Reiseteleskop für den Anfänger

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Belphegor

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Anfang Mai war ich für 2 Wochen an der Ostsee und was mich da fasziniert hat war der Nächtliche pechschwarze Himmel den ich so hier im Ruhrgebiet noch nicht gesehen habe.Und da wurden
alte erinnerungen wach.Vor 30 Jahren hatte ich als 10 Jähriger
einen Quelle 60 mm refraktor.Das teil war ein absolute zitternummer aber ich hatte damals viel damit gesehen.
Und jetzt spiele ich mit dem Gedanken mir wieder etwas zum
"Sternegucken" zuzulegen.Nur diesmal sollte es was vernünftiges sein.Kein Ebay abenteuer und auch kein schnellkauf.Anlegen will ich so mit allen drum und dran um die 400 Euro.Es sollte ein transportables Teleskop sein.Also etwas was man leicht auf und ab bauen und in den Kofferraum packen kann.Ich hatte mich schon mit dem Meade ETX 80 angefreundet
aber nachdem ich hier im Forum dazu was gelesen hatte ...
Das lasse ich lieber.
Mein augenblicklicher favorit ist ein Skywatcher Travelmax 102 EQ-2 für 289 Euro.Da bleibt sogar noch geld über für das zubehör.
Skywatcher Travelmax 102 Eq-2

Was sagen die Experten zu diesem Teleskop.Oder gibt es da was besseres in der Preisklasse ?.Ich will das Teleskop
in erster Linie einsetzen um den Mond,Mars,Jupiter und Saturn zu sehen,mit Folie davor auch mal die Sonne und wenn es möglich sein sollte wären ein paar grosse Nebel
und Galaxien auch nicht schlecht, aber ich denke mal da kommen schon die grenzen .-).


Mfg Thomas B.

 
Hi Thomas
kann man machen, aber
dunklen Himmel brauchst nicht für Planeten sondern für Deepsky.
Insofern wäre etwas das eher DS tauglich ist doch eine Option die man eher ziehen sollte, zumal damit auch Planeten gehen.

Muß es aus Platzgründen so klein sein?

Wenn nein, dann nimm mehr Öffnung. Ein 130mm Newton paßt montiert ins Budget und es bleibt Geld für Okulare über.
Billiger wirds wenn man einen Dobson draus macht.

Teile uns doch mal Deine Gedanken dazu mit.
CS
 
Hallo ihr zwei,

zum 130mm-Newton bitte ich zu bedenken, dass er vermutlich ein Öffnungsverhältnis von f/5 haben und somit sehr okularkritisch ist.

Das verlinkte Gerät ist von der optischen Leistung und Abmessungen her als Reiseteleskop ideal.

Soll das Gerät primär für unterwegs und auf Reisen eingesetzt werden, sind Abmessungen und mechanische Robustheit meiner Meinung nach das A und O. In letztem Punkt sind die chinesischen, sorry, Billigheimer meines Wissens nach nicht gerade das Gelbe vom Ei (ich lasse mich gern belehren).

Ich persönlich nutze für solche Fälle ein gebrauchtes, äusserst robustes Celestron C90 MAK Baujahr 1986. Die Russentonnen sind ebenfalls äusserst robust und vertragen sogar einen mittelschweren St0ß (ich spreche aus Erfahrung...).

Für die Option, dass es auf Flugreisen ins Handgepäck soll, darf der Tubus eine Länge von 50cm und einen Durchmesser von etwa fünf Zoll nicht Überschreiten (du brauchst ja noch Platz für einen stabilen und gut gepolsterten Transportkoffer). Der Tubus sollte auch nicht mehr als etwa fünf Kilo wiegen, wenn noch Okulare etc. ins Handgepäck sollen.

Zum Thema habe ich einen Bericht verfasst:

http://lexikon.astronomie.info/foto/serie/serie_17.html

Ich hoffe, ich konnte dir weiterhelfen.

VG Christian
 
Muss es unbedingt ein Teleskop sein? Mein *ganz persönlicher* Tipp: Fernglas (10x50), Fahrradrücklicht, drehbare Sternkarte (bzw. Sternatlas, Sternführer je nach Erfahrung), bequemer Garten- bzw. Liegestuhl (mit Armlehnen) - und du kanst stundenlang am Himmel surfen. Bei dunklem Himmel macht das richtig Spaß.

