Säule stabil, aber wie?

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Sterngeist

Aktives Mitglied
Hallo,
ich besitze schon seit längerer Zeit ein Säulenstativ, Marke Eigenbau. Nun muss ich aber irgendwie etwas falsch geplant haben. Die Säule schwingt ziemlich heftig. Ich wollte fragen, wie ich die Säule überarbeiten soll, damit die Schwingungen reduziert werden. Hier mein Teleskop auf der Säule:

Link zur Grafik: http://falko.eggert.at.interims.de/Bilder%2FTeleskop%2Ejpg

Ich habe mir gedacht, die Säule mit Beton auszufüllen. Würde das was bringen? Was schlagt ihr vor?

Gruß
Falko
 
Hallo!
Ich würde drei Dreicecke zwischen Boden und Säule anschweißen. Damit bekommst du eine größere Auflagefläche. Die schwingungen werden weniger!

Betomn kann man machen aber nimm doch einfach schwarzen Basaltsand. Der besteht, wenn du die Säule voll hast nihct aus EINEM Stück Beton sondern as vielen kleinen Körnchen, die alle Einzeln gegenseitig sich beruhigen (besi Schwingungen!)

UNd du kannst im Bedarfsfall mal den Sand entfernen (wenn du mal ein Stromkabel in die Säule ziehen willst! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

mfG Michael
 
Hallo Falko,

wie Der_Michael schon schreibt, einfach die Säule mit Sand auffüllen, das hilft. Ob es nun schwarzer Basaltsand sein muß oder es auch weißer Sand von Dubai's Badestränden sein kann, müsste ein Versuch zeigen. Aber Sand hilft. Trocken halten, sonst gibt es im Winter Überraschungen (Frost).

Gruss,
Chris
 
HI Chris!
Ja das mit dem schwarzen Basaltsand das habe ich geschrieben, weil ich es mit dem Zeug mache und noch 20 Schubkarren von dem Zeug rumliegen habe (nicht mehr lange).. natürlich kann man auch anderen Sand nehmen!
Das mit dem Frost vestehe ich allerdings nicht! Also wenn man das Teil nihct ganz "rappelvoll" macht, dann müsste das auch ohne spzielle "TRockenhalterungsmaßnahmen" gehen oder?
mfG Michael
 
Hallo,
danke erstmal für eure Antworten. Ich werde es bestimmt mal mit dem Sand probieren. Mit Kies müsste es doch auch gehen? Mit den Dreiecken an den Fuß anschweißen werde ich erstmal noch nicht machen. Erstmal sehen, wie sich das Füllen der Säule auf die Stabilität auswirkt.

Gruß
Falko
 
Hallo Falko,

mit Kies geht es wohl auch, aber die Dämfung kommt durch die Reibung der Sandkörner aneinander. Viele Sandkörner - viel Reibung - gute Dämpfung. Wenig Kiesbrocken - wenig Reibung - wenig Dämpfung.

Wg. Wasser: feuchter Sand geht wohl, aber wenn er richtig nass ist und im Winter friert, dann dehnt sich auch ein Sand/Wasser Gemisch aus und kann die Säule beschädigen.

Gruss und gutes Gelingen,
Chris
 
Hallo Falko,

den Sand oder Basaltsplitt, z.B. einfach in die dünne Küchenmüllsäcke füllen und mehrere hintereinander, verbunden durch eine dünne aber feste Schnur in die Säule hinablassen und leicht andrücken. So bleibt der Sand trocken und lässt sich auch leicht wieder rausholen.

Gruß Günter
 
Hallo Falko,

wundert mich gar nicht, dass es wackelt - muß ja wackeln! Du gibst zwar keine weiteren Konstruktionkriterien bekannt, aber ich kann es mir gut denken, wo es fehlt...

Bei der VdS-Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau kannst du jederzeit nachfragen, wie die geplante Konstruktion einschätzt wird und was man daran ggf. verbessern könnte. Da fragten auch schon Dipl.-Ing. nach, weil sie sich der Sache nicht ganz sicher waren...

Vielleicht bist du sogar VdS-Mitglied und weißt noch gar nicht von der Aktivität der Fachgruppe - könnte ja sein? Andererseits werden auch Anfragen von VdS-Nichtmitgliedern entgegengenommen und beantwortet

Übrigens, wer nun eine "verkappte Webung" vermutet: die VdS arbeitet eng mit Astronomie.de zusammen...


Freundliche Grüße, Herbert Zellhuber
Fachgruppe Amateurteleskope/Selbstbau

http://zellix.bei.t-online.de (Nirostas Teleskopbauseite)
http://www.vds-astro.de/fg-selbstbau (Fachgruppe Selbstbau)
http://www.vds-astro.de/fg-amateurteleskope (Fachgruppe Amateurteleskope)
http://www.vds-astro.de (Vereinigung der Sternfreunde)
 
Hallo,

ich sehe gerade, dass es gar nicht so einfach ist, die physikalischen Tatsachen von Steifigkeit und Schwingungsverhalten einem Konstrukteur so mitzuteilen, dass er es perfekt nutzen kann. Ich möchte versuchen, dies auf einer weiteren Webseiten bestmöglich zu erklären. Ich bitte deshalb um etwas Geduld...

Im Montierungsbau habe ich das schon zu erklären versucht - Säulen verhalten sich im Prinzip genauso...

