StKorth_privat
Aktives Mitglied
Nein, an irgendeinem „Zoch“ war ich dieses Jahr nicht, brauch ich nicht, will ich nicht (mehr)… ?
Aber dafür konnte sich im heimischen Garten endlich wieder einmal mein 12“-GSO-Dobson austoben – und das bei unerwartetem Bortle 4-5-Himmel!
Messier 34
Sehr schöner Starter heute Abend bei 48x und 68x. Normal ist der Hintergrund im unbefilterten 31mm-Nagler zu hell in Osterath, aber bei der heutigen Transparenz passt es. Ca. 40 Sterne 8 – 13 Größe, schwer zu sagen, was da zum Haufen gehört und was nicht – aber es gibt etliche auffällige Doppelsterne, die noch einmal einen separaten Besuch rechtfertigen. Mir fällt hier kein rötlicher Stern auf, alles weißlich.
NGC 1122 oder 1123
Ja, was denn nun? Welche NGC-Nummer gilt? Uranometria 2000.0 und interstellarum weichen da voneinander ab. Lösung: Beides geht, das Teil ist halt zwei Mal entdeckt worden und unterschiedlich katalogisiert worden. Ovales, kaum zum Zentrum hin helleres Wölkchen, nur indirekt sichtbar, aber sicher erkannt, gute Orientierungssterne anbei (214x)
NGC 1265
Der klare Himmel macht mich mutig – auf in den Perseus-Galaxienhaufen! NGC 1265 ist der Einstieg beim Starhopping – kann aber nur indirekt ausgemacht werden. Immer wieder schön zu sehen ist ein Feldstern gut 14. Größe, der da wie eine Supernova steht (214x). Schwieriges Objekt, da relativ diffus.
NGC 1275
Das Flaggschiff des Galaxienhaufens, immerhin 240 Mio. Lichtjahre entfernt! Beim ersten Hinsehen klappt es durch die vielen Feldsterne im Okular nur per indirektem Sehen, aber mit etwas Geduld und ein paar Mal Durchatmen kommt dann die Galaxie gut ins Okular. Bei 214x kann sie auch direkt erspäht werden – formloser rundlicher Schimmer, keine weitere Struktur.
NGC 1278
Mit NGC 1275 und NGC 1272 bildet sie das dominante Dreiergrüppchen heute Abend – etwas schwächer als das hellste Haufenmitglied, aber auch immer noch direkt zu sehen. Ebenfalls etwas rundlich (214x)
NGC 1272
Die für mich lichtschwächste Perseus-Galaxie heute Abend, kann nur per indirektem Sehen als kleine Lichtflocke ausgemacht werden (214x). Zu mehr langt´s dort heute nicht, mein Fliederbusch ist im Weg (ja, die Säge weiß, was zu tun ist…).
M 76
Jetzt etwas Leichtes – die kleine „Hantel“ oder für mich eher: Der „Korkennebel“. Ohne Filter und bei 115x noch ziemlich mau, aber mit OIII-Filter und 167x kommt er ziemlich griffig daher, die Kontur ist gut definiert. Der Nebel an sich ist ziemlich fleckig, der Südrand ist heller als die Gegenseite. Im UHC-Filter ist der Kontrast noch am besten.
M 42
Kurz und gut – überragend. Bei 48x und mit H-beta-Filter hat man einen richtigen Fotoblick – so wie früher auf Dias. Die Tonabstufungen sind fotografisch so nicht darstellbar, der visuelle Einblick fühlt sich nach viel mehr Tonwerten an. Ein guter Zwischenstopp!
B 33 / IC 434
Auch natürlich mit H-beta-Filter, auch mit 48x – am heutigen Abend geht es eigentlich ganz leicht, wenn man sich nur konzentriert: Erst kann man die H-II-Region als Wischer erahnen, dann taucht auch die Einbuchtung auf – da ist der Pferdekopf! Die Schnauze an sich sehe ich nicht, aber eben doch eine Dunkelwolke, die sich auch gut halten lässt. Man muss es halt nur versuchen!
NGC 2024
Zumindest der Ostteil ist auf Anhieb zu sehen, der Rest „leidet“ natürlich unter Zeta Orionis. Er zeigt sich als verwaschene Aufhellung, länglich, etwas gekrümmt – H-beta-Filter hilft am meisten (48x).
