Field-Edition von "The Sky", den "Stars am Himmel" und dem Jahrbuch bewaffnet.

Na super, dann fehlt nur noch der Stoyan, sollte man unbedingt haben!

Was die Kombination Sky-View und M603 betrifft, da sollte sich der Bino Tom nochmal klar äußern. Wie kommst Du eigentlich auf die lange Wartezeit? Bei APM steht doch ein INTES MICRO ALTER M 603 auf der Lagerliste? Wenn die Liste aktuell ist, dann würde ich den Preis runterhandeln <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> und zugreifen. Zu dem TS 10x60 kann ich Dir auch nix weiter sagen. Wenn Du Jupi schon mal als scharf definiertes Scheibchen und die Monde punktförmig siehst, dann ist das schon mehr als ich für den Preis erwartet hätte. Hauptsache das Beobachten macht Spaß, ein Zeiss Fernglas kannst Du ja später noch nachkaufen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.

Frank.
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo alle,

hocherfreut habe ich diese Diskussion bisher verfolgt, und noch gespannter warte ich auf die Fortsetzung. In der Tat bin ich einer derjenigen, der brav mit einem 110mm Newton (TAL-1) die ersten Schritte gemacht hat. Nach gerade einmal einem Jahr war jedoch klar, dass die großen Planeten es mir angetan haben. Ein 8" f/6 GSO Dobson kam ins Haus, "nichts zeigt mehr für weniger Geld - später einfach parallaktisch montierbar" - das TAL-1 ging an einen Freund. Mit dem Dobson war ich auch recht zufrieden. Ich wohnte im Erdgeschoß, das Tragen des Gerätes zum Auto für Ausflüge aufs Land war keine all zu große Anstrengung. Auch die optische Qualität des Gerätes ist offenbar gut.

Doch dann war da diese dumme Geschichte mit der WebCam. Mein Nachbar präsentierte mir stolz seine Jupiteraufnahmen mit seinem 8" LX-50 - das Feuer war entfacht. Nach kurzer Zeit war klar, dass eine parallaktische Montierung her musste, eine EQ-6 ist es geworden. Und ich bin inzwischen übersiedelt und wohne nun im ersten Stock, und damit kam mit der ersten Freude an recht netten Planetenbildern auch schnell Frust auf. Das extreme Gewicht der EQ-6 geht mir bereits beim Hinausstellen des Gerätes über die Balkonschwelle auf den Geist, die tolle Stabilität die sie vielleicht hat bringt mir nichts, da die Bodenplatten nicht stabil genug sind. Hinausfahren aufs Land scheidet für mich bei dem Gewicht völlig aus. Da ist mir der 8"er auch als Dobson schon zu voluminös, um ihn freiwillig die Stufen ins Erdgeschoß zu tragen.

Tatsache ist, dass ich zurzeit überlege wie ich die Gerätschaften loswerde. Gar nicht wegen der Bildqualität, über die sich mancher Sternfreund freuen würde, sondern nur wegen der Maße und des Gewichts. "Einfach parallaktisch montierbar" ist schlichtweg Unsinn bei einem 12kg schweren 1,20m-Tubus. Das ganze Ding wiegt mit 2x5kg Gegengewichten etwa 50kg. In einer Gartenhütte sicherlich wunderbar, aber weit über meiner persönlichen Grenze der Transportabilität. Wenn ich höre, dass viele Sternfreunde mit einem 10"er beginnen, dann freue ich mich zwar, dass sie wunderbare Bilder genießen mögen, hoffe aber inständig dass sie das betreffende Rohr zuvor persönlich in Augenschein genommen (und es ein Stück herumgetragen) haben...

Zurzeit schwebt mir jedenfalls ein MK-66 oder Alter-M 603 vor, auf Vixen GP - *sicher* kein Chinagerät jedenfalls. Welches der beiden ich vorziehen sollte weiß ich noch nicht, da werde ich wohl diese Diskussion noch mitverfolgen. Gleich damals gekauft, hätte ich mir wahrscheinlich schon viel Ärger erspart, und vielleicht einige schöne Beobachtungsnächte unter wirklich gutem dunklem Himmel gewonnen. Deine Überlegung mit einem solchen Gerät zu beginnen halte ich für beispielhaft und nachahmenswert!

Ciao,
Roland
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo Roland,

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Leidensgenosse. Da wir die selbe Kombi benutzen und ich ebenfalls im ersten Stock wohne und rausfahren muss, hab ich etwas gegrinst, als ich deinen Bericht lass.
Aber mal im Ernst. Das Gewicht und das Volumen dieser Kombination müssten dir doch schon vorher bekannt gewesen sein und ebenso die Beschwernisse, die sie mit sich bringt. Das "Einfach" in der Aussage "einfach paralaktisch montierbar" bezieht sich ja nur auf die Umbauarbeiten, nicht das das dann auch einfach zu transportieren ist. Vielleicht hättest du dir da vorher etwas mehr Gedanken drüber machen sollen. Stimmt schon, seit meiner auf der EQ-6 sitzt, kommt er etwas weniger an die frische Luft, aber das sehe ich als den Preis, den ich dafür zahle um mit der Fotografie zu experimentieren. Ausserdem gibt es dafür noch den kleinen zum Schnellspechteln.
Trotzdem sehe ich für mich persönlich den 8"-Dobson immer noch als ein gutes Einstiegsgerät (nicht DAS Einstiegsgerät). Die Diskusion, welches denn nun das beste Einstiegsgerät sei, ist meines Erachtens sowieso ziemlich sinnlos, da diese Frage eh jeder für sich entscheiden muss. Aber Bino und Nikita sollten in diesem Falle nicht so sehr von ihrer entwickelten Beobachtungserfahrung ausgehen, sonderen eher zum Thema bezogen an den Einsteiger denken. Der dürfte wirklich mit dem 8"er mehr (oder besser "eher") sehen können als mit 3-4".
Im Endeffekt bleiben 4 Faktoren, die der Einsteiger für sich persönlich gewichten muss: Preis, Qualität, Handling und "Was will ich sehen".
Hier im Forum erlebt man es ja fast jeden Tag, wie unterschiedlich die Anforderungen an eine Erstanschaffung sind. Der eine steckt sein Geld in Qualität und der andere lieber in max. Öffnung, der dritte will möglichst mobil sein. Alle haben für sich gesehen recht. Wie man anfängt ist eigentlich egal, bei selben Voraussetzungen wird es eh auf den selben Fuhrpark herauslaufen. Ob ich erst mit dem kleinen anfange und dann aufsteige oder doch erst mal gross anfange und dann was kleines dazunehme. Die meissten von uns dürften wohl nach kurzer Zeit eine ganze Reihe verschiedener Geräte für verschiedenen Zwecke besitzen.