Vorteil: Einfach mitzunehmen und man hat keine Hemmungen am Ort der Reise auch wirklich zu spechteln (einen guten Beobachtungsplatz findet man leicht).

Thomas
 
Hallo Thomas,

ich würde Dir empfehlen, mal mit anderen Sternfreunden (im Ruhrgebiet gibt's ein paar) eine Nacht auf dem Acker zu verbringen.
Danach hast Du wohl nicht nur ein paar Geräte kennengelernt, sondern auch ein paar Objekte, so dass Du entscheiden kannst, was Du gerne beobachten möchtest. Danach richtet sich das weitere, denn Feldstecher, Mak oder Newton sind alles Möglichkeiten, die sehr von den Beobachtungszielen abhängen. Der Mak ist unter den kompakten Geräten sicher das Planetenteleskop, der Feldstecher ist für Himmelsspaziergänge ohne viel Aufwand und der Newton ist die Möglichkeit, mehr Öffnung und bei niedriger Vergrößerung mehr Bildhelligkeit für Deepsky-Objekte nutzbar zu machen, wobei so ein Newton durch die größere Öffnung dann auch mehr Planetendetails zeigen kann, als der Mak, wenn die Okulare passend gewählt sind.
Für 400 Euro allerdings denke ich mir, dass Du eigentlich auch mit dem "Projekt Sixpack" gut beraten wärst, das ist ein 150/900 Dobson (Newton), der von den Sternfreunden lange in "Deiner" Preisklasse gewünscht wurde, und nun Anfang Herbst kommen soll.
Leider ist ein 150/900 Dobson auf dieser Seite noch nicht enthalten: http://www.taunus-astronomie.de/art_scopes.html
Aber Du kannst Dir anhand des 8" f/6 Dobson vielleicht vorstellen, wie der 150/900 (entspricht 6" f/6) aussehen würde. Einfach in allen Dimensionen 25% kleiner.

Wenn Du jedenfalls mal mit Sternfreunden aus Deiner Umgebung einen Abend verbringst, wird bestimmt soviel Zeit vergehen, dass es sich lohnt, mit der Entscheidung zu warten, bis diese Alternative greifbar ist, und natürlich hast Du vorher das Life-Erlebnis, nachdem Du besser abschätzen kannst, was Du möchtest.

Clear Skies
Sven
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Thomas

Der MAK ist für Objekte unseres Sonnensystems sehr gut geeignet, ich habe bei einem Wiener Astrofreund einige zeitlang durch so ein Teleskop mitschauen dürfen und es hat mich schlussendlich dazu animiert, mir meinen 127er Skywatcher MAK zu kaufen.

Für Deepsky, sprich Nebel und Galaxien ist das Gerät nur bedingt geeignet, da zeigt auch mein 127er MAK nicht so viel - das Problem ist, aufgrund der grossen Brennweite kommst Du mit der AP nicht über 3-4.
(1300mm Brennweite in Kombination mit einem 40mm Okular)

Kugelsternhaufen gehen im Vergleich zu Galaxien ganz gut!

Eine gute Ergänzung zu dem Teleskop wäre ein kleiner Achromat, so 80/400 oder was es so gerade gibt - damit schaffst Du dann auch grössere APs.

Wenn Du den Gebrauchtkauf in Betracht ziehst (zB hier über das Forum) dann kannst Du kräftig Geld sparen und es würde sich alles ausgehen.
Meinen 127er MAK und meinen 80/400 (fast) Fraunhofer habe ich hier im Forum gekauft.

lg

Mathias
 
Hallo Mathias,

ich denke, der 80/400er eignet sich wegen der Farb- und Abbildungsfehler am Bildrand nur für kleinste Vergrösserungen und dürfte damit einem großen Fernglas nur geringfügig überlegen sein. Oder hast du andere Erfahrungen gemacht?

VG Christian
 
Hi
ein 80/400 hat den unstrittenen Vorteil das man variabel mit der Vergrößerung ist und das eine EQ1 reicht.
Das Stativ für ein größeres FG wiegt am Ende mehr und ist sperriger.
Ich hatte die Kombi lange als Reiseteleskop - auch einen Mak dazu siehe H Reiseteleskop, aber am Ende wollte ich doch Öffnung die erst in einem 6" Reisedob und nun in einen 8" Reisedob gipfelte. Auch dazu findest Berichte auf der HP.
Und trotz allen leiste ich mir noch einen 80iger Apo und ein Großfernglas das durchaus verwendet wird.

