Reiseteleskop/Fernglas: Wieviel Öffnung reicht aus? "Du fliegst nächste Woche nach Chile(Atacama Wüste), was nimmst DU mit?" ; )

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Joss1

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Wieder mal Reiseteleskope... ; )

Grundidee:
Wenn Du schon mal an einen Ort mit Bortle 1 kommst, willst Du sicherlich in erster Linie DeepSky beobachten...Du darfst natürlich auch Mond und Planeten beobachten. ; )))
Durch Reisegepäck sind wir aber beschränkt, indem was wir mitnehmen können...klar ein 10" Dobson oder ein C8 wären super, aaaber geht leider nicht!
Also muss eine kleinere Alternative her, aus der wir das Max. rausholen können.

Aber was reicht an Teleskop-/FG Öffnung aus, um ein max. an Sehgenuß unter einem Bortle 1 Himmel rauszuholen?


Ich packe in meinen Koffer...
ein Fotostativ mit kleiner AZ-Monti, ein 10x50 ED FG, den SW Evostar 72 ED f/6, einen Rotpunktsucher, ein 2" Zenitprisma, ein 30mm Okular, ein Zoomokular(Baader 8-24mm), eine Barlowlinse und natürlich eine Sternkarte. Damit habe ich eine Vergrößerung von 14x-105x.

WAS PACKT IHR IN EUREN KOFFER ?
CS
Joss
 
Ich packe immer ein:
DSLR Canon 600Da / 600D
Objektive 18-55mm, 100-300mm usw.
Montierung StarAdventurer mit Stativ
Akku Powerpacks
Und noch so einiges an Kleinteile.
 
Hi Klaus,

Bortle 1 bietet sicher beste Bedingungen für Fotos, aber warst Du schon mal in einer Wüste?

Meine Erfahrungen aus der Sahara...tagsüber guuut warm ; )...nachts a****-kalt. Bei Kälte reagieren Technik und Akkus nicht so entspannt. Muss man einplanen.
UUUUND...wenn nur etwas Wind geht hast Du es auch mit feinem Sandstaub zu tun...auch nicht so gut für die Ausrüstung!
Deshalb habe ich auch nur 2 Okulare und eine Barlow dabei...so wenig wie möglich wechseln!
CS
Joss
 
Ok, ich hab nur die Frage nach dem Koffer packen beantwortet.
Wenn es aber nur um Bedingung Bortel 1, Wüste geht, dann überlese meinen Beitrag (das sind die Sachen, die ich mit in den Urlaub nahm).
 
Hi Klaus,
bitte nicht in den falschen Hals bekommen.
Ich finde Deine Ausrüstung gut. Ich habe aber bewusst die Atacama Wüste gewählt, weil es sich um einen
lebens- und technikfeindlichen Ort handelt. Auf richtige Bekleidung bin ich noch nicht mal eingegangen.

In einem Klub-Hotel auf Las Palmas funktioniert das alles sicher super, aber vielleicht nicht unter härteren Bedingungen.

Ist vielleicht auch mal ein Aspekt, der zu überlegen ist:
Bortle 1 heißt nicht gleich "Traumbedingungen".
CS
Joss
 
Ich würde die eigenen Augen favorisieren und einen warmen Schlafsack. Da wir Nord Bewohner uns am Südhimnel null auskennen, eine Sternkarte. Dann nur ein FG 10x50.
VG Frank
 
Hi Frank,

das stimmt! Du guckst nach oben und ALLES ist anders!
Und allein mit einem Schlafsack nur mit den bloßen Augen das Spektakel zu genießen reicht eigentlich schon aus.
Ein FG 10x50 ist sicher eine gute Erweiterung!
CS
Joss
 
Hallo Joss,

als ich das letzte Mal in der Wüste genügend Zeit hatte nachts nach den Sternen zu schauen (Winter 1977/1978) hatte ich nur ein Fernglas 6x30 dabei. Natürlich war ich auch nicht zum Spaß oder Urlaub dort.
Die Eindrücke am Sternhimmel waren auf jeden Fall unvergesslich. Dank des Militär Glases mit Einzelfokussierung schaffte es der feine Sand, der sonst überall zu finden war, auch nicht in die Optik.

