Rucksack Teleskop

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c_davin

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Hallo,

ich bin auf der Suche nach einem kleinen Teleskop was mit Stativ in einen Rucksack passt. Bis jetzt habe ich zwei Teleskope gefunden die mein Interesse geweckt haben.

1. Refraktor 80/400
2. Mak 90/1250

Besonders das erste der beiden hat mein Interesse geweckt. Im Sommer mache ich oft Urlaub um Havelland. Dort ist ein nahezu perfekter Himmel. Die Region gilt als dunkelste Deutschlands. Planeten interessieren mich dort eher sekundär da sie aus meinem aufgehälten Vorstadtgarten wunderbar gehen. Hat jemand erfahrung mit den Teleskopen oder andere Vorschläge?

Liebe Grüße,
Davin
 
Hallo Davin,

für Rucksack-Deep Sky ist der 80/400er im Prinzip wie gemacht. Er ist leicht, kompakt und robust. Erfahrungsberichten zu Folge macht sich bei hellen Objekten ab etwa 40-facher Vergrößerung der Farbfehler als Blausaum und Gelbstich bei hellen Sternen bemerkbar. Hier muss jeder für sich herausfinden, was man noch als akzeptabel ansieht.

Im Prinzip ist es also ein Spezialist für schwache Vergrößerungen und große Gesichtsfelder, also ein sog. Richfielder.

Der 90/1250er ist das absolute Gegenteil, ein Spezialist für hohe Vergrößerungen, also hauptsächlich Mond und Planeten. Das Gesichtsfeld ist sehr klein.

Für das Geld des 80/400er bekommst du auch das Heritage:
http://www.teleskop-express.de/shop...-FlexTube-Dobson---Parabol-Optik---ab-6J.html

Es sammelt mehr Licht, und man kann auch höher vergrößern. Es gilt derzeit als sehr guter Kompromiss bei Rucksack-Teleskopen. Der Nachteil ist jedoch, dass man auf dem Boden knien muss, wenn man keine Montierung oder stabilen Tisch zur Verfügung hat.

VG Christian
 
Das Ding ist das ich als Hauptoptik auch nur ein 114/900er Vixen auf der Gp Montierung besitze. Damit hab ich vor allem Doppelsterne, Mond und Planeten beobachtet. Im Sommer habe ich bereits mit dem Fernglas die Milchstraße erkundet. Jetzt hätte ich gerne ein Teleskop was mir dort etwas mehr Details als das Fernglas zeigen kann. Das Heritage hat meines Wissens nach eine große Streuung in der Qualität soweit ich weiss. Ich besitze außerdem ein 76/300er Tischdobson. Das Konzept sagt mir irgendwie nicht besonders zu.
LG Davin
 
Servus Davin,
hätte Dir auch den Heritage empfohlen. Leicht, handlich, und eine scharfe, voll justierbare Optik.
Wir haben einen auf der Volkssternwarte (Regensburg), und mindestens 7 Mitglieder haben sich ebenfalls einen angeschafft. Durch fast alle habe ich schon durchsehen dürfen. Da ist mir keine Streuung der optischen Qualität aufgefallen. Bei ruhiger Luft sind die jeweils bis über 200x noch sehr gut brauchbar.
Auf das Gerät bin ich vor einiger Zeit aufmerksam geworden, da war im Interstellarum ein Artikel, in dem berichtet wurde, dass Leute das kleine Teleskop im Himalaya bis auf 5000m über dem Meer geschleppt haben. Die haben, um es in den Rucksack zu bekommen, die Verschraubung der Rockerbox gelöst. Somit zwei Brettchen, der zusammengeschobene Tubus, knappe 7kg Gewicht....
Die Gängigkeit der Gleitlager läßt sich mit Wachs aus dem KFZ-Zubehörhandel optimieren und der Fokussierer ist besser, als er aussieht.
Hab den 76/300 und den 100/400 Heritage auch schon in der Hand gehabt. Damit darfst Du den 130/650 nicht vergrleichen.

