Schatten huschen über die Mondoberfläche

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Moin Namen- und Grußloser!

Das können auch Insekten (Nachtfalter) sein. Die Bewegungsgeschwindigkeit hängt in dem Fall von der Entfernung ab. Nichts außergewöhnliches also, was man nicht in einer klaren Mondnacht am Teleskop erlebt.
 
Mein Name ist EWI, ich dachte man kann den Usernamen lesen.
Und gleich mal liebe Grüße an alle die es brauchen.

Ich verstehe das trotzdem nicht ganz, wo sollen die Insekten sein?
Wenn ich auf den Mond scharf stelle und die Hand vors Teleskop halte, dann sieht man die nicht mal annähernd. Nicht mal wenn man durch einen
Baum beobachtet in einiger Entfernung, hab ich auch schon gemacht weil der Saturn jetzt gerade so tief steht. Das stört nur wenig und man kann absulut keine Blätter oder Äste erkennen. Wie soll man dann Insekten sehen?
nochmal liebe Grüße
Ewi
 
Moin Ewi!

Es ging mir eher um die BEgrüßung (Moin, Tach, Hallo) als das Versenden einer Grußwort-Postkarte mit lieben Küßchen am Schluß... ;)

> Wie soll man dann Insekten sehen?

Im Beispiel sehen wir den Mond durch eine Kamera. Da kann es sein, daß der Schärfepunkt bzw. die Tiefenschärfe bereit nach einigen Metern scharfe Objekte abzeichnet. Das funktioniert anders als bei visueller Beobachtung, wo man vielleicht mal den undeutlichen Schatten eines Vogels am Mond vorbeihuschen sieht.
Auf dem verlinkten Video sehe ich Insekten - was soll das auch anderes sein? Besucher "von außerhalb"? :o

Wir hatten vor einiger Zeit schon mal einen Uneinsichtigen hier, der partout nicht von seiner Raumschiff-Theorie lassen wollte. Das war am Ende mehr als skurril.

Thread vom Feb. 2015
 
Servus Ewi,
das sind keine Insekten das sind Sateliten welche durch das Bild fliegen. Vögel brauchen deutlich länger bis sie durch sind. Besonders deutlich ist das bei der Sonnenbeobachtung zu sehen.

Gruß
Ralf
 
Moin Ralf!

Satelliten, die vor der Mondscheibe eine Kurve fliegen? (siehe Sekunde 7 des Videos)
Is' ja toll! :augenrubbel:
 
Hallo Micha,
ich würde sagen es verhält sich genau umgekehrt. Die Schärfentiefe unseres Auges ist größer als die der Kamera am Teleskop. Ich würde sogar sagen im Vergleich zum Betrachtungsabstand ist die Schärfentiefe ganz extrem klein beim Teleskop. Ich habe schon versucht es dir zu erklären, wenn ich auf den Mond scharf stelle und dann auf einen Baum in 200m schwenke, so ist der Baum absolut nicht als Baum zu erkennen. Auch nicht wenn er 1km entfernt ist. Wie soll dann ein Insekt zu erkennen sein?

liebe Grüße
Ewald
 
Ja Micha,
hier wird das toll erklärt.
ich kenne diese ganze Geschichte
Was meinst du genau mit dem "Öhm-nein".

Willst du sagen, wenn du auf den Mond scharf stellst und dann auf einen Baum in der Nähe schwenkst, wird auch dieser scharf dargestellt?

liebe Grüße
Ewald
 
Du hast dir die Seite auf die du verlinkst nicht durchgelesen oder zumindest nicht verstanden.

Dort wird der Bereich der Scharf ist mit grüne Farbe gekennzeichnet.
Dieser Bereich fängt aber frühstens beim halben Abstand zum eingestellten Objekt an. Also halber Abstand zum Mond, glaub mir dort gibt keine Insekten mehr!
 
...und wie soll das hier funktionieren, wenn's "unmöglich" ist?!
http://dermoment.com/wp-content/uploads/2009/01/mond_4906.jpg

So ein Motiv ist ja wohl allseits bekannt. Die Google-Bildersuche ist voll von solchen Beispielen.

Bei jeder manuellen Kamera gibt es wählbare Entfernungseinstellungen für die Schärfe. Die gehen vielleicht bis 20 Meter, danach folgt die Einstellung "unendlich" - egal, ob für 50 Meter oder 384.000 km Objektentfernung.
 
