Saturn am 19.6.2017

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Klaus_Fischer

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Hallo liebe Sternen und Planetenfreunde,

am 19.6. konnte ich beim Warten auf die Dunkelheit und M8/M20 folgendes Saturnbild aufnehmen.
Gefilmt am C8 mit ASI120MM-S, mit Q-Turret Barlow, je Kanal 1 Minute, ca. 50-70% der Bilder verwertet und gestackt.
Nachbereitung mit Fitswork als R-RGB.

Was mich mal interessieren würde:
Wie macht ihr das so mit der Aufnahmetechnik / Bildverarbeitung (hauptsächlich die Monochrom-Kameranutzer), dass die Farben möglichst neutral bzw. natürlich werden?
Mir gefällt meine Aufnahme farblich noch nicht so gut.

Mein bestes Bild aus 2016 gefällt mir farblich da besser (ist unten auch angeheftet - das kleinere von beiden).

Muss man mit monochromer Kamera alle Kanäle mit dem gleichen Gain / Belichtungszeit aufnehmen, damit das Weiß / der Hintergrund neutral wird? Da kommt es ja auch wieder auf die Filtercharakteristik an, oder?

Bzw. gibt es nach der RGB-Kombination die Möglichkeit, z.B. in Fitswork, einen guten Weißabgleich zu machen? (Wenn man einen Punkt im Bild als Weißpunkt setzt, muss man ja auch sicher sein, dass der wirklich weiß ist, sonst gibt's Farbfehler, bzw. das Bild brennt aus, wenn die Stelle, die man anklickt, nicht gesättigt ist...?)

Wie macht ihr das so?

Schöne Grüße,
Klaus
 

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Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Das ist ein starkes Ergebnis Klaus.
Farbe und Schärfe gefallen mir gut. Du scheinst dein Scope gut im Griff zu haben.
Danke für's zeigen.
 
Hallo Mark,

vielen Dank für das Kompliment! :)

Ich bemühe mich, immer noch was dazu zu lernen, was Aufnahmetechnik, Bildverarbeitung etc. angeht. Deshalb dachte ich, ich stell es mal hier ein, und frage nach den Erfahrungen der anderen Planetenspechtler bzgl. Farbe.

Evtl. lag es ja auch am Tiefen Stand und einer zu "verdreckten" Atmosphäre, warum er etwas "bräunlicher" wirkt, als bei meinem besten Bild vom letzten Jahr...

Ich hab da aber zu wenig Erfahrungswerte, um das beurteilen zu können.

Was mir bei diesem Bild sehr geholfen hat, war ein Tipp, den ich neulich hier im Forum gelesen hatte:
Ich habe an den Fokusknopf des C8 eine Wäscheklammer drangemacht.
Solche Tipps (auch bzgl. Bildverarbeitung) sammle ich immer in einer Datei, wenn ich sie hier lese, da man sie im Zweifel hier sonst nicht mehr wieder findet, wenn man sich dumpf dran erinnert.

Dies hat enorm beim Scharfstellen geholfen!
1) hat man eine Hebelwirkung, so dass der Weg der Wäscheklammerspitze in einen viel geringeren Fokusweg am Fokusknopf umgesetzt wird (sozusagen eine Mikro-Untersetzung für den schmalen Geldbeutel), und

2) braucht man zum fokusieren nicht mehr wirklich anfassen, sondern es reicht, wenn man die Klammerspitze etwas mit einem Finger "schiebt", was das Bild viel ruhiger sein lässt, da man nicht mehr so stark verwackelt.

3) hat man durch die Stellung der Klammer, wenn man mehrmals über den Fokus drüber fährt, eine ungefähre Orientierung, wo ca. die Optimale Stellung ist. Bei einem Drehknopf ohne Markierung fehlt einem das auch.

Auch wenn das Bild schon recht gut ist, würden mich dennoch die Erfahrungen anderer Planetenspechtler mit monochromen Kameras bzgl. Farbe im Endbild interessieren...

Hoffe wieder auf ein paar Tipps für meine Sammlung ;-)

Schöne Grüße,
Klaus
 
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