Rucksackteleskop

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Kay

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Vielleicht kennt das jemand:
man kann einen Beobachtungsplatz nur zu Fuß erreichen. Muss aber Teleskop, Sitzgelegenheit Stativ, Zubehör (Okus, Filter, Atlanten, Lampe) mitschleppen.
Oder man ist mit dem Rad unterwegs. Oder man will einen Blick auf die Sonne wagen, wohnt aber im schattigen Tal...

Nachdem ich nun immer wieder alles mögliche (Ferngläser) ausprobiert habe, komme ich auf zwei Alternativen hinaus:
ein kurzer Achromat a la 80/400 oder einer dieser 66-72mm-EDs.

Für Deep Sky ist der Achromat mit der größeren Öffnung besser.
Für Planeten der ED, wobei die Minimalvariante Stativklemme bzw. Klemmstativ mit altem Berlebach-Neiger auch wieder kontraproduktiv ist, weil sich damit nicht gut nachführen lässt. Außerdem sind Planeten nicht so mein bevorzugtes Gebiet.
Bleibt die Sonne:

Hat jemand Erfahrungen, ob man mit dem 80er Achromaten ein wirklich sooo viel schlechteres Bild hat als mit einem 66er ED? Zumal durch das meist nicht so tolle Seeing tagsüber man wahrscheinlich eh nicht so hoch vergrößert und das Auflösungsvermögen eines 66ers auch nicht so dolle ist.
Oder macht das "ED" das alles wett?
PS. Ein 80er ED ist mir zu groß und schwer...
 
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Hallo Kay,

zwei Punkte fallen mir dazu ein:

- Der 80/400 ist auch bei Deep Sky ab 50x optisch schlechter werdend
- Der 80/400 ist von der Verarbeitung auf einem niedrigeren Level. Heißt der Okularauszug (OAZ) ist nicht ganz frei von Shifting und nicht sehr stabil. Das Gerät vegnittiert mit der Blende und dem Rohr des OAZ. Es ist auch mit glänzenden Flächen innen gesegnet (z.B. der abgesägt OAZ).

Aber ich bin manchmal von dem Gerät begeistert und wenn man die obigen Punkte einfach nicht beachtet (fange nie damit an, etwas zu ändern ... ;-) - dann macht er Spaß. Das Gerät kostet neu um die 120 - 140€. Damit gehe ich unbeschwerter um, als mit einem teuren ED.
Das Gerät ist sehr leicht und man sieht bis 50x das, was ein 80er zeigen kann.

Ein ED, ich habe nur einen 80er gsehen, hat ein wirklich besseres Bild. Auch die Mechanik ist was anderes. Aber bei einem 66er ED hast du auch im Vergleich zum 80er f/5-Achromaten spürbar weniger Öffnung.

Wenn es nach der Ästhetik des Bildes, der Mechanik, aber auch nach der Vielseitigkeit und Ausbaubarkeit (2" OAZ) geht, dann ist ein >=70ED vielleicht in der Summe, trotz des höheren Preises, doch die bessere Wahl.

Das ist meine persönliche Meinung.

CS,
Stefan
 
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Das war zwar nicht die Frage, aber gerade f. Deep Sky würd ich einen Reise-Dobson empfehlen. Wenn das zu teuer ist und es eher in die preislage bis 200 gehen soll kommt auch ein skywatcher Heritage 130 in Frage. Der ist auch kompakt und leicht und hat immerhin 13 cm Öffnung.
 
Hallo Kay,

ich sehe das so ähnlich wie Stefan und Christo.
Den kurzen FH würde ich am allerwenigsten in Betracht ziehen.
Was sollen 80mm mehr zeigen als ein gutes Fernglas?
Nach ausgiebigen Vergleich zwischen einem 6" Newton und einem Fujinon 10x70 musste der Newton das Feld räumen. Für niedrige Vergrößerungen lieferte der Feldstecher die bessere Wahrnehmung und da beidäugig das ästhetischere Bild.
Ein 16x70 auf Stativ ist nochmal universeller.
Als Ergänzung für höhere Vergrößerungen ist ein ED 66+ sicher eine gute Sache.
Wenn schon Newton, dann größer. Leider als Reiseteleskop teuer oder selbst zu bauen. Und natürlich mit Einschränkungen wie leichte Okulare und möglichst f/4 um das ganze kurz und leicht zu halten. So wie die Kreationen von Christian ala "Deneb".

