klawipo
Aktives Mitglied
Hallo Freunde der Nacht,
nach entbehrungsreichen Wochen tat sich in den beiden letzten Nächten endlich mal wieder die Möglichkeit zum Sternegucken auf. Mit im Gepäck mein neu erstandener Orion Ultrablock UHC-Filter (Danke an Peter54 aus diesem Forum). Wegen chronisch gewordenen Sparzwanges zwar leider nur in der 1,25 Zoll-Ausführung, aber immerhin ein von Vielen für ordentlich befundenes Helferlein. Das Okular mit der größten Brennweite in dieser Größe ist nach wie vor mein altehrwürdiges 25mm Plössl. Das nutzte ich denn auch statt des sonst üblichen 32mm 2 Zoll-Erfles zum Auffinden. Dort reingeschraubt und das ganze in den OAZ des 12-Zöllers um den Orionnebel anzuschauen. Der war schön zu sehen, aber andererseits auch ohne nicht wirklich schlechter. Mehr Vergrößerung bis 170fach brachte mehr, sogar ansatzweise den Running Man in M43.
Der Flammennebel ein paar Grad höher war ganz gut erkennbar, Filter brachte fast nichts, eventuell war ein dunkler Ausläufer etwas besser erkennbar. Hier hätte ich gerne höher vergrößert als 125fach, aber meine 9 mm-Chinagoldkante hatte Streulichtprobleme durch Alnitak. Nach dem Pferdekopf hielt ich vergeblich Ausschau. Der Reflexionsnebel M78 war gut zu erkennen, den benachbarten NGC 2071 konnte ich aber nur in der zweiten Nacht ausmachen. Messier 1 schaute ich nur in der etwas schlechteren ersten Nacht an, wo das manchmal zu sehende gespiegelte Z im inneren sich diesmal bis 250fach nicht abzeichnete
Beide male studierte ich ausführlich den Weihnachtsbaum-Sternhaufen. Schon ohne Filter sah ich etwas Nebel-Lametta am hellen Baumstamm-Stern sowie an zwei benachbarten Sternen links davon, in der zweiten Nacht an dem näher beieinander stehenden Sternen rechts des Stammes ebenfalls. Mit Filter meinte ich manchmal hier und da noch mehr Nebelfetzen zu sehen, war aber nicht sicher. Der Konusnebel ließ sich nicht blicken. So richtig etwas brachte der Filter beim Rosettennebel. Den sah ich in der zweiten Nacht umlaufend um den inneren Sternhaufen NGC 2244, recht weitläufig und mit vielen Schattierungen. Ohne Filter war der Emissionsnebel in beiden Nächten nicht auszumachen. Bei Hubbles Veränderlichem Nebel (NGC 2261) sah ich den gewohnen "Kometenschweif", eine seite des Schweifes heller als die andere, leicht abgerundet. Den Filter setzte ich erst wieder bei Thors Helm (NGC 2359) ein. Dort war er auch nötig, erkannte ich doch im Billo-Übersichtsokular nur einen äußerst schwachen Nebelkandidaten. Bei 125fach war nur mit Filter etwas zu sehen, eine umgedrehte 2 für mein Empfinden. Der intergalaktische Wanderer, Kugelsternhauen NGC 2419, war ein noch direkt sichtbarer Fleck ohne Konturen oder gar Einzelsterne. Seine nach außen abnehmende Helligkeit ließ aber erahnen um welche Objektsorte es sich handelt.
Am Ende der ersten Nacht beobachtete ich noch M50 und M48, beide recht verstreut wirkend, der letztere entfernt an einen Schmetterling erinnernd, wobei der linke Flügel schon zerfetzt daherkam. Zum Abschluss der zweiten Nacht kamen noch M81 und M82 an die Reihe, die sogar zusammen in dem 25mm Plössl Platz fanden. Bei Bodes Galaxie (M81) hoffe ich immer darauf die äußeren Spiralen mal zu erhaschen, dafür reichte es diese Nacht aber nicht. Einmal in den letzten drei Jahren war hier statt des aulaufenden Ovales ein helles Ei zu sehen, leider war ich damals schon zu durchgefroren um mir die Welteninsel näher anzusehen. Oft, so wie letzte Nacht, erscheint hier ein hellerer Kernbereich umgeben von einem ausufernden Halo, dessen Rand sich schwer ausmachen lässt. Messier 82 war in allen Vergrößerungen schön zu sehen, mit zwei "Einschnitten" in der Mitte, die beiden Enden leicht ausfächernd und nicht, wie bei anderen Galaxien, sich spindelmäßig verdünnend.
So, ich hoffe ich habe dem einen oder der anderen Lust gemacht sich ebenfalls nochmal in die rauhen Nächte zu begeben und die resultierenden Entdeckungen hier zu schildern.
