Rolldachhütte - duale Nutzung?

astro-phil

Neues Mitglied
Hallo liebe Astro-Freunde,

ich darf mich als stiller Mitleser vieler eurer interessanten und spannenden Themen nun auch mit einer Frage/Bitte vorstellen!
Ich bin Phil, komme aus Österreich und bin seit Kindestagen vom Universum/Kosmos fasziniert und seit ungefähr 1 Jahr blutiger Einsteiger in die Astrofotografie! Equipment siehe unten.

Wie auch schon in vielen eurer Beiträge festgehalten, ärgert mich dass dauernde auf/abbauen, Strom versorgen, einnorden, fokussieren, … des Equipments und wenn ich dann endlich fertig bin; … bummm … Wolken!
Daher geht’s nun daran im nächsten Frühjahr eine eigene Rolldachhütte im Garten (3,5 x 3,5m) zu errichten!
Hier im Forum gibt es schon viele hilfreiche Beiträge und ich hab mir schon so einiges zusammengereimt. Großes DANKE dafür!

ABER zur Frage:
Gibt’s bei euch jemanden der die 50% der Rolldachhütte, welche bei geschlossener Sternwarte eigentlich ungenützt sind, als „normalen“ Garten/Geräteschuppen nutzt?

Die Baugenehmigung meiner Frau gibts nämlich nur, wenn ich dafür eine praxistaugliche Lösung finde (und nicht als Beobachtungsraum nutze)! ?
Insbesondere die Dachführung bzw. Wasserableitung bzw. Ideen dazu würden mich im Detail interessieren!

Danke für eure Unterstützung.

cs astro-phil
 
Hallo Phil,

Ich hab einfach WPC Dielen unter die Ausläufer gesetzt. Dazwischen spanne ich Sonnensegel und im Sommer kommen dann die Lounge Möbel dazu :cool:

Leider hab ich Dussel wohl kein Sommer Foto gemacht…

Da meine Hütte relativ klein ist, funktioniert das auch nur mit Couch. Auf der Balkeninnenseite ritzen wir die Anzahl von „Kopf gestossen“ ein.

IMG_6324.jpeg


Ein Foto von der Regenrinne samt Wassertonne reiche ich nach!
 
Moin Phil,

Angebote an die bessere Hälfte scheinen eine Vorbedingung zu sein.
Wäscheleinen und Speicherplatz für die Gartenmöbel im Inneren waren bei mir unschlagbare Argumente.
Sichtschutz von der Straße ist auch hilfreich.

Viel Erfolg!

Manfred
 

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Hey!
Danke für die raschen Rückmeldungen, dass sind schon echt coole Möglichkeiten!

Ich hatte dann doch an eine fixe Überdachung des Bereichs gedacht, und das Rolldach dann "irgendwie" drüberschieben?
Für z.B. (trockene) Holzlagerung, Rasenmäher, Werkzeug, Pflanzen einwintern, ...

Gibt's dazu vielleicht auch noch Umsetzungsvorschläge?
Danke

cs astro-phil
 
Es ist vielleicht eine blöde Frage, aber hat jemand von Euch schon mal darüber nachgedacht, so etwas 1 1/2 oder 2 - geschössig zu machen, oder eine Kuppel auf die Hütte zu packen? So könnte man im unteren Bereich das Gartenhaus nennen, nur die Säule steht dann vielleicht im Weg und oben geht es dann ab! Zumindestens für die Astrofotografie wäre das ja machbar.

Viele Grüße,

Günther
 
Kann man sicher machen, aber baurechtlich wird es dann nervig, da man über die in fast allen Bundesländern freien 3m Höhe hinauskommt.
Bei mir wird es wohl ein Doppel werden, Sternwarte und Poolhaus für die Holde ... Für eine Dachöffnung ohne Überstand tüflte ich gerade noch.

CS, Ralf
 
Hallo Ralf,

Das mit den 3 Metern kannte ich noch nicht. Ich habe mal kurz nachgesehen, da steht was von "mittlerer Wandhöhe", zählt das Dach extra?

Vielen Dank und viele Grüße,

Günther
 
Das Dach zählt, je nach Gestaltung, zu 1/3 seiner Höhe bis vollständig dazu.

Spannender ist die Rückmeldung meines zuständigen Baureferats, dass auch Flächen, die vorübergehend überdacht sind als überdacht und damit bebaut gelten.
 
Ein Gartenhaus mit Sternwarte, Gartenabteil und Sauna (für die vielen Schlechtwetter-Tage) ... :cool:
Das hat die Baugenehmigung ganz wesentlich erleichtert!

Bild

cs
Andreas
Hallo Andreas,

perfekt, wunderbar, unglaublich cool!

Hast du das Prachtstück in Eigenregie gebaut oder warst du auf professionelle/gewerbliche Umsetzung angewiesen? Gibt’s da eventuell Pläne (Bodenplatte, Holzkonstruktion, Dach, Schienenführung, …), welche du auch teilen würdest/dürftest?
1000 DANK, schon allein für das Foto, dass bestärkt mich in meinen Umsetzungsgedanken! ?

cs astro-phil
 
Hallo Phil,

aufgrund der Größe des Gartenhauses und Nähe zu einem Nachbargrundstück musste der Bauplan, mit Zustimmung der Grundstücknachbarn, bei der Gemeinde eingereicht werden und wurde formal genehmigt, Bauverhandlung war aber nicht erforderlich.
Ich habe das Gartenhaus und die Mechanik für das Schiebedach selbst entworfen, der Einreichplan wurde von der ausführenden Holzbaufirma erstellt.
Die Säule mit einem entsprechenden Fundamentkörper, entkoppelt von der Bodenplatte, wurde im Zuge einer ohnehin erforderlichen Bautätigkeit mitgemacht.
Die Dach-Laufbahnen und -Laufwerke wurden von einer befreundeten Schlosserei angefertigt.
Das Schiebedach und die Laufwerke sind wegen der hier möglichen hohen Schneelast relativ massiv ausgeführt (das Schiebedach wiegt etwa 400 kg).

Die Mitbenutzung mit Gartenabteil und Sauna erfordert in der Sternwarte einen Zwischenboden (siehe Skizze), um keinen zu hohen Horizont durch die Seitenwände zu haben. Unter dem Zwischenboden befindet sich ein Stauraum für Schubkarre, Rasenmäher, etc. (siehe Bild oben mit den Schiebetüren unterhalb der Sternwarte). In die Sternwarte gelangt man über eine innen liegende Treppe, die mit einem begehbaren Deckel aus Sicherheitsgründen abgedeckt werden kann.
Auf Seite der Türen befindet sich inzwischen eine Terrasse mit stufenfreiem Zugang zu den Türen.
Das Gartenhaus ist zugleich auch Sicht- und Lärmschutz für diese Terrasse. Eine Markise am Gartenhaus liefert den Sonnenschutz :).

Das Dach schiebt nach Norden auf. Das gesamte Gebäude inklusive Trennwände ist (bis auf ein Stück Brandschutzwand) als Ständerkonstruktion, außen mit Lärche, innen mit Fichte bzw. Zirbe verbrettert. Die Zwischenräume und das Dach (auch Schiebedach) sind mit Isoliermaterial gefüllt.
Das "Wohnklima" ist dadurch sehr angenehm und im Sommer nehmen die Instrumente nicht die (hohe) Tages-Außentemperatur an.
Obwohl das Schiebedach trotz des Gewichts relativ leichtgängig ist, habe ich einen Garagentorantrieb zum fremdkraftbetätigten Öffnen und Schließen verbaut.

Der Nachteil der geschlossenen Dachfläche unterhalb der im Freien liegenden Schiebedach-Laufbahnen: bei großer Schneemenge muss ich die Laufbahnen freischaufeln. Niedrigere Schneehöhen werden vom Schiebedach mit kleinen angebauten Schiebern weggeschoben. Der Garagentorantrieb (soweit er ins Freie ragt) und die Laufbahnen können mit eingelegter elektrischer Widerstandsheizung ("Rohrheizung") abgetaut werden, so dass auch im Winter normalerweise keine Einschränkung der Funktion gegeben ist.

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cs
Andreas
 
Hallo Andreas,

nochmal, ….einfach nur WOOOOOW…..; echt eine der besten und durchdachtesten Konstruktion die ich bisher beim Recherchieren gefunden habe!
Ein Prachtstück. :cool:
Für ein paar Detailfragen würde ich dich per PN belästigen; Ok?

cs Phil
 
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