Nun, wie gesagt: Am Ende muss jeder für sich entscheiden, womit er einsteigt.
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo Roland,

mir geht es ähnlich wie Dir.
Ich habe allerdings das Glück von einer Dachterasse aus spechteln zu können, da
brauche ich die Monti (EQ-6) nicht weit zu schleppen. Aber auch ich denke an ein
vernünftiges Gerät (momentan 8" SW, wobei ich wohl 'ne Gurke erwischt habe <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/confused.gif" alt="" /> ),
wie einen MN66.

Ich hatte auch mit dem Dob angefangen, die Monti kam später dazu. Und ich scheine
mir die gleichen Gedanken zu machen.
Vor einem Jahr allerdings hätte ich mir solche Gedanken einfach nicht gemacht!
3000 Euro hätte ich damals nie und nimmer ausgeben wollen. So dämlich es ist und
sich anhört, einige müssen wohl Lehrgeld bezahlen. Aber es hat auch sein Gutes:
Wenn ich nicht für knapp 400,- Euro nach Jahren wieder hätte einsteigen können,
hätte ich es garnicht erst gemacht...
Und so isses mir lieber <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />

Gruß,
Björn
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hi,

> Aber mal im Ernst. Das Gewicht und das Volumen dieser
> Kombination müssten dir doch schon vorher bekannt gewesen
> sein und ebenso die Beschwernisse, die sie mit sich bringt.
Ja, war es auch - teilweise. Im Gegensatz zu vielen habe ich die EQ-6 vorher "live" gesehen, und nicht nur schnuckelig-aussehend auf Webseitenfotos. Trotzdem habe ich gedacht, dass es "schon gehen wird", und mich damit bzgl. der EQ-6 ganz schön überschätzt. Ich meine - es geht ja auch, ich mache ja auch Bilder, nur den "Kleinen" für zwischendurch habe ich nicht. Darum suche ich zurzeit nach einem guten und leichten Kompromiss, damit auch rausfahren wieder Spaß macht, und würde die Kombination selber nicht mehr kaufen.

Ich will auch niemandem den 8"er Dob ausreden, bin ja auch selber recht zufrieden damit. Nur bei fotografischen Ambitionen würde ich mir überlegen, ob eine Nummer kleiner und dafür noch tragbar nicht besser wäre. Bei mehr Auflösungs und Lichsammelbedarf fahre ich dann auf die Sternwarte. Mal sehen, was die WebCam heute am 50cm Lomo-Cassegrain machen wird. Strahlend blau den ganzen Tag, keine Jet-Streams weit und breit, ... *freu*

Ciao,
Roland
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hi Roland,

vielen Dank für deinen ehrlichen Erfahrungsbericht... genau dieses Szenario hatte ich mir vorgestellt, bis ich auf das Reise-Anfänger-Teleskop kam.

Nun, ich gehe ja noch einen Schritt weiter, da mein Teleskop ja nicht nur "halbwegs mobil" (also rein ins Auto und wieder zurück) sondern auch durchaus sommerurlaubstauglich sein soll, meine Füße in der Flugzeugwartehalle werden es mir sicherlich danken.

Das ist es, was mich momentan eher zum M603 tendieren lassen... die Röhre ist kompakter bei ähnlichem Gewicht und bequem in einer mitgelieferten Tasche transportierbarer. Trotzdem schiele ich immer noch mit einem Auge auf den MN56... ich habe mittlerweile ein paar Erfahrungsberichte darüber gelesen, und das Ding scheint wirklich ein Hammer zu sein. Vor allem der Auskühlungsvorteil gefällt mir, und mittlerweile auch der niedrigere Preis. Beim M603 ist Zubehör mitgeliefert, aber letzten Endes bezahlt man den mit dem 300 EUR höherem Preis. Mittlerweile wäre mir der M603 wie beim MN56 die nackte Röhre lieber, und ich stelle mir das Zubehör selbst zusammen, so wie ich es mir vorstelle (Stichwort: Amici-Prisma).

Eine sehr interessante Idee wäre auch den MN56 in Italien zu kaufen, da mein nächster Urlaub dorthin führt... habe dort die Geräte für locker 250 EUR niedriger gesehen. Naja mal sehen bei welchen Händlern ich die Geräte und zu welchen Preisen finden kann.

Lieben Gruss,

Luis
 
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Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo Luis, hallo alle Anderen!

Auch für mich kommt dieser Thread gerade zur rechten Zeit. Ich bin auch schon seit geraumer Zeit am Grübeln, suche (immer)noch ein passendes Einsteiger-Erst-Teleskop und werde mich dieses Wochenende auf dem ATH weiter kundig machen. Stichwort: Fernrohre "live" sehen (- leider ist das Durchsehen nicht möglich).