Und da sehen wr eben die Crux an der Sache. man kann für alles Argumente finden und genauso Gegenbeispiele.
Hier wird der Fragende abwägen müssen, was er will und das geht am besten über Probe gucken.

CS
 
Hallo Christian,

Ja, die Erfahrungen sind sehr gut. Vergrösserungen von ca. 11x bis 60x sind sehr brauchbar einzusetzen, dann beginnt der Farbfehler mühsam zu werden.
So einen Bereich schafft man mit einem Fernglas nicht wirklich - leider.

Und wie ich schon geschrieben habe: ich empfehle beide Teleskope gebraucht zu erstehen und auch Beide einzusetzen. Denn im Hiochvergrösserungsbereich bildet der MAK eindeutig besser ab.

Das NonPlus Ultra ist halt ein netter kleiner ED oder Apo - drum hab ich auch meinen 77er Borg :-) Widerstand ist zwecklos!

lg

Mathias
 
Hallo Mathias,

ich denke das zum Achromaten ist gut geschildert. Nur dass ein netter kleiner ED-Apo das Nun Plus Ultra ist, kann ich nicht teilen. So ein kleiner ED ist nämlich, wenn man die Foto-Eignung außen vor lässt, nichts weiter als ein Widefield-Gerät, dass im Rahmen seiner Öffnung (üblich ca. 80mm) eben bescheidene Planetenbeobachtungen zulässt. Realistisch macht man ja bis 120x Detailgewinn, und je nachdem kann man dann auch bis 150x hochziehen. Das ist nicht schlecht für 80mm Öffnung, aber nicht unbedingt das Non Plus Ultra, denn ein 114/450 Parabol kann mehr, wenn mit den richtigen Okularen bestückt. Auch ein 100mm Mak hat das Zeug dazu, am Planeten noch etwas zu kitzeln, zumindest Mond und Saturn sind dank harter Kontraste besser zu sehen, während es an pastellfarbenen Wolkendetails der Jupiteratmosphäre ein Kopf an Kopf Rennen gibt.

Soll nichts daran ändern, dass ein kleiner Apo ein feines Gerät ist. Aber als "Hauptteleskop" finde ich den doch etwas mager, insbesondere wenn auf dem Speiseplan steht, unter dunklem Himmel Deepsky zu machen. Da gibt's einfach mehr für's Geld, wenn man sich andere Systeme anschaut. Da zählt eben Öffnung und davon bekommt man selbst in der Bauart Achromat mehr.

Clear Skies
Sven
 
Hi Sven,

Dachte ich mir dass sicher jemand auf das Thema APO-ED aufspringt :-)
Du hast Recht, der kleine Apo ist kein generelles NonPlusULtra Gerät - es kommt eben drauf an was man machen will, ich habs einfach zu flappsig formuliert, sorry.

Aber aufgrund des Preisrahmens geht sich so ein Teleskop ohnehin nicht aus und somit ist es OT.

lg

Mathias
 
Hallo Sven,

was du bei deiner Betrachtung übersiehst ist, daß diese Geräte unterschiedliche Optikqualitäten haben.

Der Newton 114/450 von Synta ist gerade mal beugungsbegrenzt, hat 33% Obstruktion und nur eine Standardverspiegelung.

Der MC 102/1300 ist ebenfalls mal gerade so beugungsbegrenzt, hat 36% Obstruktion und auch nur Standardverspiegelung.

Der Synta ED 80/600 hat aber eine sehr gute Optik, meist bei 1/6pv-wave, also ca. 0.95 Strehl und hat Multicoating.

Alle drei Geräte habe ich selber besessen, den ED und den MC auch gleichzeitig und von daher kann ich sagen, der ED zeigt am Planeten eindeutig die meisten Details, außerdem auch ästhetischer und knackiger.
Bei Deepsky liegt der Newton minimal vor dem ED, der MC aber bereits hinter dem ED, das konnte ich direkt an M13 vergleichen.

Wenn man diese Punkte miteinbezieht dann ist der ED mit Abstand der Vielseitigste und er ersetzt auch bei Deepsky jedes Spiegelteleskop bis 4" Öffnung. Auch am Planeten darf man so einen 80mm ED nicht unterschätzen!

