Saturn vom 30.04.2012 und Sonne vom 08.04.2012

  • Ersteller des Themas Ersteller des Themas Attalar
  • Erstellungsdatum Erstellungsdatum
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Moin Jan, hallo Frank,

ich grätsche hier an dieser Stelle einmal ein:

Die von Frank hergeleitete Formel entspricht auch den Erfahrungen und Veröffentlichungen von anderen Authoren +- ein paar Sekunden: z.B. Axel Martin, Bernd Koch oder auch Weigand/Geyer. Ich hatte nur Franks Formel dann angegeben, weil ich am Rechner darauf am schnellsten Zugriff hatte.

Es ist also keine vereinsamte Meinung.

Ich selber fotografiere seit 2008 Planeten und bin mit den Richtgrößen: 2-3 Min für Jupiter und 4-5 Minuten für Saturn immer gut gefahren. Je besser das Seeing ist, desto heikler wird die Rotation. Aber es bleibt immer ein Kompromis zwischen erzielter Auflösung und Darstellungsqualität. Normalerweise hat man ja auch nur ein Luminanzvideo und das dürfte selten zu lang sein, so dass sich die Probleme auf die Farbkanäle reduzieren.

Ich persönlich nehme bei Saturnaufnahmen aber gerne einmal längere Abschnitte und damit mehr Frames, weil in der Regel in der Athmosphäre keine Details zu sehen sind, Ausnahme letztes Jahr mit dem Sturmgebiet. Jupiter ist da aber schon eine ganz andere Geschichte.

Ich habe überhaupt nichts gehgen eine schöne Off-Topic-Diskussion in diesem (meinem) Thread, aber bitte keine Angriffe auf Meinungen und Erfahrungen von anderen. Die obige Diskussion erübrigt sich sowieso bei den normalen Seeing-Bedingungen. Daher ist Franks Annahme, man könne die Zeiten in der Regel verdoppeln in meinen Augen richtig. Im Endeffekt, muss das aber jeder nachts selber entscheiden.

Gruß,

Michael
 
Hallo Michael,

Dank Dir für Deinen freundlichen Vermittlungsversuch! - Ich weiß, dass es wenig Sinn macht, Meinungen zu diskutieren. Bei Formeln sehe ich da noch gewisse Möglichkeiten.

Zitat von Attalar:
Daher ist Franks Annahme, man könne die Zeiten in der Regel verdoppeln in meinen Augen richtig.
Ok - dann bist zumindest Du im Hinblick auf das von Frank mit "real live" bewertete Seeing vermutlich auch mit einer Halbierung der von Frank angegebenen Aufnahmebrennweite einverstanden. Das lehrt ja in der Tat auch die Erfahrung: Bei schlechtem Seeing reicht oft ein kleineres Teleskop!

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hi Jan,

Zitat von Jan_Fremerey:
Zitat von Attalar:
Ich habe durchaus schon öfter einmal die Barlow weggelassen.
Genau - und wenn Du siehst, das Wetter ist gut, dann tust Du die Barlow wieder hin - und auch den Faktor 2 wieder in den Nenner von Franks Formel für tmax. Der Zusammenhang ist wirklich denkbar einfach!

Dank und Gruß, Jan

ne bei Saturn ehrlich gesagt nicht, bei Jupiter schon. Ist manchmal nachts echte Gefühlssache.

