Rotationsbewegung des Mars gegenüber der Erde innerhalb acht Tagen

Sternbrot

Aktives Mitglied
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Hallo liebe Planetenfreunde,
Mars läuft gegenüber der Erdrotation um 41 Minuten nach. Das heißt, ein Oberflächendetail erscheint 41 Minuten später als Tags zuvor.
Die scheinbare Rotationsbewegung des Mars verläuft von rechts nach links, beim Vergleich zweier Fotos mit unterschiedlichen Aufnahmedatum.
Bildorientierung ist die natürliche Ansicht, Nord oben.
Viele Grüße Frank
 
Hi,
persönlich finde ich die Marse etwas dunkel, bzw mit seeehr starkem Kontrast.:unsure: Das ist ein Flash-Gordon Mars :)
Interessant ist aber, dass man beim linken Mars (vom 10. Feb.) am linken Rand noch den Effekt der über die morgendliche Dunstschicht herausragenden Tharsis Vulkane erkennen kann (m.o.w erkennbare 3 dunkle Flecken). Wg. dieser scheinbaren "Rückdrehung" musste man die letzen Tage bis in die frühen Morgenstunden warten, bis der Bereich sichtbar wurde. Am 19. habe ich das letze Mal einen Blick darauf erhaschen können, wobei wg. des dann schon tiefen Standes einem das Seeing die Aufnahme erschwerte.
Demnächst werden die Vulkane nochmal von rechts wd. ins Bildfeld rotieren, u.U. sieht man dann wieder den umgekehrten Effekt, also helle Flecken, wenn gegen Mars-Nachmittag/Abend sich Wolken über den Bergspitzen bilden. Allerdings sieht man wg, der Phase den Abend-Terminator gar nicht mehr, der sichtbare rechte Rand rückt Stück für Stück in Richtung Mars-Nachmittag. Sollte diesmal aber noch spät genug sein für die Wolken. Nun, schau'n wir mal..
VG CptB.
 
Die Tharsis Vulkane inklusive Olympus Mons werden wir erst wieder ab 8. März (Frauentag) um 20:09 Uhr MEZ bewundern können. Die nachfolgenden Tage wandern die Vulkane immer weiter Richtung Morgen Terminator. Da die Phase nach der Aphel Opposition günstig ist, können wir vielleicht sogar eine Lichtausbuchtung am Terminator erkennen, wie es bereits in den Mars Oppositionen Anfang des 20 Jahrhunderts 1901 und 1909 viele visuelle Beobachter in ihren Skizzen festhielten! Dr. Kasimir Graff mal googlen!
Bisher habe ich noch nie einen Fotobeweis eines Amateurs davon gesehen!
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Zuletzt bearbeitet:
Moin,
so eine 'Beule' hat Josef mit einem C11 bei der 2020 Opposition ablichten können, für Olympus Mons. gab hier einen entsprechenden Post inkl. Bild. Es sprach zumindest sehr viel dafür. Aktuell vermute ich, dass Mars einfach zu weit entfernt ist, da dürfte es schwierig werden, trotz günstigem Winkel für den streifenden Lichteinfall am Terminator.
VG CptB
 
Graff hat die Beule 1901, nach einer Aphel Opposition gezeichnet. Ebenso Keeler 1892 und Barnabascheff 1926 in Charkow.
Interessant sind auch Graff's Zeichnungen vom 13. Oktober 1924. Dort ist eine Einkerbung in der Lichtgrenze zu erkennen.
Leider darf ich die Bilder davon hier nicht posten wegen Urheberrechtsverstoß!!
Ist das Bild von Jozef hier im Forum noch sichtbar? Ich muss oft an ihn denken!!
Viele Grüße Frank
 
Moin,
so eine 'Beule' hat Josef mit einem C11 bei der 2020 Opposition ablichten können
Sieht eher nicht danach aus!? Hab so eine Licht Ausbuchtung bis jetzt noch nie auf einem Amateurfoto gesehen!

 
Moin,
neeeeee, diesen Post meinte ich nicht. Da ist OM ja auch nicht am Terminator. Es gibt da noch eine andere Aufnahme, eben mit einem kleinen 'Hubbel' direkt am Rand, passend zur Position von OM. Ich hatte gestern selbst mal geschaut, den relevanten Post aber auf Anhieb nicht gefunden. Die ganzen Beiträge von 2020 sind tatsächlich alle noch da. Der besagte Effekt war aber quasi ein Beifang der zufällig aufgefallen ist, es gibt also keinen extra Thread-Titel dafür, was jetzt die Suche in dem Wust von Posts erschwert.
VG CptB
 
Vielleicht gibt uns Jozef ein Zeichen?! :beobachten:

Wäre sehr stark an diesem Bild interessiert!
Vielleicht gibt es ja hier einen Maulwurf der solche Dinge sofort aus dem Nirvana des Astroforums herauskramen kann!

