Saturn-Bedeckungsabenteuer

Anette_Aslan

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Liebe Astrogemeinde,
heute gegen 15h habe ich schon angefangen meinen C8 unter noch bedecktem Himmel aufzubauen, es sollten etwas Wolkenlücken zu erwarten sein, bei allerdings hoher Bewölkung, es naht eine Warmfront. Ich war vielleicht angespannt und rannte da bei knapp über Null und später dann bei Null hin und her, um nicht einzufrieren. Nach meiner Ortszeit für Wien sollte das Ereignis der Jupiterbedeckung ja gegen 18:10h stattfinden. Die untere Wolkenschicht verschwand, doch der obere Wolkenschleier wurde dichter und dichter, Mond und Venus schimmerten hindurch, von Saturn keine Spur, den bekam ich aber mit meinem Feldstecher sehr matt rein. Auch fotografisch konnte ich Saturn mit dem Händy nicht aufspüren. Ich wurde immer nervöser. So gegen 18h dann fing ich an die ersten Bilder zu schiessen, bis 10nach 18h und auf dem Bildschirm der Canon konnte ich Saturn dann winzig klein erkennen, habe immer wieder verschiedene Belichtungen und ISO Zahlen ausprobiert. Und so 4 Minuten vorm Mond macht die Batterie pleite, die war vorher voll aufgeladen, diese Kälte zapft doch gewaltig an den Batterien herum. Den Eintritt also total verpasst, um eine neue Batterie zu holen und dann auf den Austritt gewartet, der sich aber absolut nicht zeigen will. Versteh ich nicht. Zu hell, du überbelichtet zu was? Habe wie wild so viele Aufnahmen gemacht, aber Saturn ist beim Austritt nicht zu erkennen. Die Cirrenschicht ist auch nochmals dichter geworden, möglicherweise lag es daran? Wie gesagt, alles durch dicke Cirren aufgenommen.
Immerhin, man kann ihn sehen, so kurz vorm Mond, mit blossem Auge war das unmöglich. Schade, hätte mich so gefreut, dieses Ereignis in den Kasten zu bekommen.
LG von Anette
 

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Hallo Anete

Bei und in Metzingen alles zu keine einzige Möglichkeit.

Manfred
 
Hallo Anette,

hier 80km nördlich von Berlin ein ähnliches Verfahren.
Langer Tag, dann den Eintritt um Sekunden verpasst, das wäre trotz wechselnder Bewölkung sogar noch gegangen. Dann für den Austritt den 8 Zoll Dobson aufgebaut und den Austritt von Rhea auf Stellarium verfolgt, als Vorläufer des Saturn, und am Himmel nur zusehen können, wie der Mond in immer dichteren Wolken verschwand, bis er auch im Sucher nicht mehr auffindbar war. Immerhin konnte ich beim verpassten Beginn der Bedeckung mal wieder die Venus im Fernglas sehen.

Nächster Termin 07.01., Titanmondschatten auf Saturn.
Meteorologische Wünsche sind zu richten an A.Aslan, Wetterfee :)

CS,
Henning
 
Hallo MarGor,
so hatte ich mir das ja gewünscht, ganz wie auf Deinen Aufnahmen. Klasse, was will man mehr? Kannst Du mir auch verraten, wie Du das hinbekommen hast? Welche Belichtungszeiten, ISO ...etc....Ich vermute mal, Du hast keinen Focalreducer verwendet?
LG von Anette
 
Hallo Anette
Die Einstellungen sind kein Geheimnis
OPTIK - Celestron C9.25 + 1,5x Barlow gibt eine Brennweite von 2350 x 1,5 = 3525mm. Da ich ewas "ein" fokossieren musste, war die tatsaechliche Brennweite etwas kurzer, um 3400mm. Allein aus diesem Grund muss man eine sehr stabile Montierung nutzen (Pegasus NYX-101 bei mir) UND muss peinlich genau die Schaerfe einstellen.
KAMERA - die Einstellungen waren: Beissabgleich "Sonne", 1600 ISO, Verschlusszeit war 1/30s bei der Bedeckung, 1/15s bei der Abdeckung. Verschluss wurde durch einen Drahtausloeser ausgeloest.
Bei weiteren Fragen, kann ich gerne weiter helfen
 
Lieben Dank für diese Antwort MarGor. Ich hatte natürlich die Brennweite verkürzt, aus Angst, den Überblick zu verlieren.
LG von Anette
 
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