Bleibt die Sonne. Mein Favorit wäre ein PST und ich liebäugle schon lange damit. Weißlicht ist doch auf Dauer und derzeit mangels Sonnenflecken sehr langweilig,

findet
Kai
 
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Hallo Kay,

vielleicht nervt es, weil ich da öfters drauf hinweise, aber ich finde gegenüber einem richtigen Reisedobson diese Variante überzeugend, wenn man zu Fuß unterwegs ist:
Link zur Grafik: http://vangestel.de/astrozoom/images/simplelists/neu/rb_alpha_transport_gro_.jpg
Dazu ein Okular-Rucksack und die "Kiepe" an die Hand oder eine Klappstuhlvariante mit Tasche und Tragegurt für die Schulter.
Ich denke bei "Beobachtungsplatz" erreichen hauptsächlich an Deepsky. Da wären 80mm Öffnung mir recht dünn.

Clear Skies
Sven
 
Hi, Christo...

Ich wollte in die gleiche Kerbe schlagen, Aber:
Der Heritage hat keinen 2" OAZ, scheitert also genau da, wo er toll einsetzbar währe - Richfield.
Sonst eine tolle Sache...

Ich sinniere gerade an einem Selbstbau, der im wesentlichen SO aussehen soll (Danke für den Link in der Shoutbox, metal).

Einen 6" Newt OTA gibt´s um etwa € 180,- und mit ein wenig Geschick und Material um ca. € 30,- kann man hier sicher was lustiges basteln...
Eigentlich lässt man ja nur was weg :)

Deepsky mit Linsen, die nicht in Okulare oder Ferngläser eingebaut sind ist nicht so meine Sache, daher habe ich zur Grunddiskussion nichts beizutragen.

Hoffe aber wenigstens die hängenden Zahnrädchen in Schwung gebracht zu haben ;)

EDIT: Da Kai das Thema aufbringt: Für Reichfeldereien und Genussschwenks über den gestirnten Himmel
habe ich ein 20x80 Fernglas auf Kugelkopfstativ...Feine Sache und auch leicht zu transportieren.
Manchmal lüstet mir aber nach etwas höherer Vergrösserung, daher der 6er.


Gruß und CS
Der Jan
 
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Zitat von stefand:
Ein ED, ich habe nur einen 80er gsehen, hat ein wirklich besseres Bild. Auch die Mechanik ist was anderes.
Hallo Stefan,

das müsste wohl mein ED80 sein - bei dem sind nur noch Optik, Frontdeckel, Taukappe und Tubus original, der Rest (OAZ, Rohrschellen, Sucher) wurde ausgetauscht (und der Preis mehr als verdoppelt...). Nettes Spielzeug, wobei ich für Deep-Sky visuell nicht wesentlich unter 80mm Öffnung gehen wollte. Die 66er ED finde ich eher für die Fotografie interessant, oder als Spektiv für tags - ansonsten sind sie mir zu nahem am (Groß-) Fernglas. Billige Mechanik gibt's aber auch bei den EDs, nur als Vorwarnung.

==> Kai: Bis 100x konnte ich den ED80 im Originalzustand (als es noch einiges leichter war) auf einem Berlebach-Report-Stativ mit schwerem Trition-Videoneiger von TS ganz gut nachführen, auch wenn eine richtige azimutale Montierung ein Riesen-Fortschritt war.

Rein für Sonne und Planeten würde ich vielleicht über irgendeinen günstigen und langen Fraunhofer aus der absoluten Einsteigerklasse nachdenken - eins von den 70- bis 80-mm-Geräten jenseits von f/10, die es mit Montierung neu für um die 100 Euro gibt und gebraucht wohl noch billiger - das tut auch nicht so weh, wenn's mit Rucksack in die Schlucht fällt... Die Montierung dann entweder unbesehen wegschmeißen oder gleich einen mit azimutaler Montierung nehmen. Ich hab noch den azimutal montierten Celestron Astromaster 70/900 im Schrank, bei dem Öffnungsverhältnis stört mich keine Farbe, und für das Sonnensystem stört das kleine Gesichtsfeld auch nicht. Teleskop und Stativ sind etwa gleich lang, direkt in den Zenit kommst du damit allerdings nicht, und eine Sitzgelegenheit empfiehlt sich. Mit dem Gewicht passt so ein Teleskop aber auch problemlos auf ein besseres Fotostativ. Für niedrige Vergrößerungen dann ein gutes Fernglas als Ergänzung - die Kombination würde ich einem zu kurzen Achromat vorziehen; der ED80 deckt bei mir aber beides ab (allerdings bin ich froh, in in seiner derzeitigen Ausbaustufe nur bis zum Auto tragen zu müssen und nicht quer durch die Berge, mittlerweile ist einiges an Gewicht zusammen gekommen - verteilt auf 1 Koffer und 1 Tasche). Beim 70er Fraunhofer ist dann zwar auch schon spätestens bei ca. 140x Schluß, aber ein 66er ED bringt am Planet auch nicht so viel mehr, außer dass du noch kürzerbrennweitige Okulare brauchst.

