SC oder RC oder doch ein APO! | Astronomie.de - Der Treffpunkt für Astronomie

SC oder RC oder doch ein APO!

Via_Lactea

Mitglied
Allegra Astro Team,

Meine Erste Frage an euch, und im Voraus ein herzliches Dankeschön für eure kostbare Zeit.

Wie Ihr schon im Titel entnehmen könnt – bin ich auf der Suche nach einer Neuanschaffung eines Komplet Hardware System für die Astrofotografie «meine Kriterien fokussieren auf die Öffnungsverhältnis, die sollte bei < f/2 liegen» (…ob ich mit dieser Eigenschaft Bessere Bilder erhalte???)

Warum gerade diese Eigenschaft:
Zeit-Foktor und evtl. Fehler Toleranz – Als Neuling in der Astrofotografie habe ich mir die erst Frage gestellt, wie ich in meiner Anfängerfasse zu guten Bildern komme. Also recherchierte ich welche Systeme haben eine f/2 Verhältnis. Danach wurde es mir schlecht …diese Preisklasse ist nicht meine Bühne.

Ich gab nicht auf und dursuchte bis zur letzte Internetseite vom W3 (Word Wide Web), dort angekommen machten sich immer mehr Fragen auf – die ich nicht selbst beantworten kann. Da wurde es mir klar solche Systeme sind nicht einfach zu bedienen und brauche dringend Lektüren, Publikation und natürlich eure Hilfe.

So ging ich wieder auf die erste Seite vom W3, hier durfte ich die «ich nenne es Mal; Taxonomien» der verschiedenen Bauarten in groben Zügen kennen lernen. Ich habe mich mit den Technischen Daten von Refraktoren (Linse-T.) und der Reflektoren (Spiegel-T.) sowie das Katadiotrische Teleskope angeschaut und einige first-light und allgemeine Berichte durchgelesen.

....und gelesen das die SC «Schmidt-Cassegrains» insgesamt nicht die Schärfsten Sternenbilder Produzieren, auch das einige Probleme mit der Shifting noch nicht gänzlich ausser Welt geschafft ist? Hingegen die RC «Ritchey Chretien» Teleskope hier besser abschneiden?

Eigentlich war mein engster Favorit das SC RASA 8 mit der f/2 Verhältnis, und mit diesen kurzen Zeitaufnahmen, hätte ich die Möglichkeit zwei Objekten in einer Nacht zu tätigen, oder an einer Bewölkten Nacht eine Wolkenlücke auszunutzen, was mit einer Höheren f Wert nicht durchführbar ist.
Auch für die Anschaffung einre CMOS oder CCD Kamera – ist es möglich ohne integriertem Kühler einzusetzen «Preis Faktor» wegen der kurze Aufnahmezeiten. Oder liege ich hier falsch?

…noch was zur Fehler Toleranz:
Wie gesagt; ich bin ein newbie v.0.1 in diesem Gebiet – aber errechne mir mit der kurzen Aufnahmezeiten auch weniger Fehler z.B. Nachführungen kann evtl. gänzlich ausgelassen werden, sowie «denke ich Mal» das Nachfokussieren wird nicht von Nöten sein bei Kurzzeit Aufnahmen. Stimmt das so?


Also bevor ich mich mit einer Vaonis Stellina begnüge, es gibt ca. 200 Objekten für die Fotoaufnahmen, Kostenfaktor pro Bild 21€. möchte ich was Interessanteres Anschaffen.

Da stellt sich auch die Frage: ein APO-System, Interessant und ist sehr Reise freundlich. Ich könnte es überall mitnehmen – gerade in den oberen Alpenräumen ist das Gewicht der Vorteil.


Was meint Ihr SC oder RC – Welches System hättet Ihr Angeschafft, wenn Ihr nochmals die Gunst habt mit einem Neustart, so auch würde es mich freuen, wenn Ihr von euren Fehlkäufen Berichten könnt, auch bitte euch eine Erläuterung; Vor- Nachteile eines APO-System, und wie es aussieht, ob die teuren ZWO-, QHYCCD- und Atik Kamera ohne kühler was bringt bei kurze Aufnahmezeiten.


Danke für das Lesen und eure Geduld – eins noch bitte, schaut nicht auf meine Grammatische Schreibweise – auch ich brauche ein Korrektor

Grüsse aus dem Uetliberg Region Züri
john
 

VisuSCor

Mitglied
Hallo John,

hast Du denn schon Erfahrung mit Astrofotografie? Warum denkst Du, dass Du als Anfänger mit einem f/2 System schneller gute Bilder hinbekommst?

Astrofotografie ist eine sehr aufwändige technische Fotografie und die Bilder werden mit Spezialsoftware aufbereitet. Schau Dir einfach möglichst viele Videos zum Thema Astrofotografie (für Anfänger) an.

CS.Oli
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Das nächste zum Apo mit f/2, was ich kenne, ist der TEC-VT 300mm. Was der kostet, will ich gar nicht wissen, und auch der hat ein paar Spiegel verbaut...

Wenn's f/2 sein soll, würde ich zum RASA 8 auf einer AVX oder CGX greifen, mit Motorfokussierer (kann auch über den Handcontroller der Montierung gesteuert werden) und eine QHY oder ATIK. Hintergrund: Im Verein haben wir einen RASA 8 wahlweise auf einer stationären CGEM oder einer AVX für den mobilen Einsatz. Macht schon Spaß das Teil, und braucht nur einen Bruchteil der Belichtungszeiten, die ich mit meinem eigenen ED80/600 samt 0,8x Reducer/Flattener benötige. Bislang konnte ich ihn nur viel zu selten (und nur auf der CGEM) nutzen, dafür haben ihn andere Mitglieder schon ein paar mal ausgeliehen. Eine gekühlte Astro-CMOS-Kameras hat ihre Eigenheiten, lohnt sich aber.

Was noch fehlt ist ein Autoguider – wir planen den StarAid in der Hoffnung, dass er wirklich als Plug and Play funktioniert. Und du brauchst viel Strom und ausreichend USB-Buchsen am Laptop :)

Nachteil beim RASA: Visuell beobachten geht nicht. Andererseits – sosehr ich meinen ED80 auch mag – geht dem visuell auch relativ bald die Puste aus; den würde ich weniger als visuelles Einstiegsgerät empfehlen, auch wenn er für mich das meistgenutzte Teleskop ist.

Für perfekte Bilder musst du bei f/2 auf die Justage achten, da ist ein langsamer Apo pflegeleichter. Dafür sind Nachführfehler weniger problematisch.

Beste Grüße,
Alex
 

Via_Lactea

Mitglied
Salü Oli

Danke für deine Zeilen,
Ja das mache ich, das W3 vereinfacht es mir Sehr und öffnet mir den Horizont über diese Materie.

Ich befinde mich noch in der Lektion 1, "DeepSky Astrofotografie und die Technischen Geräten". Ich fotografiere erst seit kurzen, mit einem 17mm WW-Objektive und die Motive sind MS und Sternengebilde sowie Mond und Planeten (Jupiter, Saturn und Mars) die aber winzig klein auf meinen Bildern daherkommen und doch seine Aufmerksam bekommen.
Über Stellarium berechne ich meine Standortposition, für die angehenden Projekt-Aufnahmen, auch setze ich DDS und Fitswork ein, bin viel unterwegs mit meiner (SkyTracker) Polaris-Vixen, hier konnte ich einige Grundwissen aneignen.

Der Satz mit dem f/2; ist die Aussage; oder besser ausgedrückt, meine Vermutung das es einfacher ist Bilder in einer angemessenen Qualität einzufangen, wegen der kurzen Belichtungszeiten.
Auch bin ich noch am Recherchieren ob es sin macht eine preislich günstigeren CMOS Kamera ohne Kühlung einzusetzen – wenn es nicht klappt kann ich es wenigsten für das Autoguiding einsetzen.

