Ich erkläre mal kurz, wie wir so etwas herstellen <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/smile.gif" alt="" />.
Zuerst wird mit einer normalen Oberfräse und Zirkelanschlag
eine Schablone aus dünnem Material gefräst.
Die geraden "Ecken" werden vom Ring abgesägt.
Alle Rundungen werden angefeilt und angeschliffen.
Auf diese Schablone wird nun ein etwas größer ausgeschnittenes
Multiplex-Stück geschraubt oder mit speziellen Klemmen befestigt.
Nun wird an der Tischfräse mit einem Falzkopf (D 120mm) und Anlaufring (1:1)
die Schablone am Anlaufring entlanggeführt, und der Falzkopf
(ein "gerader" Fräskopf) nimmt vom Originalteil alles weg,
was über die Schablone hinaussteht.
So kann man 4 absolut identische Stücke herstellen.
Nun werden alle Kanten mit einem 3mm-Radienfräser abgerundet.
Nachdem alles vorgebohrt und sauber geschliffen ist, kommt die
Oberflächenbehandlung mit Öl/Wachs oder s.g. Plastiklack.
Mit den geraden Brettchen wird nun alles verschraubt und verleimt.
Die Verleimstellen wurden vor der Oberflächenbehandlung abgeklebt.
Ob man sich als Heimwerker zutraut, 40mm Multiplex mit einer
kleinen Oberfräse direkt zu bearbeiten, ist eine Frage der
Erfahrung.
Hartmetallbestückte Fräser sind aber unbedingt nötig, da
"normale" Fräser bei dem in den Schichten wechselnden Lang- und
Kopfholz sofort aufgeben.
Aber selbst Hartmetall zeigt bei der geringen Schnittgeschwindigkeit
(nicht U/min !) mehr den Trend, sich durch´s Material zu "brennen".
Nach Möglichkeit also mit der Tischfräse und Schablone.
Man kann die Teile natürlich auch ausschneiden.
(Wird nicht so sauber und gleichmäßig)
Ein Stichsägeblatt verläuft bei 40mm Materialstärke immer etwas.
Es schneidet teilweise "schräg".
Mit einer vernünftigen Bandsäge und dünnem Blatt geht es
schon deutlich besser.
Die Schleifarbeiten danach sind aber gerade bei Multiplex nicht
wirklich angenehm <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />.
Bei weiteren Fragen helfe ich gerne.
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Dirk
mohlitz@t-online.de