CS Gerhard
 
Wenn es in der Atacama windig ist, wirst Du dich verkriechen und sowieso nicht draussen sein. Aber im Februar ist es oft windarm und nachts schläft der Wind oft komplett ein. So wahnsinnig kalt ist es da auch nicht, je nach Höhe so -10 Grad aber pudertrocken, das hält man gut aus.
Ich nehme mit meinem TS60/360 APO, meine kleine CG4 Montierung, mein Fotostativ mit GP Aufnahme und meine 600Da sowie mein Samyang 14mm für die Milchstrasse. Außerdem meinem Polemaster, denn vom einsüden hab ich nicht die leiseste Ahnung und probier das lieber gar nicht erst.
 
Ist vielleicht auch mal ein Aspekt, der zu überlegen ist:
Bortle 1 heißt nicht gleich "Traumbedingungen".

Sehr gute Anmerkung! Ich bin gerade in Lappland. Wenn ich 100 km raus fahre bin ich in einer Bortle 1 Gegend, 10 km ausserhalb der Ortschaften ist es Bortle 2. AAAABER: draussen sind es fast -30 Grad Celsius!

Ich bin mit dem Auto unterwegs und hätte meine komplette EAA Ausrüstung mitnehmen können. Habe aber nur ein 7x50 Zeiss Monokular und einen 100 x 600 Refraktor mit 2" Zenitspiegel und ein paar Okulare dabei.

Bisher war das Wetter auch noch nicht so, dass ich damit hätte was anfangen können.

Grüße in den Süden!

CS.Oli
 
Durch Reisegepäck sind wir aber beschränkt, indem was wir mitnehmen können...klar ein 10" Dobson oder ein C8 wären super, aaaber geht leider nicht!
Die Sternmaschinen mit denen das doch geht, nennen wir Reisedobsons: Enorme Deep Sky Power bei minimalem Gewicht und Packmaß - robust auch in der teils ruppigen Natur. Die guten gibt es aber nur bei Einzelmanufakturen und Amateur Teleskopbauern und schon gar nicht nächste Woche fertig. Meine Reisdobsons hier lang, weitere Reisedobsons hier lang. Stünde ich nackt da (ohne Reisedobson ist ja quasi wie nackt draußen auf der Straße rumlaufen:eek:), würde ich ein 8x40 oder 10x50 Handfernglas mitnehmen.
 
Genau,
vielen Dank für Eure Nachrichten.

Ich habe(leider) keine Erfahrungen mit der Atacama Wüste.
In der Sahara hatte ich auch nur ein FG dabei.
Ich habe aber auch 1 Jahr später noch feinen Sandstaub in der FG-Tasche gefunden!

Und Lappland fehlt mir leider auch als Erfahrung, darum danke Oli für Deinen kleinen Erfahrungsbericht.

Es ist eine Sache zu Hause im Garten sein Teleskop aufzustellen, oder gefühlt irgendwo am Ende der Welt
mit zT sehr harschen Witterungsbedingungen.

"Weniger ist oftmals mehr".
Ich denke auch, dass eine kleinere und robuste Ausrüstung sich eher an solchen Orten bezahlt macht. Man sollte sich auf jeden Fall vorher gut über die Verhältnisse vor Ort informieren.

VG und CS
Joss
 
Hm,

Ich mach alles nur Visuell. Daher nehm ich folgendes mit:

Fernglas 8x56,
Fernglas 8x40

Das genügt für mich.

VG Mark
 
Hi,

ich packe gerne und bevorzugt auch wo anders hin ein:

A)
- Selbstbau 8" f/5 Reisedobson : Deepsky Brothers
- Okulare: 26mm Nagler, Ethos 13 und Antares Speerswaler Zoom mit Verlängerung 8-ca 3,5mm
- Lumicon UHC und ggf OIII Filter
- Baader Skysurfer III

ggf. B)
- Stativ Rollei C6i mit Benro 3 Wege-Neiger
- Baader Skysurfer III
- FG: Orion 16x80 ED oder TS 20x90

Seltener kommen GiroMini und 72 bzw. 80 mm Apos zum Einsatz

CS
 
Hallo Joss,

genau das habe ich vor Kurzem gemacht. Da ich das erste mal überhaupt südlich des Äquators beobachtet habe, war SkySafari mit Rotlichtfolie auf dem Handy das Wichtigste, gleich gefolgt von etwas Anregungsliteratur zu den dort lohnenden Objekten.