Ein Reise-Dobson hätte natürlich auch seinen Reiz, vor allem für Deep-Sky, wobei ich gerade in den Bergen ein Teleskop auf einem hinreichend großen Stativ bevorzuge, sodass ich im Stehen beobachten kann und für Tags noch ein Stativ für die Kamera dabei habe. Aber auch ein leichter Newton passt auf ein Fotostativ mit Videoneiger (oder alternativ, einer Giro Mini). Irgendwo hab ich auch schon mal ein Bild gesehen, auf dem ein Dobson mit Rucksacktragegurten gezeigt wurde, war dann etwa so sperrig wie eine Tragebütte aus dem Weinbau (diese grünen Eimer zum auf den Rücken schnallen).

Je nach Interessenslage wäre vielleicht auch die Russentonne interessant, mit dem Zweitnutzen als Teleobjektiv?

Den Vergleich 66er ED gegen 80er Achromat hatte ich aber auch noch nicht, von daher hör ich jetzt mal auf zu schreiben, statt noch mehr Alternativen ins Spiel zu bringen ;)

Gruß,
Alex
 
Hallo Alex,

ja, es war dein 80ED mit dem 2" 36mm Aspheric von Baader.

Aber beim Transport scheiden sich die Geister. Meinen Achromaten habe ich u.a. bis zur Heilbronner Hütte geschleppt und das hat über 2 Stunden gedauert. Das hätte ich mit einem Spiegel nie gemacht, da wäre der Rücksack zu groß gewesen.
Das letzte Stück wurde er mit dem Jeep transportiert und anschließend vom Fahrer auf dem Betonboden abgestellt ...

Der Unterschied in Sachen Grenzgröße zwischen einem 66ED und einem 80er könnte maximal 0.4 mag betragen. Erfahrungen habe ich aber keine - nur zum 60er und da war ein Unterschied bei den angeschauten DS-Objekten (GX, GN).

Wenn das Gewicht entscheidet, weil der Weg lang ist, wenn es robust sein soll, weil es bei jeder Gelegenheit mitgeschleppt wird und das Fahrrad auch mal umkippen kann, wenn man den Berg n'aufradelt, dann halte ich persönlich einen ED bis 80mm für sehr geeignet. Er ist universeller, aber auch teurer, als ein kurzer 80mm Achromat. Ich habe letzteren, wie du weiß und gehe mit dem Teil beim Transport nicht besonders pfleglich um. Aber man kann recht viel damit sehen, wenn der Himmel dunkel ist.

Wenn aber am Beobachtungsplatz vorwiegend DS-Objekte angeschaut und auch näher betrachtet werden sollen und dafür gerne ein höheres Gewicht in Kauf genommen wird, dann ist mehr Öffnung nicht zu verachten. Da wird es aus Kostengründen wohl eher ein Spiegel werden (SC, MAK oder kurzbrennweitiger Newton).

CS,
Stefan
 
Hallo Kay,

ein kleiner Nachtrag zum 80/400, welche ja ein f/5 ist:
Dieser hat aus meiner Sicht mit Weitwinkelokularen länger als 15mm seine liebe Mühe. Bei mir ist ein 19mm PanO dran und das oder ein ähnliches Okular in dieser Preisklasse wird aus meiner Sicht notwendig sein, wenn es WW > 15mm sein soll. Ähnliches gilt auch für f/5-Newtons.

Ein ED mit f/6 oder mehr ist da schon entspannter.

CS,
Stefan
 
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Der Heritage 130/650 ist kein schlechter Rat. Der halb offene Tubus ist weniger windempfindlich und mit einer Prismenschiene an der Rockerbox montiert, kann also bei Bedarf auch auf einem Stativ befestigt werden. Okular, Sucher und Fangspiegel hängen allerdings nur an zwei Metallstangen, deshalb machen ein schwerer 2"-Auszug und ebenfalls schwere 2"-Okulare keinen Sinn. Dafür lässt sich das Ding auf knapp 40 cm zusammenschieben und passt dann wirklich in den Rucksack. Mit einem 25er 1,25"-Okluar kommt man immerhin noch auf 5 mm AP und 60° Sehfeld bei 25-facher Vergrößerung.