Aber ich denke auch; zumal den Zeitfaktor bringt noch andere Vorteile mit sich. Ich kann in einer Nacht mehrere Session tätigen, und dadurch eine Rutine aufbauen, gerade wenn so viele verschiedenen Software zum Einsatz kommt. [bin gerade an der N.I.N.A. Software von Stefan Berg dran]


Also, häbs guet und auch Dir CS

MFG
john
 

Via_Lactea

Mitglied
Salü Alex

Danke für die Infos.

…eben; ein APO mit f/2 ist für mich unerreichbar, ab f/5 wäre machbar.

Dein APO habe ich mir erst Letzen Monat in der näheren Betrachtung gezogen (Skywacher Evostar ED80), denn die 2.5Kg war für mich auch ein Argument – hätte ich dann auch immer dabei.

Obwohl ich mich schwer auseinandersetzte mit der SC RASA 8. Werde hier einfach nicht schlüssig – für den einstig ist ein APO sicherlich die bessere Wahl.

Ja, leider ist die Visuell Beobachtung mit einem RASA 8 nicht möglich. [Ausser man stackt die Bilder unmittelbar Vorort]😉
Aber Primär geht es mir um die Fotografie. Sofern ich den RASA 8 zulege, kommen hier einiges an Zubehör, die ich mir erst später leisten kann, habe aber die Einkaufliste schon mal gut gefühlt – es ist arg teuer dieses Hobby, nur die Nebelfilter f/2 Highspeed haben ein Stolzen Preis, Welche habt den Ihr, sicherlich mit Wechselschublade?

Ja der Stromhunger; bei einem zwei Stündiger Einsatz, habe ich keine Ahnung wie hoch der Stromverbrauch sein wird, aber zum Glück haben wir gute Beobachtungsplätze die man gut mit dem PW erreichen kann. Meine Digitaler Schreibmaschine hat nur drei USB3 (2xTyp-C und ein 1xTyp-A) Schnittstelle, zusätzlich ein Hub mit nochmals 3 USB Anschlüssen u.a. dies sollte genügen.

Die Anschaffung eines CMOS Kamera habe ich noch nicht im Griff, ist noch in Abklärung. Aber ja die erwähnten Brands sind schon vermerkt, sowie das ZWO.


Auch Dir CS

Gruss
John
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo John,
eigentlich kannst Du mit jedem Gerät in die Astrofotografie einsteigen.
Allerdings ist es mit „gemäßigten“ Öffnungsverhältnissen schneller möglich, motivierende Ergebnisse zu erzielen und Erfahrungen zu machen. Sehr schnelle Systeme, um f/2, erscheinen natürlich wegen der kurzen Belichtungszeiten sehr attraktiv, doch sind diese Geräte derart ungnädig, was Fehler angeht, dass sich die vermeintlichen Vorteile sehr schnell relativieren, bzw. in Luft auflösen.

Ein f/5 Fotosetup setzt Du zusammen, stellst scharf, und fotografierst.
Du kannst bereits nach kurzer Zeit mit Ergebnissen rechnen, an denen Du Dich wirklich erfreuen kannst.

Bei einem extrem schnellen Setup dagegen kann es eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis Du überhaupt erst mal eine Belichtung hinbekommst, bei der alles stimmt, also das Bild von der Mitte bis in die Ecken einigermaßen fehlerfrei ist.
Das Suchen der exakten Abstände, das Finden eventueller Verkippung, Nachfokussieren usw. ist oft ein recht langer Prozess.
Richtig „lustig“ wird es, wenn Du ein schnelles Teleskop mit Reducer noch schneller machen möchtest……
Und wenn Du mobil unterwegs bist, Dein Zeug also nicht längere Zeit stehen lassen kannst, um es zu entwickeln, wird es noch schwerer. Denn nach Abbbau, Transport und Wiederaufbau kann es sein, dass Du immer wieder bei Null anfängst.
Ob Du neben Budget auch die dafür nötige Geduld und das ebenso nötige Durchhaltevermögen hast, weißt nur Du.

Das Thema „Stromversorgung im Feld“ ist dagegen ein einfaches. Mit dem richtigen Akku kommst Du problemlos durch die Nacht, auch mit Laptop, gekühlten Kameras und robotischen Montierungen. Der Akku muss nur richtig dimensioniert sein.
Darüber wurde schon viel geschrieben, und da wird Dir auch schnell geholfen.

CS

Dietmar
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo John,

gar kein Problem, hol dir eine Baker-Nunn-Satellitenkamera , die schafft sogar f/1. Das winzige Problemchen ist dann , neben dem Kleingeld, nur die Transportabilität ... ;)

Mal im Ernst, f/2 würde mir glaube ich bei einem transportablen Gerät Alpträume verursachen und die Preisregion ist wohl auch etwas arg hoch. Mal ganz davon abgesehen ist Astrofotografie ohnehin schon nicht ganz einfach und billig und man muss es nicht noch unnötigerweise schwieriger machen. Meine Empfehlung wäre, dass Du dir ganz genau darüber klar wirst was Du genau fotografieren willst. Sollten es die "üblichen" Objekte sein, dann wäre vielleicht ein kleiner Apo mit integriertem Flattener nicht schlecht. Da musst du dich wenig um die Justage kümmern. Selbst mit f/5 oder f/6 dauert es mit den heutigen Kameras nicht zu lange bis man ein Bild bekommt was vorzeigbar ist. Die Montierung hält sich bei so einem kleinen Apo auch noch in bezahlbaren und gewichtsmäßigen Grenzen und so ein Gerät reicht gut aus um ins Thema herinzuschnuppern (Guiding, Seeing, Justage, Übermüdung, Wolkenfrust usw.)

Falls Du gleich perfekte Bilder machen möchtest, so muss ich dich enttäuschen. Am Anfang legten viel Leute erst mal eine ordentliche Gesichtsbremse hin, weil die Komplexität des Themas unterschätzt wird. Einfach nur Geldausgeben funktioniert nur in den feuchten Träumen der Astrodealer. Einen Vorteil hast du zumindest, dein Weg zu guten Standorten scheint überschaubar zu sein, im Flachland ist das alles noch schwieriger.


MfG

Rainmaker
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Beim RASA 8 war ich positiv überrascht, wie gut er Out-of-the-Box justiert war. Ich glaube, er hält seine Justage besser als mancher Newton. Da die Kamera fest verschraubt wird, braucht man nur einmal die richtigen Adapter kaufen. Dass man die Justage zu Kunst ausbauen kann, kein Thema – aber meine ersten Astrofotos entstanden mit noch ohne Bildfeldebner am ED80 - die aufgeblähten Sterne am Rand hatten mich da noch nicht gestört; erst einmal wollten Aufnahmetechnik und Bildbearbeitung beherrscht werden.

Wir betreiben den RASA aktuell ohne Filter einfach mit einer Farb-Kamera. Gut möglich, dass irgendwann ein Filterschieber kommt, dann sollte die Justage auch einfacher sein (wenn der FCCT mal kommt...) – aber wahrscheinlich nur für einen UHC-Filter o.ä.. Da es das Vereinsgerät ist, steht einfache Bedienbarkeit im Vordergrund – wir machen vor allem Öffentlichkeitsarbeit; die Astrofotografie ist mehr für die Mitglieder da, und da wird nach Bedarf und Nutzung eingekauft. Schmalbandfilter lohnen sich nur mit eienr monochromen Kamera, und da ist die Einstiegshürde (finanziell und vom Aufwand her) noch höher.

Ich habe meine Erfahrungen und den Workflow mit der ATIK mal für unsere Vereinszeitung in einem ausführlichen Artikel zusammengefasst. Den kann man jetzt auch in meinem Blog nachlesen:
Er ist auch als Anleitung gedacht, um mit dem Gerät zurechtzukommen, wenn man das erste Mal damit spielt. Könnte für dich interessant sein, damit du weißt, worauf du dich einlässt. Daher: Achtung, lang!