Die Kombination von FH 80/400 mit MC 102/1300 hat gegenüber dem ED 80 nur einen Vorteil: die Montierung kann auch eine EQ1 sein, also winzig sein. Für den ED 80 brauchst du mindestens eine SkyView oder EQ3. Wer sehr viel unterwegs ist auf Reisen (z.B. beruflich), der wird mit der zweiteiligen Kombi vielleicht besser fahren. Für zuhause jedoch ist der ED 80 bei weitem die schlauere Wahl. Wieso zwei Teleskope im Wechsel betreiben, wenn man zum selben Preis eines bekommen kann, daß beide ersetzt und dabei noch die schöneren Bilder liefert?

So long, Bino-Tom
 
Ich möchte allen für die Antworten danken....
Also ich wollte eigentlich sowas wie ein Reiseteleskop haben
das ich auch bei Flugreisen einfach mitnehmen kann.
Da niemand geschrieben hat "Finger weg ! Kauf dir was anderes"
denke ich mal dass das Teleskop für diese zwecke ganz gut geeignet ist.Vielleicht reicht die leistung ja schon aus
und ich bin zufrieden.Wenn nicht kann ich mir für den Heimeinsatz
später immer noch ein Dobson zulegen.

Ich will mir ja jetzt das Skywatcher Travelmax 102 Eq 2
zulegen.

Das Teleskop

Was für ein zubehör brauche ich da ?.Wenn ich unter Okulare schaue wird mir schwindelig.Was ist da gut und ausreichend
und was nicht ?. Mitgeliefert wird 10 und 25 mm.
Was für grössen sind da noch sinvoll ?.Mit oder ohne Barlow
linse ?

Es gibt ein Zoom Okular das mich reizen würde.8-24 mm
von Meade das würde dann den bereich von 162-54 facher
vergrösserung abdecken.Ideal oder doch nicht ?

Zoom Okular

Machen filter einen Sinn ?.Wenn ja dann welche ?

Muss man eigentlich für Fotos eine Spiegelreflexkamera
haben ?.Ich habe eine Canon A 590 kann man da was basteln.
Es ist eine normale Digicam mit festen Objektiv.


Mfg Thomas B.


 
Hi
wie gesagt, kann man machen. Aber schau genau auf die Dimensioneirungen, das esnoch handgepäcltauglich ist.
Müßtest dazu einen Pilotenkoffer haben, dann dürfte es gehen.

Dobson ist nicht gleich Dobson.
Schau Dir meinen 8" Reisedob an, der geht auch als Handgepäck ;) Nur Foto ist da nicht.

Foto geht mit Deiner Knipse nur als Okularprojektion. Dazu bräcuhtest einen entsprechenden Halter. Die Ergebnisse die ich erreichen konnte haben mir nicht gefallen. Daher würde ich eher abraten.
Okulare - was forderst Du an Eigenschaften?
Ich habe am Planeten mit dem Mak gerne Kasai Orthos genommen. Sind preiswert und dafür ok.

Zu allem auch den Okus etc findest was auf der HP .
CS
 
Hi Thomas

der MAK ist wie bereits geschrieben wurde, ein nettes Gerät, das viel Spass machen kann.
Nur wenn ich mir den Preis in Deinem Link anschaue - AUA.
Überleg Dir wirklich ob Du das Ganze nicht gebraucht kaufen willst.

Zum Thema Okulare - aufgrund des Öffnungsverhältnis ist der MAK eher unkritisch bezüglich der Okularwahl.
Hier hängt es einfach von Deinen Vorlieben und von Deinem Geldbeutel ab.
Die von Antares erwähnten Orthos sind sehr gut für die Planeten- und Mondbeobachtung geeignet, vielleicht macht Dir aber im mittleren Brennweitenbereich ein Okular mit mehr Gesichtsfeld auch Spass - ich verwende zum Bsp. ein 14mm Speers Waler, da passt bei mir der Mond gerade noch komplett rein.

Am Besten den Tipp von Sven beachten: schau Dich um Astro-Kollegen in Deiner Gegend um und fahr mit ihnen raus auf den Acker und probier einfach mal verschiedene Okulare aus.

Vom Brennweiten-Bereich her wirst Du sicher auch ein 32mm SP verwenden wollen, um ein "Übersichtsokular" zu haben - aber trotzden: am Besten mit Freunden ausprobieren.
Denn wer doppelt kauft, kauft teuer :-)


lg

Mathias
 
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