Welche Geräte man mitnimmt, hängt für mich auch davon ab, ob ich eine reine Astroreise plane. Wenn ja, dann können (aufwändig zusammenzuschraubende) Reisedobsons hervorragend geeignet sein, ansonsten sind schnell out-of-the Box benutzbare Optiken unkomplizierter in der Benutzung und vermutlich öfter am Start. Da ich aber ein hoffnungsloser Binoholic bin, kam ein 82er Semi-Apo Großfernglas samt 24er Panoptics, 12er Radians und einem Pärchen OIII-Filter mit in den Fotorucksack. Das Manfrotto 075 mit N608 Fluidhead kam in den Koffer. Das war dann alles noch kompatibel mit einer Wohnmobilreise ohne Astroschwerpunkt und machte auch bei der Gepäckkontrolle keine Probleme.

Ich hatte auch überlegt, neben dem 8x40 FG auch ein bildstabilisierendes 15x50 FG mit zunehmen. Das wäre noch kompakter und minimalistischer gewesen. Da das 82er Bino aber vorhanden war, hat es gewonnen.

VG
Andreas
 
Danke Andreas,

wie war Deine Reise?
Sicher bleiben Dir die Blicke in den südl. Himmel unvergessen.
Hast Du da was vermisst, oder zuviel dabei gehabt?
Wie war es klimatisch?

CS
Joss
 
Die Reise war sehr genial!
Zuviel hatte ich Nichts, aber warme Kleidung ist schon sehr wichtig. Da viele Beobachtungsplätze zugleich sehr hoch liegen, kann es schon sehr frisch werden. Und, ich habe es nicht für möglich gehalten, aber es gibt dort tatsächlich auch Wolken. Besonders im Jan/Feb aber auch schon im Dezember! Die richtige Reisezeit ist also auch ein Thema.

VG
Andreas
 
Das stimmt..."Wer friert, verliert!"

Auch wenn es tagsüber zT über 30° sind, gehen nachts die Temp. doch deutlich runter...gerade in Höhenlagen.
Und wie Du es sagst, die richtige Jahreszeit(Wolken Aufkommen) sind wichtig.

Zu Hause hab ich mich an das shit Wetter gewöhnt, aber wenn ich zB nach Chile fliegen würde, und dann eine geschlossene Wolkendecke über mir hätte, wäre ich schon ein wenig angepi***! ; )

CS
Joss
 
Hallo Joss,

Man ist oft auf Flugreisen gar nicht so limitiert, wie man zunächst denkt. Im Regelfall sollten es mindestens ein Check In Gepäckstück sein, in Richtung Amerika ist das oft auf 50 Pounds beschränkt. Dazu kann man normalerweise einen kleineren Koffer mit in die Kabine nehmen und dazu eine Handtasche oder eine Fototasche.

Hast Du schon mal nachgefragt, was ein zusätzliches Gepäckstück kostet? Das liegt oft zwischen ca 50-100 € für den Hinflug und dasselbe noch mal für den Rückflug. Im Verhältnis zu den sonstigen Kosten für die gesamte Reise, ist das eher ein kleinerer Betrag. Das ist unter Umständen sogar besser, als bei einem zu schweren Koffer das Übergepäck zu bezahlen. Bei Economy Max oder ähnlich ist manchmal sogar ein zweites Gepäckstück mit drin. Skisäcke oder Golftaschen sind oft Sportgepäck und sind entweder im Preis enthalten, oder kosten einen vergleichsweise niedrigen Zusatzbetrag.