Aber auch wenn der Aufwand beim Aufbau/Transport etwas größer ist: Es ist schon irre, wie viel kürzer die Belichtungszeiten von meinem ED bei f/6 (mit Reducer und DSLR) gegenüber dem RASA mit der gekühlten ATIK sind. Seitdem nehme ich den Apo eigentlich nur noch für die Sonnenfotografie und visuell – da lohnt es sich sogar, eine Stunde Fahrtzeit zur Sternwarte in Kauf zu nehmen...

Aber egal mit welchem Setup du arbeitest: Plan einige Nächte ein, um die Technik zu beherrschen. Ich kenne die Celestron-Geräte zum Glück ziemlich gut und weiß, wie ich die Montierung einrichte, steuere und die Firmware-Updates mache, die nötigt waren, um den Motorfokussierer zum Laufen zu bringen. Für mich waren nur die Kamera und das Teleskop neu. Eine Montierung kennenzulernen ist einfacher, wenn man erst einmal visuell unterwegs ist. Da braucht man noch nicht so viele Funktionen und macht kleinere Schritte.

Beste Grüße,
Alex
 

Via_Lactea

Mitglied
Hallo John,
eigentlich kannst Du mit jedem Gerät in die Astrofotografie einsteigen.
Allerdings ist es mit „gemäßigten“ Öffnungsverhältnissen schneller möglich, motivierende Ergebnisse zu erzielen und Erfahrungen zu machen. Sehr schnelle Systeme, um f/2, erscheinen natürlich wegen der kurzen Belichtungszeiten sehr attraktiv, doch sind diese Geräte derart ungnädig, was Fehler angeht, dass sich die vermeintlichen Vorteile sehr schnell relativieren, bzw. in Luft auflösen.

Ein f/5 Fotosetup setzt Du zusammen, stellst scharf, und fotografierst.
Du kannst bereits nach kurzer Zeit mit Ergebnissen rechnen, an denen Du Dich wirklich erfreuen kannst.

Bei einem extrem schnellen Setup dagegen kann es eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis Du überhaupt erst mal eine Belichtung hinbekommst, bei der alles stimmt, also das Bild von der Mitte bis in die Ecken einigermaßen fehlerfrei ist.
Das Suchen der exakten Abstände, das Finden eventueller Verkippung, Nachfokussieren usw. ist oft ein recht langer Prozess.
Richtig „lustig“ wird es, wenn Du ein schnelles Teleskop mit Reducer noch schneller machen möchtest……
Und wenn Du mobil unterwegs bist, Dein Zeug also nicht längere Zeit stehen lassen kannst, um es zu entwickeln, wird es noch schwerer. Denn nach Abbbau, Transport und Wiederaufbau kann es sein, dass Du immer wieder bei Null anfängst.
Ob Du neben Budget auch die dafür nötige Geduld und das ebenso nötige Durchhaltevermögen hast, weißt nur Du.

Das Thema „Stromversorgung im Feld“ ist dagegen ein einfaches. Mit dem richtigen Akku kommst Du problemlos durch die Nacht, auch mit Laptop, gekühlten Kameras und robotischen Montierungen. Der Akku muss nur richtig dimensioniert sein.
Darüber wurde schon viel geschrieben, und da wird Dir auch schnell geholfen.

CS

Dietmar
Salü Dietmar

Danke für deine Zeit und die damit verbundene Erklärung.

Da gebe ich dir vollkommen recht, vermutlich hänge ich zu Sehr an einer Eigenschaft f/2 die für ein Einsteiger nicht relevant ist, sowie eine Komplexität aufweist die man nicht in den ersten Jahren einfach so dazu lernt. Wobei zur reibungslosen Einsatz wird es eh nie kommen – da wird immer etwas sein.

Ich muss gestehen dass mein Fokus zu Sehr auf die f2/ Öffnungszeiten ausgerichtet ist ….war ☹
Mein Argument: Die Zeit, mein Vorstellung das ich kurze Wolkenlöcher auszunutzen könnte, ist somit dahin ohne f/2.



Ich schau Mal, was könnte zu mir passen, aber Newton Teleskope wird es nicht sein…..

PS: An was für ein f/5 Foto-Setup hättest Du gedacht?

Wünsche CS

Grüsse
John
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo John,
“f/5 Fotosetup“ habe ich stellvertretend für alle Teleskope in diesem Öffnungsverhältnisbereich genannt, ohne dabei an ein spezielles Teleskop zu denken. Und auch ohne genau f/5 zu meinen.
Natürlich sind Newtons am ehesten mit genau diesem Öffnungsverhältnis zu finden. Aber erstens schließt Du ja Newtons aus und zweitens muss es schließlich nicht exakt f/5 sein.….

CS

Dietmar
 

Via_Lactea

Mitglied
Hallo John,

gar kein Problem, hol dir eine Baker-Nunn-Satellitenkamera , die schafft sogar f/1. Das winzige Problemchen ist dann , neben dem Kleingeld, nur die Transportabilität ... ;)

Mal im Ernst, f/2 würde mir glaube ich bei einem transportablen Gerät Alpträume verursachen und die Preisregion ist wohl auch etwas arg hoch. Mal ganz davon abgesehen ist Astrofotografie ohnehin schon nicht ganz einfach und billig und man muss es nicht noch unnötigerweise schwieriger machen. Meine Empfehlung wäre, dass Du dir ganz genau darüber klar wirst was Du genau fotografieren willst. Sollten es die "üblichen" Objekte sein, dann wäre vielleicht ein kleiner Apo mit integriertem Flattener nicht schlecht. Da musst du dich wenig um die Justage kümmern. Selbst mit f/5 oder f/6 dauert es mit den heutigen Kameras nicht zu lange bis man ein Bild bekommt was vorzeigbar ist. Die Montierung hält sich bei so einem kleinen Apo auch noch in bezahlbaren und gewichtsmäßigen Grenzen und so ein Gerät reicht gut aus um ins Thema herinzuschnuppern (Guiding, Seeing, Justage, Übermüdung, Wolkenfrust usw.)

Falls Du gleich perfekte Bilder machen möchtest, so muss ich dich enttäuschen. Am Anfang legten viel Leute erst mal eine ordentliche Gesichtsbremse hin, weil die Komplexität des Themas unterschätzt wird. Einfach nur Geldausgeben funktioniert nur in den feuchten Träumen der Astrodealer. Einen Vorteil hast du zumindest, dein Weg zu guten Standorten scheint überschaubar zu sein, im Flachland ist das alles noch schwieriger.


MfG

Rainmaker
Salü Rainmaker

Die Philosophie: ja es muss immer schneller sein – dabei sollte man ja das jetzt in vollen Zügen auskosten, gerade draussen in der Natur soll man einige Gänge herunterschalten und den Himmel innig Beobachten.

Du meinst ich soll ein Reisefähiges System Anschaffen, dies war eigentlich meine erste Absicht; dadurch und mit der Recherche triftete ich ab, und kam auf die SCT-Systeme.

Welches APO könntest Du mir empfehlen, für Nebel- und Galaxien abzulichten.

Gruss
john
 

Via_Lactea

Mitglied
Hallo John,
“f/5 Fotosetup“ habe ich stellvertretend für alle Teleskope in diesem Öffnungsverhältnisbereich genannt, ohne dabei an ein spezielles Teleskop zu denken. Und auch ohne genau f/5 zu meinen.
Natürlich sind Newtons am ehesten mit genau diesem Öffnungsverhältnis zu finden. Aber erstens schließt Du ja Newtons aus und zweitens muss es schließlich nicht exakt f/5 sein.….

