Hallo Leidensgenossen,
Noch ein paar Sachen ueber das BVC Material. Das BVC ist durchsichtig, wie getoendes Glas.Gegen das Licht sieht man die verschiedene Lagen aus den der Rohling besteht.Die erste Lage ist laut Andre 6mm dick,das heisst das die unvermeidlichen (Luft)Blasen die man sieht,6mm unter der oberflaeche sind.Bei "normalen" Spiegeln kein Problem.
Das "Ausdehnungskoeffizient" des BVC Materials ist meiner Meinung und Erfahrung sehr gering, die Messungen unmidelbar nach dem Korrigieren und 10 Stunden spaeter haben nur geringe abweichungen gezeigt.Z.B. (0-0,60mm-1,20mm-2,10mm.)nach 10 Stunden (0-0,65mm-1,25mm-2,15mm).Bin mir nicht ganz sicher ob der erste Wert nach dem Polieren gemessen wurde oder der zweite!Werde es mal nachpruefen.
Die Befuerchtung dass der Spiegel bei Temperatur unterschiede sich teilen koennte in seine Einzelscheiben habe ich nicht,es ist meiner kenntniss noch nicht passiert.Andre Taillon hat mir gesagt dass bei Rohlinge bis 10",die Einschluesse von Blasen gering sind und kein negative Auswirkung haben auf den Spiegel.Bei grosse Rohlinge hat er manschmal Probleme,da die Verarbeitung im Ofen anders vorsich geht.Die kleine Scheiben werden flach gelagert und verschmolzen,die grossen Rohlinge werden auf einer Form mit Kruemmung verschmolzen,und das ist komplizierter,weil die duenne Scheiben sich nicht so gleichmaessig durchbiegen bei dem erreichen des "Softpunktes".Die misslungenen Rohlinge verkauft er nicht,hat er mir gesagt.Falls jemanden Erfahrungen hat mit dem BVC oder mit ASM,bitte nicht zoegern und melden.
Die Oberflaeche des BVC Spiegel sieht "Edel" aus,die Qualitaet der Oberflaeche nach dem Polieren mit Opaline ist so Glatt dass mit dem Foucault test mit Lichtspalt von 60uM,kein Primaer Ripple zu sehen ist.
Zwei Nachteile hat das BVC Material.
1- Es ist nicht Durchsichtig wie Normale Glas,daher ist es nicht moeglich den Kontakt der Pechhaut von oben zu verfolgen beim Pressen.Ich giesse die Pechhaut mit einer Silikon Form von "Chris Plicht" oder mit einer "Autofussmatte",direkt auf dem Spiegel,daher ist das Pressen einfach und schnell erledigt.
2-Das BVC ist "Weicher" als normales Pyrex,Borofloat oder andere Duran,Zerodur,Sittal usw.Das geht flott beim bearbeiten und Polieren,aber die empfindligkeit fuer Kratzer ist wesentlich groesser.Ich bin einmal zurueck vom Polieren zum Feinschliff gegangen,wegen eines Kratzers.Nach gruendlicher reinigung des Arbeitsplatzes gab es keine Tiefe Kratzer mehr,aber ab und zu feine "Haar-Kratzer" die aber beim Polieren wieder verschwanden.Das Problem schien zu sein,das ich immer den Spiegel auf den Tisch legte,dann Poliermittel mit dem Pinzel drauf,dann das poliertool obendrauf und pressen.In einem Buch stand ein hinweiss auf die vermeidung von "Sleeks".Erst den spiegel mit Lauwarmen Wasser(35 Grad) kurz abspuelen,dann das poliertool ebenfalls kurz abspuelen,dann aufeinander pressen ca.5mn,dann die Scheiben leicht dezentrieren und das poliermittel mit dem Pizel autragen,leichte bewegungen machen um das Poliermittel verteilen und polieren.Vielleicht ein Zufall aber bei mir hat es geklappt.
Wegen der Weichheit des BVC ist das Risiko einer Abgesunkene Kannte hoeher als mit andere glaeser.
So das war's mal.
Bei Fragen bitte melden.
Gruss
Eddy