SC-Kollimation

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Sehr geehrter Astrokollege!

Ich habe ein TAK-Mewlon, das auch sehr kritisch beim Justieren ist.
Ich justiere es am Tag auf ca. 20 m. Als Ziel dient eine
x-beliebige Seite aus Sterne und Weltraum.
Dabei justieren ich nur den Fangspiegel. Schon kleinste
Änderungen bringen gewaltige Auswirkungen mit sich.
Der Vorteil meiner Methode, liegt darin, dass die Luft-
unruhe fast keine Rolle spielt.
Mit dieser Methode könnte man auch den Haupspiegel verändern.
Hab ich beim Mewolon schon gemacht - hat sich aber nicht
besonders ausgewirkt.

Viel Geduld beim Justieren, Erwin Spindler
 
Hallo Klaus,

das Hauptproblem liegt meistens an den Einsteckhülsen,das daran angebrachte Zubehör hat fast immer Spiel und so wird der Laser beim festklemmen aus der Mitte gebracht. ich habe zunächst einmal eine Reduzierhülse 2"auf 1,25" gesucht die kein Spiel mehr hatte, dann habe ich am Stern eingestellt und hiernach hat sich der Laser selbst getroffen!So wie Du es Dir vorstellst....

beste Grüße

M13
 
Hallo M13,

hier mal einen Ausschnitt aus meinen Seiten über Newtonjustage:

Tip zum Laser:
Der Laserkollimator reagiert sehr empfindlich auf Verkanten beim Spannen im OAZ.
Egal mit welcher Okularklemme, ein Okular oder auch ein Laser werden immer etwas verkantet gespannt.
Nicht viel, aber man sieht´s an den verschiedenen Laserpunkten auf dem HS beim erneuten spannen des Lasers.

Wenn ein Laser nun verkantet gespannt wird, entsteht meist eine Verkippung der Laserachse zur optischen Achse.
Bei Brennweiten von z. B. einem Meter oder auch mehr, kommt bei sehr geringem Winkelfehler des Laserstrahls dann am HS schon eine recht große Abweichung zustande.

Nun ist es so, daß das Oku leider nicht immer in der gleichen Richtung verkantet wird, sonst könnte man den Laser einfach einspannen und nachher das Okular auch nur spannen, so daß immer gleich schräg gespannt wird.

Es pendelt beim Spannen aber um die Nullage - probiert´s aus.

Also ist es besser, wenn man nicht spannt, sondern den Laser auf den Adapter drückt - wenn diese Fläche natürlich auch krumm ist, geht es gar nicht!
Durch das Aufdrücken auf den Adapter, kann der Fehler also nur so groß sein wie das Spiel des Lasers im Adapter!
Der Laser ist dann nur paralell zur optischen Achse verschoben, was längst nicht so schlimm ist wie ein Winkelfehler durch Verkippen.
Das ist meist so wenig (0,1 - 0,2mm), daß man keinerlei Unterschied auf dem HS sehen kann!

Wenn man nun ein Okular etwas verkantet spannt, können sich die Fehler nicht mehr addieren, wie es z. B. passieren würde, wenn der Laser beim spannen nach links verkantet, das Oku später aber nach rechts.

Deshalb ist in diesem Fall die neutrale Nulllage des Lasers der eindeutig bessere Weg!

ABER: Die Entwicklung geht weiter und deshalb schaut euch mal den Artikel unter "Barlowed Laser" an - nicht für SCs!

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