Rockerbox GSO1080

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sternengucker

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Hallo zusammen,

ich finde die Rockerbox des GSO1080 ziemlich klobig, soll heissen, sie hat eine große Bodenplatte.

1. Um Gewicht und Raum zu sparen, möchte ich sie verkleinern, und zwar möchte ich sie dort absägen, wo der Aufbau oben drauf aufhört. Also quasi gleich neben den Brettern, die die Höhenräder halten. Und vorne und hinten genauso. Versteht das jemand?

Entsprechend würde ich dann den unteren Teil der Box, das dreieckige Teil, absägen.

Könnte das Probleme mit sich bringen? Das kreisrunde Rollenlager ist ja eh viel kleiner, und wenn ich die Teile absäge, ist immer noch genügend Platz dafür.

Kann mir jemand einen Tipp geben?

2. Wenn ich größere Höhenräder an den Tubus mache, muß ich an der Box die Ausschnitte größer machen. Aber was ist dann mit den Federn? Brauchts die dann gar nicht mehr, oder muss ich längere nehmen?
 
Hallo sternengucker,

wenn das Azimutlager so klein ist, daß es in das verbleibende Quadrat passt, dann kannst Du den Boden der Box absägen.

Wenn Du das Unterteil auch absägst, dann kann's passieren, daß Dir das Teil beim Schwenken umfällt, weil der Hebel zu groß ist. Du müßtest dann wohl auch die Füße nach innen versetzen - das kannst Du ja 'mal machen und testen, ob's funzt. Wenn nicht, müssen die Füße halt wieder an die ursprüngliche Position.

Wenn Du größere Höhenräder nimmst, wird der Hebel kleiner und somit das Lager schwergängiger; die Federn sind dann (normalerweise) überflüssig, das hängt aber von der Geometrie und den Lagermaterialien ab. Eine Rolle spielt auch noch, wieviel Gewicht das Lager beim Okularwechsel ausgleichen soll, also: willst Du z.B. daß sich der Tubus beim Wechsel von einem 50g Plössl auf ein 1kg Bino auch in der Waagerechten nicht bewegt, muß die Reibung entsprechend hoch sein. Evtl. kannst Du für diesen Fall auch eine Klemmung vorsehen.

Noch eins: Statt an einer zusammengebauten Rockerbox rumzusägen würde ich gleich eine neue bauen: die 5 Multiplex-Bretter kosten nicht die Welt und die Kiste wird deutlich stabiler werden.

Gruß
Stefan
 
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Hallo Stefan,

danke für die Infos!

Du hast recht mit der neuen Box, das könnte ich in Angriff nehmen.

Theoretisch kann es also sein, daß sich der Tubus mit größeren Rädern (ca. 30cm) ohne Federn hoch oder runter bewegt, richtig? Es könnte aber auch sein, daß es "von selbst" hält?

Dann heißt es also einfach: ausprobieren!

Ach ja, du schreibst, das Lager wird schwergängiger, wird es dadurch auch ruckeliger, oder gibt es trotzdem eine feine Bewegung ohne Losbrechmoment?
 
Hallo nochmal,

Ach ja, du schreibst, das Lager wird schwergängiger, wird es dadurch auch ruckeliger,
Ob ruckelig oder nicht hängt von den Lagermaterialien ab; bewährt hat sich die Kombination von Teflon und Ebony. Es gibt aber auch andere Materialien: statt dem Ebony kann man z.B. eine andere, möglichst rauhe Arbeitsplattenbeschichtung oder strukturiertes Alublech oder auch Gurtband nehmen. Bei diesen Materialkombinationen ist die Haftreibung ungefähr so groß wie die Gleitreibung, deshalb gibt's kein Ruckeln beim Anfahren.
Ein 30" Dobs ist schwergängiger, als ein 8"; er läßt sich aber genauso präzise und ruckelfrei bewegen, man muß halt nur mehr Kraft aufwenden.

Die Gängigkeit des Azimutlagers läßt sich auch noch über die Lage der Teflon-Pads einstellen: befinden die sich weiter "innen", sind sie also näher zusammen, dann geht es leichter, als wenn die Pads weiter "außen" und oben liegen und das Höhenrad mehr einklemmen. Der "Kriege/Berry" empfiehlt einen Winkel von 70grad zwischen den Pads und dem Mittelpunkt der Höhenräder, geht aber von größeren Höhenrädern aus, als Du planst.

Wichtig ist auch die Steifigkeit der gesamten Konstruktion: wenn die Rockerbox wacklig aufgebaut ist, nützt einem das beste Lagermaterial nix, dann stellt man ein Objekt ein und wenn man den Tubus losläßt biegt sich das ganze wieder ein Stück zurück und das Objekt fliegt aus dem Gesichtsfeld.

Gruß
Stefan
 
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