CS
Gottfried
 
Hallo Davin,

nochmal als Ergänzung etwas zu meiner ersten Antwort, was ich heute Nacht vergessen habe:

Wenn du den dunklen Himmel wirklich ausnutzen willst, benötigst du ein gerät, das große Austrittspupillen (AP) ermöglicht. Je größer diese ist, umso heller erscheint das Bild. Bei wirklich gutem Himmel sind ca. sechs bis sieben Millimeter Durchmesser der AP ideal. Das ist der Lichtkreis, den man am Okular sieht, wenn man das Fernrohr bei Tag in den Himmel richtet. Bei Nacht sieht man die AP nur nicht.

Sie errechnet sich aus dem Durchmesser der Optik dividiert durch die Vergrößerung.

Ist es eine Option, das Teleskop im Rucksack und das Stativ in einer entsprechenden Tasche in der Hand bzw. über der Schulter zu transportieren?

VG Christian
 
Hallo nochmal,

zum Heritage: Die ersten Erfahrungsberichte nach dem ersten Erscheinen des Geräts waren in der Tat sehr vernichtend. Inzwischen scheinen die "Kinderkrankheiten" jedoch weitestgehend behoben. Man sollte sich generell, egal bei welchem Gerät, stets an aktuelle Erfahrungsberichte halten, da sich die Eigenschaften der Instrumente über Jahre durchaus ändern können.

Hier ein paar Beispielvideos, aufgenommen durch das Heritage:

https://www.youtube.com/watch?v=g4eccYwi56c
https://www.youtube.com/watch?v=fG2NOa3UeJA
https://www.youtube.com/watch?v=tfsmwl5cROg
https://www.youtube.com/watch?v=xf8LdHQqFMg

@ Gottfried:

Ich las in einem Forum, dass der Fangspiegel mitunter nicht mittig ausgerichtet ist: http://stargazerslounge.com/topic/194109-skywatcher-heritage-130p-secondary-mirror-mount-help/ (etwa bis zur Mitte durchscrollen). Ist das heute auch noch so?

Wie sieht es mit der Rand(un)schärfe bei einfachen und leichten Okularkonstruktionen aus? (Dem einfachen Okularauszug des Heritage traue ich partout nicht über den Weg.)

VG Christian
 
Hallo zusammen,

ich nenne ein Heritage 130p mein eigen. Ich finde, dass das Teil echt was kann. Der Fokussierer ist wirklich nicht so toll, aber es gibt Mittel und Wege, das zu verbessern (Teflonband, Labello). Ansonsten ein super Gerät, mit dem man eine Menge sehen kann.
Es muss, wenn man nicht gerade auf 5000m hoch will, auch nicht in einen Rucksack passen (was es bei entsprenchendem Rucksack aber täte) denn es hat einen Griff und wiegt kaum was.

Ich kann das Teil empfehlen.

Gruß, Christopher
 
Servus,
nicht mittige Fangspiegel sind mir bisher nicht aufgefallen. Die Gewindestange, die den Fangspiegel hält, kann sich evtl. verdrehen, läßt sich jedoch beheben. Der Fokussierer erlaubt keine Laserjustage, mit der Filmdose bekommt man das aber perfekt hin. Fangspiegelrand ist dann noch zu schwärzen und die Blende gegenüber des OAZ sollte vergrößert werden (hab ich aus Velour gemacht).
Die beiliegenden RKE Okulare Super 25 und Super 10 sind deutlich besser, als alles was in meiner Jugend am Quelle 114/900 dran war, heute ist man verwöhnter. Die NEDs von TS sind praktisch randscharf, von 25mm-5mm bei uns in Gebrauch. Auch mit ES 68° 24mm und 16mm und Nagler 7mm sehr ansprechend.

So long
Gottfried
 
Hallo,

ich klinke mich hier mal mit ein.
Ich suche ein sehr transportables Teleskop fürs spontanspechteln. Also im Idealfall möchte ich das komplette Teleskop inkl. Zubehör mit nur einer Hand über eine Strecke von ca. 900 m transportieren können.
Der erste Versuch war das 80/400 Startravel. Doch dank kleiner Linse und super wackeligen EQ1-Stativ nutze ich es recht selten.
Und das 130er Heritage ist bisher das was mir am idealsten scheint.