Pfiat di & bis bald
Klaus
nach entbehrungsreichen Wochen tat sich in den beiden letzten Nächten endlich mal wieder die Möglichkeit zum Sternegucken auf. Mit im Gepäck mein neu erstandener Orion Ultrablock UHC-Filter (Danke an Peter54 aus diesem Forum). Wegen chronisch gewordenen Sparzwanges zwar leider nur in der 1,25 Zoll-Ausführung, aber immerhin ein von Vielen für ordentlich befundenes Helferlein. Das Okular mit der größten Brennweite in dieser Größe ist nach wie vor mein altehrwürdiges 25mm Plössl. Das nutzte ich denn auch statt des sonst üblichen 32mm 2 Zoll-Erfles zum Auffinden. Dort reingeschraubt und das ganze in den OAZ des 12-Zöllers um den Orionnebel anzuschauen. Der war schön zu sehen, aber andererseits auch ohne nicht wirklich schlechter. Mehr Vergrößerung bis 170fach brachte mehr, sogar ansatzweise den Running Man in M43.
Der Flammennebel ein paar Grad höher war ganz gut erkennbar, Filter brachte fast nichts, eventuell war ein dunkler Ausläufer etwas besser erkennbar. Hier hätte ich gerne höher vergrößert als 125fach, aber meine 9 mm-Chinagoldkante hatte Streulichtprobleme durch Alnitak. Nach dem Pferdekopf hielt ich vergeblich Ausschau. Der Reflexionsnebel M78 war gut zu erkennen, den benachbarten NGC 2071 konnte ich aber nur in der zweiten Nacht ausmachen. Messier 1 schaute ich nur in der etwas schlechteren ersten Nacht an, wo das manchmal zu sehende gespiegelte Z im inneren sich diesmal bis 250fach nicht abzeichnete
Beide male studierte ich ausführlich den Weihnachtsbaum-Sternhaufen. Schon ohne Filter sah ich etwas Nebel-Lametta am hellen Baumstamm-Stern sowie an zwei benachbarten Sternen links davon, in der zweiten Nacht an dem näher beieinander stehenden Sternen rechts des Stammes ebenfalls. Mit Filter meinte ich manchmal hier und da noch mehr Nebelfetzen zu sehen, war aber nicht sicher. Der Konusnebel ließ sich nicht blicken. So richtig etwas brachte der Filter beim Rosettennebel. Den sah ich in der zweiten Nacht umlaufend um den inneren Sternhaufen NGC 2244, recht weitläufig und mit vielen Schattierungen. Ohne Filter war der Emissionsnebel in beiden Nächten nicht auszumachen. Bei Hubbles Veränderlichem Nebel (NGC 2261) sah ich den gewohnen "Kometenschweif", eine seite des Schweifes heller als die andere, leicht abgerundet. Den Filter setzte ich erst wieder bei Thors Helm (NGC 2359) ein. Dort war er auch nötig, erkannte ich doch im Billo-Übersichtsokular nur einen äußerst schwachen Nebelkandidaten. Bei 125fach war nur mit Filter etwas zu sehen, eine umgedrehte 2 für mein Empfinden. Der intergalaktische Wanderer, Kugelsternhauen NGC 2419, war ein noch direkt sichtbarer Fleck ohne Konturen oder gar Einzelsterne. Seine nach außen abnehmende Helligkeit ließ aber erahnen um welche Objektsorte es sich handelt.
Am Ende der ersten Nacht beobachtete ich noch M50 und M48, beide recht verstreut wirkend, der letztere entfernt an einen Schmetterling erinnernd, wobei der linke Flügel schon zerfetzt daherkam. Zum Abschluss der zweiten Nacht kamen noch M81 und M82 an die Reihe, die sogar zusammen in dem 25mm Plössl Platz fanden. Bei Bodes Galaxie (M81) hoffe ich immer darauf die äußeren Spiralen mal zu erhaschen, dafür reichte es diese Nacht aber nicht. Einmal in den letzten drei Jahren war hier statt des aulaufenden Ovales ein helles Ei zu sehen, leider war ich damals schon zu durchgefroren um mir die Welteninsel näher anzusehen. Oft, so wie letzte Nacht, erscheint hier ein hellerer Kernbereich umgeben von einem ausufernden Halo, dessen Rand sich schwer ausmachen lässt. Messier 82 war in allen Vergrößerungen schön zu sehen, mit zwei "Einschnitten" in der Mitte, die beiden Enden leicht ausfächernd und nicht, wie bei anderen Galaxien, sich spindelmäßig verdünnend.
So, ich hoffe ich habe dem einen oder der anderen Lust gemacht sich ebenfalls nochmal in die rauhen Nächte zu begeben und die resultierenden Entdeckungen hier zu schildern.
Pfiat di & bis bald
Klaus
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: