Roter Feuerball

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flohv92

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Hallo,
ich bin immer noch ganz aufgeregt: Ich habe gerade meine ersten Meteor gesehen. Er ist heute genau um 20:24:30Uhr runtergekommen. Von diesem Standord
( 49° 5'39.96"N 10° 4'41.43"E ) aus in Richtung Sirius (SSW).
Es fing oberhalb und südlich von Sirius an und endete unter Sirius Richtung SSW. Das ganze hat ca 1,5-2sec gedauert...

Es war ein richtig schöner roter Feuerball und es hat so komisch gepfiffen...

Hat das auch jemand gesehen??

Gruß Floh!

 
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Moin!

> Es war ein richtig schöner roter Feuerball und es hat so komisch gepfiffen...

Öhm - Meteore "pfeifen" nicht, und schon gar nicht zusammen mit der Lichterscheinung.
Stichwort: Schallgeschwindigkeit! ;)
 
Man, würde ich ja auch gerne mal sehen, so ein Ding.

GLÜCKWUNSCH!!!

vg, Mike
 
ja das war echt schöön ich habe zur Zeit ne spiegelreflex von der Schule zu Hause und ich habe die leider nicht in Reichweite gehabt, weil so ein Foto wäre ja der Hammer gewesen...
 
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Hi Hi,

Ich hatte auch das Glück mal so einen Boliden zusehen.
Der brach dann auch in mehrere Stücken 50 bis 60 Grad überm Horizont. Ein "Pfeiffen" habe ich damals auch wahr genommen. Und ich denke man kann es hören kommt halt darauf an wie weit es entfernt ist. Und in der Nacht auf freien Felde ist es sehr ruhig.

Herzliche Grüße + CS,

Christian.
 
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moin moin,
Meteor, rot, 1,5 - 2sec, optisch und akustisch.
Lass Dir das mal auf der Zunge zergehen.
Das Ereignis muß demzufolge in einer Entfernung von 400 bis 600m stattgefunden haben.
Bei einem Boliden in 600m Entfernung muß man sich überlegen ob man das Schauspiel betrachtet oder lieber den Kopf einzieht.
Micha hat's ja schon erklärt.

Gruß und CS
Volker
 
Hi,
also ich habe heute erfahren, dass mein Nachbar, der zu dieser Zeit in einem Außenbecken eines Schwimmbades war, auch diesen Meteor gesehen hat. Er hat aber kein pfeifen wahrgenommen, nur die Farbe und die Zeit waren exakt die selben also rot-gelb und dann ist er über dem Horizont ca. hm 15-20° auseinander gebrochen!! Glaubst du wirklich dass das nur 600m entfernt war ?? Das Schwimmbad ist ca. 5,3km nord-westlich von meinem Beobachtungsplatz entfernt.

Gruß Floh!!
 
Moin zusammen!

Von diesen "überschallschnellen" Geräuschen, von denen im verlinkten Bericht die Rede ist, hatte ich früher schon gelesen. Es gab dazu - meine ich - sogar schon mal einen Fernsehbericht. (Bei Polarlichtern wird ebenfalls von ähnlichen Geräuschen berichtet.)
Wie dem auch sei: Ich hab' schon einige zerbrechende und sehr helle Boliden gesehen und kann mich nur an einen (!) Vorfall erinnern, der wahrscheinlich mit wenig Geräusch (leises "Knattern") verbunden war. Sicher bin ich mir nach der langen Zeit da nicht mehr - es war ein Perseide, das weiß ich noch.

> Das Ereignis muß demzufolge in einer Entfernung von 400 bis 600m stattgefunden haben.

Ja, das wäre die klassische Erklärung, aber auch bei nur 600 m braucht der Schall fast zwei Sekunden - die Verzögerung wäre zum Leuchtereignis also auffällig. Sollte sich irgendwann herausstellen, daß es sich bei dem Geräusch tatsächlich um einen "Überschall-Ton" o.ä. handeln sollte, dann trat das Ereignis trotzdem in großen Höhen ein, wie das ja auch der Regelfall ist. Selbst Meteoroide im Kilogramm-Bereich erreichen ihren sogenannten Hemmungspunkt in einigen km Höhe und kommen dann im freien Fall runter zur Erde.
 
Hallo,

Kurt sein Link ist interessant, aber wie unten in den Kommentaren zu lesen, können sich auch da wenig Leute das vorstellen.

Ich wünsch euch aber auch mal so einen.

Herzliche Grüße + CS,

Christian.

PS: bei mir war es aber kein Pfeiffen sondern mehr schweifen also ganz leises kurzes "ffffffffff"
 
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Der Link ist wirklich kurios,
die Kommentare nicht besonders kompetent
(Geschwindigkeit der Gravitation),
aber wenigstens lustig.

Die Erklärung mit den Radiowellen,
keine Ahnung, würde es jetzt mal nicht
pauschal ausschliessen, für entsprechend
ausgerüstete Forscher sicher ein
interessantes Gebiet.

Ich kann mich nur an einen schönen Boliden
mit Geräusch erinnern, es war allerdings
eher ein "quak-quak", ausserdem vor der
Leuchterscheinung. Was sehr praktisch war,
denn ohne das "quak-quak" hätte ich gar nicht
vom Okular abgelassen. Nachdem der Bolide
wunderbar im Grossen Wagenkasten schön rot
in mehrere Fragmente zerplatzt war, wiederholte
sich das Geräusch nochmal, allerdings aus
einer etwas anderen Richtung.

Gruss
Thorsten

PS: An dem Beobachtungsort gibt es viele
Frösche und Kröten. ;)
 
Hallo Thorsten,

dein Beitrag in allen Ehren aber das schliest hier gänzlich aus das man überhaupt etwas hören kann oder auch ein zerbrechen , oder???. Ich möchte hier gar nicht auf Licht & Schallgeschwindigkeit rumreiten. Aber als ich meine kurze Beobachtung gemacht habe war es auch kurz und leicht akustisch wahrnehmbar. Ich glaube so etwas muss man wohl erst erlebt haben bevor man es glaubt. Ansonsten bringt das nix.

Sprang dein Bolide auch wie ein Frosch von Horizont zu Horizont, das wär es doch;-)



Herzliche Grüße + CS,

Christian.
 
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Das mit dem Frosch hab ich nur geschrieben,
weil ich das seinerzeit so nett von ihm fand,
mich vom Okular zu trennen.

Das mit dem Geräusch, die in dem Link aufgeführte
Hypothese ist nicht von vornherein völlig unsinnig,
dass so ein Plasma-Trail Radiowellen aussendet
sollte man sogar erwarten, die Frage ist dann eher,
welcher Mechanismus das dann wieder hörbar macht...

Gruss
Thorsten
 
Hi Thorsten,

Vielleicht hört man ja das Zischen vom Eintritt in die Erd- Atmosphäre, wobei das Objekt schon durch ist und Erdnah zu sehen ist, kann das vielleicht sein?

Herzliche Grüße & CS,

Christian.
 
moin moin Christian.

Vielleicht hört man ja das Zischen vom Eintritt in die Erd- Atmosphäre, wobei das Objekt schon durch ist und Erdnah zu sehen ist, kann das vielleicht sein?

Das glaube ich eher nicht.
Die Geschwindigkeit der Brocken, vom Eintritt in die Atmosphäre bis zum Hemmungspunkt, ist zu hoch, die optische Wahrnehmungszeit also zu kurz und die Entfernung zu groß, als dass man eine akustische Wahrnehmung mit der optischen in Zusammenhang bringen könnte.
Aber wer kennt schon alle Wechselwirkungen zwischen dem eintretenden Körper und der Atmosphäre.
Denkbar ist, dass eine dieser Wechselwirkungen von den Menschen wahrgenommen und akkustisch gedeutet wird.
Manche Tiere "wissen" oder spüren ja auch, dass was in der Luft liegt, ohne dass wir die Mechanismen, die dieses bewirken, genau kennen.

Gruß Volker
 
Mal eine andere Überlegung:

Erstens:
Wenn es diese Meteorgeräusche tatsächlich gäbe, müsste man ja jeden "tönenden" Meteor hören können, der in "Hörreichweite" herunterkommt, denn es kann es ja kaum sein, dass man einen Meteor nur hören kann, wenn man ihn auch sieht. Das schließt also alle Meteore ein, die man nicht sieht, weil es zu hell ist, weil der Himmel bedeckt ist, weil der Meteor ausserhalb der Sichtweite herunterkommt oder weil man bloß gerade nicht in die richtige Richtung schaut. Und das sind mit Sicherheit eine ganze Menge, definitiv ein großes Vielfaches der Zahl von Meteoren, die man zufällig mit den Augen wahrnimmt.

Zweitens:
Wenn man jemandem, der behauptet, ein solches Meteorgeräusch gehört zu haben, gegenüberstellt, dass er allerhöchstwahrscheinlich nur irgend ein völlig gewöhnliches Umgebungsgeräusch (Wind, Tier, Auto, was auch immer) gehört hat, das rein zufällig gleichzeitig mit der Meteorbeobachtung aufgetreten ist, dann würde er wahrscheinlich protestieren. Wenn man solchen Berichten also Glauben schenkt, dann muss man zwangsläufig davon ausgehen, dass solche Meteorgeräusche auffällig genug sind, um sich deutlich von den ständig mehr oder weniger vorhandenen und gewohnten Umgebungsgeräuschen abzuheben.

Nun kann ich selbst nicht behaupten, regelmäßig seltsame, nicht zuordbare Geräusche zu hören (und gehe davon aus, dass das bei anderen auch nicht der Fall ist), aber es bleibt natürlich die Frage, wie selten das Phänomen "tönender" Meteore ist. Wenn es hinreichend selten auftritt, kann es natürlich durchaus sein, dass man diese Geräusche tatsächlich hin und wieder hört bzw. hören könnte, aber (aus welchen Gründen auch immer) nicht registriert.

Drittens:
Für ein einzelnes Paar (Mensch x, Meteor y) die Wahrscheinlichkeit, dass Mensch x den Meteor y sieht, extrem gering. Ich kann das gerade nicht mit Zahlen untermauern, aber ich denke, dass jedem hier klar ist, was ich meine. Nun wird aber tatsächlich relativ häufig von "tönenden" Meteoren berichtet. Der Anteil an Meteorbeobachtungen, bei denen zusätzlich auch ein Geräusch wahrnehmbar gewesen sein soll, scheint also relativ hoch zu sein. Mit anderen Worten, ich gehe davon aus, dass die Zahl (von Mensch x beobachtete Meteore) / (vom Mensch x "gehörte" Meteore) im Durchschnitt um Größenordnungen höher ist als die Zahl (gefallene Meteore) / (von Mensch x beobachtete Meteore).

Wenn man diese Feststellungen nun im Zusammenhang betrachtet, kommt man zu dem Schluss, dass wahrscheinlich fast jeder Mensch regelmäßig (vielfach am Tag?) Meteore hören und das auch registrieren müsste. Da das aber nicht der Fall ist, denke ich, dass es sich um ein psychologisches und nicht um ein physikalisches Phänomen handelt. D.h., entweder man bildet sich das Geräusch komplett ein, oder man hört etwas anderes, das man irrtümlich mit dem Meteor assoziiert.
 
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Hallo zusammen,

wenn die Theorie nach dem von mir angegebenen Link stimmt, müssen eigentlich nur zwei Bedingungen erfüllt werden:

1. Die ionisierte Spur des Meteors muß elektromagnetische Wellen in ausreichender Intensität mit der richtigen Frequenz in die richtige Richtung abstrahlen.

2. In der Umgebung des Beobachters müssen sich Dielektrika oder Ferromagnetika befinden, die durch die elektrischen und magnetischen Wechselfelder zu hörbaren Schwingungen angeregt werden.