Das Heritage wird hier ja als durchaus brauchbar dargestellt, daher werde ich mein Glück mit dem Teil probieren.
Aber ich hätte noch paar Fragen an die Heritage-Besitzer:
Wie praktikabel ist die Einblickposition. Der OAZ zeigt ja fast senkrecht nach oben. (Hab irgendwas um 20° zur Seite im Kopf)
Hockt ihr euch auf den Boden oder habt ihr einen Tisch dabei? Oder einen bodennahen Klappstuhl?
Funktionieren schwerere Okulare mit dem Dobson? Ich denke speziell an das Hyperion Zoom.
Wie Justagestabil ist der Schiebetubus?

Vg, CS!
Sebastian
 
Servus Sebastian,
die Justierstabilität ist unproblematisch. Im rauhen Volkssternwartenbetrieb wird der etwa 1x/ Woche auf und wieder zugeschoben, Justiert eigentlich nie.

Der steht bei uns auf einem präparierten Barhocker. Da ist die Einblickposition ok, Kinder müssen evtl. auf eine kleine Leiter. Ein Freund der ebenfalls einen Heritage 130p hat benutzt ihn auf einer kleinen azimutalen Giro Monti, geht dank der Schwalbenschwanzschiene in Vixen-Größe, die fest am Untertubus ist, ebenfalls problemlos.

CS
Gottfried
 
Hallo Leute,

letztlich ist es auch möglich, den Drehteller, also den komplettten kleinen Dobs, auf ein Dreibeinstativ zu montieren, wenn eine sonstige passende, stabile Unterlage (Tisch, Hocker, Bank, Mauerpfosten, Baumstumpf, Auto) fehlt, nicht passend oder praktikabel erscheint.
Dann hängt die Stabilität am gewählten Dreibein und scheitert nicht an den üblicher Weise in dieser Größen- und Preisklasse gelieferten EQ 1-2 Derivaten.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Davin,

tatsächlich habe ich Erfahrungen mit beiden Teleskopen und einem (Foto-)Rucksack. Die ach so wackelige EQ1 kommt mir gar nicht so wackelig vor, zumindest, wenn man beim Refraktor nur die ihm genehmen geringen Vergrößerungen nimmt.

Mein Exemplar des Farbwerfers hat ein Justageproblem, welches allerdings auch durch Temperaturgradienten hervorgerufen werden könnte. Da das Instrument bereits fünf Jahre alt ist, stehen die Chancen gut, daß ein echtes Justageproblem inzwischen gelöst worden sein wird - man liest nichts darüber.

Der Mak hat eine leichtgängige Fokussierung und wackelt daher auf der EQ1 selbst im oberen Vergrößrungsbereich kaum.

Allerdings paßt immer nur ein Teleskop in den kleinen Rucksack, und dem FH geht im Deep-Sky-Bereich schnell die Öffnung aus. Für Andromedagalaxie, größere offene Sternhaufen und große Gasnebel ist das Instrument aber gut zu gebrauchen.

Paßt ein Objekt in den Mak und läßt sich mit dem Rotpunktsucher auch finden, ist das Teleskop meist das Instrument der Wahl.

Wenn man auf

http://forum.astronomie.de/phpapps/...52/Firstlight_mit_dem_Travelmak_1#Post1021452

fast ganz nach unten scrollt, kann man ein paar Eindrücke von der Belegung des Rucksacks gewinnen.

Zu sagen ist aber, daß man, um eine richtig dunkle Region auszukosten, ruhig mehr Öffnung einsetzen sollte. Zwar ist die Austrittspupille entscheidend, aber die Objekte dürfen gerne größer erscheinen. Sollen beide Anforderungen gleichzeitig erfüllt sein, läuft das auf ein eher schnelles und eben ruhig größeres Teleskop hinaus. Allerdings muß man dann wahrscheinlich entweder Kompromisse bei der Transportabilität eingehen oder so einige Euro ausgeben.

