Alberto
Neues Mitglied
Hallo, Freunde der Sterne und Kundige des durch Glas gebrochenen Lichts,
mit einer Frage zur Optik moderner Objektive durchs Reich des Wissens googelnd, gelangte ich auf diese Forumsseite
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=187546&page=0&view=collapsed&sb=11&o=&fpart=2&vc=1
und war angetan von der Fachkompetenz der Teilnehmer. Als ich dann auch noch den Namen Walter E. Schön las, bei dem ich vor ca. 10 Jahren an einem Großbild-Seminar bei Linhof teilgenommen habe, dachte ich: Hier bin ich richtig.
Ich habe eine grundlegende Frage zur Optik moderner Objektive mit Innenfokussierung. Ich gestehe allerdings gleich, dass es mir um Fotoobjektive geht, und dass ich damit eigentlich hier nicht richtig bin, habe aber gemerkt, dass diese auch bei Ferngläsern vorkommen. Außerdem habe ich schon in vielen Fotoforen, in Aufsätzen und Firmeninformationen gesucht, aber noch keine detaillierte Antwort bekommen. Ich glaube, hier ist mehr Wissen versammelt, vielleicht könnt (wollt?) Ihr mir ja helfen.
Was weiß ich? Ich kenne die Grundlagen der Abbildung „klassischer“ Objektive mit Festbrennweite. Ich kann graphisch und rechnerisch Lage und Größe der Abbildung eines gegebenen Gegenstandes bestimmen, also die Abbildungsformel 1/f = 1/g + 1/b und ihre Umformungen. Ich kenne auch das Modell zur Konstruktion der Abbildung komplexer Objektive mit zwei Hauptebenen. Soviel zu meinem fachlichen Hintergrund
Nun habe ich aber etwas Neues angefangen und bin bei Übergang zur Digitalfotografie erstmals mit AF-Objektiven in Berührung gekommen. Dabei ist leider mein allzu festgefügtes Bild der Optik in Unordnung geraten, ich brauche Hilfe, um wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Hier sind meine Fragen:
- Wie erfolgt die Scharfstellung eines Objektives mit Innenfokussierung? Durch Verschieben von Linsengruppen im Inneren, soviel habe ich gelesen. Aber was geschieht dabei physikalisch? Ich habe gelesen, dass sich dabei die Brennweite ändert, nach bisherigen Aussagen aber nur geringfügig.
- Stimmt das, ist das nur ein Nebeneffekt; kann man also die Brennweitenänderung vernachlässigen und erfolgt die Scharfstellung hauptsächlich – mathematisch gesehen – durch eine Verschiebung der hinteren Hauptebene des Objektivs?
- Oder erfolgt Scharfstellung allein aufgrund der Brennweitenänderung? Wird also die Brennweite so stark verändert, bis die Bildweite wieder „passt“? Denn das Hinterglied des Objektivs verschiebt sich doch nicht, oder?
- Ist das Denken in Hauptebenen bei solchen Objektiven grundsätzlich noch sinnvoll? Oder geht man da von anderen Denkmodellen aus?
Ich würde mich freuen, wenn ein paar Optikfreaks darauf reagieren würden.
Grüße Alberto
mit einer Frage zur Optik moderner Objektive durchs Reich des Wissens googelnd, gelangte ich auf diese Forumsseite
http://forum.astronomie.de/phpapps/ubbthreads/showflat.php?Cat=&Board=Fernglaeser&Number=187546&page=0&view=collapsed&sb=11&o=&fpart=2&vc=1
und war angetan von der Fachkompetenz der Teilnehmer. Als ich dann auch noch den Namen Walter E. Schön las, bei dem ich vor ca. 10 Jahren an einem Großbild-Seminar bei Linhof teilgenommen habe, dachte ich: Hier bin ich richtig.
Ich habe eine grundlegende Frage zur Optik moderner Objektive mit Innenfokussierung. Ich gestehe allerdings gleich, dass es mir um Fotoobjektive geht, und dass ich damit eigentlich hier nicht richtig bin, habe aber gemerkt, dass diese auch bei Ferngläsern vorkommen. Außerdem habe ich schon in vielen Fotoforen, in Aufsätzen und Firmeninformationen gesucht, aber noch keine detaillierte Antwort bekommen. Ich glaube, hier ist mehr Wissen versammelt, vielleicht könnt (wollt?) Ihr mir ja helfen.
Was weiß ich? Ich kenne die Grundlagen der Abbildung „klassischer“ Objektive mit Festbrennweite. Ich kann graphisch und rechnerisch Lage und Größe der Abbildung eines gegebenen Gegenstandes bestimmen, also die Abbildungsformel 1/f = 1/g + 1/b und ihre Umformungen. Ich kenne auch das Modell zur Konstruktion der Abbildung komplexer Objektive mit zwei Hauptebenen. Soviel zu meinem fachlichen Hintergrund
Nun habe ich aber etwas Neues angefangen und bin bei Übergang zur Digitalfotografie erstmals mit AF-Objektiven in Berührung gekommen. Dabei ist leider mein allzu festgefügtes Bild der Optik in Unordnung geraten, ich brauche Hilfe, um wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Hier sind meine Fragen:
- Wie erfolgt die Scharfstellung eines Objektives mit Innenfokussierung? Durch Verschieben von Linsengruppen im Inneren, soviel habe ich gelesen. Aber was geschieht dabei physikalisch? Ich habe gelesen, dass sich dabei die Brennweite ändert, nach bisherigen Aussagen aber nur geringfügig.
- Stimmt das, ist das nur ein Nebeneffekt; kann man also die Brennweitenänderung vernachlässigen und erfolgt die Scharfstellung hauptsächlich – mathematisch gesehen – durch eine Verschiebung der hinteren Hauptebene des Objektivs?
- Oder erfolgt Scharfstellung allein aufgrund der Brennweitenänderung? Wird also die Brennweite so stark verändert, bis die Bildweite wieder „passt“? Denn das Hinterglied des Objektivs verschiebt sich doch nicht, oder?
- Ist das Denken in Hauptebenen bei solchen Objektiven grundsätzlich noch sinnvoll? Oder geht man da von anderen Denkmodellen aus?
Ich würde mich freuen, wenn ein paar Optikfreaks darauf reagieren würden.
Grüße Alberto