Ich hatte mir zuerst eine Grenze von 1000 Euro gesetzt und gemäß dem Trend hier im Forum auch ein 8 oder gar 10 Zöller auf der Liste. Neben diesen beiden Optionen wurde dann plötzlich ein Vixen GP E R114M interessant (konservative Teleskopberatung): wegen der parallaktischen Montierung und wie Bino-Tom es hier so schön geschrieben hat getreu dem Motto "ist ja generell besser ... wenn man klein beginnt und von der Pike auf lernt". Das sehe ähnlich und außerdem hat man ja dann sicher noch mal ein richtig schönes WOW-Erlebnis, wenn man später in eine große Lichtkanone investiert und im Laufe der Jahre/Jahrzehnte seinen Teleskoppark ausbaut. Dann lernt man eine große Öffnung erst richtig zu schätzen, nehme ich mal an.
Deshalb finde ich die Idee der Reise-Einstiegs-Teleskop-Kombination schlichtweg super, weil so ein qualitativ hochwertiges Reisegerät wohl was für immer und ewig ist und nicht einfach mal so eben verkauft wird. (Stichwort: "das teuerste Teleskop ist das, das man zweimal kauft")

Nun ja, meine mir selbst auferlegte 1000 Euro Budget-Grenze ist mittlerweile gefallen (was die "alten Hasen" hier sicherlich nicht wundert) und ich befinde mich z.Z. in einer Phase der Neuorientierung, wo ich die Idee der besprochenen Mak`s gern aufnehme und nun weiterverfolgen werde. Transportabilität ist auch für mich ein Thema (das ich ehrlich gesagt bislang immer an den Rand gedrängt habe - ich war halt auch vom Öffnungswahn befallen und hatte anfangs durch die Diskussionen hier den Eindruck, dass man unter 8 Zoll-Spiegeln gar nicht anfangen sollte): Zum einen pendle ich mit dem Auto in 1-2-3-wöchentlichen Abständen zwischen Göttingen und Osnabrück, zum anderen hab ich in beiden Städten auch keine optimalen Beobachtungsbedingungen (Streulicht durch Straßenbeleuchtung, recht heller Himmel, kein freier Horizont) so dass ich ca. 20 Minuten Autofahrt rechne, um richtig gute Bedingungen zu haben.
Dazu kommt noch, dass ich nächstes Jahr vielleicht ins südliche Afrika verreise und was wäre da nicht schöner als sein eigenes Teleskop mitnehmen zu können. Das wäre mit den angesprochenen Mak's dann wohl machbar.

Hat jemand Erfahrungen, wie so ein Teleskop die Strapazen eines Fluges verkraftet?

Was die Geräte natürlich (für mich jedenfalls) ebenfalls interessant macht ist die Möglichkeit, später gut auf den Astrofotografiezug aufzuspringen.
Dann müsste natürlich eine gescheite Montierung her. Für mich stellt sich damit die Frage: gleich eine Fototaugliche anschaffen oder erst mal was für's rein Visuelle?

Im Gegensatz zu Dir lege ich auf ein dickes Zubehörpaket gleich zu Anfang weniger wert.
Ich habe mir geschworen, nicht am Teleskop zu sparen, um im Gegezug gleich komplett mit Zubehör ausgestattet zu sein. Zubehör werde ich mir nach und nach dazukaufen, drauf sparen, mir schenken lassen. Es soll ja auch gerade bei den Okularen so sein, dass eigene Erfahrungen und Vorlieben beim Kauf dieser entscheidend sind. Oft habe ich den Satz hier gelesen: lieber wenige gute Okulare als einen Koffer voll Mittelmäßiger oder Schlechter.
Ich werde wohl mit 3 Okus samt Zenitprisma starten. Ein Telrad o.ä. wird auch gleich dabei sein. Das Amici ist sicher auch eine Überlegung wert. Danke für den Denkanstoß!

Jut, dann will ich mal sehen, was das ATH am Samstag zu bieten hat (mein erstes Telekoptreffen/ bzw. -messe!). Bin gespannt auf den Dobson-Schlepp-Test und einge Intes Mak's sind hoffentlich auch vertreten.

Viele Grüße,

osho


 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Ohaio Osho,
wenn Du schon auf dem ATH bist, wende Dich direkt an den Veranstalter ROBERT LEBEK, bestell ihm schöne Grüsse von mir und lass Dir das YLENA Mak-Cass zeigen. Ist ein seltenes Schätzchen unter den Maksutovs, konnte seinerzeit auch einen Prototypen erwischen. Im Vergleich zum Intes-Micro-Mak, bis auf die fehlende Lüftung - eindeutig optisch besser. Dabei nicht teurer.
So long
Nikita
 
Re: RFT?

in den letzten etwas mehr als 10 Jahren ist es mir immer wieder gelungen, um Meade Teleskope einen großen Bogen zu machen


Hehe. Für mein Budget gäbe es von Meade einen Refraktor mit 127 mm Öffnung, und Goto. Allerdings sind mir nach wie vor die Meade-Internetseiten zu bunt, und die häufige Verwendung des Wortes "hochauflösend" bei den Optik-Beschreibungen macht misstrauisch.
 
Re: RFT?

Hi aths,

nee, aus dem Alter bin ich raus. Bevor ich mit Meade goto gehe, gehe ich weiterhin zu fuss ... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" /> Es ist bestimmt nicht von Nachteil, wenn man sich am Sternhimmel auch ohne Gehhilfe zurechtfindet. Aber nix gegen die Meade Prospekte! Schönes Hochglanzpapier, schöne bunte Bilder, ... Hin und wieder schmöker ich gern darin, zum Kauf habe ich mich aber noch nicht verleiten lassen. Muß wohl noch reifen.