Grüße

fquadrat
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo,

dass der 90/1250er Mak auf einer EQ-1 visuell stabil getragen wird, kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Eine DSLR würde ich dann aber nicht mehr ansetzen wollen.

VG Christian
 
Hallo nochmal,

Zitat von *entfernt*GMS:
letztlich ist es auch möglich, den Drehteller, also den komplettten kleinen Dobs, auf ein Dreibeinstativ zu montieren...

ich weise darauf hin, dass erschwingliche Fotostative in der Regel nur bis drei oder vier Kilo, in Einzelfällen mal bis fünf Kilo, belastbar sind. Selbst wenn man diese Grenzen voll ausreizt, nimmt die Schwingungsanfälligkeit spürbar zu.

Soll das 7kg-Heritage, im Idealfall noch mit etwas Reserve, vom Stativ getragen werden, wird es richtig teuer. Unter 400 bis 500 Euro läuft da meiner Erfahrung nach bei Neuware nichts. Bitte korrigiert mich ggf, falls ich hier falsch liege.

VG Christian
 
Hallo Christian,

ein Fotostativ mit Neigekopf wird ja auch gar nicht benötigt. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, gerade auch gebraucht, an ein Stativ zu kommen. Da ist ja ein neues Berlebach für die GP schon deutlich günstiger und schön nebenbei. Ein altes GP-Stativ lässt sich nun noch viel günstiger bekommen und dürfte ausreichen. Man muss die Stative nicht ausfahren, was die Stabilität nochmals deutlich erhöht. Immerhin trägt das ja die GP nebst Gegengewichten und deren Tragkraft. Da sind 7kg kein Problem.

Clear Skies
Sven
 
Hallo Sven,

ok, ich hatte die Stative im Hinterkopf, die man bei "Medien Laden" und "Uranus" in den Fotoabteilungen erwerben kann, wie beispielsweise die hochwertigen, aber leider teuren Manfrotto-Profistative.

Die GP-Stative habe ich bewusst nicht in meine Überlegungen einbezogen, weil ich davon ausging, dass diese ein anderes Gewinde haben als klassische Fotostative, auf die sich die Heritage-Produktbeschreibungen meines Wissens nach beziehen. Wenn das Heritage auf ein GP- oder Berlebach-Stativ passt, ist das natürlich die Goldlösung, keine Frage.

VG Christian
 
Zitat von copernicus:
. Unter 400 bis 500 Euro läuft da meiner Erfahrung nach bei Neuware nichts. Bitte korrigiert mich ggf, falls ich hier falsch liege
Benro A4580T; sollte für unter 200 Euro zu bekommen sein.
Wenn man aber nicht eh ein solides - und schweres - Fotostativ braucht, halte ich die Ausgabe für übertrieben.

Aber wie dem auch sei: Erstmal abwarten, was Davin denn genau möchte und was er ausgeben will.
Sonst wäre ja ein kleiner Apo und die Takahashi TG-SP3 die Empfehlung schlechthin.

cs
Jürgen
 
Hier ist ja viel passiert :)

ich war gestern leider nicht zuhause, deswegen melde ich mich erst jetzt zu Wort. Der kleine Mak fällt langsam aus der Auswahl raus. Dafür ist das Heritage an sich sehr interessant. Mich stört an diesen kleinen Dobsons allerdings das ich mir wirklich eine grade fläche Suchen muss und einen Tisch dabei haben muss um nicht vor dem Teleskop zu knien. Das Heritage auf ein Stativ zu packen fällt auch erstmal raus da mir das glaube ich dann doch erstmal zu viel kostet. Das Teleskop soll auch nur für den Urlaub sein. Dazu ist zu sagen das ich nicht gezielt Urlaub mache um einen möglichst klaren Himmel zu bekommen. Da es allerdings im Havelland zufälligerweise so ist das der Himmel sehr dunkel ist hätte ich gerne ein kleines Gerät mit dem ich abends mal eben eine 1-2 Stunden in den Himmel schauen kann. Tatsächlich habe ich noch ein bisschen mehr über den 80/400er Refraktor von Skywatcher gelesen und tendiere momentan sehr dazu ein solches Gerät zu kaufen. Das Heritage hatte ich vorher garnicht im Kopf, die größere Öffnung spricht natürlich voll für das Gerät, da ich aber schon zwei Newton Teleskope habe interssiere ich mich auch mal dafür einen Refrator zu kaufen um mal was anderes auszuprobieren. Schwierige Sache. Was für mich nicht in Frage kommt ist ein selbstgebauter Gitterdobson.
 