CS

Dietmar
Salü Dietmar

Ja; Newton Teleskope sind beliebt und halten einen überwältigen Absatz, denke Mal es liegt am Preisleistung, das Newton-Systeme hat sich etabliert für die explodierende Gemeinschaft der Astrofotografie.

Wenn ich mal so Direkt Fragen kann – welches APO könntest Du mir empfehlen (Reisefähig) und tauglich für Nebel- Galaxien Fotografie.

CS
John
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo John,

ich würde an etwas in der Art denken.


Das hängt natürlich auch von der geplanten Kamera ab. So ein Gerät ist etwas für den leichten Transport und die größeren Objekte. Für die ganz kleinen Fitzelchen braucht man natürlich mehr Brennweite, aber dann wird alles wieder etwas komplizierter ...


MfG

Rainmaker
 

MeisterDee

Mitglied
Hallo John
Wenn ich mal so Direkt Fragen kann – welches APO könntest Du mir empfehlen (Reisefähig) und tauglich für Nebel- Galaxien Fotografie.
Mit „reisefähig“ und „Nebel“ steckst Du Deinen Rahmen der Möglichkeiten schon relativ genau ab.
Wobei natürlich interessant ist, mit welchem Fortbewegungsmittel Du bevorzugt reist. Auto? Bus und Bahn? Flieger?
Im typischen Handgepäck sehe ich einen APO, höchstens 80mm. Im Koffer sind unter Umständen auch APOs um 100mm machbar.

Dein Wunsch, Nebel zu fotografieren spricht eher für kleine Geräte, die mit wenig Brennweite die großen Felder erreichen. Wenn’s allerdings um Galaxien geht, dann wird auch ein Teleskop interessant, das auf etwas mehr Brennweite gebracht werden kann, denn abgesehen von unserer Nachbargalaxie sind die Galaxien tendenziell eher kleine Objekte.

Wie gut, dass man mit Reducern und Barlows die Brennweite verändern kann.
So kann man mit einem Teleskop fotografisch drei oder mehr Brennweiten abdecken.

Dein Wunsch nach Reisefähigkeit bringt noch einen anderen Aspekt mit. Den der Montierung. DeepSky ruft nach Nachführung, und Reisefähigkeit ruft nach kleinen Montierungen, wie z.B. StarAdventurer oder SkyGuider Pro (5Kg Tragfähigkeit)
Und für diese kleinen Reisemontierungen kann selbst ein 80mm APO schon im Bereich „Herausforderung“ liegen.

Ich habe den TLAPO804-FT im Bestand, mit dem ich (nach Justage durch Tommy Nawratil) sehr zufrieden bin.
Er bringt nur 2,7 Kg auf die Waage, mit Flattener und Adaptern etwas mehr, und deckt spielend Brennweitenbereiche von ca. 380mm (reduziert) bis deutlich über 1000mm (mit Barlow) ab. Auch bei Beobachtung am Tag macht das Gerät Spaß, denn es erlaubt trotz seiner kleinen Öffnung beeindruckende Vergrößerung. Mit 5,5mm /100° Okular ist die Abbildung sehr gut, und ich bin mir sicher, dass auch mein 3,7mm/110° Ethos sehr gut funktionieren würde (noch keine Gelegenheit gehabt). Das zum Thema „Reisetauglichkeit“, denn auf Reisen ist der Einsatz als Spektiv recht beliebt.

Wenn ich Deine Vorgaben richtig interpretiere, sehe ich für Dich einen 70-80mm APO, auf SkyGuider Pro, eine Kamera mit kleinen Pixeln, (Flattener), Reducer, Barlow, und wenn es Dein Budget zulässt, noch einen Guider, wie MGEN .
Bin gespannt, was es tatsächlich bei Dir wird……

CS

Dietmar
 

Via_Lactea

Mitglied
Allegra allesamt,

kurzer zwischen Orientierung: Anschaffung eines Gesamtsystem-Astrofotografie.

Uff; Schnaufpause, ich komme einfach nicht nach mit dem Lesen, all diese Testberichten, dazu noch der Flut von Information, Erklärungen und die Technische Bezeichnungen, geschweige von Zubehör und Hilfsmitteln. einfach Kras…….


Jetzt bin ich aber selbst gespannt, welches System, sich bei mir durchsetzen wird.
Für ein Neuling ist es echte eine Herausforderung – ein passendes System zu eruieren.

…auch bin Sehr froh, dass ich diesen Stern; AstronomieDE auf W3 gefunden habe, und auf Leuten stosse, die mir echt unterstützen. Ein grosses Danke schön an euch 😉

Punkt_001:
Die Gurke: jemand von hier hat das so erwähnt, in Bezug auf Neukauf und die damit verbundene Justierung. Hier komme ich auf eure Empfehlung zurück.

TS-Optics Imaging Star 80 mm f/4,4
TS-Optics Photoline 80 mm f/6

Zu den Testberichten und Pro/Contra fand ich ein toller Bericht über; Fokussieren, und damit verbundenen Problemen. Ein ambitionierter user hat nach Wochen > Monaten das System TS-Optics Imaging Star 80mm, f/4,4 zurückgegeben – er versuchte es mit Feintunig und den nötigen Abstandhaltern um den Fokus einzustellen - was ihm aber nicht gelang, so auch; nach seiner Aussage: ist dieses System eine f/6 und mit einem Reducer kommt man dann auf die f/4.4. Da stellt sich die frage, ob das Ding Sehr abstandsempfindlich ist oder eben am user liegt.

Also was ich dazugelernt habe, sollte auf jedenfalls bei einem Kauf, ein Justier-Bericht dazu bestellt werden, somit wird die Gurke eliminiert, und das führt mich zu punkt 2.

Punkt_002:
Wie ich sehe, ist es Sehr wichtig, wo man sein Teleskop einkauft, auch hat meine Recherche (meine persönliche reine Vermutung) auf das kommende Faktum; dass durch die enorme Anfrage und die damit verbunden Lieferzeitengpässe (bis Mai 2022).
Fundierend: einen bitteren Nachgeschmack mit sich bringt, und zu Qualitätseinbussen führen wird.

Punkt_003:
Der Preis: Herbst 2020 entfachte bei mir ein kleiner Funke, und hier begann meine erste Reise und ich schaute «kurz» einige Teleskope Modelle an. Mein Budget setze ich so ab 1800.--~2000.-- €, natürlich wusste ich noch nicht viel über Teleskope – ins Auge gefasst haben mir die Skywatcher modele «überdimensional grosse Tubus», die gut in unserem Erker gepasst hätte mit 180° rundumblick und mein Rechenzentrum war ja auch gleich um die Ecke. Aber meine zweite Seele war arg kämpferisch und wollte Ihre Orchideen Standplatz nicht aufgeben. Dies bewog mich zu denn SCT (Schmidt-Cassegrain) mit kleineren Dubus, hier merkte ich schnell das mein Budget nicht in weite reicht. So habe ich diverse Onlineshops durchgeforstet und bemerkte das im EU-Raum fast allesamt die gleiche Preise deklarieren «mit wenigen Ausnahmen von einigen Händler +- ~500.-- € günstiger sind» aber wenn ich in die USA ausweiche, sind einige Modelle bis zu 1000.-- € günstiger und das Shipping gebühr ist moderat. Mit dieser 1000.-- € wären schon mal einiges an Zubehör gedeckt. Frage ist, ob es Empfehlenswert ist aus der USA zu importieren (Garantie ist ja Global).

------------------------>
Also ich bin mittendrin und suche noch das passende Teleskope für mein Vorhaben – auf jeden Fall kommt mir ein APO immer näher, auch wenn es halt nur die f/5 oder f/6 aufweist, somit begünstige ich den Vorteil auf die Reisetauglichkeit, und meiner zweiten Seele darf den Platz vom Erker beibehalten was auch ein Vorteil ist; und Ruhe mit sich bring.