IC 443
Sehr schwierig, nur die hellste Partie ist als langgestreckter Bogen indirekt zu erahnen – aber mit ganz leichtem Tubuswackeln steht fest: Das Teil ist geknackt (48x, H-beta-Filter)!
NGC 1499
Natürlich viel zu groß für den Dobson, auch bei 48x und 1,6° Sehfeld. Aber die Ränder des California-Nebels, die sieht man dank H-beta-Filter. Mehr als ein kontrastarmer Schleier ist aber nicht wahrzunehmen.
NGC 2174
Welcher Filter gewinnt? UHC, H-beta und OIII sind der Reihe nach durchgetestet worden, OIII gewinnt – damit ist der Nebel auf Anhieb erkennbar. Hat eher etwas von einer diffusen Amöbe, nicht von einem Affenkopf (48x)…
Abell 21
Hier hat OIII das Nachsehen, die Sichelform kann ich am besten im H-beta-Filter wahrnehmen, wenn auch nur mit indirektem Sehen (48x).
Messier 1
Auch hier hilft ein Nebelfilter ungemein – um den Krebs-Nebel am besten wahrnehmen zu können, braucht es das OIII-Filter. Mit 48x hat man ihn als leicht eiförmgien Nebel schön im Gesichtsfeld vor sich.
Messier 35
Bei 48x ein kleines Sternenmeer, von 7. bis 13. Größer sicherlich 150 – 200 Einzelsterne, da und dort sind auch ein paar deutlich rötliche dabei. Keine Frage, der Sternhaufen lohnt einmal einen gründlicheren Ausflug mit digitaler Sternkarte am, M 35 hat einfach zu viele Doppelsterne im Gepäck.
NGC 2158
Da lohnt sich hohes Vergrößern wirklich. Bei 115x ist der nicht viel mehr als eine Ahnung, bei 214x sieht man die hellsten Einzelsterne mit ca. 12. – 13. Größe vor einem milchigen Schimmer, aber bei 429x pellen sich da 25 – 30 Sternchen bis ran an die 15. Größe aus dem Himmelshintergrund. Ein schöner Abschluss für den Karneval.
Aber dafür konnte sich im heimischen Garten endlich wieder einmal mein 12“-GSO-Dobson austoben – und das bei unerwartetem Bortle 4-5-Himmel!
Messier 34
Sehr schöner Starter heute Abend bei 48x und 68x. Normal ist der Hintergrund im unbefilterten 31mm-Nagler zu hell in Osterath, aber bei der heutigen Transparenz passt es. Ca. 40 Sterne 8 – 13 Größe, schwer zu sagen, was da zum Haufen gehört und was nicht – aber es gibt etliche auffällige Doppelsterne, die noch einmal einen separaten Besuch rechtfertigen. Mir fällt hier kein rötlicher Stern auf, alles weißlich.
NGC 1122 oder 1123
Ja, was denn nun? Welche NGC-Nummer gilt? Uranometria 2000.0 und interstellarum weichen da voneinander ab. Lösung: Beides geht, das Teil ist halt zwei Mal entdeckt worden und unterschiedlich katalogisiert worden. Ovales, kaum zum Zentrum hin helleres Wölkchen, nur indirekt sichtbar, aber sicher erkannt, gute Orientierungssterne anbei (214x)
NGC 1265
Der klare Himmel macht mich mutig – auf in den Perseus-Galaxienhaufen! NGC 1265 ist der Einstieg beim Starhopping – kann aber nur indirekt ausgemacht werden. Immer wieder schön zu sehen ist ein Feldstern gut 14. Größe, der da wie eine Supernova steht (214x). Schwieriges Objekt, da relativ diffus.
NGC 1275
Das Flaggschiff des Galaxienhaufens, immerhin 240 Mio. Lichtjahre entfernt! Beim ersten Hinsehen klappt es durch die vielen Feldsterne im Okular nur per indirektem Sehen, aber mit etwas Geduld und ein paar Mal Durchatmen kommt dann die Galaxie gut ins Okular. Bei 214x kann sie auch direkt erspäht werden – formloser rundlicher Schimmer, keine weitere Struktur.
