ThN
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Hallo!
Ich bin ja eigentlich ein "Warmspechtler" und beobachte am Liebsten im Sommer. Die letzte Nacht war aber schon fast vor-sommerlich und ich war diesmal auch nicht so müde wie sonst, obwohl ich gerade meinem zweiten Hobby fröne und täglich rennradle (Ostbayern ist wunderbar geeignet dafür, wenn man nichts gegen Hügel und Bergpässe hat).
Zur Zeit stehen die Sternbilder Jungfrau, Haar der Berenike und Jagdhunde optimal (letzteres fast im Zenit). Diese Himmelsgegend beobachtete ich mit meinem 10x50 Fernglas (Nikon Action EX) freihändig in der Zeit von 23 bis 1 Uhr. Nach der langen Pause stand mein Sinn wieder nach roten Sternen. Mit Hilfe der Liste der Astroleague und der Liste des Saguaro Astronomy Clubs (SAC) nahm ich mir ein paar Objekte vor.
SS Vir. Dieser Stern war auch gleich das "Highlight". Mit einer Helligkeit von z.Z. etwa Mag 7 und einem Farbindex von B-V=4,2 liegt er im idealen Bereich fürs 10x50er FG meiner Erfahrung nach. Hellere Sterne tendieren - trotz großem Farbindex - dann eher ins orange-gelbliche und sind nicht so spektakulär wie die geheimnisvoll rubinroten oder karminroten schwächeren Sterne. Bei größeren Teleskopen liegt diese Schwelle noch darunter. Beim 10-Zöller sind meistens die Mag 9 bis Mag 10 hellen Sterne am interessantesten.
SS Vir liegt leicht aufzufinden in der Nähe des Sterns Eta Virginis. Dieser Stern ist der rechte einer "flachen Astgabel" gebildet aus Delta, Gamma, Eta und dem Planeten Mars. SS Vir stach gleich ohne viel Suchen ins Auge. Wegen eher schlechtem Seeing musste ich jedoch etwas warten bis er so richtig schön aufblitzte. Das ist für mich der "Leuchtturmeffekt".
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/15892273/ssvira.jpg
In der Umgebung gibt es einige schöne und markante Sternmuster (fürs Fernglas). Ich benutzte diese Muster um noch ein wenig umherzuwandern. Mit Hilfe meines Star-Guide Atlas konnte ich einen leicht auffindbaren Weg zur Riesengalaxie M49 finden. Die war leicht als schwache neblige Aufhellung zu erkennen. Weiter oben Richtung Zenit steht das Haar der Berenike. Der Coma Sternhaufen ist ein schöner Anblick im Fernglas. Er sieht aus wie eine Weihnachtsbaumbeleuchtung mit seinen relativ gleich hellen Sternen.
Noch weiter Richtung Zenit (mit Gefahr der Nackenstarre) stehen die Jagdhunde = Canes Venatici (CVn). In der Nähe von Beta gibt es auch eine Reihe von einfach zu findenden Sternen:
Y Cvn und TU Cvn Wie gesagt, einfach zu finden. Allerdings hätte ich sie beinahe übersehen, weil sie "zu hell", heller als Mag 6, waren. Nicht sehr spektakulär, obwohl Y CVn (B-V=2,54) den Beinamen "La Superba" trägt.
Ein weiterer rötlicher Stern in der Nähe von Beta ist 2 CVn. Dies ist ein rot-bluer Doppelstern (STF 1622) fürs Teleskop. In der Gegend kann man auch auf Galaxienjagd gehen. M94 und M106 legen dort und sollten kein Problem für das Fernglas sein.
Thomas
Ich bin ja eigentlich ein "Warmspechtler" und beobachte am Liebsten im Sommer. Die letzte Nacht war aber schon fast vor-sommerlich und ich war diesmal auch nicht so müde wie sonst, obwohl ich gerade meinem zweiten Hobby fröne und täglich rennradle (Ostbayern ist wunderbar geeignet dafür, wenn man nichts gegen Hügel und Bergpässe hat).
Zur Zeit stehen die Sternbilder Jungfrau, Haar der Berenike und Jagdhunde optimal (letzteres fast im Zenit). Diese Himmelsgegend beobachtete ich mit meinem 10x50 Fernglas (Nikon Action EX) freihändig in der Zeit von 23 bis 1 Uhr. Nach der langen Pause stand mein Sinn wieder nach roten Sternen. Mit Hilfe der Liste der Astroleague und der Liste des Saguaro Astronomy Clubs (SAC) nahm ich mir ein paar Objekte vor.
SS Vir. Dieser Stern war auch gleich das "Highlight". Mit einer Helligkeit von z.Z. etwa Mag 7 und einem Farbindex von B-V=4,2 liegt er im idealen Bereich fürs 10x50er FG meiner Erfahrung nach. Hellere Sterne tendieren - trotz großem Farbindex - dann eher ins orange-gelbliche und sind nicht so spektakulär wie die geheimnisvoll rubinroten oder karminroten schwächeren Sterne. Bei größeren Teleskopen liegt diese Schwelle noch darunter. Beim 10-Zöller sind meistens die Mag 9 bis Mag 10 hellen Sterne am interessantesten.
SS Vir liegt leicht aufzufinden in der Nähe des Sterns Eta Virginis. Dieser Stern ist der rechte einer "flachen Astgabel" gebildet aus Delta, Gamma, Eta und dem Planeten Mars. SS Vir stach gleich ohne viel Suchen ins Auge. Wegen eher schlechtem Seeing musste ich jedoch etwas warten bis er so richtig schön aufblitzte. Das ist für mich der "Leuchtturmeffekt".
Link zur Grafik: https://dl.dropboxusercontent.com/u/15892273/ssvira.jpg
In der Umgebung gibt es einige schöne und markante Sternmuster (fürs Fernglas). Ich benutzte diese Muster um noch ein wenig umherzuwandern. Mit Hilfe meines Star-Guide Atlas konnte ich einen leicht auffindbaren Weg zur Riesengalaxie M49 finden. Die war leicht als schwache neblige Aufhellung zu erkennen. Weiter oben Richtung Zenit steht das Haar der Berenike. Der Coma Sternhaufen ist ein schöner Anblick im Fernglas. Er sieht aus wie eine Weihnachtsbaumbeleuchtung mit seinen relativ gleich hellen Sternen.
Noch weiter Richtung Zenit (mit Gefahr der Nackenstarre) stehen die Jagdhunde = Canes Venatici (CVn). In der Nähe von Beta gibt es auch eine Reihe von einfach zu findenden Sternen:
Y Cvn und TU Cvn Wie gesagt, einfach zu finden. Allerdings hätte ich sie beinahe übersehen, weil sie "zu hell", heller als Mag 6, waren. Nicht sehr spektakulär, obwohl Y CVn (B-V=2,54) den Beinamen "La Superba" trägt.
Ein weiterer rötlicher Stern in der Nähe von Beta ist 2 CVn. Dies ist ein rot-bluer Doppelstern (STF 1622) fürs Teleskop. In der Gegend kann man auch auf Galaxienjagd gehen. M94 und M106 legen dort und sollten kein Problem für das Fernglas sein.
Thomas