Eine Wechselwirkung zwischen solchen Substanzen und elektromagnetischen Wellen ist altbekannt. In der Frühzeit der Funktechnik benutzte man als Indikator für elektromagnetische Wellen einen sogenannten Fritter. Siehe hier:

http://de.wikipedia.org/wiki/Fritter

Dieses ist nur ein Beispiel, für eine derartige Wechselwirkung.

Da bei Meteoren offensichtlich etliche Voraussetzungen gleichzeitig erfüllt werden müssen, könnte dies erklären, warum nur manchmal Geräusche auftreten.

Mir scheint, hier gibt es noch einiges zu erforschen..

Grüße

Kurt





 
Hallo Leute,

ich habe schon ein paar solcher recht heller Meteore gesehen und zwei waren dabei, die eine helle, nachleuchtende Spur hinterlassen haben, drei sind zum Ende hin in kleinere Stücke zerfallen.
Einen mit heller, farbiger Spur habe ich zuerst aus dem Augenwinkel gesehen, bis ich ihn richtig erfasst hatte, war er erloschen, die Spur verblasst. In der ersten Reaktion danach war ich sicher, ein Zischen gehört zu haben.
Manche dieser Teile können einfach einem Feuerwerkskörper, einem dahinrasenden Militärjet täuschend ähnlich sehen, nur dass die Flugbahn anders verläuft. Man denkt intuitiv an......Feuerwerk und das zischt und knallt.

Unbewusste Assoziation, Einbindung der tatsächlichen Wahrnehmung in ein bekanntes Muster und ungewollt ist durch Erfahrungsabgleich eine zusätzliche, nicht tatsächliche Komponente (Geräusch), präsent.

Gruß und CS
*entfernt*
 
Unbewusste Assoziation, Einbindung der tatsächlichen Wahrnehmung in ein bekanntes Muster und ungewollt ist durch Erfahrungsabgleich eine zusätzliche, nicht tatsächliche Komponente (Geräusch), präsent.

Genau so denk ich mir das auch.

Die prinzipielle Plausibilität dieser Radiowellen-Theorie kann ich nicht beurteilen, dazu fehlt mir das physikalische Wissen. Allerdings frag ich mich dazu folgendes: Wieso sollen ausgerechnet Meteore (und offenbar -nur- Meteore) irgendwelche ganz spezielle Strahlung erzeugen, die andere Objekte zum Tönen bringt? Es mag ja sein, dass Meteore elektromagnetische Strahlung erzeugen. Allerdings gilt das auch für Millionen von technischen Geräten um uns herum, ohne dass wir ständig irgend welche geisterhaften Pfeifgeräusche hören.

Jetzt wart ich drauf, dass ich selbst mal einen Meteor pfeifen höre, um nen eigenen Eindruck zu bekommen. Die Existenz des -Effekts- bezweifle ich ja nicht, lediglich seine physikalische Realität als tatsächlich vorhandenes Geräusch.
 
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Hallo,

man müßte den Frequenzbereich und die Intensität der Strahlung kennen, dann wäre man um einiges schlauer. Bei den uns umgebenden Strahlungsquellen können wir das in aller Ruhe messen, nicht aber bei Meteoren. Ob man die fehlende Information aus den Echos irdischer Strahlungsquellen gewinnen kann, die man zur vollautomatischen Detektion von Meteoren verwendet, wäre von Plasmaspezialisten zu untersuchen.

Gruß

Kurt
 
Hi Hi,

mmmh also das das Gehirn zum gesehenen Bild automatisch reagiert, gut das kann sein, eventuell! Allerdings irgendwelche hintergrund Geräusche aus der Natur-> deffinitiv nicht als ich den Abend draussen war, Sichtung ca. 2:30Uhr da war alles Mux Mäuschen still. Und gerade dann hört man ev. auch so ein schweifen ev. etwas.

Ich kann mich noch gut an meine BW Grundausbildung erinnern da hat man bei Nacht sogar 1km entferntes Äste knacken hören aber nur wenn man ruhig war. Das war bei 32 Mann im Zug nicht immer gegeben;-)

Naja wie auch immer.

Ich wünsch CS,

Christian.
 
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