Säule oder Stativ auf Balkon / Terrasse - was tun?

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Raumhund

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Hallo Forum,

ich beobachte fast ausschließlich von meiner Terrasse aus. (Stadthimmel - shame on me)
Aktuell geht viel Zeit für das Aufstellen und ausrichten der Montierung drauf, daher würde ich mir das gerne etwas erleichtern.

Unsere Terrasse (eigentlich ein Balkon) ist aus einer Betonplatte und ruht am Ende auf Stahlstützen. Auf der Betonplatte liegen Dielen.
Aktuell stelle ich mein Stativ auf die Dielen - nicht so toll...

Die einfachste Lösung für mich: Drei löcher in die Dielen bohren, damit steht das Stativ halbwegs reproduzierbar und die Schwingungen der Dielen übertragen sich nur gedämpft auf das Stativ.

Lösung 2 - eine Halterung für eine Säule fest auf den Beton schrauben - diese darf aber nicht über die Dielen überstehen (maximal ~5cm Höhe!) sonst gibt es keine Genehmigung seitens der Regierung.
Diese Lösung ist aufwendiger, und es gibt einige Details zu klären:

Bringt mir die Säule nennenswerte Vorteile? (kann sie nicht ausfüllen, sie muss noch tragbar sein!)
Bekomme ich mit der verfügbaren Höhe die Säule gut und einfach mit dem Fuß verbunden?
Die Höhe ist ohnehin ein leidiges Thema, ich würde gerne das Teleskop so hoch wie möglich montieren - wie hoch ist noch sinnvoll?


Als Montierung habe ich eine EQ6, aber es könnte auch mal was größeres werden - wer weiß das schon...
Mechanisch kann ich durchaus kreativ werden und Zugang zu Maschinen habe ich auch.

Für Vorschläge / Denkanstöße bin ich offen und dankbar!
 
Hallo,

für Deinen Fall kommt mir ein gutes Berlebach-Stativ in den Sinn. Balkon klingt für mich generell nach Schwingungsanfällig, wobei ohne nähere Kenntnis der Ausführung Amplitude, Dämpfung und Eigenfrequenz nicht abschätzbar sind. Ein Holzstativ hilft da eher als Metall. Und "Säule tragbar" ist für mich, es sei denn als Säulenstativ, die Quadratur des Kreises. Was soll sie dann bringen? Dann kannst Du auch eine mit Wasser gefüllte Kunststoffblase unter das Stativ hängen als Dämpfer.

CS
Jörg
 
Danke für deine Antwort!

Der Balkon ist 5m ausladend, 2,7m breit und 20cm dick. An einem schmalen Ende ist er an das Haus angeschlossen. Am anderen Ende ruht er auf 2 doppel T-Trägern, die auf 2 Fundamenten sitzen. Die Fundamente müssten so 70x70 cm sein.

Beobachtet werden soll über den Trägern, ziemlich direkt über dem einen der beiden.

Ich möchte primär den Aufwand beim Aufbauen reduzieren. Eine Säule hätte für mich noch den Vorteil, dass ich keine Stativbeine im Weg stehen habe, über die man stolpern kann... (Beobachte manchmal auch mit kleinen Kindern)
 
Das mit der Regierung kenne ich...

Mir fallen spontan solche Säulenstative ein (gerade noch trag- oder rollbar). Denen könnte man sicher auch Spikes verpassen, sofern nicht mitgeliefert:


oder wenn's teurer werden darf:



Ich würde mit dem Händler eine Rückgabe-Option, ggf. gegen faire Gebühr, bei der günstigen Skywatcher-Säule vereinbaren und das mal zuhause ausprobieren.
 
Moin,

in der beschriebenen Lage bin ich bei Peter - das dürfte da die beste Variante sein. Irgendwas anschrauben oder so bringt nix, die Stahlträger und die große rel. dünne Betonplatte bringen auch keine Pluspunkte, da ist so ein Säulenstativ eine gute Variante.

CS
Jörg
 
Danke für eure Tipps - aber ein Punkt fehlt mir noch bei der Überlegung:
Was bringt mir die Säule vom Aufwand her?
Und, wie ist die Stabilität und Schwingneigung der günstigen Säule im Vergleich zum EQ6 Stativ mit drei Beinen - aus dem Bauch heraus würde ich vermuten, das steht stabiler?
 
Hi,

eine weitere Möglichkeit, um die im Wege stehende Beinfläche des Statives zu verringern ist es, das Stativ nicht auszuziehen, sondern einen Kurzsäulenflansch auf das Stativ zu setzen:


Damit schwingt das Stativ auch weniger, also eine Kombination aus vorhandenem Stativ und einer Säule. Und man hat mehr Bewegungsfreiheit mit längeren Teleskopen, die dann nicht an den Beinen anstoßen.

Diese gibt es auch von anderen Händlern mit seitlichem Eingriffsloch zum einfachen An- und Abschrauben des Montierungskopfes.

Gruß, Gerd
 
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Hallo!

Ich habe beides, Stativ und Säulenstativ, und der Unterschied ist wirklich groß. Die Länge der Beine scheint sehr viel auszumachen. Zwischen Säulenstativ und gleich großer/schwerer Säule ist meines Erachtens kein so großer Unterschied.

In diesem Fall hier ist es aber wirklich wichtig, Stativ, Säulenstativ oder Säule (was auch immer es wird) direkt auf den Beton und nicht auf die Dielen zu stellen. Meine „quick and dirty“ Lösung wäre es, die betroffenen Dielen (mit etwas Glück sind es nur zwei), oder Teile davon, wenn das möglich ist, abzuschrauben und nur noch mit Dübeln festzustecken. Dann lassen sie sich zum Beobachten einfach entfernen. Vielleicht lässt es sich auch mit Scharnieren so lösen, dass sich Teile der Dielen an den Stellen mit den Stativbeinen wegklappen lassen. Ich gehe dabei aber von unserer Holzterrasse aus, bei der so etwas möglich wäre.

Grüße
Maximilian
 
Danke für euren Input!

Ich habe mit der Regierung überlegt und wir haben uns gegen eine Säule entschieden.
Fürs erste machen wir es so: Ich bohre in / zwischen die Dielen Löcher (~15-20mm) darunter werden Gewindebolzen in den Beton geschraubt, so dass sie unterhalb der Dielen enden. Zum Beobachten werden auf die Bolzen dann Adapter geschraubt, auf denen das Stativ ruht. Die Adapter stelle ich mir als eine Art Halbkugel vor.

Damit hätte ich mit wenig Aufwand eine sehr dezente Lösung.
Vorteile:
Die Dielen sind vom Stativ entkoppelt
Das Stativ steht ziemlich reproduzierbar
Die Lösung ist bei Nichtbenutzung sehr dezent
Die Lösung ist einfach und günstig umzusetzen - "mal eben schnell"

Zusätzlich besorge ich mir noch eine Säulenverlängerung, die scheint ja noch einige andere Vorteile zu bringen!
 
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