hochauflösende Grüße, Frank.
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo!
Also da muß ich jetzt auch noch meinen Senf dazugeben. Vor zwei Jahren hab ich mit einem TAL1(110mm Newton) auf einer deutschen Montierung (TAL) angefangen. Nach einem Jahr hab ich dann auf eine EQ3 umgesattelt, von wegen motorischer Nachführung. Seit zwei Monaten hab ich jetzt einen GSO 8" Dob <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> . Seitdem weiß ich eines: ich will nie, nie mehr eine deutsche Monti haben!!! Und hätte ich das vorher gewußt, dann hätt ich auch sicher gleich mit einem Dob angefangen. Die ganze Handhabe ist simpler und ich finde auch die Transportabilität trotz der Größe besser als bei einem "Einsteigernewton" mit halbwegs ausreichender Montierung. Normalerweise nehm ich nicht mal den Tubus von der Rockerbox. Einfach im ganzen rumtragen, hinstellen, fertig. Zum Transport wird er einfach mit horizontal gelegtem Tubus in den Kofferraum meines Minivans gestellt.
Keine wackeligen Stative <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> , keine Gegengewichte <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> , kein einnorden. Allerdings durchaus kein Reisegerät, auch in einem Großstadtloch im 5. Stock ohne Aufzug nicht empfehlenswert. Aber für den ambitionierten Einsteiger wirklich super. Es giebt übrigens auch 6" Dobs! Die diversen Modifikationen und Verbesserungen befriedigen den Basteldrang wenn vorhanden <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" /> .
So ein schickes kleines MakCass ist sicher auch was feines und super reisetauglich. Montieren würde ich es allerdings auf einer GIRO oder ähnlicher AltAz Montierung.
Wichtigste Zubehörteile an jedem Teleskop sind für mich ein Peilsucher (Telrad oder Rigel) UND ein 8x50 Winkelsucher mit Aufrechtem/Seitenrichtigen Bild. Damit FINDET man und sucht nicht nur.
Das ist wie gesagt meine persöhnliche Meinung aufgrund meiner bisherigen Erfahrung.

CS
Andreas
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo Luis,
Ich mag dir eigentlich nur zwei Ratschlaege geben:

1) Optik: Bitte schau wenn moeglich am Nachthimmel durch das Rohr deiner
Praeferenz und - wenn moeglich - guck auch noch mal durch ein paar Vergeichsstuecke
fuer den eigenen optischen Eindruck. Schoen ist es beraten zu werden, aber sich
unter einer representativen Auswahl selber eine Meinung zu bilden, ist durch
nichts zu ersetzen. Man muss sich schon selber verlieben...
Ein Teleskoptreffen ist dazu die ideale Gelegenheit.
Nimm' sie wahr.

2) Und gerade wenn Du eine flugtaugliche Reiseausruestung willst, nimm dir
wirklich zu Herzen was dir hier einige eben auch latent mitgeben wollen: Eine paralaktische
Montierungen + Stativ + Gegengewichte wiegt ordentlich und ist schon ein ziemliches
Handicap wenn der Flug mal ausfaellt, oder wenn Umsteigen angesagt ist, oder das Taxi
mal nicht gleich da steht, wo man's braucht.
Ich verreise mit so'nem Klimbim ab und an auch durchaus mal selber und da hat man - wortwoertlich -
sein Packerl zu tragen.

Wenn Du wirklich damit fliegen willst, dann mach nur keine Katalogbestellung
und wundere dich dann, was Du da alles an klobigem Gut auspacken wirst.
Geh zum Haendler und lass dir die ganze Geschichte mal sichtbar vor dir
auftuermen, dann schliess die Augen und versetze dich damit flugbereit verpackt in den
Abfertigungsschalter und an die Sicherheitskontrolle.
Vieles erledigt sich dann von selbst.

Ich haette daher eher zu einem ~4" Refraktor mit kleiner azimutaler Montierung geraten,
oder (falls aufzutreiben) einen 6" Truss Dobs.
Aber sicher kann man auch einen Alter603 abspecken und leicht montieren.

Mario
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

Hallo!

Ich finde es toll, dass so viele Leute hier auch ehrlich von ihren Anfängerfehlern in der Anschaffung berichten, sicherlich werde nicht nur ich davon profitieren.

Oft merke ich dass die Empfehlungen in Richtung dem gehen, was ich jetzt mal verrückterweise als Mobilität 1 nennen würde...

Mobilität 1: Die Ausstattung ist soweit transportabel, dass man es ohne Probleme auch alleine bequem von zuhause im 5. Stock ins Auto tragen kann, zum Beobachtungsort in der Pampa fahren, und wieder zurück nach hause. Die Hauptanforderung an die Gerätschaften ist niedriges Gewicht, wobei die Maße weniger relevant sind.

Mobilität 2: Die Ausstattung ist soweit transportabel, dass man auch längere Reisen mit fremden Verkehrsmitteln (Bus, Bahn, Flugzeug) an Urlaubsziele weltweit mitnehmen kann. Hier ist das wichtigste Argument meiner Meinung nach neben leichtem Gewicht auch noch Kompaktheit und Stossicherheit. Man sollte die komplette Ausstattung mit sich führen können, also kurze Strecken mit Reisekoffer, Teleskoptasche, Stativ über die Schulter gehängt.

Viele Empfehlungen, wie die von Andreas scheinen mir in Richtung Mobilität 1 zu gehen, was mir aber nicht ganz ausreicht. Sicherlich kann man ein 6" Dobson bequem ins Auto und zum Beobachtungsort tragen, aber ein Transport mit fremden Reiseverkehrsmitteln (Mobilität 2) würde darauf hinauslaufen, den Dobson mit Montierung zum Gepäck abzugeben... und das will ich einfach nicht, wenn ich bedenke wie manche Gepäckstücke behandelt werden.

Ich suche ein gutes Gerät, das trotzdem meine Anforderungen für Mobilität 2 erfüllt. Anderen Leuten, die hier Beiträge schrieben dachten vielleicht eher an Mobilität 1. Der M603 scheint mir ein Gerät zu sein, das Mobilität 2 erfüllt (Rohr in der Tasche ist denke ich nicht größer als ein Schminkkoffer - okay, vielleicht etwas schwerer), beim MN56 mit seinen 72cm bin ich mir nicht sicher...

Eine Azimuth-Montierung hört sich interessant an, dir Giro2 könnte ich mir als stabile und leichte Lösung für das Reise-Anfängerteleskop zu sein (Binoviewer schwärmte davon... <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" /> ). Weiss jemand, ob und wie sich an die Giro2 auch ein Fernglas montieren lässt?