NGC 1278
Mit NGC 1275 und NGC 1272 bildet sie das dominante Dreiergrüppchen heute Abend – etwas schwächer als das hellste Haufenmitglied, aber auch immer noch direkt zu sehen. Ebenfalls etwas rundlich (214x)
NGC 1272
Die für mich lichtschwächste Perseus-Galaxie heute Abend, kann nur per indirektem Sehen als kleine Lichtflocke ausgemacht werden (214x). Zu mehr langt´s dort heute nicht, mein Fliederbusch ist im Weg (ja, die Säge weiß, was zu tun ist…).
M 76
Jetzt etwas Leichtes – die kleine „Hantel“ oder für mich eher: Der „Korkennebel“. Ohne Filter und bei 115x noch ziemlich mau, aber mit OIII-Filter und 167x kommt er ziemlich griffig daher, die Kontur ist gut definiert. Der Nebel an sich ist ziemlich fleckig, der Südrand ist heller als die Gegenseite. Im UHC-Filter ist der Kontrast noch am besten.
M 42
Kurz und gut – überragend. Bei 48x und mit H-beta-Filter hat man einen richtigen Fotoblick – so wie früher auf Dias. Die Tonabstufungen sind fotografisch so nicht darstellbar, der visuelle Einblick fühlt sich nach viel mehr Tonwerten an. Ein guter Zwischenstopp!
B 33 / IC 434
Auch natürlich mit H-beta-Filter, auch mit 48x – am heutigen Abend geht es eigentlich ganz leicht, wenn man sich nur konzentriert: Erst kann man die H-II-Region als Wischer erahnen, dann taucht auch die Einbuchtung auf – da ist der Pferdekopf! Die Schnauze an sich sehe ich nicht, aber eben doch eine Dunkelwolke, die sich auch gut halten lässt. Man muss es halt nur versuchen!
NGC 2024
Zumindest der Ostteil ist auf Anhieb zu sehen, der Rest „leidet“ natürlich unter Zeta Orionis. Er zeigt sich als verwaschene Aufhellung, länglich, etwas gekrümmt – H-beta-Filter hilft am meisten (48x).
IC 443
Sehr schwierig, nur die hellste Partie ist als langgestreckter Bogen indirekt zu erahnen – aber mit ganz leichtem Tubuswackeln steht fest: Das Teil ist geknackt (48x, H-beta-Filter)!
NGC 1499
Natürlich viel zu groß für den Dobson, auch bei 48x und 1,6° Sehfeld. Aber die Ränder des California-Nebels, die sieht man dank H-beta-Filter. Mehr als ein kontrastarmer Schleier ist aber nicht wahrzunehmen.
NGC 2174
Welcher Filter gewinnt? UHC, H-beta und OIII sind der Reihe nach durchgetestet worden, OIII gewinnt – damit ist der Nebel auf Anhieb erkennbar. Hat eher etwas von einer diffusen Amöbe, nicht von einem Affenkopf (48x)…
Abell 21
Hier hat OIII das Nachsehen, die Sichelform kann ich am besten im H-beta-Filter wahrnehmen, wenn auch nur mit indirektem Sehen (48x).
Messier 1
Auch hier hilft ein Nebelfilter ungemein – um den Krebs-Nebel am besten wahrnehmen zu können, braucht es das OIII-Filter. Mit 48x hat man ihn als leicht eiförmgien Nebel schön im Gesichtsfeld vor sich.
Messier 35
Bei 48x ein kleines Sternenmeer, von 7. bis 13. Größer sicherlich 150 – 200 Einzelsterne, da und dort sind auch ein paar deutlich rötliche dabei. Keine Frage, der Sternhaufen lohnt einmal einen gründlicheren Ausflug mit digitaler Sternkarte am, M 35 hat einfach zu viele Doppelsterne im Gepäck.
NGC 2158
Da lohnt sich hohes Vergrößern wirklich. Bei 115x ist der nicht viel mehr als eine Ahnung, bei 214x sieht man die hellsten Einzelsterne mit ca. 12. – 13. Größe vor einem milchigen Schimmer, aber bei 429x pellen sich da 25 – 30 Sternchen bis ran an die 15. Größe aus dem Himmelshintergrund. Ein schöner Abschluss für den Karneval.