Viele Grüße FrankViele Grüße Frank
 
Das ist albern! Keine Terminatorsicht!!
 
Moin,
ui .. welche Laus is' dir denn üwer die Leber jeloofen ... dit Berlin scheint dir auf Dauer doch nich so jut zu bekommen.. .:LOL:

Ein Berliner macht Urlaub in München, und geht in einen Biergarten. Ihm gegenüber setzt sich ein waschechter Bayer. Der Berliner ist ganz schnieke angezogen, auf seinem weissen Hemb ist ein kleine Stickerei mit dem Berliner Bär.
Bayer: Siiiiee, was hom's denn do aaf ihram Heemd ???
Berliner: Dit is der Beliner Bär, wa! Dit is unser Maskottchen,wa! Den ham'wer immer bej uns, wa!

Nach einer kurzen Zeit:
Berliner: Und sie ? Ham sie hier in Bayern auch ein Maskottchen?
Bayer: Jo, freili! Mir hom a Löw'n !!
Berliner: So, einen Löwen. Ja, aber, man sieht jar nichts, sie zeigen ihn jar nich..????
Bayer: Na, da siacht's nix. Den tragn' mir in der Hos'n !!
Berliner: Ja , schade, das man nicht sieht. Man kann doch sein Maskottchen auch zeigen, wa!
Bayer: Jo, mei, wanns't mir a Maß zahlst, dann lass ich in brüll'n !!

:LOL:VG -CptB
 
Berlin ist immer hart aber herzlich! Direkte Ansprache, kennst du nicht???
Komme se rinn, könn'se rauskieken...
ansonsten Schnauze... sagt der Berliner Busfahrer hier... :ROFLMAO:

Ich muss auch immer lachen, wenn ich zugereiste Bayern hier in Berlin mit Wanderschuhen sehe:ROFLMAO::LOL:

Dem preußischen König Friedrich II haben übrigens die Bayern zu verdanken dass sie nicht an Österreich gefallen sind!
Sonst wären sie jetzt Ösis.
 
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jau kenne ich. "Da kann man nich' motzen" ist so ziemlich die grösste Form positiven Feedbacks, die einem Berliner zu entlocken ist :LOL:
Hab' mal 4 Jahre in Berlin gewohnt, war 'ne schöne Zeit. Aber Berlin hat sich seitdem auch stark verändert.

Noch was zu Josefs Bild: man muss halt bedenken, dass dies ein Zufallstreffer war, der erst hinterher aufgefallen ist. Gut möglich, dass bei vorher genau berechnetem Timing der Effekt in der Aufnahme deutlicher hervorgetreten wäre.
VG -CptB
 
Graff hat die Beule 1901, nach einer Aphel Opposition gezeichnet. Ebenso Keeler 1892 und Barnabascheff 1926 in Charkow.
Interessant sind auch Graff's Zeichnungen vom 13. Oktober 1924. Dort ist eine Einkerbung in der Lichtgrenze zu erkennen.
Leider darf ich die Bilder davon hier nicht posten wegen Urheberrechtsverstoß!!
Wer sich für die alten Marszeichnungen von Kasimir Graff interessiert und Zugang zu den populären Büchern von Robert Henseling hat, findet dort allerlei Beispiele:

Robert Henseling - Einführung in die Astronomie

Dort findet man auch den Hinweis auf jene ominöse "Beule" am Marsrand vom 13. Okt. 1924, welche in MNRAS 1924, Vol. 85 zu sehen ist:

T.E.R. Phillips - Observations of Mars in 1924

Phillips war, ähnlich wie Graff, ein emsiger Beobachter der Planeten, zunächst als Amateur, später sogar President der British Astronomical Society und der Royal Astronomical Society.

Gruß, Peter
 
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Wunderbar!

Der Wiki-Eintrag von Graff ist ziemlich eingedampft im Laufe der Jahre!
Früher war mehr Lametta!
 
Ich besitze noch ein Buch mit original Zeichnungen von Dr. K.Graff aus zwei Oppositionen. Dabei sind auch seine Beobachtungstagebücher und seine schriftlichen Aufzeichnungen seiner nächtlichen Beobachtung bezüglich Seeing, Wetter, Instrument transparent und die Umstände seiner Zeichnungen minutiös aufgelistet. Eine Goldgrube für Mars Beobachter.
Seine Beobachtungen 1901 wurden mit dem Bambergrefraktor an der damaligen Uraniasternwarte hier in Berlin durchgeführt. Dieser Refraktor ist noch erhalten und befindet sich in der Förster Sternwarte in Berlin am Insulaner.
Zur Mars Opposition 2018 hatte ich das Vergnügen durch dieses Instrument Mars zu beobachten.

Viele Grüße Frank
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