MajorTom
Aktives Mitglied
Hallo Gemeinde,
in diesem Thread hatte ich um Tips für ein Stativ mit folgenden Anforderungen gebeten:
-mindestens 5 kg Tragkraft
-Packmaß / Gewicht nebensächlich
-kein Holzstativ
-kein Kinokopf
Gelandet bin ich beim Rollei Videostativ 22722.
Hier stelle ich es vor - vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
Es kommt in einer stabilen, ordentlich gepolsterten Reißverschlußtasche (Cordura?) L/B/H 95/15/15cm mit
Klett-Tragegriff, ein Schultergurt liegt bei.
Als ich die Tasche zuerst in die Hand nahm dachte ich 'das ist aber schlecht austariert' weil sie total nach
einer Seite hing. Stativ raus, umgedreht und siehe da: perfekt ausbalanciert.
Was ist alles dabei?
Kinokopf vormontiert
2 Schnellwechselplatten; einmal normale Fotoschraube, einmal eine deutlich größere (für schwerere Videokameras?)
Hebelarm für Kinokopf
Bedienungsanleitung und Inbusschlüssel
Clever gelöst finde ich die Transportsicherung. Allerdings ist der Kunststoff der Sicherungsklammern bei Kälte
sicher mit Vorsicht zu genießen.
Die Feststellknöpfe sind groß, gut zu bedienen (auch mit Handschuhen) und ordentlich festzubrummen.
In der untersten Einstellung ist Oberkante Feststellplatte auf 84 cm. (Sorry für das pixelige Bild)
Ist das doppelte Beinpaar ausgefahren kommt man bei 1, 35m raus. Dann macht die Fuhre noch immer einen
ziemlich stabilen Eindruck.
Zieht man auch noch die einzelnen Beine aus sind es 1,84m aber da wirkte es auf mich schon ziemlich wackelig.
Bei Windstille vermutlich ok aber mehr auch nicht.
Den Kinokopf wollte ich eigentlich nicht und habe ihn gleich mal abgenommen.
Er hat mich aber überzeugt: da ist wirklich Fleisch am Knochen! Sind alle Schrauben arretiert wackelt nix.
'Fluidneiger' bedeutet dass man immer gegen einen gewissen Widerstand arbeiten muß (pan und tilt).
Außerdem will der Kopf bei halbwegs loser Neigungsarretierung in eine 15° aufwärts Position zurück.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Nachtaufnahmen erst mal gar nix. Arretierungen anziehen und feddich.
Interessant wird's am Tage: da kriegt man mit ein bißchen Übung bestimmt butterweiche Schwenks hin.
Weiteres Argument den Kopf zu behalten ist die enthaltene Libelle.
Mein Fazit bisher: für 50 Öcken habe ich für meine Zwecke was richtig Ordentliches. Betrachte ich Qualität
von Oberfläche, Arretierung und Material ist der Preis eigentlich obszön.
4 kg sind nun wirklich nicht leicht und 95cm alles andere als flugreisetauglich - das spielt für mich aber keine Rolle.
Mein Vorurteil gegenüber Kinoköpfen basierte auf nem Bilora Action Line Top 265 - da liegen
im Vergleich zum Rolleikopf Welten zwischen!
Als Kritikpunkt sehe ich im Moment nur die Mittelspinne: im Auslieferungszustand traute ich mir auf keinen Fall da
ein Stabilisierungsgewicht dranzuhängen. Sie würde nach unten durchknicken.
Mir schwebt folgende Lösung vor: ich werde ihr Spiel nach unten mittels einer Schnur mit Schiebeknoten
begrenzen.
Soweit bisher, Feldtest steht noch aus.
Leider ist mein Wolkenschieber gerade zur Reparatur also heißt es warten.
in diesem Thread hatte ich um Tips für ein Stativ mit folgenden Anforderungen gebeten:
-mindestens 5 kg Tragkraft
-Packmaß / Gewicht nebensächlich
-kein Holzstativ
-kein Kinokopf
Gelandet bin ich beim Rollei Videostativ 22722.
Hier stelle ich es vor - vielleicht hilft es dem einen oder anderen.
Es kommt in einer stabilen, ordentlich gepolsterten Reißverschlußtasche (Cordura?) L/B/H 95/15/15cm mit
Klett-Tragegriff, ein Schultergurt liegt bei.
Als ich die Tasche zuerst in die Hand nahm dachte ich 'das ist aber schlecht austariert' weil sie total nach
einer Seite hing. Stativ raus, umgedreht und siehe da: perfekt ausbalanciert.
Was ist alles dabei?
Kinokopf vormontiert
2 Schnellwechselplatten; einmal normale Fotoschraube, einmal eine deutlich größere (für schwerere Videokameras?)
Hebelarm für Kinokopf
Bedienungsanleitung und Inbusschlüssel
Clever gelöst finde ich die Transportsicherung. Allerdings ist der Kunststoff der Sicherungsklammern bei Kälte
sicher mit Vorsicht zu genießen.
Die Feststellknöpfe sind groß, gut zu bedienen (auch mit Handschuhen) und ordentlich festzubrummen.
In der untersten Einstellung ist Oberkante Feststellplatte auf 84 cm. (Sorry für das pixelige Bild)
Ist das doppelte Beinpaar ausgefahren kommt man bei 1, 35m raus. Dann macht die Fuhre noch immer einen
ziemlich stabilen Eindruck.
Zieht man auch noch die einzelnen Beine aus sind es 1,84m aber da wirkte es auf mich schon ziemlich wackelig.
Bei Windstille vermutlich ok aber mehr auch nicht.
Den Kinokopf wollte ich eigentlich nicht und habe ihn gleich mal abgenommen.
Er hat mich aber überzeugt: da ist wirklich Fleisch am Knochen! Sind alle Schrauben arretiert wackelt nix.
'Fluidneiger' bedeutet dass man immer gegen einen gewissen Widerstand arbeiten muß (pan und tilt).
Außerdem will der Kopf bei halbwegs loser Neigungsarretierung in eine 15° aufwärts Position zurück.
Was bedeutet das in der Praxis?
Für Nachtaufnahmen erst mal gar nix. Arretierungen anziehen und feddich.
Interessant wird's am Tage: da kriegt man mit ein bißchen Übung bestimmt butterweiche Schwenks hin.
Weiteres Argument den Kopf zu behalten ist die enthaltene Libelle.
Mein Fazit bisher: für 50 Öcken habe ich für meine Zwecke was richtig Ordentliches. Betrachte ich Qualität
von Oberfläche, Arretierung und Material ist der Preis eigentlich obszön.
4 kg sind nun wirklich nicht leicht und 95cm alles andere als flugreisetauglich - das spielt für mich aber keine Rolle.
Mein Vorurteil gegenüber Kinoköpfen basierte auf nem Bilora Action Line Top 265 - da liegen
im Vergleich zum Rolleikopf Welten zwischen!
Als Kritikpunkt sehe ich im Moment nur die Mittelspinne: im Auslieferungszustand traute ich mir auf keinen Fall da
ein Stabilisierungsgewicht dranzuhängen. Sie würde nach unten durchknicken.
Mir schwebt folgende Lösung vor: ich werde ihr Spiel nach unten mittels einer Schnur mit Schiebeknoten
begrenzen.
Soweit bisher, Feldtest steht noch aus.
Leider ist mein Wolkenschieber gerade zur Reparatur also heißt es warten.