Hallo Davin,

danke für das Feedback. Für den angedachten Zweck dürfte der 80/400er sehr gut geeignet sein. Auch wenn es keinesfalls ein Allrounder ist, ist er doch schon recht vielseitig einsetzbar.

Wie sieht es mit dem größeren Bruder, dem 100/500er aus? Der Tubus wiegt etwa 700 Gramm mehr, und die größere Öffnung erlaubt einen viel tieferen und detaillierteren Blick ins All. Aber durch die größere Öffnung kann man "nur" bis etwa 30-fach an hellen Objekten farbfehlerfrei beobachten. Diese Teleskope sind ohnehin primär für schwache Vergrößerungen konzipiert. Er wird von einer AZ-3 noch gut getragen.

VG Christian
 
Den kleinen Newton finde ich da aber deutlich vielseitiger.
Und soweit ich weis kann man den recht einfach von seiner Rockerbox trennen und auf ein Stativ setzen, entweder auf einen Videoneiger oder besser etwas azimutales....
CS Alex
 
Hallo Davin,

halte Ausschau nach einem 10x50 bis 15x70 Fernglas, leg Dich damit ins Gras oder auf eine Liege und schau auch mal nach Einbeinstativen dafür.

Das ist dann unübertroffenes Packmaß bei vielseitigem Beobachtungsspaß (auch Natur) für den Urlaub und im Bereich Weitfeld/Niedrigvergrößerung durch beidäugiges Sehen m.E. deutlich stärker einzuschätzen als ein 80/400er Billig-Refraktor.

Zwischen den beiden vorhandenen Geräten noch ein Teleskop mit sehr begrenzten Möglichkeiten halte ich wirklich nicht für denr Weißheit besten Schluss.

Gruß
*entfernt*
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich besitze ein Nikon Aculon 8x42. Das war diesen Sommer mein Begleiter. Hatte vorher ein 10x50 Fernglas, dies konnte ich allerdings nicht besonders gut freihändig halten, auch im liegen nicht. Das Aculon hat bereits ein recht großes Gesichtsfeld. In dem Bereich ist bei mir nicht unbedingt Bedarf. Ich bin Mitglied in der Sternwarte Hannover. Leider habe ich es in den letzten Monaten aus privaten und zeitlichen Gründen nicht geschaft diese zu besuchen. Werde dies jetzt aber nachholen. Vielleich hat dort ja jemand Fernglas mit mehr Öffnung und einer höheren Vergrößerung. Dann werde ich mir auch das mal anschauen. Evtl. hat auch jemand eines der anderen Geräte. Ausprobieren ist ja immer noch besser als nur nachlesen.

Ein 100/500er Refraktor wäre natürlich besser für mich, mein Budget als Student ist jedoch sehr begrenzt, sodass eine Anschaffung von 200€ auch zu Weihnachten eine große Nummer ist.

Liebe Grüße,
Davin
 
Hallo Christian,

einen gut gemeinten Rat noch:

definiere vorher möglichst genau, wie groß Dein Reiseinstrument sein soll/darf, und dann widerstehe der Versuchung, vielleicht doch noch eine Schippe draufzulegen. Meistens führt das dazu, dass das Instrument um den Tick zu groß oder schwer wird, um es wirklich immer dabei zu haben, ohne sich beschwert zu fühlen. Oder zusätzliche Anforderungen an Stativ und Montierung zu stellen.

Zu einem 80/400-Refraktörchen könnte ich raten. Bei dem gleichen Design in 100/500 hätte ich schon Bedenken, ob Du es genauso willig überallhin mitschleppen würdest. Bäume ausreißen wirst Du damit sowieso nicht, aber jede Nacht, in der Du nicht beobachtest, weil Dir dein Scope dann doch etwas zu unbequem war, ist eine zu viel.