Gruß
Martin
 
Hi Kay,

ich denke das mit dem Rucksack kannste vergessen. Ich habe eine 72mm Megrenz auf EQ2 (drunter, EQ1 z.B oder Fotostativ würde ich nicht gehen, da zu wackelig). Das ganze mit Stativ, Okularkoffer, unmöglich im Rucksack.
Wenn es nur mal für eine kurzen Bilci ist, nimm ein 10x50 Fernglas + Baader Sonnenfilterfolie damit bist du am flexibelsten.

Gruß
Lots
 
Die einzigen mir bekannten Rucksack Teleskope sind Reisedobsons. Alle anderen Systeme brauchen Stative welche in den wenigsten Fällen in einen Rucksack passen.
Die Mini Refraktoren sind zwar sehr klein aber das drumherum wiederum nicht.
Ich selbst verwende einen 90mm Refraktor auf einer Giro Azimutal Monrtierung mit Triton Fotostativ.
Das ganze passt inklusive Zubehör in einen Pelikoffer. Nur das Stativ muß ich extra tragen ;(

 
Alle anderen Systeme brauchen Stative welche in den wenigsten Fällen in einen Rucksack passen.
... da gibt es eine pfiffige Idee von Herbert Zellhuber:
Das Schistock-Stativ!
80/500
Auf der zitierten Seite ist dies beschrieben.
Zwei Teleskopstöcke können beim Wandern nicht schaden, den dritten hat ein Begleiter oder passt an den Rucksack.
Aber Kay, da muss man schon wieder Basteln.
Ich denke, einen 80mm f/5 müsste solch eine Konstruktion gut tragen.
Gruß
Hans-Jürgen
 
Hallo Leute,
hmmm, leider wurde meine Frage nur von den wenigsten direkt beantwortet, aber auch die anderen Tipps sind hilfreich.

Nun, ich habe einen 8er Reisedobson. Mir geht es um einen Beobachtungsplatz 5 min hinterm Haus, zu deem nur ein Fußweg führt. Dort habe ich einfach eine Fast-Rundumsicht und ca. 6 mag, vor unserem Haus nur ca. 5,5mag imDurchschnitt und einen kleinen Himmelsausschnitt.

Natürlich habe ich ein 10x50 und SoFi-Folie, guckt mal in die Beobachtungsrubrik. Auch hatte ich lange mit Großferngläsern experimentiert und auch manchen BB darüber geschrieben. Aber man kann weder die Vergrößerung verändern noch Filter einsetzen. Ein 80er als Richfielder it da etwas variabler.

Der 130er Heritage-Dobson ist wirklich ein Tipp, wobei für das Einsatzgebiet Weißlichtbeobachtung der Sonne auch wieder nicht ganz optimal...

Herbert Zellhubers Monti kenne ich natürlich aus alten Interstellarien (-rumsen???)

Leider findet man nur wenig über diese ganz kleinen EDs.
 
Hallo Kay,

Du schriebst, das Dir der ED 80 zu groß und zu schwer sei...

Fürs Schnellspechteln nehme ich einen ED 80 von Astro-Professional. Dieser wiegt als Tubus 2,5 kg und hat im Gegensatz zu dem Skywatcher ED 80 wesentlich geringere Abmessungen, da er einen echten 80er Tubus hat und nicht wie der SW ED80 nur eine 80er Optik im verkürzten 100er Tubus.
Außerdem lässt sich die Taukappe einschieben, so dass man auf ca. 45 cm Transportlänge kommt.
Passt zwar gerade so noch in einen größeren Rucksack, aber wäre aus meiner Sicht für Dich mal eine Überlegung wert, da man das Teil ziemlich universell nutzen kann.

Ich selber nehme als leicht transportable Ausrüstung dann noch eine Vixen Skypod auf dem Vixen Feldstativ mit.

Die ganze Ausrüstung (Stativ, Monti, ED, Zusatzgewicht und Halbsäule) wiegt dann ca. 13 kg.
Dazu kommt dann meist beim Schnellspechteln mein Hyperion-Zoom-Okular zum Einsatz.

Viele Grüße

Dirk

 
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Hi!

