Saturn erstes Astrofoto

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mightymartin

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Saturn bei 180x mit 120/900 ED APO und 5mm BGO freie Okularprojektion auf Sony Cybershot DSC W90
28.03.2011, ca 21:50 Uhr, Seeing schlecht bis mäßig, Dunst

Link zur Grafik: http://s7.directupload.net/images/110328/ru3efxph.png

Hat jemand zufällig etwa zur gleichen Zeit ein ordentliches Foto gemacht? Es würde mich interessieren, wo der Sturm zu dieser Zeit war.
LG
Martin
 
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Hallo Martin
Habe leider zu diesem Zeitpunkt keine Aufnahmen gemacht.
Auf deinem Bild kannst du aufbauen.
Ich würde dir einen Versuch mit einer guten Barlow vorschlagen, und möglichst gut fokusieren.
Gut wäre es natürlich, wenn du auch noch mit einer DMK-Kamera Bilder machen könntest, kenne halt dein Budget nicht.
Viel Spass bei der Sache.
LG
Peter
 
Hi Peter
Vielen Dank
Ja es ist mein allererstes Astrofoto uberhaupt.Habe bei der cybershot die iso auf hochste also 3200 gestellt,Punktfokus und schnellste Serie genommen 3/s. Das waren dann 94 Bilder mit 3fach opt zoom und 8Mp je Bild. Habe versucht. In Registax zu alignen und zu stacken aber habe es nicht hinbekommen weil es immer doppelbilder erstellt hat. Das ist Bild Nr 90 und habe noch etws den Kontrast erhoht. Die DMK21 haben viele ja? Kann man die auch ohne Laptop betreiben?
LG Martin
 
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Hi Martin!

Hast Du mal den Mexican-Hat-Filter bei Giotto ausprobiert ? Da kann man viel aus seinen Rohbildern rausholen.

z.B.:
Dreieck, Butterworth, Rauschfilter Gauß Größe 3, Filter Größe 9 Wirkung 270%

Dreieck, krit.Dämpfung, Rauschfilter Gauß Größe 3, Filter Größe 7 Wirkung 1200%

Gruß aus Köln
Ingo

PS: Ich habe jetzt mit 1500 Frames schöne Ergebnisse erzielt. Versuch's mal
 
Hi Ingo
Ja den kannte ich auch schon aus dem Buch Digitale Astrofotographie von Oculum. Habe ihn mit angeklickt aber so richtig bin ich mit dem Ergebnis insgesamt nicht zufrieden. Ich denke ich habe zu wenig Fotos gemacht und (deshalb) auch zu schlechte mit in den Stack eingebunden. Aber dafür ist es das erste Astrofoto. Für 1500 Frames muss ich ja ganz schön lange Knipsen :) da hat sich der Saturn schon einmal herumgedreht und ich gucke blöd aus der Wäsche :)
Vielen Dank für die Tipps, ich probiere es mal
LG
Martin
 
Hi Martin,

wenn Du jedes Bild einzeln auslösen musst, sind 1500 Bilder natürlich nicht drin - ist die Sony Cybershot eine Kompaktkamera ?
Diese riesigen Bildmengen erzielt man mit Webcams oder Ähnlichem, die dann so bis 60 oder sogar mehr Bilder pro Sekunde knipsen.
Ich habe mir halt für rund 500 Ocken :erschreck: die hier sehr gerne verwendete DMK21 von The Imaging Source zugelegt - das Hobby ist irgendwie nicht billig.

Was die Einstellungen des Mexican-Hat-Filters angeht, ist Rumprobieren angesagt - der Filter hat ja so ein Vorschau-Bild, wo man sofort (d.h. sofort nachdem Giotto zu Ende gerechnet hat :/ ) sieht, was der Filter mit dem Bild so macht.

Ich habe die Erfahrungen gemacht:

- Filtergröße klein halten, dann kommen die Details feiner
- Kritische Dämpfung braucht große Werte für die Wirkung
- Butterworth, Bessel und Quadrat brauchen kleine Werte für die Wirkung

Probier halt 'rum und viel Spaß !

Ingo

PS: Digitale Astrofotografie, Oculum Verlag habe ich auch. Die Beispiele für den Mexican-Hat-Filter sind halt - Beispiele !
 
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Hallo Martin,

wilkommen im Club der Planetenfotografen :)

Deine Cybershot ist nicht wirklich gut geeignet, um Planetenfotografie zu betreiben. Da sind Webcams oder die DMK´s besser geeignet. Weil sie einen kleinen Chip haben, ist ein einzelnes Bild nur 300 - 900 kB groß, es lassen sich innerhalb von 3 Minuten 1000 und mehr Bilder machen und beim Stacken werden dann nur die besten weiterverwurschtelt.

Nachteil: Du brauchst definitiv einen Rechner zum Aufnahmen. Laptop ist ideal, nen Desktop möchte ich nicht auf´s Feld schleppn müssen...

Falls Du auf den Laptop verzichten willst, bleibt eigentlich nur noch der Einsatz eines Camcorders. Da kannst aber über dem Monitor vom Camcorder die Schärfe nicht so gut beurteilen, weil der Monitor so klein ist. Außerdem sind Camcorder nicht so empfindlich wie Webcams.

Die allermeisten Planetenfotografen nutzen deswegen Webcams oder teurere Kameras + Laptop.

Dein Einzelbild ist verrauscht (das ist völlig normal) und zeigt zudem noch starke farbige Ränder. Die kommen entweder vom falschen Aufnahmezeitpunkt (Planet zu tief am Horizont) oder vom Farbfehler des Apo + Okular + optischer Zoom der Cybershot.

Das Rauschen geht weg, wenn Du viele Aufnahmen mittelst, die farbigen Ränder kann man einigermaßen mit RGB-Korrektur in Giotto zurechtrücken. Die Schärfe hängt vom Seeing ab. Da hilft nur Geduld und sehr sorgfältiges Scharfstellen :)

Für den Einstieg in die Planetenfotografie empfehle ich Dir ne gebrauchte Webcam (740 Pro, 840 Pro, SPC 9000) für ca. 50 Euro oder eine gebrauchte DMK (s/w Version) bzw. DBK (farbige Version) ca. 300 Euro. Es muß ja net unbedingt was nagelneues sein...
 
Hallo Fee
Vielen Dank für die vielen Infos. Kann man die webcam einfach an den oaz anschliessen? Habe eine alte aber die passt glaub ich vom Gehäuse nicht dran. Habe mir das schon gedacht muz der Bildgrosse auch weil Giotto Fehlermeldungen wegen Speicherüberschreitung angegeben hat. Aber eine wichtige Frage hätte ich noch: Würde es gerne mit DSLR probieren weil ich die dann auch für Deep Sky mitbenutzen kann.Wie ist die denn geeignet? In den Fokus bekomm man sie ja schon mal mit Adaper.
Gruss Martin
 
Hallo Martin,
Ich bin auch ganz am Anfang und fotografiere mit einer Canon Powershot A95.
Mein Ergebnis sieht bisher so aus:
Link zur Grafik: http://www.iname.de/images/cache/Y500/edd307b15a404207aaed1e997e1296edV22.JPG
Noch nichts Tolles, aber es wird schon! :biggrin:
Hier noch ein Jupi:
Link zur Grafik: http://www.iname.de/images/cache/Y500/d7bb5143745202bc5b2f049afc1cd183V1.PNG

Daten:
102er Noname ED Triplet 714, Speers Waler 4,9
Canon Powershot A95 per Klemme am Oku; AVI 30s, 300 Bilder, mit Nachbearbeitung Giotto

Grüße Uwe
 
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Hi Martin,

Kann man die webcam einfach an den oaz anschliessen? Habe eine alte aber die passt glaub ich vom Gehäuse nicht dran.

was für ein Gehäuse die Webcam hat, is wurscht. Wichtig ist, daß sie einen empfindlichen Chip hat. Bewährt hat sich der Sony ICX098BQ, der ist in den Philips Webcams drin.

Am Gehäuse ist ein kleines Gewinde mit 12 mm Durchmesser. Da drin sitzt die Originaloptik. Auf der Rückseite der Originaloptik sitzt ein kleines Glasplättchen, das einen IR-Sperrfilter aufgedampft hat, weil der Chip im Gegensatz zu unseren Augen für IR-Licht empfindlich ist.

Wenn Du die Originaloptik von der Webcam wegschraubst, ist auch der IR-Filter weg. Du benötigst neben dem Adapter vom Webcamgewinde auf 1 1/4" Rohr (Okularsteckmaß) also noch zusätzlich einen IR-Sperrfilter. Beides gibt es im Astro-Handel zu kaufen...

Bei einer gebrauchten Webcam hier aus dem Biete-Board ist das meist gleich mit dabei. Einfach mal schauen und im Zweifelsfall nachfragen...

Habe mir das schon gedacht muz der Bildgrosse auch weil Giotto Fehlermeldungen wegen Speicherüberschreitung angegeben hat.

genau. Stacke ich große DSLR Bilder, bekomme ich auch diese Fehlermeldung. Entspannter ist es, wenn der Rechner richtig viel RAM hat. 2GB sind ok :)

Aber eine wichtige Frage hätte ich noch: Würde es gerne mit DSLR probieren weil ich die dann auch für Deep Sky mitbenutzen kann.

Für Planeten kannst knicken, für Deepsky ganz ok. Aber scharf stellen solltest auch da über den Bildschirm vom Rechner. Und Finger weg vom Auslöseknopf. Macht nur Verwackler ins Bild.

Wenn DSLR, dann bitte eine, für die es entsprechendes Zubehör (Drahtauslöser, Akkugriff) und Software (Kamera vom Rechner aus steuern) gibt. Canon ist da recht verbreitet.

Achtung, die EOS 300D und ältere Modelle haben ein Problem mit dem Ausleseverstärker. Der produziert bei Langzeitaufnahmen "rosa" Verstärkerglühen an der Seite. Ab der 400D ist das "Verstärkerglühen" weg, weil der Verstärker nur während der Auslesezeit eingeschaltet ist.

Deepsky durch das Teleskop erfordert aber eine richtig gut eingescheinerte stabile Montierung und Autoguiding. Das geht richtig ins Geld.

Zum Einstieg in Deepsky-Fotografie würde ich erstmal die Montierung ohne Teleskop nehmen und die Kamera mit einem oder mehreren Festbrennweiten-Teleobjektiven (135 - 300 mm) betreiben. Damit ist auch bei einer schwächeren Montierung einiges machbar. Um Bildbearbeitung kommst dabei aber auch net rum. Das bissy "Knipsen" ist nur ein kleiner Teil der Arbeit!

 
Huhu

@UChemnitz: Das sieht doch schon gut aus...Respekt! :-) Den Jupiter finde ich besonders gut gelungen. Ich wohne auch gleich um die Ecke von dir..naja fast.

@Sternenfee: Gibt es bei der DSLR auch eine Option nur einen Bildausschnitt in der Mitte zu speichern, oder möchte die immer den gesamten Chip abspeichern und die grossen Datenmengen generieren??? Ja hatte an eine EOS gedacht später mal. Ich habe aber nur ein Teleskop und so soll es auch bleiben und möchte auch nur eine Cam deshalb. Aber bei den 3 webcams die du genannt hattest, welche ist denn da am lichtempfindlichsten bzw besten 740 Pro, 840 Pro, meinst du SPC 900 oder 9000?

Vielen Dank für die freundliche Unterstützung
 
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Hi Martin,

Gibt es bei der DSLR auch eine Option nur einen Bildausschnitt in der Mitte zu speichern, oder möchte die immer den gesamten Chip abspeichern und die grossen Datenmengen generieren???

nein, die DSLR ließt immer den gesamten Chip aus.

Ja hatte an eine EOS gedacht später mal. Ich habe aber nur ein Teleskop und so soll es auch bleiben und möchte auch nur eine Cam deshalb.

1 Teleskop für alles geht nicht. 1 Kamera für alles ist auch Quatsch. Das ist wie mit den Autos. Mit nem Porsche kannst prima Mädels aufreisen, aber für nen Familienausflug mit Baby, Kinderwagen und Gattin oder nen Umzug ist er nahezu unbrauchbar...

Mit Deinem ED kannst mit Webcam und Barlow-Linse oder Okularprojektion Planeten aufnehmen. Mit dem Farbfehler durch die Optik mußt halt bei der Qualität Abstriche machen. Bei Jupiter, Venus und Mars kannst vermutlich auf ca. 2,7 - 3 Meter Brennweite gehen, bei Saturn wegen der geringeren Flächenhelligkeit nur auf 1,8 - 2 Meter effektive Brennweite. Bei so kurzen Brennweiten sind aber noch nicht viele Details an den Planeten zu sehen.

Mit der EOS am ED brauchst für Deepsky schon Autoguiding. Kann Deine Montierung das? Also, hat sie einen ST4 Eingang?

Aber bei den 3 webcams die du genannt hattest, welche ist denn da am lichtempfindlichsten bzw besten 740 Pro, 840 Pro, meinst du SPC 900 oder 9000?

die haben alle den selben Chip drinn, sind alle gleich empfindlich. Können alle Belichtungszeiten zwischen 1/10.000 Sekunde und 1/25 Sekunde. Die Registerkarten zum Einstellen der Kameraparameter sind bei der 740 und der 840 besser, da hast Zahlenwerte, bei der SPC 900 gabs ne Verschlechterung beim Treiber, da sind keine Zahlenwerte bei den Belichtungszeiten mehr drangeschrieben.

Unter Vista sind sie nicht ohne Softwareupgrade lauffähig. Du brauchst entweder XP oder das neue Windows 7...

Wenn Du kein anderes Teleskop auf Deine CAM setzen möchtest, solltest Du zumindest bei den Kameras zweigleisig fahren:

- Webcam für einzelne Sonnenflecken, Mondkrater und Planeten

- DSLR für Sonne + Mond formatfüllend sowie helle Deepsky-Objekte (Kugelsternhaufen, M31, M42, M45 und eventuell noch M57).

Alle anderen Deepsky-Objekte benötigen Belichtungszeiten mit mehreren Minuten, das geht mit den 900 mm Brennweite vom Refraktor nur noch mit Guiding!

Fang mit Webcam und Planeten an, das ist erstmal kostengünstig und nimmt nicht viel Platz weg. ;) Der Zeitaufwand (Aufnahme und Bildbearbeitung) hält sich da noch in Grenzen und es gibt genügend Freewareproggys. Für Deepsky kommst um Photoshop net rum, der kostet auch kräftig...

Die tollen Planetenbilder, die hier und in anderen Foren gezeigt werden, entstanden aber überwiegend mit Spiegelteleskopen bei effektiven Brennweiten um 6-12 Meter und Öffnungen zwischen 8 und 16 Zoll.

Schau mal, so groß ist Saturn bei ca. 1,7 Meter Brennweite mit der Webcam:

Link zur Grafik: http://www.silvia-kowollik.de/astro/webcam/starfire/saturn-mit-ir_s.jpg

Das war eines meiner ersten Planetenbilder vor knapp 7 Jahren.

Heute mach ich meine Planetenbilder mit der s/w DMK 21AF04.AS, die Farbe kommt durch Filter im Filterrad, die Brennweite vom 8" f=5 Newton plustere ich per Okularprojektion auf etwa 6-7 Meter auf, dann schaut Saturn so aus:

Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/saturn/saturn-2011-03-22-00-30-31-ut.png

und Jupiter so:

Link zur Grafik: http://www.sternwarte-zollern-alb.de/mitarbeiterseiten/kowollik/jupiter/jupiter-2010-10-08.jpg

Ich hab in den letzten 7 Jahren diverse Teleskope für Planeten leihweise ausprobiert (Russentonne, Fraunhofer, Starfire, ED´s, 6" Newton, 8" Newton, C9, C14) und bin schlußendlich beim 8" Newton hängen geblieben. :) Der liefert mir ein farbreines Bild, hat genügend Öffnung für feine Details, wird vom Gewicht gerade noch von meiner Sphinx und meinem Rücken getragen. :super:

Es hat schon seinen Grund, warum es verschiedene Teleskopbauarten gibt. Jedes Teleskop hat seinen Haupteinsatz wo anderst. :)

Dein ED ist nicht wirklich ein Planetenspezialteleskop... Zum Reinschnuppern in die Planetenfotografie reicht es, aber Du wirst schnell merken, daß es auf Dauer nicht wirklich befriedigend ist. :Trost:

 
Hi Fee
Ich habe auch mal ein c8 gehabt aber bin an mehr Feld und weniger Brennweite fur Deep Sky inzeressiert und das Spiegelshifting wollte ich auch nicht in Kauf nehmen. Nur Planeten hätte ich ja auch mein altes c8 nehmen können. Nein habe mich auch schon informiert. Werde wohl den Lacerta MGEN am Supersucher 9x50 nehmen. Die CAM hat naturlich nen ST4 Eingang und goto auch. Ich bin mit weniger Brennweite auch zufrieden wrill die eher zu guiden ist.Vielen Dank fur deine Infos und vielleicht kauf ich mir noch ne alte webcam fur Planeten nebenbei.
Gruss Martin
 
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