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Hallo!
Heute gegen 20 Uhr sah ich zufällig aus dem Fenster und erblickte einen glänzenden Mond. Die folgenden Handlungen - Jacke anziehen, Stiefel anziehen, Teleskoptasche geschultert, Okulartasche in die linke Hand, Stativ mit Vixen NP in die rechte, 50m gehen, Stativ verlängern und kurz ausrichten, Fernrohr anklemmen, Zenitspiegel und Okular ansetzten - dauerten keine 10 Minuten, dann stand der 80/600er TMB bereit auf dem Acker. Und was war das für ein Himmel! Glasklar, die Sterne hell bis zum Horizont, Milchstraße trotz Mond - einfach schön!
Der Mond, der mich eigentlich rauslockte, war ernüchternd. Handbreit über dem Horizont waberte er, was das Zeug hielt, und glänzte eher mit seinem atmosphärischen Spektrum. Also Adaptationspause und Schwenk zu Uranus. Der war schnell gefunden, die Position kannte ich noch vom vergangenen Wochenende. Bei 150fach (4er TMB/Burgess Planetary) war ein kleines blaues scharf begrenztes Scheibchen zu sehen. Sehr schön! Für Neptun hatte ich mir vor ein paar Tagen eine Guide-Karte zurechtgelegt, also nix wie hin. Ebenfalls schnell gefunden, deutlich kleiner als Uranus, und bei 150fach ebenfalls als Scheibchen zu erkennen. Farbe - ???, am ehesten ein Hauch blau. Gleich "rechts" von Neptun auf meiner Karte NGC 7009. Erscheint etwa so groß wie Uranus, nur nicht so scharf begrenzt, aber eindeutig blau. Dann ein Schwenk zu M 33. Die Galaxie ist heute uninteressant, ich will NGC 604 sehen. Bei 75fach ist das Sterndreieck deutlich auszumachen, an dessen Basis 604 sitzt -und da isser! Blickweise blitzt NGC 604 auf. Bei 150fach ist der Hintergrund dunkler und der kleine Gasnebel deutlicher zu sehen. Eindeutig ein kleines nebeliges Fleckchen - oder Scheibchen - und ein neuer persönlicher Rekord: der 80er ist jetzt das kleinste Fernrohr, mit dem ich NGC 604 gesehen habe. Zum Schluß zwei Kugelhäufchen im Delfin. Zuerst NGC 7006, der als strukturloses kleines Wölkchen erscheint, und zum Abschluß NGC 6934. Der ist deutlich größer als 7006, zeigt ein strukturiertes Zentrum und etwas dunklere Halogebiete, manchmal scheint ein Sternchen auf der Fläche aufzublitzen.
Das sollte dann genügen für einen ungeplanten Schnellspechteleinsatz. Fazit: nicht nur die dicken Dinger sind was zum schnell mal angucken, der Himmel läßt sich auch in kleinen Scheibchen genießen!
Grüße von Michael.
Heute gegen 20 Uhr sah ich zufällig aus dem Fenster und erblickte einen glänzenden Mond. Die folgenden Handlungen - Jacke anziehen, Stiefel anziehen, Teleskoptasche geschultert, Okulartasche in die linke Hand, Stativ mit Vixen NP in die rechte, 50m gehen, Stativ verlängern und kurz ausrichten, Fernrohr anklemmen, Zenitspiegel und Okular ansetzten - dauerten keine 10 Minuten, dann stand der 80/600er TMB bereit auf dem Acker. Und was war das für ein Himmel! Glasklar, die Sterne hell bis zum Horizont, Milchstraße trotz Mond - einfach schön!
Der Mond, der mich eigentlich rauslockte, war ernüchternd. Handbreit über dem Horizont waberte er, was das Zeug hielt, und glänzte eher mit seinem atmosphärischen Spektrum. Also Adaptationspause und Schwenk zu Uranus. Der war schnell gefunden, die Position kannte ich noch vom vergangenen Wochenende. Bei 150fach (4er TMB/Burgess Planetary) war ein kleines blaues scharf begrenztes Scheibchen zu sehen. Sehr schön! Für Neptun hatte ich mir vor ein paar Tagen eine Guide-Karte zurechtgelegt, also nix wie hin. Ebenfalls schnell gefunden, deutlich kleiner als Uranus, und bei 150fach ebenfalls als Scheibchen zu erkennen. Farbe - ???, am ehesten ein Hauch blau. Gleich "rechts" von Neptun auf meiner Karte NGC 7009. Erscheint etwa so groß wie Uranus, nur nicht so scharf begrenzt, aber eindeutig blau. Dann ein Schwenk zu M 33. Die Galaxie ist heute uninteressant, ich will NGC 604 sehen. Bei 75fach ist das Sterndreieck deutlich auszumachen, an dessen Basis 604 sitzt -und da isser! Blickweise blitzt NGC 604 auf. Bei 150fach ist der Hintergrund dunkler und der kleine Gasnebel deutlicher zu sehen. Eindeutig ein kleines nebeliges Fleckchen - oder Scheibchen - und ein neuer persönlicher Rekord: der 80er ist jetzt das kleinste Fernrohr, mit dem ich NGC 604 gesehen habe. Zum Schluß zwei Kugelhäufchen im Delfin. Zuerst NGC 7006, der als strukturloses kleines Wölkchen erscheint, und zum Abschluß NGC 6934. Der ist deutlich größer als 7006, zeigt ein strukturiertes Zentrum und etwas dunklere Halogebiete, manchmal scheint ein Sternchen auf der Fläche aufzublitzen.
Das sollte dann genügen für einen ungeplanten Schnellspechteleinsatz. Fazit: nicht nur die dicken Dinger sind was zum schnell mal angucken, der Himmel läßt sich auch in kleinen Scheibchen genießen!
Grüße von Michael.