Gruß,

Michael
 
Zitat von Attalar:
Hallo Michael,

Klar, wenn auf Saturn nichts besonderes los ist, sieht er aus wie von der Drehbank, da stört dann die Rotation nicht wirklich, und Du kannst länger belichten. Wenn Du aber dort auf der Suche nach Spots bist (darauf bezog sich meine erste Frage, ganz oben im Thread), und besonders natürlich auf Jupiter muss man mit der Zeit schon etwas aufpassen. Frank hat ja seine Formeln wohl aus gutem Grund auch speziell auf Jupiter bezogen.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Zitat von fbrand:
Dein Nachweis anhand der Animation ist für mich zweifelhaft, da Du offensichtlich gemorphte Bilder verwendest. -- An dieser Stelle würde ich mir ebenfalls eine Herleitung einer entsprechenden Berechnungsformel zur maximalen Aufnahmedauer von Dir wünschen.
Hallo Frank,

an dieser Stelle bin ich Dir noch eine Antwort schuldig, mit der ich vielleicht Deine Zweifel hinsichtlich der Aussagekraft meiner zuvor gezeigten Animation ausräumen kann. Das folgende ungemorphte (!) Bild ist aus dem Vergleichsbild der Animation durch eine Vergrößerung um 15% und leichte Nachschärfung entstanden:

Link zur Grafik: http://www.astro-vr.de/fej9-6k-6da9_rot15size115ss4dx3.jpg

Die Vergrößerung habe ich so gewählt, dass die rotationsbedingte Bewegung der Jupiteroberfläche am Äquator innerhalb von 120 s gerade 3 Pixelweiten entspricht. Diese Distanz habe ich durch die eingetragene Doppellinie gekennzeichnet.

Die Berechnung geht so: Der Äquatordurchmesser des Planeten in dem Bild beträgt 284 Pixelbreiten. Der Äquatorumfang ergibt sich daraus durch Multiplikation mit Pi zu 892 Pixelbreiten. Um diese Distanz bewegt sich der Äquator innerhalb der Umlaufperiode des Planeten von 35430 s (Deine Angabe). Innerhalb von 120 s beträgt die Bewegung dann gerade 3 Pixel. Diese Distanz entspricht etwa dem Durchmesser der feinen Spots im Bild, die somit bei einer Aufnahmedauer von 120 s auf ihren doppelten Durchmesser in die Länge gezogen würden. Das möchte ich im Hinblick auf die Abbildungsleistung meines 10" Spiegels nicht akzeptieren.

Am Saturn kommt man bei einer Aufnahmedauer von 4 min zu einer ähnlich ausgeprägten Verwischung feiner Oberflächendetails. Genau auf diesen Sachverhalt zielte meine Frage am Anfang dieser Diskusssion.

Michael (wenn Du hier noch mitliest): Könntest Du mal ein optimal ausgearbeitetes Luminanzbild NUR aus dem IR-Video erzeugen und das dann mit dem weniger geschärften RGB überlagern? Vielleicht hattest Du das schon versucht, und es war nicht besser herausgekommen als das ohnehin schon sehr gute Ergebnis, das Du uns hier gezeigt hast?

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Hallo Jan,

as promised.

Oben: R-RGB
Unten: IR-RGB

Gruß,

Michael
 

Anhänge

  • Sat_R-RGB.jpg
    Sat_R-RGB.jpg
    20,4 KB · Aufrufe: 600
  • Sat_IR-RGB.jpg
    Sat_IR-RGB.jpg
    31 KB · Aufrufe: 575
Hallo Michael,

vielen Dank, dass Du Dir noch die Mühe gemacht hast die beiden Versionen auszuarbeiten. Interessant die unterschiedlichen Zeichnungen im R- und IR-Bereich! Das IR-Lumi zeigt zwar die feinen Linien in Umfangsrichtung und setzt die nördliche Polkappe deutlicher ab, wirkt aber schon ein wenig flockig und somit grenzwertig im Hinblick auf die Schärfung. Das R-RGB wirkt etwas ausgewogener aber nicht so detailliert in der Zeichnung. Mehr war wohl bei dem Seeing nicht drin, da hast Du offenbar schon das Bestmögliche herausgeholt. Unter den Bedingungen waren gewiss auch die 4 min ok. Vielleicht kommt es ja - auch bei der geringen Höhe - nochmal besser in dieser Saison.

Gruß, Jan
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.
Zurück
Oben