Gerald1
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Schon eine tolle Sache das Internet und besonders astronomie.de; nachmittags die Frage gepostet, wann denn wieder sich lohnende gegenseitige Verfinsterungen der Jupitermonde zu sehen sind und abends war die Antwort da (Danke Hubert!!!). Kurz nach 23 Uhr sollte es soweit sein. Schnell raus mit dem Teleskop, ist ja schon fast 21 Uhr und die Kiste braucht gute 2 h, um vollständig auszukühlen (immerhin 30 Kilo Glas bei 17 Zoll). Trotzdem, gleich ein Blick auf Jupiter: nur ein verwaschener Fleck! Dass der untemperierte Spiegel dermaßen schlechte Bilder liefert hätte ich nicht gedacht.....uupss!...besser mal die Schutzplastiktüte vom Fangspiegel runternehmen...schon besser, zumindest die beiden großen Äquatorialbänder sind zu sehen. Aber die Bilder, die das Teleskop unausgekühlt liefert, reichen nicht mal zu einem groben Vorjustieren am Stern. Nach 22 Uhr gings dann allmählich: wie sich ein Jupitermond dem Planetenrand nähert und dann hervortrat war schon schön zu sehen, andeutungsweise tauchte auch schon der GRF ganz am anderen Rand auf. Trotzdem, Abbildungsqualität alles andere als optimal; kein Wunder, der Mond beleuchtete den Spiegel intensiv von der Seite, das Streulicht muss ja Auswirkungen haben...also rasch eine große Decke ums Teleskop gewickelt, notdürftig mit einem Wollfaden festgemacht. Sah verboten aus, war aber wirksam.
Nach 23 Uhr, 445 fache Vergrößerung, der GRF schön orange strahlend, mindestens vier helle Flecken direkt darüber, alle 4 Monde klar als Scheibchen, am deutlichsten Ganymed (kein Scheibchen, sondern kleine Scheibe). Ganymed’s Schatten schiebt sich langsam über Kallisto, von der Seite her, die näher an Jupiter ist. Um 22:15:30 gemäß Funkuhr hatte ich den Eindruck, dass das Maximum der Verfinsterung erreicht ist, zwar nicht ringförmig, aber deutlich zu erkennen war, dass der Südteil von Kallisto halbmondartig übrig blieb (von Sichel trau ich mich nun doch nicht zu sprechen).
Abschließend noch ein Blick zum Mond, Krater Plato, darin auch die beiden eng beieinander stehenden kleinen Krater sauber getrennt; weiß jemand den Winkelabstand? Müssen ja nicht immer Doppelsterne sein, um die Auflösung zu testen. Und wie heißen die beiden Krater eigentlich, Susi und Strolch?
Zum Alpental, war vor drei, vier Tagen an der Rinne im Alpental gescheitert, jetzt noch viel weiter weg vom Terminus (oder Terminator?), war sie aber blickweise zu sehen, nicht durch ihren Schatten als dunklere Linie, sondern als heller erleuchtete feine Linie.
Bin mal auf die nächsten Mondfinsternisse auf den Jupitermonden gespannt. Unter günstigen Verhältnissen müsste es möglich sein, den Schatten des Nachbarmondes inmitten eines Mondscheibchens wahrzunehmen, also eine Donut-Form.
Bis denn,
Gerald
Nach 23 Uhr, 445 fache Vergrößerung, der GRF schön orange strahlend, mindestens vier helle Flecken direkt darüber, alle 4 Monde klar als Scheibchen, am deutlichsten Ganymed (kein Scheibchen, sondern kleine Scheibe). Ganymed’s Schatten schiebt sich langsam über Kallisto, von der Seite her, die näher an Jupiter ist. Um 22:15:30 gemäß Funkuhr hatte ich den Eindruck, dass das Maximum der Verfinsterung erreicht ist, zwar nicht ringförmig, aber deutlich zu erkennen war, dass der Südteil von Kallisto halbmondartig übrig blieb (von Sichel trau ich mich nun doch nicht zu sprechen).
Abschließend noch ein Blick zum Mond, Krater Plato, darin auch die beiden eng beieinander stehenden kleinen Krater sauber getrennt; weiß jemand den Winkelabstand? Müssen ja nicht immer Doppelsterne sein, um die Auflösung zu testen. Und wie heißen die beiden Krater eigentlich, Susi und Strolch?
Zum Alpental, war vor drei, vier Tagen an der Rinne im Alpental gescheitert, jetzt noch viel weiter weg vom Terminus (oder Terminator?), war sie aber blickweise zu sehen, nicht durch ihren Schatten als dunklere Linie, sondern als heller erleuchtete feine Linie.
Bin mal auf die nächsten Mondfinsternisse auf den Jupitermonden gespannt. Unter günstigen Verhältnissen müsste es möglich sein, den Schatten des Nachbarmondes inmitten eines Mondscheibchens wahrzunehmen, also eine Donut-Form.
Bis denn,
Gerald