Hallo alle,

das ist ganz eindeutig ein Insekt,
ein Nachtfalter vermutlich,
so wie es Micha am Anfang gesagt hat.

Erstens, man erkennt, wenn auch undeutlich, die Form, und
zweitens, man kann aufgrund der scheinbaren Grösse gut die Entfernung abschätzen:

Das Ding erscheint ähnlich gross wie der Krater Aristillus (ø55km),
angenommen es misst 1cm, und mit der Mondentfernung von 384400km
ergibt eine einfache Verhältnisrechnung

384400/55 x 0,01m = 70 Meter

Wenn das Viech etwas grösser war, war es entsprechend weiter weg.
Wegen mir 100 oder auch 200 oder 300 Meter.

Aber auf jeden Fall eine sinnvolle Entfernung
für "noch nicht scharf aber schon sichtbar".

Ein Vogel ist es eher nicht, die habe ich schon
selber oft vor dem Mond gesehen, bei der Grösse
waren die alle immer schon schön scharf.
Und langsamer.

Btw.: Das mit der "halben Strecke zum Objekt" gilt vielleicht im Nahbereich,
aber wie Micha sagt, irgendwann ist "unendlich", d.h. alles gleich.
Stell dir vor, ich stelle Jupiter scharf ein
und muss danach für Venus nachfokussieren... :augenrubbel:

Hope it helped!

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Moin Thorsten!

Danke dir für die Unterstützung! :super:

Da will man was erklären und es werden einem die Worte im Mund herumgedreht - ich liebe es... :smiley63:
 
Danke Thorsten,
deine Erklärung hört sich recht Plausibel an, du hast mich überzeugt.
Ich hätte zuvor viel eher an sehr hochfliegende Vögel gedacht,
aber da war mir das Flugverhalten ein wenig zu unruhig.
Das Nachtfalter wirklich so hoch fliegen war mir auch nicht bewusst.
schönen Tag noch
Ewald
 
Habe noch ein bisschen weiter gerechnet,
dein Bildausschnitt zeigt (kurze Seite)
etwa 1/4 des Monddurchmessers,
und das UFO (im Wortsinne! Unidentifiziertes FlugObjekt!)
braucht etwa 1,5sec für die Strecke.
Macht also eine Geschwindigkeit von 5'/s,
bei 70m Entfernung sind das 10cm/s.

Falter sind üblicherweise etwas grösser als 1cm,
aber man bedenke wie unscharf das Bild ist,
kann also durchaus sein dass man nicht
von Flügelspitze zu Flügelspitze alles sieht.

Wie hoch die fliegen, keine Ahnung,
ich hatte (weil du ständig von dem Baum geredet hast)
eher einen horizontalen Blick in Sinn,
aber gut, fliegen die nicht immer Richtung Licht?,
dann würde Richtung Mond ja passen. ;)

Die Mondphase ist etwas nach zunehmendem Halbmond,
wenn die Aufnahme neu ist, dann stand der Mond eher tief,
Schütze, Steinbock oder so, also vielleicht 25 Grad hoch oder weniger.
Das reduziert die Flughöhe auf unter die Hälfte der Entfernung.
Unser Solarturm hier hat seinen Standby-Brennfleck auf 60m Höhe,
und da ist (zumindest tagsüber) immer sehr reger "Flugverkehr".

Mein Tipp ("best bet"):
Nachtfalter, 20mm groß, 100m entfernt, 15cm/s schnell, 40m hoch.

Sonnige Grüsse vom MittelMeerDobservatorio
Thorsten
 
Hallo Leute,

man sollte Insekten nicht unterschätzen

Wanderfalter

Wir dürfen davon ausgehen, dass sie z.B. Hochgebrigspässe lange vor menschlichen Wesen überwunden haben und es immer noch bei Bedarf können. Allerdings fliegen sie meist (auch auf Wanderungen) recht bodennah und windunabhängig, werden aber von Wind und Luftströmungen erfasst, auch in größere Höhen getragen, weil sie eben nicht dagegen anfliegen können.

Flatterviecher in großen Höhen sind wirklich ziemlich normal.

Fledermäuse sind auch recht beliebte UFOs.

Gruß
*entfernt*
 
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