Neuge
Aktives Mitglied
Hallo Leute.
Ich hatte es schon im anderen Forum gepostet. Ich hoffe ihr seid mir deswegen nicht böse.
Vielleicht liest ja da drüben jemand nicht mit. Ansonsten bitte einfach ignorieren.
Vor ein paar Jahren fand ich den Celestron Skyscout irgendwie ein super Teil. Klar inzwischen gibts Handyapps, die das irgendwie viel besser können, aber so ein Gerät hat schon seinen Charm.
Dass die Teile seit 2019 nicht mehr korrekt funktionieren, hatte ich schnell erhaus gefunden. Schuld ist der GPS Week Rollover. Im GPS System werden die Wochen ab einem bestimmten Datum gezählt. Der Maximale Wert ist 1024 Wochen, was die meisten Geräte dann nach knapp 20 Jahren ( genau 19.7 ) zu Elektroschrott werden lässt. Manche Hersteller geben da noch Updates heraus, Celestron hatte sich aber dagegen entschieden.
Nun war meine erste Idee, den internen GPS Empfänger einfach gegen etwas aktuelles auszutauschen. Dass kann ja nicht schwer sein bei dem Angebot. Leider weit gefehlt. Der Hersteller hat sich damals für einen SIRF Chipsatz entschieden. Dieser beherrschte das Motorola OnCore Format und nicht wie heute üblich NMEA. Dazu gibt es so gut wie keine Dokumentation im Netz und es ist ein BinaryFormat, was die Sache nicht einfacher macht.
Ich hatte dann mit einem ESP32 ( Mikrocontroller ) versucht das Format irgendwie zu emulieren, oder wenigstens als "man in the middle" die Datumsangaben zu korregieren. Da Celestron aber nicht die üblichen @@Hx Strings verwendet, sondern @@Pb und @@Ox, war guter Rat teuer. So würde es also nicht klappen und die Ersatzempfänger welche dieses Format noch können, sind viel zu teuer und zu groß.
Bei der weiteren Suche bin ich auf die interen Debug UART gestoßen. Das sind 3 Kleine Testpunkte in der Nähe der CPU.

Hier spuckt der SkyScout alles aus, was er so treibt. Und es gibt die Möglichkeit ihm Befehle zu senden.
So war die Idee geboren einfach zu warten bis er das falsche Datumsformat vom GPS bekommt, dieses mit einem Befehl auszulesen, neu zu berechnen und dann korrigiert in den Speicher zurück zu schreiben.
Das funktioniert zu meinem Erstaunen sogar sehr gut. Bei jedem Mal Aktualisieren der GPS Daten, wird dieser Vorgang wiederholt.
So sieht die Anzeige ohne die Änderung aus:

Und so nach dem Eingriff:

Natürlich musste ich mir in Meiner Bastelbude etwas einfallen lassen wegen dem GPS Empfang.
Da halt nur die Antenne nach draußen zu verlegen.

Nach ca 20 Sekunden scheint auch der veraltete GPS Empfänger weider Land zu sehen:


Dabei ist mir aber auch aufgefallen, dass die Konstrukteure nicht sehr sauber gearbeitet haben.
Die Originalantenne ist nur am Mittelleiter angeschlossen. Die Massefläche an der Unterseite, haben sie völlig außer Acht gelassen. Diese ist aber für einen guten Empfang und die Resonanz der Antenne essentiell.