Gruß, Nirosta
 
Hallo mystischer Falco,
Dein Säulchen, das eher ein Stängelchen ist, "muß"
wackeln, da kannst Du noch so viel Sand, egal welche Farbe,
hineinschütten!!
Die Basis kann mit drei angeschweißten Streben, die vom
oberen Teil pyramidenförmig auf die Grundplatte zulaufen, so verbreiter werden,daß Du garantiert keine Schwingungen mehr hast.
Vergleich: ein transportables Leichtbaustativ steht ja
auch immer auf drei Beinen, und nicht auf einem
Stängelchen.
Viel Erfolg bei Deiner Stabilisierung und klaren Himmel
Peter Böhm. Link zur Grafik: http://people.freenet.de/astropit/ote1200.jpg
P.S.Du mußt die Basis ja nicht so brutal breit machen, wie hier
an meiner Knicksäulen-Monti, aber das Prinzip wird klar.
 
Abend,
dass mit dem Sand hätte mir vielleicht mal jemand eher sagen sollen. Habe mir heute Sand vom Nachbarn geholt, schön ausgesiebt und dann die Säule damit gefüllt. Ergebnis, sie wackelt mehr als vorher. <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/mad.gif" alt="" /> Mein Vater schlug vor, die Säule doch einfach auf das Fundament zuschrauben. Er ist der Meinung, dass die Schwingungen vom Fuß herrühren. Denn momentan steht die Säule ja auf drei Schrauben. Würde das was nützen? Die Lösung, dass Stativ komplett zu überarbeiten, so mit schweißen und neu verzinken meine ich, würde ich als Letztes in betracht ziehen.

Gruß
Falko
 
Hallo Falko,
es tut mir ja leid, daß ich in Deinem Falle richtig lag,
aber es geht hier um die Geometrie der Kräfte, und in diesem
Fall sieht man, ohne zu rechnen, daß eine seitliche Versteifung die Lösung ist. Dein Vater hat sicher erkannt,
daß der Fuß viel zu schmal ist. ich verstehe allerdings auch nicht, daß die Säule auf 3 Schrauben steht.Ist der Fuß nicht auf die Basis fest aufgeschraubt?
Selbst dann würde ich 3 Streben seitlich etwa ab Säulenmitte
verschrauben, die schräg nach unten in die Fundamentplatte,
natürlich nicht auf dem kleine Füßchen, verschraubt
werden, damit kannst Du garantiert jede Wacklizität eliminieren.
C.S.Peter. P:S.Wenn Du willst, kannst Du mich heute kurz anrufen 06340/322
 
Hallo Falko,

ich war davon ausgegangen, das das verzinkte Dreieck der Säule fest auf dem Betonfundament verschraubt ist. Wenn sie nur auf drei Schrauben STEHT, dann wird es schwierig. Sorry.

Alles Gute,
Chris
 
Hallo,
also heute hab ich die Säule mal mit ihrem Fuß direkt auf die Basis gesetzt und siehe da die Ausschwingzeit beträgt ca. 2 Sekunden. Das ist doch schon ganz ordentlich? Ich wollte das bloß immer nicht machen, weil ich Angst hatte, die Säule ist dann nicht ganz waagerecht, aber es haut auch mit der Waage einigermaßen hin. Ist es eigentlich sehr schlimm, wenn die Montierung nicht 100-prozentig in Waage ist?

Gruß
Falko
 
Hallo,
Die Ausrichtung der Säule ist eigentlich völlig belanglos, solange die Montierung darauf richtig ausgerichtet ist. Sehe ich das richtig? Du hast die Säule lediglich draufgestellt? ich war immer der Meinung daß so eine Säule fest auf den Betonsockel geschraubt wird mit mindestens drei Bolzen die in dem Beton eingegossen werden.
Grüße Martin
 
Ja, da bist du der richtigen Meinung. Die Montierung ist schon fest auf den Betonsockel aufgeschraubt, zumindest jetzt. Vorher hatte ich unter dem Fuß der Säule an den Schrauben, welche fest im Beton drin sind, noch Muttern dran, mit dehnen ich die Säule genau in Waage bringen konnte und über dem Fuß Hutmuttern. Aber eben diese Konstruktion führte ja zu der wackligen Angelegenheit. Hab ich das richtig verstanden, ist es egal, wenn die Säule nicht 100-prozentig in Waage ist. Dann ist doch die Montierung auch nicht 100-prozentig in Waage. Und das müsste doch dann selbst bei genauer Einnordung zu Nachführfehlern führen. Sehe ich das richtig? Ich habe da nämlich Astrofotografie im Sinn.

Gruß
Falko
 
Hallo Falko,

einnorden einer Montierung heißt doch im wesentlichen die Polachse genau parallel zur Erdachse auszurichten. Da ist es völlig egal, ob die Grundplatte der Montierung genau waagerecht steht oder nicht. Es sein denn, du hast keine Verstellmöglichkeit an der Montierung selbst?

Wenn aber doch, dann mach dir keine Sorgen um die genau senkrechte Aufstellung der Säule. Hauptsache, sie ist stabil.

Gruß und

 
Hallo,
Ralf hat es ja schon gesagt: Man hat an den Montierungen immer die Möglichkeit die Rektascensionsachse in Höhe und Azimut auf den Pol auszurichten. Dann ist es ziemlich egal, ob die Säule ein paar Grad schief steht.
Ich sehe das öfters, aus einer massiven Säule schauen oben drei Gewindestangen von ca. 8 mm Dicke raus, 10 cm drüber fängt dann die Montierung, bei dir sogar die Stahlsäule an. Das muß schwingen! Je länger die Gewindestangen sind und je höher die Masse die da dran hängt, desto niedriger ist die Frequenz.
Grüße Martin

 
Da bin ich aber froh, dass das nicht so schlimm ist, wenn die Säule nun nicht 100-prozentig in Waage steht. Danke, dass ihr mir soviel zum Thema Säule sagen konntet. Bin jetzt schon wesentlich schlauer als vorher. Und jetzt kann ich´s ja auch mal mit der Langzeitastrophotographie probieren.

Gruß und Cs
Falko
 
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