Zum Thema zu schwer ist dieser aktuelle Thread über das Abspecken eines ED80 vielleicht interessant; an den Maßen ändert sich aber erstmal wenig.

Gruß,
Alex
 
Hallo Kay,
ich habe die Antworten Deines Beitrags gelesen. Die Aussagen stimmen! Ich bin ein Bergsteiger, der in den Alpen und in den Gebirgen der Welt in großen Höhen beobachtet. Lange Jahre habe ich rumexperimentiert mit der Optik. Heute verwende ich für das Hochgbeirge eine 72mm - Williams - Fluoritoptik und nur noch Nagler- und Ethosokulare, denn nur diese Materialqualität bringt bei Refraktoren den Zugewinn an Himmelsqualität in großen Höhen, wenn man stundenlang den ca 22 kg schweren Rucksack bei alpinen Auf- und Absteigen tragen muß. Auf Reisen ohne Höhenstrapaze verwende ich einen 8-Zoll-Hofheim Dobson, denn dann ist mir der Lichtsammler wichtiger. Es spielt auch das Reiseziel eine Rolle. So verwende ich auf windanfälligen Gipfeln lieber den Rafraktor + Stativ, in Wüsten und Steppen dagegen den Reisedobson. Meine Rucksäcke wiegen alle nur bis 1 kg. Habe lange dafür rumgetestet! Vielleicht hilft Dir diese taktische Richtung.
Grüße und CS
Llicancabur


 
kein Fluorit, keine Wetterverbesserung

Tach,

Heute verwende ich für das Hochgbeirge eine 72mm - Williams - Fluoritoptik und nur noch Nagler- und Ethosokulare, denn nur diese Materialqualität bringt bei Refraktoren den Zugewinn an Himmelsqualität in großen Höhen, ...

ich bezweifle daß Nagler und Ethos Okulare das Wetter beeinflußen
und so "einen Zugewinn an Himmelsqualität" bringen können.

Außerdem hat ein 72mm Williams Refraktor keine Fluoritoptik,
wie kommst du denn auf dieses schmale Brett?

CS,Karsten
 
Re: kein Fluorit, keine Wetterverbesserung

Hi Karsten,

zum Megrez 72mm FD Apo, den habe ich ja auch. Vllt auch ein Rucksackteleskop, wenn man Stativ + Monti vor Ort hat. :biggrin:

Man könnte halt denken wegen des FD aber es ist halt ein ED Objektive.

http://www.williamoptics.com/telescopes/megrez72_features.php


Lens Design
# ED glass doublet air-spaced, in CNC machined ultra-high precision lens cell.
# Each lens is Fully Multi-Coated with a special super-high transmission coating (STM Coating) on all surfaces.

Ansosnten warum im Hochgebirge nur noch Nagler/Ethos das mehr bringen, versteh ich auch nicht.

Gruß
Lots
 
Re: kein Fluorit, keine Wetterverbesserung

Hast Du schon mal von einer Höhe über 2500m bei super Wetter zum Horizont über dem Flachland geschaut? Dann siehst Du den ganzen Dreck in der Luft, durch den man in tieferen Lagen spechteln muß. Im Gebirge sieht man einfach mehr, je höher man kommt! Da lohnen sich sogar Strapatzen und braucht dort keine große Optik. In der Schweiz und Österreich gibt es regelrechte Serzialisten für AStro-Biwaks auf lichtabgeschirmte Gipfeln, also genügend Gipfelfläche. Man muß diese meist esrt tagsüber erkunden.
Passstrassen sind nur bedingt geeignet wenn diese nachts für den Strassenverkehr gesperrt sind, z.B. Timmelsjoch.
In Mitteleuropa ist alpiner Himmel eine echte Steigerung der Bebachtungsqualität! Man muß es selbst erfahren.
CS Llicancabur
 
Hallo,

wie wäre es mit einem der 'berüchtigten' Meade ETX-70? Kostet nicht viel und der Rucksack ist schon dabei. Und GOTO auch, für alle Fälle.

Gruß Coyote

 
Hi,
auch möglich. Allerdings im Gebirge unter Bergsteigern, die Astronomie "by fair means" betreiben, also zu Fuß und nicht mit Seilbahnen zu den Beobachtungsplätzen gelangen etwas belächelt, denn "Goto" bedeutet wie hoch man rauf muß und wie lange man dazu braucht :/. Die Idee klingt aber plausibel, denn es soll ja vorkommen, daß man erst in der Dunkelheit oben ankommt, dann so erschöpft ist, daß man keinen Himmel mehr kennt und froh ist, die echte Goto dabei zu haben ;)
CS Llicancabur
 
Hallo Leute,
nachdem das Thema hier so rege diskutiert worden ist, will ich mich als Urheber des Threads nochmal einschalten.