Man hat einfach ein doppelseitiges Klebeband verwendet, was natürlich nicht leitet. Beim Wiedereinbau werde ich deshalb auch diese Masse mit verbinden. Dann klappts sicher auch mit der Empfindlichkeit.
Der Außentest muss leider noch auf sich warten lassen. Das Wetter ist hier in Halle seit Wochen eine Katastrophe.
Wenn das Projekt aber auf Interesse stößt, veröffentliche ich das natürlich. Dann kanns jeder nachbauen oder verbessern.
Tino
Ich hatte es schon im anderen Forum gepostet. Ich hoffe ihr seid mir deswegen nicht böse.
Vielleicht liest ja da drüben jemand nicht mit. Ansonsten bitte einfach ignorieren.
Vor ein paar Jahren fand ich den Celestron Skyscout irgendwie ein super Teil. Klar inzwischen gibts Handyapps, die das irgendwie viel besser können, aber so ein Gerät hat schon seinen Charm.
Dass die Teile seit 2019 nicht mehr korrekt funktionieren, hatte ich schnell erhaus gefunden. Schuld ist der GPS Week Rollover. Im GPS System werden die Wochen ab einem bestimmten Datum gezählt. Der Maximale Wert ist 1024 Wochen, was die meisten Geräte dann nach knapp 20 Jahren ( genau 19.7 ) zu Elektroschrott werden lässt. Manche Hersteller geben da noch Updates heraus, Celestron hatte sich aber dagegen entschieden.
Nun war meine erste Idee, den internen GPS Empfänger einfach gegen etwas aktuelles auszutauschen. Dass kann ja nicht schwer sein bei dem Angebot. Leider weit gefehlt. Der Hersteller hat sich damals für einen SIRF Chipsatz entschieden. Dieser beherrschte das Motorola OnCore Format und nicht wie heute üblich NMEA. Dazu gibt es so gut wie keine Dokumentation im Netz und es ist ein BinaryFormat, was die Sache nicht einfacher macht.
Ich hatte dann mit einem ESP32 ( Mikrocontroller ) versucht das Format irgendwie zu emulieren, oder wenigstens als "man in the middle" die Datumsangaben zu korregieren. Da Celestron aber nicht die üblichen @@Hx Strings verwendet, sondern @@Pb und @@Ox, war guter Rat teuer. So würde es also nicht klappen und die Ersatzempfänger welche dieses Format noch können, sind viel zu teuer und zu groß.
Bei der weiteren Suche bin ich auf die interen Debug UART gestoßen. Das sind 3 Kleine Testpunkte in der Nähe der CPU.

Hier spuckt der SkyScout alles aus, was er so treibt. Und es gibt die Möglichkeit ihm Befehle zu senden.
So war die Idee geboren einfach zu warten bis er das falsche Datumsformat vom GPS bekommt, dieses mit einem Befehl auszulesen, neu zu berechnen und dann korrigiert in den Speicher zurück zu schreiben.
Das funktioniert zu meinem Erstaunen sogar sehr gut. Bei jedem Mal Aktualisieren der GPS Daten, wird dieser Vorgang wiederholt.
So sieht die Anzeige ohne die Änderung aus:

Und so nach dem Eingriff:

Natürlich musste ich mir in Meiner Bastelbude etwas einfallen lassen wegen dem GPS Empfang.
Da halt nur die Antenne nach draußen zu verlegen.

Nach ca 20 Sekunden scheint auch der veraltete GPS Empfänger weider Land zu sehen:


Dabei ist mir aber auch aufgefallen, dass die Konstrukteure nicht sehr sauber gearbeitet haben.
Die Originalantenne ist nur am Mittelleiter angeschlossen. Die Massefläche an der Unterseite, haben sie völlig außer Acht gelassen. Diese ist aber für einen guten Empfang und die Resonanz der Antenne essentiell.

Man hat einfach ein doppelseitiges Klebeband verwendet, was natürlich nicht leitet. Beim Wiedereinbau werde ich deshalb auch diese Masse mit verbinden. Dann klappts sicher auch mit der Empfindlichkeit.
Der Außentest muss leider noch auf sich warten lassen. Das Wetter ist hier in Halle seit Wochen eine Katastrophe.
Wenn das Projekt aber auf Interesse stößt, veröffentliche ich das natürlich. Dann kanns jeder nachbauen oder verbessern.
Tino