Grüsse und auf ein CS für die kommenden Tagen
John


PS: Link: Fokussieren https://stargazerslounge.com/topic/269551-ts-optics-imaging-star-80-mm-f44-flatfield-apo-review/

Wobei die Letzen seine S/W Testbilder waren für mich vorzeigbar, Sowie das Farbbild mit der ASI1600 sah ganz ok aus (über die Farbgestaltung könnte man diskutieren)
 

Gerd_Duering

Mitglied
Hallo John,

wie kommst du denn auf das Extrem von F2?
Ich vermute mal das du denkst je schneller (kleiner die Öffnungszahl) desto besser.
Das ist aber falsch!
Man büßt bei gegebener Öffnung nämlich Auflösung ein je kleiner die Öffnungszahl ist weil dann die Brennweite ja auch kleiner wird.
Die Belichtungszeit ist dann zwar kürzer aber man bezahlt das mit dem Preis der geringeren Auflösung.
Es gilt also einen vernünftigen Kompromiss zwischen der erreichten Auflösung und der Belichtungszeit zu finden.
In der Digitalen Fotografie ist hier das Sampling der passende Parameter.
Für Langzeitbelichtungen bei DS Fotografie wird empfohlen das sich 2 Pixel auf den Durchmesser des Beugungsscheibchens verteilen bzw. auf den Durchmesser des Seeing Scheibchens ( FWHM), jee nach dem was größer ist.
Bei modernen Sensoren hoher Effizienz können es auch bis zu 3 Pixel / Durchmesser BS sein.

Wenn wir uns am Durchmesser des Beugungsscheibchens orientihren ergibt sich folgende Rechnung.
Durchmesser BS = 2,44x Lambda x F
Für 0,550ym Wellenlänge also 2,44 x 0,55ym = 1,342ym * F
Daraus und aus oben genannter Bedingung mit 2 Pixel/ BS ergibst sich
F= 2x Pixelgröße / 1,342
F = Pixelgröße / 0,671

Für 3ym Pixel wäre also eine Öffnungszahl von F4,47 ideal.
Für 6ym Pixel wie man sie bei einer älteren DSLR findet wären also sogar F8,94 ideal.
Also weit weg von den F2 die du anstrebst.

So extrem schnelle Optiken mit F2 machen nur in speziellen Fällen Sinn wenn es um sehr dunkle Objekte geht oder unbedingt sehr kurze Belichtungszeiten gewünscht sind.
Der Preis ist aber wie gesagt die deutlich geringere Auflösung.
Die Objekte sind dann für die verwendete Öffnung leider recht mickrig.
Das kannst du auch sehr schön an den Aufnahmen zb. mit dem RASA sehen.
Der 8“RASA hat halt nur 400mm Brennweite.
Die gleiche Brennweite und damit bei gleicher Pixelgröße auch die gleiche Bildauflösung kannst du schon mit einem kleinen ED70 zu einem Bruchteil des Preises haben.

Grüße Gerd
 

Lloyd69

Mitglied
So habe ich diverse Onlineshops durchgeforstet und bemerkte das im EU-Raum fast allesamt die gleiche Preise deklarieren «mit wenigen Ausnahmen von einigen Händler +- ~500.-- € günstiger sind» aber wenn ich in die USA ausweiche, sind einige Modelle bis zu 1000.-- € günstiger und das Shipping gebühr ist moderat. Mit dieser 1000.-- € wären schon mal einiges an Zubehör gedeckt. Frage ist, ob es Empfehlenswert ist aus der USA zu importieren (Garantie ist ja Global).
Ich bin auf dem Gebiet jetzt kein Experte und Du kannst sicher einen günstigeren Preis erreichen aber mit "Garantie ist ja Global" kannst Du nicht bei einem deutschen Händler anklopfen wenn Du das Teleskop in den Staaten gekauft hast.
Erster Ansprechpartner ist zunächst der Händler bei dem man gekauft hat und der sitzt nicht in Deutschland. Nächster Ansprechpartner wenn man Hilfe benötigt ist eventuell noch der Generalimporteur, aber der bist Du ja in dem Fall selbst. Und was Du auch noch nicht mitgerechnet hast sind die Zollkosten die bei einem Kauf in den Staaten noch mit auf dein Produkt kommen.
Also alles in allem muss Du deinen Preisvorteil nochmals nachjustieren und dich fragen ob Du im Garantiefall die Sachen immer über den großen Teich verschippern willst.
Wenn es aus den Staaten die großen Schnäppchen für uns gäbe würden wir wohl alle da einkaufen :) Du musst dich einfach Fragen ob das Risiko den geringeren Preis aufwiegt.
CS
Dietmar
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Und nicht vergessen: Die US-Preise sind Netto ohne Sales-Tax. Bei was großem hast du gute Chancen, dass der Zoll es nicht durchwinkt, und dann noch Einfuhr- und Mehrwertsteuer drauf kommen.

Im Garantiefall (oder wenn du eine deutsche Anleitung brauchst) werden dir die Händler in Deutschland zurecht was husten, wenn du zu ihnen kommst. Auch Amazon ist nicht gerade kompetent, außer wenn es um einfache Retouren geht. Und schick im Garantiefall mal eine Montierung nach USA oder China.

Einziger Vorteil: Du kannst den Händler in USA anrufen, wenn du abends am Teleskop stehst, weil die dann reguläre Öffnungszeiten haben. Wenn's kein Südstaatler ist, verstehst du ihn vielleicht sogar. ;)

Beste Grüße,
Alex
 

Rainmaker

Mitglied
Hallo John,

ich schrieb ja in der Art. Mir ging es um den Typus "Kleinapo" mit integriertem Flattner. Eigenlich wollte ich auf ein anderes, etwas kleineres Gerät, verlinken, aber im Moment ist halt vieles nicht verfügbar. Das die Händler manchmal Bananenware verkaufen oder Dinge die schlicht nicht ganz so gut sind wie in der Werbung behauptet wird dürfte bekannt sein. Mein ES "Apo" 127/952mm war hatte zwar einen guten Strehlwert, aber war ab Werk dejustiert und da die Objektivfassung sich auch nicht justieren ließ durfte ich selber ran. Der lieferbare Flattner war eine noch größere Katastrophe. Für Canon funktioniert er, aber bei Nikon ist man einen vollen Zentimeter vom korrekten Abstand entfernt. Das wusste nicht mal der Händler. Also musste ich wieder selber ran. Jetzt ist der Abstand noch nicht ganz perfekt, aber mehr kann ich von der Fassung nicht wegnehmen, sonst fallen die Linsen raus.
Was ich sagen will, viele Geräte sind wie die Abbildungen auf Fertiggerichten. Macht man die Verpackung auf sieht es längst nicht so aus wie auf dem Werbebild. Man muss also vorher möglichst gut recherchieren und darf mit etwas Glück trotzdem noch selber nachhelfen.
Auf der anderen Seite will ich nicht meckern. Ich weiß noch was für Geräte in den 80ern verfügbar waren und wie astronomisch hoch die Preise waren.


MfG

Rainmaker
 

Kerste

Mitarbeiter

Defunct

Mitglied
So extrem schnelle Optiken mit F2 machen nur in speziellen Fällen Sinn wenn es um sehr dunkle Objekte geht oder unbedingt sehr kurze Belichtungszeiten gewünscht sind.
Der Preis ist aber wie gesagt die deutlich geringere Auflösung.
Die Objekte sind dann für die verwendete Öffnung leider recht mickrig.
Das kannst du auch sehr schön an den Aufnahmen zb. mit dem RASA sehen.
Der 8“RASA hat halt nur 400mm Brennweite.
Die gleiche Brennweite und damit bei gleicher Pixelgröße auch die gleiche Bildauflösung kannst du schon mit einem kleinen ED70 zu einem Bruchteil des Preises haben.