Was Osho schreibt hört sich sehr vernünftig an, eher nur das Rohr zu kaufen und jedes einzelne Zubehörteil (Amici, Telrad, etc..) nach genauer Auswahl hinzuzukaufen. Leider ist beim M603 der ganze Krempel schon dabei... kennt jemand einen Händler der das Teil führt aber flexibel genug ist, die Teile rauszurechnen oder gegen "Wunschausstattung" auszutauschen? Ich denke mir wird nichts anderes übrigbleiben als mich auf die Reise zu machen und wie Mario empfiehlt, die Teile selbst vor Ort beim Händler zu begutachten und zu kaufen. Ich kenne momentan nur Teleskop-Service nahe München und APM in Saarbrücken... Empfehlungen?

Gruss,

Luis
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

moin luis,

das mit dem dobson hat mario anders gemeint.
er dachte an einen truss-dobson, also eine gitterrohr-
konstruktion. die läßt sich ganz klein zusammenpacken
und ist sicher angenehmer zu transportieren als ein
M603 mit skyview oder giro.

wenn es wirklich auch im flieger mitgehen soll,
würde ich ebenfalls eher zur giro raten, als zur skyview.
aber das ergibts sich ohnehin von selbst, wenn du
dir die teile mal bei einem händler anguckst.

wenn du dich für die intes-teile interessierst, dann
schau beim markus (APM) vorbei. der kennt sich am
besten aus. die zubehörteile von intes würd ich
aber doch gleich dazunehmen. kommt dir zum einen günstiger
und außerdem sind die pipifein.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: Einstiegsteleskop -> Problem mit meiner Hutschnur

Sorry,
Ich fürchte, bei Dobsons wird preiswert mit billig verwechselt. Gute Dobsons kosten gutes Geld. Für 400 € sind selbst bei bescheidenen Optiken nur Billig-Geräte zu haben. Ein Qualitäts-Achtzoll-Dobsen kommt auch schon mal eben 1000 €...
Jetzt geht mir aber die Hutschnur hoch <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smirk.gif" alt="" /> Hast Du schon einmal durch einen 400€-Dobs geguckt? Hast Du schon einmal durch einen Edel-Dobs geguckt? Hattest Du die beiden schonmal nebeneinander stehen, um unter gleichen Bedingungen die Leistung und die Handhabung zu vergleichen? Nein? Schade <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/frown.gif" alt="" />
Wieso ist ein 8" Billig-Dobson riskoarmer als ein 80 mm f/11 Billig-Refraktor? Immerhin muss man so einen Refraktor weder justieren noch auskühlen lassen. Man sieht zwar weniger - aber sofort...
Meine Aussage war eine Meinungsäusserung als Reaktion auf Franks Aussage. Ich hatte nicht die Absicht, beim Petitionsausschuss des Bundestags eine Gesetztesvorlage zum Verbot von 80mm f/11 Refraktoren einzubringen. Und dass die Aspekte einfach, sofort und parallaktisch mir auch manchmal am Herz liegen und durch den Kauf weiterer Geräte Beachtung finden mussten - da kann Dir mein Geldbeutel ein Liedchen von singen. Das ändert aber nix daran, dass ich wenn ich heute nochmal durchstarten würde dies mit einem 400€ 8" Dobs tun würde. Und genau das rate ich auch mit gutem Gewissen und allen mir bekannten Einschränkungen jedem, der im Forum Rat sucht.
 
Re: Einstiegsteleskop

ich bin eben der meinung, daß man mit kleineren geräten das genaue beobachten
besser lernt,
Kaufste Dir dann auch einen Cinquecento, damit Du beim samstäglichen Einkauf mal so richtig lernst, wie man einen Kofferraum am dichtesten packt. Kommt Dir dann bei der Urlaubsreise im Omega echt zu Gute...

<img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" /> <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Nix für ungut
 
Re: Einstiegsteleskop

moin mainzelmännchen,

du liegst völlig richtig!

wenn ich an einem kleinen kofferraum gelernt habe mein
gepäck auf ideale, raumsparende weise zu schlichten,
dann kann ich auch den späteren großen kofferraum
besser und effektiver ausnützen. weil ich gelernt habe,
die sache mit überlegung und hirn anzugehen.

danke für diesen guten vergleich!
hätte mir selbst nicht besser einfallen können.

c.s. tom
BINOVIEWER
(Member of Albireo)
 
Re: So langsam scheint die Entscheidung zu fallen

So ein schickes kleines MakCass ist sicher auch was feines und super reisetauglich. Montieren würde ich es allerdings auf einer GIRO oder ähnlicher AltAz Montierung.
Wenn Du auch hohe Vergrösserungen benutzen möchtest, würdest Du bei der Giro vermutlich die Feintriebe doch vermissen. AltAz auf Stativ ist ein ganz anderes Gefühl, als beim Dobsen.

Meint der
 
Re: Einstiegsteleskop

Hallo Mainzelmann!

Hehe, der Vergleich mit dem Cinquecento hat was.. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Allerdings... ein Auto transportiert den Benutzer, wobei ein Teleskop vom Benutzer transportiert werden muss.

Ich habe hier schon oft den Satz gelesen "Das beste Teleskop ist das, was am meisten benutzt wird". Speziell beim Reiseteleskop mit Mobilität 1 oder 2 denke ich, kann das durchaus den Nagel auf den Kopf treffen, wenn man von der nackten Zahlentheorie sich das Ganze mal praktisch vorstellt.

Nehmen wir z.B. mal die "dicke" EQ6 mit einer DS-Lichtkanone. Ich denke viele Leute, wie in diesem Thread von einigen erfahrenen Astronomen zugegeben wurde, zielten genau auf diese Zielvorgaben: fette Montierung, und so großes Rohr wie nur möglich. Natürlich ist diese Konfiguration eine Top-Auswahl, aber so wie ich es sehe, eben nur unter Optimalbedingungen. 99% der Hobbyspechtler wohnt nunmal nicht auf einer Farm in der Lüneburger Heide oder sonstigen dünnbesiedelten Gebieten. Wenn man Glück hat, dann ist es ein Vorort oder Dorf in einer etwas dunkleren Ecke Deutschlands. Selbst hier allerdings hat die Beobachtung vom Balkon aus das Handicap "Auskühlung" und "Streulicht". Wie schon beschrieben wurde, ist mit einer solch (zahlenmäßig) leistungsfähigen, aber schwer mobilen Ausrüstung dann doch die Versuchung groß, sich nicht allzuweit von der Abstellkammer zu entfernen - was ich gut verstehen kann, ich würde es mir auch dreimal überlegen, 50kg Ausrüstung herumzuschleppen.

