003sec
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Hallo zusammen,
die Nacht vom 31.10. auf den 1.11. war so richtig nach meinem Geschmack. Schon bevor ich rausging, wusste ich, dass das Seeing gut sein würde, Bodennebel und kein Windhauch sind immer gute Indikatoren. Feucht war es, sozusagen tropfnass. Im Wald regnete es, denn die letzten Blätter sammelten die Feuchtigkeit aus der Luft und dann tropften sie. Auch mein Teleskop war patschnass, die Fangspiegelheizung musste ich wärmer stellen. Ich hatte Angst um meine elektrischen Geräte, ist aber nichts passiert. Der Bodennebel schluckte den Schall, es war unglaublich still.
Beim Justieren sah ich im Beugungsscheibchen Interferenzringe, das ist eher selten der Fall. Dann kam Saturn ins Bild und ich konnte ohne große Mühe die Cassiniteilung über 50-80 % der Zeit halten. Also habe ich eine ganze Stunde mit Rotfilter gefilmt. Eigentlich könnte man/sollte man bei 16" auch bei Monobildern mit ADC arbeiten, ich verzichte aber in letzter Zeit darauf (ist ein kompliziertes Thema, kommt vielleicht noch mal), bei der Farbe dann hätte ich ihn aber gebraucht, aber ich war zu faul alles umzuschrauben. Es ging auch ohne, wenn auch mit kleinen Verlusten, die reine Farbauflösung hat etwas gelitten, aber nicht viel.
Dann das übliche Prozedere. Beim Derotieren dann kamen auch schön die Monde heraus, ganz links kann man Mimas noch "herausgucken". Und ganz interessant ist, dass ich auch Enceladus und seinen Schatten irgendwie als Punkt oder Struktur ausmachen konnte. ABER: Vorsicht, ich glaube nämlich nicht, dass ich ihn abgebildet habe. Winjupos weiß ja, wo der Mond und sein Schatten sind und verschiebt die Pixel (mit einem weichen Übergang) an die richtige Position. Wenn es da jetzt zu minimalen Abweichungen kommt, dann sehe ich einen Schatten oder etwas Helles, das gar nicht da ist.
Schärfen tue ich nur mit einem oder zwei versch. Radien in Photoshop. Mir ist das lieber so, ich brauche da irgendwie die Kontrolle und deshalb rauscht es in meinen Bildern auch immer etwas. Das heißt ja nicht, dass Details verloren gehen und wenn nötig, würde ich auch ein Entrauschungstool nutzen, aber bei 1 Std. Belichtungszeit ist genug SNR zusammen gekommen.
Die Farbe des Rings hat mich etwas geärgert. Ich weiß nicht warum, das war beim letzten Bild auch so, der wird immer an einigen Stellen irgendwie rot. Kann das echt sein? Die Sonne scheint ja gerade von der anderen Seite darauf, vielleicht streut da ja etwas. Keine Ahnung, ich habe es etwas minimiert, aber grundsätzlich gelassen.
So, das war der Anfang des Abends. Aber wie ihr im Titel sehen könnt, kommt da noch einiges. Ich stelle die Bilder hier in den nächsten Tagen weiter rein, sobald sie fertig sind.
Viele Grüße erst einmal
ralf
die Nacht vom 31.10. auf den 1.11. war so richtig nach meinem Geschmack. Schon bevor ich rausging, wusste ich, dass das Seeing gut sein würde, Bodennebel und kein Windhauch sind immer gute Indikatoren. Feucht war es, sozusagen tropfnass. Im Wald regnete es, denn die letzten Blätter sammelten die Feuchtigkeit aus der Luft und dann tropften sie. Auch mein Teleskop war patschnass, die Fangspiegelheizung musste ich wärmer stellen. Ich hatte Angst um meine elektrischen Geräte, ist aber nichts passiert. Der Bodennebel schluckte den Schall, es war unglaublich still.
Beim Justieren sah ich im Beugungsscheibchen Interferenzringe, das ist eher selten der Fall. Dann kam Saturn ins Bild und ich konnte ohne große Mühe die Cassiniteilung über 50-80 % der Zeit halten. Also habe ich eine ganze Stunde mit Rotfilter gefilmt. Eigentlich könnte man/sollte man bei 16" auch bei Monobildern mit ADC arbeiten, ich verzichte aber in letzter Zeit darauf (ist ein kompliziertes Thema, kommt vielleicht noch mal), bei der Farbe dann hätte ich ihn aber gebraucht, aber ich war zu faul alles umzuschrauben. Es ging auch ohne, wenn auch mit kleinen Verlusten, die reine Farbauflösung hat etwas gelitten, aber nicht viel.
Dann das übliche Prozedere. Beim Derotieren dann kamen auch schön die Monde heraus, ganz links kann man Mimas noch "herausgucken". Und ganz interessant ist, dass ich auch Enceladus und seinen Schatten irgendwie als Punkt oder Struktur ausmachen konnte. ABER: Vorsicht, ich glaube nämlich nicht, dass ich ihn abgebildet habe. Winjupos weiß ja, wo der Mond und sein Schatten sind und verschiebt die Pixel (mit einem weichen Übergang) an die richtige Position. Wenn es da jetzt zu minimalen Abweichungen kommt, dann sehe ich einen Schatten oder etwas Helles, das gar nicht da ist.
Schärfen tue ich nur mit einem oder zwei versch. Radien in Photoshop. Mir ist das lieber so, ich brauche da irgendwie die Kontrolle und deshalb rauscht es in meinen Bildern auch immer etwas. Das heißt ja nicht, dass Details verloren gehen und wenn nötig, würde ich auch ein Entrauschungstool nutzen, aber bei 1 Std. Belichtungszeit ist genug SNR zusammen gekommen.
Die Farbe des Rings hat mich etwas geärgert. Ich weiß nicht warum, das war beim letzten Bild auch so, der wird immer an einigen Stellen irgendwie rot. Kann das echt sein? Die Sonne scheint ja gerade von der anderen Seite darauf, vielleicht streut da ja etwas. Keine Ahnung, ich habe es etwas minimiert, aber grundsätzlich gelassen.
So, das war der Anfang des Abends. Aber wie ihr im Titel sehen könnt, kommt da noch einiges. Ich stelle die Bilder hier in den nächsten Tagen weiter rein, sobald sie fertig sind.
Viele Grüße erst einmal
ralf