Vielleicht sollte man mal vorsichtig anmerken, der Absatz ist sicher nicht falsch, ist aber "Optotheorie-lastig" und trifft die Relevanz in der Praxis irgendwie nur am Rande. Ich glaube daher vielleicht sollte man noch mal ein Briket in Richtung des Gedankenganges von MeisterDee nachlegen.

Ich habe (wie nicht wenige) einen ganzen Fuhrpark an Optiken hier stehen. Und welche nehme Ich dann jedesmal?
Naja, i.d.R. jedesmal eine andere, denn das kommt auf das Objekt der Stunde an:

Wer grosse flaechenhelle Objekte aufnehmen will, speziell im Schmalbandbereich (Veil-Nebula, Sadr-Region, Orion+Pferdekopf, Flaming-star, California & Nordamerika Nebel ....), der pfeift auf Aufloesung und macht das mit einer schnellen kurzen Brennweite in 1-3 Naechten. Wer gerne mit einer laengeren Brennweite und niedrigerem Oeffnungsverhaeltnis 10-20 Naechte damit verbringen will, und fuer sowas Monster-Mosaike basteln muss, der kann das ja gerne mal versuchen.

Wer dagegen sehr kleine flaechenhelle Objekte im Schmalband aufnehmen will (Trifid, Helix-Nebel, ...), der braucht dagegen beides, eine lange Brennweite (800-1200mm) mit idealerweise so um die >F/4,5, also schon deutlich dickere Rohre.

Im Uebergangsbereich sind dann die kleineren Galaxien jenseits von Andromeda, wo man auch schon ordentlich Brennweite braucht, aber die oft deutlich heller sind als z.B. Ha Nebel, aber tendenziel schon wieder einen Tick kleiner sind. Da ist man mit 700-1300mm Brennweite F5-F7 schon prima mit dabei.

Wer auf punkthelle Objekte steht (Planet, Stern-Cluster, Doppelstern, Mond) bei denen Narrowband keine Rolle spielt, der macht das besser mit einer laengeren Brennweite und niedrigerem Oeffnungsverhaeltnis (<F/8) wo man auch die entsprechende Aufloesung hat und die Belichtungszeit eher unkritisch ist.

Und so koennte man das immer weiter herunterbrechen.

(Noch nebenbei, zur Wahl der Pixelgroesse nach Faustformel: Das war zu CCD Zeiten noch so in Stein gehauen. CMOS hat niedriges Ausleserauschen und z.T. sehr hohe Pixeldichte bei trotzdem riesiger Sensorflaeche, von daher ist das "Problem Oversampling" eigentlich nicht mehr so das Thema (wobei Undersampling immernoch als Limit bleibt).)

Anyway, mein abschliessender Senf zu der ganzen Sache bevor Ich wieder in volle Deckung gehe:

Am Anfang der Ueberlegungen sollten vielleicht zwei Gedanken stehen:

(1) Es gibt "die ideale Astrokamera fuer alles" einfach nicht, sondern die Wahl des "idealen Telekops" fuer Astrofotografie bestimmt sich aus der Wahl des Objekts, dass man aufnehmen will. Und wer meint supi Mondaufnahmen (oder dem Trifid-Nebel, oder dem Helix-Nebel, oder der Whirlpool-Galaxie, [...]) mit einem 8"Rasa machen zu koennen, der hat das ebensowenig verstanden, wie jemand der sich mit einem 130mm F/8 Apo in Ha am Nordamerikanebel einen Wolf belichtet.

(2) Daher ist die erste elementare Frage an sich selbst vor der Anschaffung irgendwelcher hochspezialisierten Optiken, ja welche DS-Objekte will Ich eigentlich ablichten (grosse Ha Nebel, kleinere Galaxien, Mond&Planeten, ...)? Wer sich die Frage ueberhaupt nicht stellt und statt dessen teure Optiken primaer nach anderen Kriterien auswaehlt (Mit der Logik: ... irgendwas wird man damit spaeter dann schon fotografieren koennen), der ist eigentlich an der ersten Kreuzung bereits falsch abgebogen.

Daher mein Tipp:
Vielleicht einfach erst mal ein Planetariumsprogramm wie z.B. Stellarium herunterladen, dort sich dann mal einen Strauss der "leckeren DS Objekte", die man so im Hinterkopf hat mal fuer verschiedene Teleskop / Reducer (oder nicht) / Kamera Kombinationen absurfen, denn dann erledigen sich so einige Ideen ganz von selber.
 
Zuletzt bearbeitet:

Rainmaker

Mitglied
Hallo Alex,

der ES Flattener endet in einem T2-Gewinde. Auf dieses wird eine mitgelieferter flacher, ca. 1mm dicker Bajonettadapter für Canon EF aufgeschraubt. Alles kein Problem. Problematisch wird es mit Nikon, denn da bekommt man nur den Flattener, ich habe kein Kombiangebot im Netz finden können, und man darf sich selber einen passenden T2-Adapter organisieren. Also eigentlich doch auch kein Problem. Ja eigentlich, aber das F-Bajonett ist kleiner, also kann das Gewinde nicht direkt in das Bajonett geschnitten werden, daher gibt es nur welche mit entsprechendem Vorbau. Für die üblichen T2 Anschlüsse kein Problem, denn die sind grundsätzlich für solche hohen Adapter gebaut. Flache bekommt man noch nicht mal zu kaufen. Es wurde also eine Eignung für Nikon beworben die eigentlich nicht vorhanden war.
Ich habe das Ganze über einen sehr breiten T2-Adapter gelöst. Dieser war so breit, dass er nach dem entnehmen des T2 Gewindes als Anschlussglocke funktionieren konnte. Es musste "nur" noch vom Gehäuse des Flatteners das Gewinde und ein Teil der Auflage abgedreht werden. Tolle Bananenware.


MfG

Rainmaker
 

Kerste

Mitarbeiter
Hi!

Okay, dann der Reducer kein Standard-T-Maß, sondern ES hat wieder was eigenes gebastelt. Alles klar.

Besten Dank,
Alex
 

Gerd_Duering

Mitglied
Wer grosse flaechenhelle Objekte aufnehmen will, speziell im Schmalbandbereich (Veil-Nebula, Sadr-Region, Orion+Pferdekopf, Flaming-star, California & Nordamerika Nebel ....), der pfeift auf Aufloesung und macht das mit einer schnellen kurzen Brennweite in 1-3 Naechten.

Die meisten H-Alpha Regionen sind zwar groß aber keineswegs flächenhell.
Das ist ja gerade das Problem das die Flächenhelligkeit hier recht gering ist und damit längere Belichtungszeiten nötig werden.
Wer aber dem Hubble Teleskop keine Konkurrenz machen möchte braucht selbst mit moderater Öffnungszahl um die F6 auch bei den von dir genannten H-Alpha Regionen keine 1 bis 2 Nächte sondern kann mit modernem hocheffizienten Sensor und moderater Pixelgröße auch schon nach 1 bis 2 Stunden ganz nette Ergebnisse erreichen die dem Anfänger auf alle Fälle glücklich machen.
Auch wenn die eine oder andere Stunde mehr Belichtung hier natürlich nicht schadet.
Hier mal ein Pferdekopfnebel mit 2h Belichtungszeit mit dem kleinen TS 65 F6,5


Ich finde es jetzt nach 2h Belichtungszeit nicht gerade unterbelichtet und 2h sind vom Zeitaufwand denke ich völlig ok.
Es braucht also selbst in den von dir genannten speziellen Fällen mit geringer Flächenhelligkeit längst nicht unbedingt eine sehr teure Spezialausrüstung mit F2 um auf akzeptable Belichtungszeiten zu kommen.