Dann bin ich mir nicht mehr sicher, ob die gezwungenermaßen schlechten Beobachtungsbedingungen, denen diese schweren (aber eigentlich leistungsfähigen) Geräte unterliegen, z.B. aus der Lichkanone dann nur noch ein Mittelmassteleskop werden lassen, und ob dann nicht derjenige der glücklichere Astronom ist, der dann mit der kleinen aber feinen Optik durch die hohe Mobilität recht einfach in den Genuß von dunklerem Himmel kommt, einen Teleskopabend bei Freunden mit besserer Lage, Teleskoptreffen, ganz zu schweigen von Urlaubsbeobachtung in anderen Hemisphären, etc...

Relativiert das nicht den reinen theoretischen und zahlentechnischen Öffnungsvergleich?

Luis
 
Kleine Röhre

Hallo Luis,

Du schreibst:

"... ob dann nicht derjenige der glücklichere Astronom ist, der dann mit der kleinen aber feinen Optik durch die hohe Mobilität recht einfach in den Genuß von dunklerem Himmel kommt ..."

Damit hast Du vollkommen recht! Ich erinnere mich dabei an die Einsteigertipps bezüglich Deep-Sky Beobachtung (was auch mit kleinen Teleskopen gehen soll <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />) in Ronald Stoyan's Deep-Sky Reiseführer. Zwei Dinge haben sich mir da eingeprägt (sinngemäß):

Beobachtungsfreude und Beobachtungserfahrung kann man nicht durch eine möglichst große Öffnung erkaufen.

Ein dunkler Himmel kann durch nichts ersetzt werden. Auch nicht durch große Öffnung oder Filter.

Und der Ronald weiß, wovon er spricht. Vor fast genau 10 Jahren hat er mich bei einem abendlichen Kneipenbesuch (VdS Tagung <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />) zur Deep-Sky Beobachtung überredet. Seinerzeit hatte ich nur einen 80mm Kometensucher von Zeiss und war eigentlich fest davon überzeugt, es lohne sich nicht. Der Ronald hat mir dann vorgeschwärmt, was mit so einer kleinen Tüte alles zu sehen ist. Das war der effektivste Kneipenbesuch der vergangenen 10 Jahre <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/grin.gif" alt="" />, ich gucke noch heute Deep-Sky! Je öfter man unter einem richtig dunklen Himmel beobachten kann, um so eindrücklicher sind die Erlebnisse. Wenn man dazu weit fahren und das Gepäck optimieren muß, dann ist eben das Gerät das beste, welches am häufigsten mitgenommen wird. Das kann je nach persönlichen Präferenzen ein 8" Dob, ein 5" Mak oder aber auch "nur" ein 80mm Refraktor sein. Was wirklich wichtig ist, das ist das ganz persönliche Erlebnis, wenn man in die Weiten des Alls abtaucht. Ich tue das auch heute noch mit einer 80mm Röhre und ich glaube nicht, daß ich mit 'nem 8" Dob so häufig unterwegs wäre.

Was Dein zukünftiges Equipment betrifft, so ist der Rat vom Mario weiter oben wirklich gut:

"Geh zum Haendler und lass dir die ganze Geschichte mal sichtbar vor dir auftuermen, dann schliess die Augen und versetze dich damit flugbereit verpackt in den Abfertigungsschalter und an die Sicherheitskontrolle. Vieles erledigt sich dann von selbst."

Wenn Du schon soviel Geld ausgeben willst, dann würde ich mir auf jeden Fall die Zeit nehmen und zum Händler fahren. Die Spritkosten dürften Dich dann kaum noch in den Ruin treiben. Nochwas zum Thema Fernglas. Du hattest weiter oben nach der Giro 2 gefragt. Da kann ich nur empfehlen, den *entfernt* von Tele-Optic anzurufen. Der hat sicher eine gute Idee, wie Du ein Fernglas am besten auf die Giro setzt. Ich hab schon mal irgendwo ein Foto von einem 16x70 Fujinon auf Giro gesehen, finde es bloß nicht mehr.

Frank.
 
Re: Einstiegsteleskop

Hi Luis,

auf Reisen geh ich tauchen. Da bin ich schon hinreichend sperrig unterwegs. Optik? Naja. Also hab ich mit gedacht: kaufste Dir sowas kleines zum Mitnehmen. Hab ich auch gemacht. Das Ende vom Lied: Ich sitz jetzt im Garten mit dem Mini-Refraktor, weil ich ihn wirklich nur schnell rausstellen muss und wenn ich wegfahr' (allerdings nicht inn Urlaub), dann nehm ich den Dobson mit. Verkehrte Welt.

Wie heisst es doch gleich: In theory there is no diffence between theory and practice. In practice there is... Ich sag mal die Äusserungen hier im Forum zeigen doch eigentlich immer ganz toll das Spektrum auf und beweisen immer wieder, dass es viele mögliche "Wahrheiten" gibt.

Übrigens denk ich grad ganz ernsthaft drüber nach, ob es sich nicht lohnen könnte, so einen Billigflug nach usa zu nehmen und sich dort in so einem Starcamp ne richtig dicke Röhre zu mieten. Weiss jemand, was sowas schliesslich und endlich kostet?

Pluiralistische Grüsse vom
 
Re: Einstiegsteleskop

Sicherlich, Mainzelmann, habe ich hier niemals den Anspruch erhoben dass die Idee "Reiseteleskop als Anfängerteleskop" die Pauschallösung für alle ist... dafür gibt es einfach zuviele verschiedene Interessen und Persönlichkeiten - hatte ich ja auch in vorigen Postings geschrieben.

