SC und Justierung

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Benniwood

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Hallo freundliche Mitleser,

eine Anfängerfrage: ist für ein neues SC (C8) als Zubehör ein Justierlaser empfehlenswert oder ist sowas nur für Newtons wirklich nötig?

Danke und Gruß
Ben
 
Hallo Ben,

bei meinem C8 steht in der Beschreibung, wie man das Gerät am Stern kollimiert.
Da braucht man keinen Justierlaser dazu.

Wenn Du mit dem C8 nicht zu grob umgehst, ist eine Kollimierung nur sehr selten nötig.

Viele Grüße aus Graz,
Johann
 
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Hallo,

beim SC funktioniert ein normaler Laser nicht.

Es gibt prinzipiell drei Möglickeiten zur Justierung:

- am Stern
- am künstlichen Stern
- mit einem GMK-Kollimator

Ich selbst habe für mein C8 einen GMK-Kollimator angeschafft, führe aber die Justierung inzwischen meistens mit einem künstlichen Stern durch.

Beim C8 gibt es ja (leider) nur begrenzte Möglichkeiten der Justierung, es lässt sich nur der Fangspiegel verstellen. Die Justierung am künstlichen (oder auch am echten) Stern erfolgt so, dass bei hoher Vergrößerung die Beugungsringe konzentrisch eingestellt werden.

Mein C8 ist übrigens recht justierstabil.

Gruß Klaus
 
Hi!

Zitat von synosontis:
Mein C8 ist übrigens recht justierstabil.

... und laut Paul Valleli auch justiertolerant:

"Luckily the Schmidt-Cass is fairly forgiving of collimation errors; small ones don't matter very much."

In den "Sky & Telescope"-Heften März und April 1988 gab es zwei inhaltlich aufeinander folgende Artikel über Teleskopkollimierung eben von Valleli, die sich mit dem Thema umfassend beschäftigen; das Zitat stammt aus dem zweiten.

Grüße

fquadrat
 
Moin Namenloser!

> ... und laut Paul Valleli auch justiertolerant:

Naja, wer's glaubt... :super:
SCT (und ähnliche Bauarten) haben die dumme Eigenschaft, daß der FS konvex ist - das schließt den Gebrauch von Lasern zur Justage aus. Der HS hat f/2, der FS bringt das System schließlich auf f/10 (Siehe: ICS-Birkmaiers Katalog). Es ist also klar, daß sich die Justage des FS entscheidend auswirkt und sich kleine Dejustagen sofort im Bild bemerkbar machen.
 
Hi!

Zitat von winnie:
> ... und laut Paul Valleli auch justiertolerant:

Naja, wer's glaubt... :super:
SCT (und ähnliche Bauarten) haben die dumme Eigenschaft, daß der FS konvex ist - das schließt den Gebrauch von Lasern zur Justage aus. Der HS hat f/2, der FS bringt das System schließlich auf f/10 (Siehe: ICS-Birkmaiers Katalog). Es ist also klar, daß sich die Justage des FS entscheidend auswirkt und sich kleine Dejustagen sofort im Bild bemerkbar machen.

Ich denke schon, daß Valleli weiß, wovon er schreibt, er hat eine Menge Übung. Daß man mit einem Laser kaum kollimieren kann (ein Hersteller gibt aber Hinweise, wie es doch gehen soll), ist mir klar, aber die Valleliartikel sind von 1988, und da war mit Laserkollimatoren wenig los.

Ein Hinweis auf eine größere Justagetoleranz könnte die Hauptspiegelfokussierung geben: Bei einem normalen Cassegrain würde eine so starke Änderung des Abstandes HS-FS zu größeren Abbildungsfehlern führen, da der Primärfokus nicht mehr mit einem der Fangspiegelfoki zusammenfällt. Dem SC ist das relativ egal.

Eine Verkippung sollte bei einem sphärischen Spiegel auch weniger ausmachen als bei einem asphärischen, und der Fall tritt beim Spiegelshifting auch auf. Eine Astroaufnahme ist in dem Fall allerdings dennoch gerne mal zum Teufel ...