Ich habe schon öfter auf Geschäftsreisen ein zweites Gepäckstück mitgenommen, da ich mich mit einen Gepäckstück zu eingeschränkt gefühlt habe.

Viele Grüße,

Günther
 
Prima Günther,

dann kannst Du ja jetzt mit 49 Pound Astronomie Ausrüstung das Death Valley unsicher macher. ; )
VG
Joss
 
Hallo Joss,

Das Death Vally wäre eher nicht mein Ziel. Ich habe auch nicht USA geschrieben, sondern Amerika.

Aber sonst geht das durchaus. Dafür habe ich eine Star Adventurer GTI auf Rollei Rock Solid Beta II, als Teleskop ein Askar 65PHD, ASIair Pro und ASI553 Pro. Guiding mittels ZWO Guidingscope 30mm mit ASI120 MM mini. Stromversorgung über Dino Kraftpaket 600. Genau so kommt das in den Osterferien mit.

CS,

Günther
 
Na dann,

wünsch ich gute Reise und viel Spaß.

Mir wäre das zu viel tech. Schnick-Schnack.
Meine einzige High-Tech Komponente bei der visuellen Beobachtung wäre eine
Rotlicht-Taschenlampe mit 3 AA Batterien. :ROFLMAO:

CS und viele Akkus, Kabel, Adapter und Taschen, um es zu transportieren.
Joss ; )))
 
Das Thema Taschen ist in der Tat einen eigenen Thread wert.

Wir haben für jedes Mitglied der Familie zwei Koffer aus sehr leichtem PE-Material, die sich letztes Jahr auf den Philippinen und in den USA gut bewährt haben. Diese Koffer sind deutlich leichter als unsere alten Koffer, können auch mal einen Regenguss ab und ermöglichen auch ein paar Kilo mehr mitzunehmen. Das ist diese Modellreihe:

Markenkoffer.de | Samsonite S Cure Spinner - 4-Rollen-Trolley XL 81 cm aqua blue

Auf den Philippinen hatten wir bei 3 Personen etwa 120kg Gepäck mit, davon geschätzt 10kg Fotoausrüstung inklusive einer DJI Mini 2 Drohne und einer Vixen Polarie. Auf den Flügen nach Asien kann man oft 30Kg pro Check-In Gepäckstück mitnehmen, hat also eine ganze Menge mehr als bei den Atlantikflügen.

Aber wie gesagt, da macht es Sinn, mal einen eigenen Thread aufzumachen.

CS,

Günther
 
Zuletzt bearbeitet:
Wer von Euch kennt noch:
"Abenteuer Forschung" mit Joachim Bublath?

Hier eine Folge von ca. 1994 auch mit einem Beitrag zum ESO in Paranal (ab Min. 23:10) :


Popcorn holen, Beine hochlegen und Action!
Joss
 
4" f/5-6 Apo oder FH auf einer kleinen leichten AZ oder EQ, wäre mein Tipp.
Passt alles noch in einen Rucksack und ins Fluggepäck.
Habe ich mehrfach gemacht...

Kann mir auch vorstellen, dass ein 60-80mm Großfernglas mit 45° oder 90° Einblick auf leichter AZ oder Kugelkopf geht.
Habe hier aber keine Erfahrung.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wüstenerprobt:
Im Handgepäck: Takahashi FC-76 DCU Eagle 4, Touptek 24AC Kamera, 30mm Mini guidescope, ASI290M, 2x 150Wh Akku
Check-In: RST-135 Montierung, RT-90C Stativ, Canon IS 15x50 Binos
Die Binos wurden am. Eisten benutzt,
 
Hallo zusammen,
2019 war ich im Anschluß an die Sofi ein paar Tage in San Pedro de Atacama.
Ich hatte meinen 8"F5.7 Reisedobson und ein 8x40 Pentax Fernglas dabei.
Wichtig ist ein Mietauto im Voraus zu ordern um aus dem beleuchteten San Pedro raus zukommen.
Gute Beobachtungsplätze gibt es in Richtung Tatio Geysire.
Einzelheiten zum Teleskop und über die Reise kann auf meiner Seite gelesen werden.
 
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