Wer dagegen sehr kleine flaechenhelle Objekte im Schmalband aufnehmen will (Trifid, Helix-Nebel, ...), der braucht dagegen beides, eine lange Brennweite (800-1200mm) mit idealerweise so um die >F/4,5, also schon deutlich dickere Rohre.

Im Uebergangsbereich sind dann die kleineren Galaxien jenseits von Andromeda, wo man auch schon ordentlich Brennweite braucht, aber die oft deutlich heller sind als z.B. Ha Nebel, aber tendenziel schon wieder einen Tick kleiner sind. Da ist man mit 700-1300mm Brennweite F5-F7 schon prima mit dabei.

Wer auf punkthelle Objekte steht (Planet, Stern-Cluster, Doppelstern, Mond) bei denen Narrowband keine Rolle spielt, der macht das besser mit einer laengeren Brennweite und niedrigerem Oeffnungsverhaeltnis (<F/8) wo man auch die entsprechende Aufloesung hat und die Belichtungszeit eher unkritisch ist.

Natürlich müsste man idealerweise die Öffnungszahl an das Objekt anpassen.
Die Bandbreite ist da ja recht groß.
Es geht hier aber nicht um einen Spezialisten der für eine ganz spezielle Objektgruppen ein Spezialteleskop sucht sondern um einen Anfänger der vermutlich erst einmal die lohnenswertesten Objekte ablichten will wo er am schnellsten zu Erfolgen kommt.
Und das ist eine große Bandbreite von recht verschiedenen Objekten wo ein Spezialteleskop mit F2 nicht die beste Wahl ist.
Man ist hier gut beraten ein Teleskop zu wählen das für eine möglichst große Bandbreite von ganz unterschiedlichen Objekten gut geeignet ist.

(Noch nebenbei, zur Wahl der Pixelgroesse nach Faustformel: Das war zu CCD Zeiten noch so in Stein gehauen. CMOS hat niedriges Ausleserauschen und z.T. sehr hohe Pixeldichte bei trotzdem riesiger Sensorflaeche, von daher ist das "Problem Oversampling" eigentlich nicht mehr so das Thema (wobei Undersampling immernoch als Limit bleibt).)

Da erzählst du nichts Neues.
Ich hatte oben ja auch schon angemerkt das man bei modernen effizienten Sensorien auch ein Sampling von bis zu 3 statt 2 Pixel / Durchmesser BS verwenden kann.
Das bedeutet eine langsame Optik mit größerer Öffnungszahl ist sinnvoll.

Zum Thema Undersampling also der Verwendung einer für die Pixelgröße zu kleinen Öffnungszahl wie den hier anfänglich angestrebten F2 kann man dann auf schlechtes Seeing hoffen das die Sterne dann ausreichend groß aufbläst damit sie dann doch rund und nicht Pixlig erscheinen.
Eine Optik wie das RASA macht bei üblicher Pixelgröße nur dank schlechtem Seeing und wegen seiner hohen Obstruktion die viel Licht in die Beugungsringe drückt so dass die Sterne genügend groß aufgeblasen werden runde Sterne.
Unter idealen Bedingungen wären die F2 viel zu schnell und es käme zu pixligen Sternen schließlich ist das BS bei F2 gerade mal 2,68ym groß und würde bei üblicher Pixelgröße gerade mal auf ein einziges Pixel fallen. :eek:

Grüße Gerd
 

Defunct

Mitglied
Es geht hier aber nicht um einen Spezialisten der für eine ganz spezielle Objektgruppen ein Spezialteleskop sucht sondern um einen Anfänger der vermutlich erst einmal die lohnenswertesten Objekte ablichten will wo er am schnellsten zu Erfolgen kommt.

Genau Gerd, und deshalb vielleicht mal die Diskussion erden, denn Via_Lactea schwankt in seiner Wunschliste irgendwo zwischen F2 RASAs einerseits und SCTs, RCs (mit 2m Brennweite?) und irgendwelchen APOs andererseits und was weiss nicht was. Das zeigt doch in erster Linie nur, dass er sich vor lauter technischem Tralala mit Pixelgroesse (also dem "Wie") komplett die Sicht dafuer verstellt hat, was er eigentlich aufnehmen will (also dem "Was").

Wer keinen Newton will (weil zu viel Geroedel an Justage), an Planeten nicht so Interesse hat, sondern eher DS machen will, einigermassen mobil bleiben will und einen Investitionsrahmen von ~2kE, fuer den ist irgendwo schon klar, wo die Reise hingehen sollte (wie hier ja einige schon angeregt haben):

Ein schoenes Anfaenger-Set fuer die Astrofotografie ist ein adequat montierter (EQ3-EQ5?) 300-500mm 3"-4" Refraktor F-4,5-F6,5 , ein kleines Leitrohr mit Guidecam und eine halbwegs vernuenftige Kamera dazu (z.B. ASI533 oder 'ne 294MC). Dass kann man alles gebraucht fuer ~2-2,5KE abstauben und bleibt halbwegs im angesagten Budget.
Damit hat man dann schon mal (je nach klaren Naechten) 1-2 Jahre gut zu tun, bevor man da an die Grenzen stoesst. Aber - und das ist mein grundsaetzlicher Punkt - man muss sich halt vorher anschauen, was man damit an DS-Objekten abdecken kann und das ist nicht wenig, aber einiges geht dann eben nur sehr maessig bis nicht.

Frank hat ja wie fuer fast alles ein Video im Regal und fasst es im Prinzip genauso zusammen:

Alles andere, von exotischen schnellen Astrographen, bis hin zu viel laengeren Brennweiten (SCTs/RCs mit >2m Brennweite) oder dickeren Rohren (und daher schwereren Montierungen) faellt dann schon wieder in eine ganz andere Preisklasse. Sowas schafft man sich an, wenn man sich mal 'reingeschnuppert hat und wirklich weiss wo man hinwill.
 

Gerd_Duering

Mitglied
Ein schoenes Anfaenger-Set fuer die Astrofotografie ist ein adequat montierter (EQ3-EQ5?) 300-500mm 3"-4" Refraktor F-4,5-F6,5 ,

Na das ist doch meine Rede und genau darauf kommt man ja auch wenn man die althergebrachte Regel mit den 2 Pixel / BS befolgt.
F4,5 ist für 3ym Pixel ideal und F 6,5 ist für 4,36ym Pixel ideal.
Das passt hervorragend zu den heute üblichen Pixelgrößen.
Verwendet man einen modernen hocheffizienten Sensor dürfen es auch 3 Pixel / BS sein also für F4,5 wären es 2ym Pixel und für F6,5 dann 2,9ym Pixel.
Ich sehen jetzt auch kein Problem darin einem Anfänger seine Empfehlung entsprechend mit der alten Sampling Regel zu begründen.
Das ist schließlich eine allgemein anerkannte Regel die sicherlich besser überzeugt als irgendwelche Empfehlungen die ohne sachliche Begründung einfach so in den Raumgeworfen werden.

Grüße Gerd
 

mbba18

Mitglied
Hallo zusammen,
hallo John,

ich bin bei Leibe nicht der Astrofotograf.
Grundlagenwissen, ja, vorhanden, aber mehr auch nicht.

Ich habe Deinen erste Anfrage (#1) nochmals durchgelesen.
Ich habe da immer "Bauchschmerzen" wenn sich der Threadersteller als Einsteiger
ich bin ein newbie v.0.1 in diesem Gebiet
im Zusammenhang mit Astrofotografie bezeichnet.
Warum dann gleich in die Vollen gehen und mit der hoch komplexen Astrofotografie anfangen?
Wenn man noch nicht mal bei der v1.0 angekommen, also wohl die Grundlagen des rein visuellen Beobachtens fehlen.

Da wurde es mir klar solche Systeme sind nicht einfach zu bedienen und brauche dringend Lektüren, Publikation und natürlich eure Hilfe.
Deine Aussage zeigt das ja auch.

