Saturn & Uranus (21.11.2025)

Bochumer1981

Aktives Mitglied
Hallo zusammen,

Trotz knackigen –2 °C Wintertemperaturen habe ich mich heute Abend an meine Gartensäule gestellt und eine kurze Planetensession gestartet. Der Mewlon war schnell komplett bereift, arbeitete aber zuverlässig wie immer.

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Zuerst habe ich Saturn mit Titan sowie Uranus aufgenommen. Das Seeing war phasenweise erstaunlich gut, gerade in kurzen ruhigen Momenten, sodass einige schöne Sequenzen entstanden sind.

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Uranus scheint mir bei der Bildprozessierung (Sharpcap, PIPP mit Debayer, Autostakkert, Registax) zu stark im Grün geendet zu sein - obwohl ich bei den Farben nicht eingegriffen habe. Ich vermute hier die hohe Verstärkung und die Bayer-Matrix der Farbkamera?

Anschließend habe ich noch das Bino angesetzt und visuell bis 330× beobachtet. Zwischendurch gab es richtig stabile Augenblicke, in denen das Bild förmlich „einrastete“.

Nach etwa zwei Stunden war es dann aber genug – die Finger wurden steif, und ich habe schließlich abgebaut.
Trotzdem eine lohnende, stimmungsvolle Winterbeobachtung an der vereisten Gartensäule.

CS

Stephan
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Stephan, gut 200 km nördlich von Dir die gleiche Situation. Toller klarer Himmel, ein vereistes Mewlon 210, gut in Form bei ebensolchem Seeing. Nur in den frühen Morgenstunden des 21. an Jupiter.
QHY 224C, ohne ADC, Brennweite ca 4000cm.
Io mit Schatten, darunter Schatten von Kallisto , und GRS.
Viele Grüße, Holger
2025-11-21-0157_9-U-L-Jup_lapl4_ap89asre_7.jpg
 
Hallo Holger @backyardastro ,
Hallo zusammen,

danke für deinen Beitrag, das sieht sehr gut aus! Jupiter steht mir noch aus, der ist leider noch zu früh für meine Bebauung vor Ort - ist auch meine erste Saison mit dem Gerät. Daher direkt eine Frage. Welche Barlow nutzt du für die Brennweitenverlängerung? 4000 sind ja schon eher viel? Hast du da verschiedene Kombinationen, um dich dem Seeing anzupassen? Ich habe hier eine Baader Q Barlow und wollte das 1,3x Linsenelement so nutzen, dass ich auf 3000mm Brennweiten komme. Da muss ich aber nochmal nachschauen, an welcher Position/Abstand ich die dann setzen muss...

CS
Stephan
 
Ja, ich habe unterschiedliche Kombinationen, im Prinzip zwei.
Bei hoher Deklination, wie jetzt bei Jupiter , ohne ADC, nehme ich meine Astro-Physics Barlow , 2,0 x, aus den 90er Jahren. Die Kamera wird dann direkt eingesteckt., ohne Prisma. Laut Firecapture ergibt es ca 4000 mm , gemessen in Winjupos 4150mm.
Bei Saturn , mit Pierro-Astro ADC, sitzt ein Baader GPC 1,7 vor dem ADC, dann ein Baader T2 Prisma mit der Kamera eingesteckt. Alles durch Schnellkupplungen miteinander verbunden. Das ergibt bei Firecapture dann 3800mm.
In der Qualität des Bildes, ob mit Barlow oder GPC, mit Prisma oder direkt, sehe ich keinen Unterschied. Den macht einfach das Seeing.
Ich hab einen Moonlite externen Focuser eingeschraubt. 2- 3 Stunden vor der Sitzung lasse ich eine USB-Ventilator von der Rückseite in das Gerät pusten.
Mewlon habe ich seit ca 8 Jahren, seit dem nutze ich meinen Astro-Physics Starfire EDT kaum noch. Mewlon ist einfach gut. Wurde seit dem ersten Jahr nicht nochmal
nachkollimiert und der Spiegel auch nicht gereinigt. Alles noch super.
Gruß, Holger
 
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