Clear Skies

fquadrat
 
Hallo zusammen,

ein Laser ist bei einem SC wirklich verzichtbar, grob vorjustieren kann mal wohl damit, aber dafür würde ich wirklich keinen anschaffen, das geht auch mit der "Einblickmethode". Dank nur einem Freiheitsgrad bei der Justage gängiger SCs ist das Justieren am Stern wirklich nicht "Rocketscience". Die Justierstabilität ist immer auch eine Frage der Ansprüche. Bei bestmöglicher Justage an den Beugungsringen *im* Fokus für Hochvergrößerungen ist die Justage gern beim Umschlagen der DEC Achse dank Spiegelverkippung wieder im Eimer. Man kann das ganze durch Bewegen des HS in immer der gleichen Fokusrichtung vor dem Justieren optimieren, aber ich justiere in diesem Fall vor Aufnahmen immer nach bzw. kontrolliere wenigstens...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo f^2,

doch, die Dinger sind relativ empfindlich, wie oben schon erwähnt. Die meisten der am Markt gängigen Massenmodelle haben einen HS mit einem Brennweitenverhältnis von ca. f/2 (C8 , C11 z.B. f/1.9, C14 f/2.14), was den FS bez. der Justage entspr. "nervös" macht. Nur das C9 ist hier etwas entspannter und hat einen entsprechenden im Verhältnis längeren Tubus.
Was Valleli schreibt, kann ich anhand meiner Erfahrung und der vieler anderer nicht nachvollziehen...

Viele Gruesse & CS,
Oliver
 
Hallo fquadrat,

Die Aussage,dass ein SC justiertolerant ist, hatte ich vorher eigentlich noch nie gehört. Nach meiner Erfahrung ist ein SC im Gegenteil recht empfindlich gegen unsaubere Kollimation; es ist nach korrekter Kollimation aber recht justierstabil (ich transportiere mein SC aber normalerweise nicht über weitere Strecken, z.B. mit dem Auto).

Gruß Klaus
 
Zuletzt von einem Moderator bearbeitet:
hallo,

SCTs sind, wenn man hoch vergrössert, sogar extrem intolerant was Justage betrifft. Wenn nur ein bisserl was daneben ist, sieht man das sofort am Planeten, und eine Kontrolle vor jeder Beobachtung zahlt sich echt aus. Die Justage eines SCT ist aber eine sehr einfach Sache am Stern - etwas defokussieren und dann mit den Justageschrauben den Stern in die Richtung verschieben wo die dickste Stelle im Ring ist, mit Motor Stern wieder in die Mitte bringen, usw bis alles konzentrisch ist.

Wie justierstabil ein SCT ist, hängt damit zusammen wie stark man die Justageschrauben am FS festschraubt. Zuwenig sollte es nicht sein, deswegen haben die Leute die sich "Bobs knobs" zulegen öfters Probleme, weil man sie mit den Fingern nicht so stark anziehen kann.

Die Aussage von Valleli sehe ich durchaus im Zusammenhang mit der Tatsache dass Sky&Telescope viel Werbung von SCT-Herstellern bekommt, leider nicht nur dort gibt es "Weichspülung" von Berichten in doch nicht so ganz unabhängigen Zeitschriften...

lg Tommy
 
Hi!

Zitat von tommy_nawratil:
Die Aussage von Valleli sehe ich durchaus im Zusammenhang mit der Tatsache dass Sky&Telescope viel Werbung von SCT-Herstellern bekommt, leider nicht nur dort gibt es "Weichspülung" von Berichten in doch nicht so ganz unabhängigen Zeitschriften...

Allerdings wurden auch damals viele Newtons verkauft, also wäre die größere Anzahl Hersteller eher ein Grund für eine Bevorzugung des Newtons.

Wenn ich seine E-Mail-Adresse finde, kontaktiere ich Valleli und frage nach, wie es zu diesem Unterschied in der Bewertung der Justagestabilität kommen kann.

Viele Grüße

fquadrat
 
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