So ging ich wieder auf die erste Seite vom W3, hier durfte ich die «ich nenne es Mal; Taxonomien» der verschiedenen Bauarten in groben Zügen kennen lernen. Ich habe mich mit den Technischen Daten von Refraktoren (Linse-T.) und der Reflektoren (Spiegel-T.) sowie das Katadiotrische Teleskope angeschaut und einige first-light und allgemeine Berichte durchgelesen.
In groben Zügen reicht eben nicht. Schon im visuellen Bereich, dann erst recht in der Astrofotografie.

Was mir auch aufgefallen ist, Du sprachst von
die gut in unserem Erker gepasst hätte mit 180° rundumblick und mein Rechenzentrum war ja auch gleich um die Ecke.
Erker hört sich für mich an, als wenn Du aus einem Zimmer heraus fotografieren und visuell Beobachten möchtest?
Keine gute Idee, zumindest im rein visuellen Bereich nicht. Astrofotografie dann wohl auch nicht.
OK, ist ja im Laufe des Threads revidiert worden, sprich Reise-/transportables-Equipment.

Ich will Dir nicht die Astrofotografie vermiesen!

Aber mMn., gehe es langsamer an, schalte ein bis zwei Gänge runter.
Wenn ich so die Threads, mit gleichen oder ähnlichem Thema, Revue passieren lasse und vor allem dann die (Nachfolge-) Threads, wenn das Astro-Foto-Equipment dann zu Hause steht, lese, sieht man welche Problematiken auftauchen und man merkt eine gewisse Überforderung.
Das fängt dann beim genauen Einnorden an, geht über falsche Vorstellungen was GoTo leisten kann, bis hin zu der richtigen Adaption der Kamera. Und noch einige andere Dinge mehr.
Ja, es gibt für viele elektronische Helferlein in Kombination mit einem Notebook, aber diese Dinge wollen auch bedient und vor allem beherrscht werden. Da werden in meinen Augen weitere Baustellen aufgemacht, wobei ich dann die ursprünglichen Baustellen noch nicht mal geschlossen habe.

Mir fehlen da immer die Grundlagen.
Was hat es mit einer parallaktischen Montierung auf sich? Warum funktioniert sie so wie sie funktioniert?
Gleiches gilt für eine Alt/AZ Montierung.
Welches Teleskopsystem für welche Objekte?
Was hat es mit dem genauen Einnorden auf sich?
Was habe ich von GoTo zu erwarten? Das ist kein Selbstläufer oder Vollautomatismus.
Wie bekomme ich ein g'scheits Alignment hin?
So schon mal ein paar Dinge nur im rein visuellen Bereich, die man immer und immer wieder liest.

Da drauf dann noch die Komplexität der Astrofotografie?
Mit Guiding, Kamera, Belichtungszeiten, Abständen etc. usw..

Für mich zählt beim Start das "Handwerk" erlernen und verstehen.
Und das geht für mich am Besten über den Einstieg der rein visuellen Beobachtung.

Letztendlich musst aber Du entscheiden.

Wir hier im Forum können Dir nur Tipps und Ratschläge aus den eigenen Erfahrungen geben.
Was, wie und warum in welcher Kombination gut funktioniert. Das dann allerdings nur aus der eigenen, subjektiven Sicht.
Sicherlich auch an Hand von Zahlen und Berechnungen untermauert.
Aber, wie sagt man so schön, Papier ist geduldig und diese Berechnungen werden teilweise durch naturgegebene Bedingungen zu Nichte gemacht.

In diesem Sinne, meine Gedanken dazu.
 

Via_Lactea

Mitglied
Hallo Liebe Mitglieder_inn

Ihr habt den Punkt, "oder besser ausgedrückt; das Stichwort definiert".

Es ist arg schwer als Neuling ein System zu verstehen, geschweige die Vor- und Nachteile herauszufiltern.
Mit eurem Einsatz und Ambition habt Ihr hier sehr wichtige Inputs hinterlassen, und deutliche Erklärungen aufgezeigt, wo die Reise hingehen soll. Ich habe mich zu stark auf eine Eigenschaft fokussiert, die nicht zwingend und relevant ist für mein Vorhaben. Meine Orientierung auf die (f/2) hat das Marketing mit Bravour bestanden.

Mein Vorhaben ist in erster Linie das Ablichten von M31, M42, NGC 700 und 2244, sowie die Sieben Schwestern, dunkle Ecken sind für mich erstmals ausgeklammert. Sekundärer wäre auch Gasplaneten zu Fotografieren und Ihre Monden - dies steht aber nicht Vordergrund..
Ob hier jetzt ein ultralight Ausrüstung (z.B. das Omegon Pro AP 72/432 ED OTA oder Vixen AP 55/303 Fluorit FL55SS) ein solches Unterfangen bestehen, oder sich besser auf ein mittelmässiges Gewicht setze mit den erwähnten TS-Optics (Imaging Star 80 mm f/4,4 oder der Photoline 80 mm f/6) die ja mit einem Zertifikat ausgeliefert werden, muss noch gut überdacht werden.

Mein Budget habe ich ja, in den Anfängen bis 2K gesetzt – wusste aber nicht was ein AutoGuider oder eine gute Montierung kostet; geschweige von Filter, Reducer und noch die nötigsten Zubehörteile, so habe ich mein Budget auf 5K gesetzt.

Occasionen wäre auch eine Option für mich, aber als Grünling wage ich es nicht auf Teile zu setzen ohne Rückgabe recht.

Ab Mitte Woche habe ich Zeit, um einige Regionale Astro-Händler aufzusuchen, mal schauen, ob ich hier mit meinen neuen Erkenntnissen und die Erfahrung eines Händlers auf das gewünschte System kommen werde. Daher würde es mich freuen, sofern Ihr Zeit und Geduld habt, mir einige Grund-Systeme zu empfehlen:
  • Teleskope
  • Autoguiding
  • Montierung
  • CMOS-Chip Astro-Kamera (bei der Astro-Kamera wird es wohl so kommen, dass die kosten, primär auf Montierung, AutoGuiding-System und Teleskope ausgerichtet wird, später nach meinem praxiswissen Aufbau dann zu einer Pro Kamera Upgrade führt.


Nochmal Besten Dank für eure Erklärungen und Spannende Aufzeigungen, Kritik und Tipps sind bei mir immer willkommen für das Eliminierung von Fehlkäufen.


CS an euch
Liebe Grüsse
John
 

Via_Lactea

Mitglied
CMOS-Chip Astro-Kamera (bei der Astro-Kamera wird es wohl so kommen, dass die kosten, primär auf Montierung, AutoGuiding-System und Teleskope ausgerichtet wird, später nach meinem praxiswissen Aufbau dann zu einer Pro Kamera Upgrade führt.
Wichtige Nachfrage zur Kamera:

Ich habe noch meine alte Nikon D60, ist mit einem CCD-Sensor ASP-C 23,6 × 15,8mm und 6ym Pixelpitch verbaut, ist ein solche Präh-Kamera für Astrofotografie tauglich!!!

Auch meine zweite Kamera Sony a7iii mit E-Mound könnte ich sicherlich auch einsetzen, aber im Feldeinsatz mit einem Teleskop hätte ich gerne eine Begleitung dabei, und mit meiner bestehenden Ausrüstung: Polaris-Vixen und der LRT Pro Timer 2.5, tätige ich TimeLaps Aufnahmen, da hier eh zu 2 bis 4 Stunden Aufnahme Zeiten entstehen, wird das Warten verträglicher, wenn ich dann mit dem Neuen reisetauglichem Teleskope herum Operieren kann.

Ob meine Nikon D60 für die Astrofotografie eingesetzt werden könnte, um eine angemessene Bildqualität zu erhalten – das wäre ja Super??

Gruss & CS
john
 
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