Grüße,

Klaus
 
Hallo Klaus,

Zitat von kapees:
...aber jede Nacht, in der Du nicht beobachtest, weil Dir dein Scope dann doch etwas zu unbequem war, ist eine zu viel...

Da gebe ich dir zu 100 Prozent Recht.

Letztendlich kann nur jeder für sich selbst entscheiden, wie viel Handgepäck (einen Rucksack zähle ich da mit zu) man bereit ist zu schleppen. Zur Orientierung, wie ich zu meinen Tipps kam: Meine persönliche Schmerzgrenze liegt bei ca. sieben Kilo Handgepäck, wenn eine Ausrüstung (Astro oder Fotografie) im Kilometerbereich zu Fuß transportiert werden muss.

Ich kenne Leute, die mehr Gewicht per Pedes bewegen, und andere widerum meinten zu mir, das wäre denen viel zu viel zu schleppen.

Aber nicht vergessen: Eindrucksvolle, vielleicht sogar einmalige Beobachtungen entschädigen für manche körperliche Anstrengungen.

Was man auch bedenken muss: Je größer das Teleskop, umso größer werden die Anforderungen und damit auch der Preis bei gut gepolsterten und stoßgeschützten Transporttaschen bzw. -koffern.

VG Christian
 
Nach langem hin und her habe ich mich jetzt für den 80/400er Refraktor von Skywatcher entschieden. Am Ende hat der Reiz eine neue Bauart an Teleskopen einmal auszuprobieren den Ausschlag gegeben. Wenn ich nach Weihnachten den Refraktor an einem dunklen Ort etwas außerhalb einmal ausprobiert habe werde ich meine Eindrücke schildern.

Liebe Grüße,
Davin
 
Hallo Davin,

ich denke, mit dem Teleskop hast du für deine Zwecke eine sehr gute Wahl getroffen. Ich wünsche dir viel Spaß und einen klaren Himmel.

Auf deinen Bericht bin ich schon gespannt.

CS und VG Christian
 
Das Teleskop ist gestern angekommen. Um zu gucken ob es den Transport gut überstanden hat habe ich es bei Tag einmal ausprobiert. Ziel war dabei der Wetterhahn einer 100-200m entfernten Kirche. Bis ca. 65x Vergrößerung konnte ich noch keinen gravierenden Farbfehler entdecken. Darunter war keiner zu erkennen. Da ich noch nie ein Refraktor hatte wollte ich den besagten Farbfehler einmal stärker sehen. Habe allein aus diesem Interesse auf 130x Vergrößert, hier war der Farbfehler allerdings nicht mehr ertragbar. Insgesamt ist das Teleskop gut verarbeitet, der Lasersucher tut seine Arbeit und die beigelegten Plössl Okulare sind, auch wenn kein Streulichtschutz vorhanden, deutlich besser als erwartet. Das Einblickverhalten ist sehr angenehm. Werde diese Okulare an dem Teleskop meinen teureren Orthos vorziehen, allein schon wegen des Gesichtfeldes. Habe das Teleskop auf meinem Fotoatativ getestet, dieses tut sich allerdings schon schwer damit wenn man über 40x vergrößert. Habe aus diesem Grund im Vorfeld die Version mit der az3 Montierung bestellt. Diese trägt das Teleskop problemlos. Sie wirkt sehr stabil für diesen Zweck und ich gut verarbeitet. Alles passt in eine etwas größere Sporttasche. Die az3 nimmt auseinander gebaut kaum Platz weg. Bin mit dem ersten Eindruck sehr zufrieden und gespannt das Teleskop nach Weihnachten an den Objekten auszuprobieren für das es Gedacht ist, nämlich an den Sternen. Falls ich mich hier nicht mehr zu Wort melde wüsche ich allen die mir bei meinem Kauf geholfen haben frohe Weihnachten.

Liebe Grüße,
Davin
 
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
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