Mir ging es nur darum zu lesen, was die erfahrenen Astronomen zu dieser Idee, die eben auf meine persönlichen Ansprüche zugeschneidert ist, zu sagen haben. Zu wissen, ob ich damit in eine imaginäre Sackgasse laufe, und Denkanstöße/Ideen/Vorschläge/Kritik zu finden. Gerade das erste Mal, wo man eine nicht unbeträchtliche Summe in ein Hobby steckt, fühlt man sich sehr alleine und verunsichert.

Gerade die große Anzahl der sehr informativen Beiträge und Tipps hier ist für mich unersetzlich, und wie die rege Beteiligung zeigt, bin ich nicht der einzige dem diese Einstiegstrategie interessant erscheint.

Gruss,

Luis


p.s.: Ich halte zum Beispiel die oft gestellte Frage an ratsuchende Anfänger "Was willst du denn machen? Sonne, Deep Sky, Planeten, Fotografie, Richfield, etc. - davon werden Teleskopvorschläge abhängen" für richtig aber in diesem Fall trotzdem SEHR bedenklich... woher soll ein Anfänger wissen, wo seine Vorlieben liegen werden, wenn er eben ein Anfänger ist? Selbst bei erfahrenen zeichnet sich doch erst nach Jahren mit Astro-Erfahrung die eigentliche Vorliebe ab. Irgendwie stellt sich dann bei Anfängern das Gefühl ein, mit einer Lichkanone könnte man super M31 beobachten, aber bei Planeten bleibt das Okular schwarz... oder umgekehrt.

Geschickter finde ich dann die Frage "Welche Beobachtungsmöglichkeiten hast du denn?" und dann entsprechend der Mobilitätsnotwendikeit des Fragestellers ein möglichst passendes (aber trotzdem möglichst viele Bereiche abdeckendes) Instrument vorzuschlagen. Bei den häufigen Fragen an ahnunglose Anfänger nach dem Anwendungsbereich kommt es mir vor wie jemandem, der Eislaufen lernen will und sich nach guten Schlittschuhen erkundigt, am ersten Tag zu Fragen: "Willst du damit den dreifachen Flickflack oder den fünffachen Flattermann lernen?". Was wird da wohl für eine Antwort kommen...?
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Re: Einstiegsteleskop

p.s.: Ich halte zum Beispiel die oft gestellte Frage an ratsuchende Anfänger "Was willst du denn machen? Sonne, Deep
Sky, Planeten, Fotografie, Richfield, etc. - davon werden Teleskopvorschläge abhängen" für richtig aber in diesem Fall
trotzdem SEHR bedenklich... woher soll ein Anfänger wissen, wo seine Vorlieben liegen werden, wenn er eben ein
Anfänger ist? Selbst bei erfahrenen zeichnet sich doch erst nach Jahren mit Astro-Erfahrung die eigentliche Vorliebe ab.
Irgendwie stellt sich dann bei Anfängern das Gefühl ein, mit einer Lichkanone könnte man super M31 beobachten, aber bei
Planeten bleibt das Okular schwarz... oder umgekehrt.

Geschickter finde ich dann die Frage "Welche Beobachtungsmöglichkeiten hast du denn?" und dann entsprechend der
Mobilitätsnotwendikeit des Fragestellers ein möglichst passendes (aber trotzdem möglichst viele Bereiche abdeckendes)
Instrument vorzuschlagen. Bei den häufigen Fragen an ahnunglose Anfänger nach dem Anwendungsbereich kommt es mir
vor wie jemandem, der Eislaufen lernen will und sich nach guten Schlittschuhen erkundigt, am ersten Tag zu Fragen:
"Willst du damit den dreifachen Flickflack oder den fünffachen Flattermann lernen?". Was wird da wohl für eine Antwort
kommen...?

Glückwunsch, Du hast hier den Nagel 100% auf den Kopf getroffen!

Gerhard
 
Re: Einstiegsteleskop

Hallo Luis (ich nu' wieder...),

was an deiner Einstellung grundrichtig ist, ist daß Du die praktischen Erwägungen
an der Amateurastronomie nicht unterschätzt und bereits völlig zu Recht vermutest,
daß diese das Beobachtungserlebnis eines Anfängers gerade in der Startphase ziemlich
dominieren können.

Nun folgerst Du allerdings aus dem Rat vom Mainzelmann mit einem 8"er Dobs anzufangen,
ihm ginge es in erster Linie darum eine optisch wünschenswerte dicke Haubitze in
Stellung zu kriegen.
Das stimmt so einfach nicht und sein Rat (wie auch der von Stathis oder vom Astrokockel und vielen anderen)
hat schon sehr gute Gründe:

Die Optik ist beim Dobs (meiner Meinung nach) gar nicht DER springende Punkt im Vergleich zu
anderen Rohren:
Die Montierung ist es. Das die es erlaubt schon zu einer ganz ordentlichen Öffnung zu greifen,
ist ein prima Sekundäreffekt.
Allerdings: Im Vergleich zu einer einigermaßen guten paralaktischen Montierung ist die Dobsonmontierung
leichter, billiger, schneller einsatzbereit, wartungsärmer und mit unter sogar
stabiler (obwohl letzteres ist so nicht zu verallgemeinern, weil das Prinzip ist zu verschieden).

Gerade Anfänger verlieren über das ganze paralaktische Gerümpel schnell die Sterne
aus den Augen und in Folge dessen oft auch die Lust.
Dazu mal ein Beispiel:
Ich habe erst im Dezember mal zwei Leute mitgeschleppt, die mal in die Sache mal "reinrichen"
wollten. Beide tendierten in Richtung Meade 10" SC als erstes Rohr und auch das
Wort Fotografie fiel da das ein um's andere mal.
Na das könnt ihr haben, hab' ich mir gedacht, dann laden wir euch mal das C9 ein.