Mein minimalistisches Set sieht jetzt so aus:

80/400er Achromat, alter Berlebach-Neiger, 32er Plössl, Hyperion-Zoom-Oku 8-24mm, evtl. 6er Planetary für die Sonne, ZS und Amici, Sonnenfilter mit Baaderfolie, für Deep-Sky die entsprechenden Filter (UHC,OIII,H-Beta). Als Clou benutze ich diese Klemme von TS:

http://www.teleskop-express.de/shop...-8--Anschluss---flexibel-bis-5-5cm---5kg.html

Das geht allerdings nur, wenn man weiß, wo man diese anbringen kann. Aber gerade Aussichtspunkte z.B. im Gebirge haben ja oft ein Geländer.
Ansonsten habe ich ein leichtes Stativ, wenn auch etwas wacklig. Da es sehr kurz ist, macht sich eine Isomatte gut, auf der man knien kann.

Leider konnte ich die Kombi noch nicht testen, ich gebe euch Bescheid.
 
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Hallo Kay,

der 80/400 ist wirklich leicht und vor allem erschwinglich.

Hast du den OIII mit dem 32mm Plössl schonmal testen können?

Da ich lediglich einen UHC habe und dieser im 32mm dunkler sein dürfte, schiele ich ein wenig in Richtung OIII.
Außer am großen Nordamerikanebel fällt mir aber kein Einsatzgebiet für eine 13fache Vergrößerung ein.

Schreib' mal deine Erfahrungen.

CS,
Stefan
 
Hallo Kay,

danke noch für den Hinweis auf den Clou in Deinem aktuellen Set. Ich hab auch noch einen Hinweis f. Dich: große Binos hattest Du u.a. wg. fehlender Filtermöglichkeit f. Deep Sky verworfen.

TS hat hier unter

http://forum.astronomie.de/phpapps/...rue/25x100_Gro_bino_mit_einschwenk#Post671298

ein interessant klingendes 25x100 bino m. einschwenkbaren Nebelfiltern z. Sonderpreis v. 349€ vorgestellt. Damit liebäugle ich persönlich gerade als Ergänzung zu meinem 8er Reisedob. Was hältst Du davon? Wenn man mehr ausgeben kann gibt es auch gerade ein Angebot mit 20x100 und 40x100 und weiteren Okularwechselmöglichkeiten f. 750€ von einem anderen Anbieter.

An Kai: Zwei von den von Dir genannten Reisedob-Kreationen bietet Christian aka deneb gerade im Forum zum Verkauf an.
 
Hallo Christo,
ich kenne dieses Glas und habe auch schon darüber nachgedacht. Aber den kleinen 80er kann ich auch gut zur Sonnenbeobachtung nutzen und auch mal höher vergrößern. Habe einige Jahre mit einem 20x80 beobachtet, das ist auch sehr schön, allerdings wünscht man sich irgendwann eine höhere Vergrößerung - und dann die Nackenstarre...
außerdem habe ich ein 25x100, das allerdings schon seit Monaten in einer optischen Werkstatt zum Kollimieren liegt. Es ist eben auch sehr schwer, zusammen mit Stativ und Neiger nicht rucksackgeeignet.
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Leute,
damit niemand in die Irre geht wegen dieser Stativklemme von Triton (Link nochmal hier: http://www.teleskop-express.de/shop...-8--Anschluss---flexibel-bis-5-5cm---5kg.html)

Das ist nur ein Notbehelf für die ganz schnelle Tour. Mit meinem 80/400er, leichtem Berlebachneiger, ZS und Hyperionzoom war die Stabilität bei den ersten Tests mehr als grenzwertig. Ein richtiges Stativ ist allemal besser. Natürlich zählt für mich, dass so eine Beobachtung überhaupt erst möglich war. Aber niemand sollte denken, dass das die Lösung des Problems sein kann. Für mich zählte aber auch das Argument, dass ich für Naturbeobachtungen so auch ein leichtes Stativ habe, welches sonst zuhause bliebe...

Ansonsten ist diese Variante schon sehr flexibel. Ich habe sie in einem Rucksack, der immer im Auto liegt.
 
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