Relais Optik, Protuberanzenansatz

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MartinElsaesser

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Hallo

Für ein Selbstbauprojekt, ähnlich einem invertierten Protuberanzenansatz für die ganze Sonne brauche ich eine Relais-Optik, die ein ca 10-15mm großes Bild aus der primären Brennebene auf einen CCD-Chip projiziert. Dabei soll keine zusätzliche Vergrößerung erzielt werden. Die Optik vor der primären Brennebene ist ein normaler Refraktor mit ca f/10. Ist das eine Aufgabe für ein 1:1 Makroobjektiv oder tut es auch ein einfacher Achromat? Farbfehler sind nicht das Problem, da ja monochromatisch.

Ein Makroobjektiv hätte ja schon Fokussierung und Blende eingebaut.

Grüße, Martin
 
Hallo Martin,
Das einfachste und beste fürs Geld ist zwei Sucherobjektive die mit der 'Himmelsseite' zu einander stehen.
Bei einem Feld von 15 mm würde ich eine mindest brennweite nemen von etwa 200 mm.
Die Brennebene des ersten Objektives fällt zusammen mit der Brennebene des Hauptobjektives. Da dann ein paraller Bündel aus dem ersten Sucherobjektiv kommt und eingefangen wird vom zweiten Sucherobjektiv liegt die neue Brennebene im Brennpunkt des zweiten Sucherobjektiv. (Bei unterschiedliche Brennweiten kann man also eine Vergrößerung/Verkleinung erziehlen).

Aber Du brauchst auch noch eine Feldlinse die das Licht des Hauptobjektiv in die Relayanordnung (nicht Relais, das ist ein Elektroteil) projektiert. Das ist eine einfache Biconvexlinse die etwas ausserhalb der Brennebene des Haubptobjektiv lieft (z.B. 2 mm). Die Brennweite dieser Linse ist (wenn das Hauptobjektiv ein Refraktorobjektiv oder ein Newtonspiegel ist) 1/(1/f1+1/f2) wobei f1 die Brennweite ist des Hauptobjektivs und f2 des ersten (in Richtung des Strahlenverlaufs) Sucherobjektives.

Wenn es eine Cassegrainanordnung is muß man die Austrittspupille der Cassegrainanordnung in obige Formel als f1 benutzt werden.

Gruß,
Harrie
 
Relay Optik, Wozu die Feldlinse

Hallo Harrie,

Danke für den Vorschlag, die Bauweise mit den beiden Sucherobjektiven leuchtet mir ein.

Die Funktion/Notwendigkeit der vorgeschlagenen Feldlinse sehe ich gar nicht. Wozu dient diese Linse hier? Warum muss sie etwas in die Relayoptik projezieren? (Für meine Aufgabe brauche ich keine Irisblende, um die Streuung an den Rändern des Hauptobjektivs in den Griff zu bekommen.)

Frohe Grüße, Martin
 
Re: Relay Optik, Wozu die Feldlinse

Hallo Martin,

Die Feldlinse sorgt dafür das die Austrittspuppille des Teleskops (ist die Stelle wo weitere Optik das Licht herkommen 'sieht') abgebildet wirdt in der Relayoptik und damit keine Lichtinformation (nicht Bildinformation) verloren geht. Du kannst es vergleichen mit einem Condensor in einem Dia- ode Filmprojektor oder Vergrößerungsgerät. Auch werden Feldlinsen angewandt in den optischen Aufbau von den Periskope bei U-bote.

Gruß,
Harrie
 
Re: Relay Optik, Wozu die Feldlinse

Hallo Harrie,

Das Bild, welches ich mit der Relay-Optik abbilden will, wird ja von einer nicht sonderlich lichtstarken primär-Optik (wohl f/15) erzeugt.

Damit divergieren die Lichtbündel, welche vom "Motiv" der Relay-Optik kommen nur recht wenig und auch eine kleine Optik sollte das ganze Lichtbündel erfassen können.

Nochmal danke für deine Hinweise.

Grüße, Martin
 
Re: Relay Optik, Wozu die Feldlinse

Hallo Martin,

Versuchs halt und wenn Du zufrieden bist, ist die Welt in Ordnung.

Gruß, Harrie
 
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