Den Jungs habe ich den Kofferaum aufgesperrt und dann haben die unter meiner
Anleitung mein paralaktisch montiertes C9 aufgebaut. Wir gingen es flott an, aber
beim ersten Mal dauert's halt a Bissel. Erst vierzig+ Minuten später war dann der
Saturn endlich im Kasten.
Erste spontane Äußerung VOR dem verdienten ersten Blick (frei übersetzt): "Wow, ist
das jedesmal so ein Aufstand?"
Dafür genossen sie den nachgeführten Anblick sehr - gaaanz in Ruhe fokussieren und
Okulare tauschen ("Guck mal - die Monde!") usw - und allgemeine Begeisterung stellt sich ein.
Zwei Uhr Morgens dann der Abbau und das anschließende Trocknen der taubeschlagenen
Teile - Begeisterung beim Abbauen ("Gääähn, ham' wir alles?") dann aber eher mäßig.

Eine Woche später war dann der 8"er Leihdobs auf der gleichen Tour: Zehn Minuten Aufbau
(schleppen inkl.) und bums war auch hier Saturn im Rohr. Dafür aber eben nicht motorisch
nachgeführt. Der eine fand das 'rumgedobse eher nervig, der andere eigentlich gar nicht
und hatte den Dreh mit dem Telrad ruckzuck raus. Abbau a la Dobs dann für beide kein Thema.

Eine Linsentour mit einem kleinen Pentax Refraktor hab' ich ihnen auch noch vermittelt
(war' ich aber nicht dabei). Dem Vernehmen nach waren die Planeten damit prima, Deepsky
allerdings (nach 8 Zoll eine Woche vorher nicht überraschend) eher etwas mau.

Zwischenfazit: Einer der beiden ist sich nicht sicher, ob die Amateurastronomie
überhaupt was für ihn ist (ehrlicher Kommentar: "Ich dachte man sieht schon etwas
mehr von den Galaxien. Der visuelle Eindruck ist so ganz anders als die Fotos, die
man so kennt...") und überlegt es sich noch, Nummer zwo spart jetzt auf einen 8"Dobs
dieser Art (http://www.starsplitter.com/m_com.html) und nervt mich dauernd damit,
ihm bis dahin noch mal ab und an das C9 zu leihen (seufz).

Groß geraten habe ich denen zu gar nix. Nehmen muß man (wenn's ein Hobby sein soll), was
einem Spaß macht. Was weiß denn ich, was denen Spaß machen wird?

Was der Purist als willkommene Herausforderung empfindet, ist für den Nächsten pure
Selbstkasteiung. Was der technikverliebte Astrofreak als befreiendes Muß empfindet ist
für den Puristen störender Ballast.

Nachdem ER sich auf den Dobs festgelegt hat, waren wir dann mal gucken, was es in der Richtung
in seinem Limit so alles gibt.

Daher: Es bleibt dir einfach nicht erspart Luis, deinen eigenen Weg zu finden, denn die ganze Sache
muß letztendlich dir und nur dir Spaß machen. Sonst keinem.
Und keine noch so sachliche Erwägung kann dir z.B. verraten ob Du nun Rennradfahren oder Mountenbiken
ansprechender findest. Da muß man schon erst mal eine Runde selber losradeln.

Und darum geht dieser Kommentar:
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Ich halte zum Beispiel die oft gestellte Frage an ratsuchende Anfänger "Was willst du denn machen?
Sonne, Deep Sky, Planeten, Fotografie, Richfield, etc. - davon werden Teleskopvorschläge abhängen"
für richtig aber in diesem Fall trotzdem SEHR bedenklich... woher soll ein Anfänger wissen, wo seine
Vorlieben liegen werden, wenn er eben ein Anfänger ist?
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voll an der Sache vorbei:
denn SEHR bedenklich ist vielmehr die Tatsache, daß viele Anfänger nach einem Telekop fragen, ohne
anscheined jemals durch eines hindurchgeschaut zu haben. Das läuft anscheined heutzutage so:
fragen - kaufen - gucken
Was für eine Antwort erwarten die denn?
Keine Ahnung Luis, welche sie allerdings von mir kriegen ist für mich klar:
fragen - gucken - noch mal fragen- noch mal gucken - kaufen und bitte NICHT andersherum.

Denn sehr richtig:
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Bei den häufigen Fragen an ahnunglose Anfänger nach dem Anwendungsbereich kommt es mir vor wie jemandem,
der Eislaufen lernen will und sich nach guten Schlittschuhen erkundigt, am ersten Tag zu Fragen: "Willst
du damit den dreifachen Flickflack oder den fünffachen Flattermann lernen?". Was wird da wohl für eine
Antwort kommen...?
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Ich persönlich habe z.B. Schlittschuhe laufen mit einem geliehen Paar und ein paar Freunden zur
Unterstützung gelernt. Hat gut hingehauen (wortwörtlich).
Und ich vermute auch, daß die Leutchen, die dir hier zum Dobs geraten haben, daher genau daß hier:

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Geschickter finde ich dann die Frage "Welche Beobachtungsmöglichkeiten hast du denn?" und dann entsprechend
der Mobilitätsnotwendikeit des Fragestellers ein möglichst passendes (aber trotzdem möglichst viele Bereiche
abdeckendes) Instrument vorzuschlagen.
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im Sinn hatten.
Für jemand der keinen Plan hat was er eigentlich will, ist ein Allrounder wie der 8"er Dobs von der Optik
und vom Handling her meiner Ansicht nach ein guter Tipp, der selten voll daneben gehen wird.
Paralaktische montierte Teleskope würde ich aus eigener Erfahrung z.B. nicht an einen Anfänger empfehlen,
der sowas in finsterer Nacht nicht wenigstens einmal auf und abgebaut hat.
Bei dir ist mir da doppelt mulmig, denn jemandem ein Teleskop
zu empfehlen, daß auch im Handgepäck im Flieger noch eine gute Figur macht,
ist gar nicht so einfach (wenn's preislich im Rahmen beleiben soll).

So (Mann ist das schon wieder lang...),
jeddefalls: viel Glück bei deiner Odysee
Mario

 
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