Schellen für 70er Tubus?

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Mark F

Aktives Mitglied
Hallo,

Ich wollte als Alternative zu meiner gewöhnlichen Montierung einen 70er Tubus auf ein sehr stabiles Stativ mit Montierung packen (ca. 40 Jahre alt).
Ich konnte bisher im Internet keine passenden Tubusschellen (70mm) finden. Gibt's die nicht?

Alternativ habe ich mir überlegt Rohrschellen aus dem Rohrleitungsbau zu nutzen (70-73mm mit Gummieinlage). Müsste also was bastel :)
Hat jemand Erfahrung damit?
Besteht dabei ggf die Gefahr den Tubus zu verformen?

VG Mark
 
Hallo Mark,

das mit den Rohrschellen habe ich schon bei verschiedensten Röhren gemacht (60/900, 60/700, Kosmos R 54). Die Schellen haben ein M8 Gewinde. Mit entsprechenden Senkkopf Schrauben befestige ich eine Prismenschiene an der Rohrschelle und schon passt alles auf die Montierungen mit Prismenklemme.

Bisher hat sich bei mir noch kein Tubus beschwert und alles ist rückbaubar.

CS Gerhard
 
Hallo Gerhard,

Danke für die Information. Ich glaub eine Prismenschiene kann ich bei der Montierung nicht nutzen. Aber denke da geht was zu basteln. Der Reflektor ist nicht mehr zu retten.

VG Mark

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Hallo Holger,

Der Newton gehörte meinem Vater (steht bei meiner Mutter im Keller). Das Teil ist ca. 40 Jahre alt. Die Spiegel sind trübe und wo der Okularauszug an den Tubus montiert ist, ist eine Delle.

Die Montierung ist Gussmaterial. Die Ecke mit dem Gegengewicht ist abgebrochen (also die Stange). Das Stativ ist aber richtig gut für meinen kleinen 70/900er. Wäre stabiler als die Originalmontierung.
Zumindest will ich diese alte Montierung als Alternative behalten bzw passend basteln.

VG Mark
 
Hallo Holger,

Mit dem 114/900er hatte ich in meiner Kindheit auch schöne Erlebnisse. Ich wollte immer nur den Mond sehen. Ich hab "etwas" versucht zu reinigen. Kein zufriedenes Ergebnis. Bedingt durch die Delle sitzt der Okularauszug schief am Tubus. Korrosion hat sich auch teilweise breit gemacht. Wegwerfen werden wir das Teil nicht. Zuerst werde ich jedoch versuchen die Montierung umzunutzen. Auch die Okulare kann ich mit Adapter noch nutzen. Das müsste ich mal testen.

VG Mark
 
Hallo Mark,

wie es auf de Bild aussieht, sind die Rohrschellen des Newton mit Schrauben an einer Schiene befestigt. Die Löcher in der Schiene kannst du dann einfach für M8 Schrauben passender Länge nutzen; das müssen in diesem Fall natürlich dann auch keine Senkkopfschrauben sein.

Den Newton würde ich an deiner Stelle auch nicht völlig abschreiben. Sicher findest du hier im Forum auch Hilfe!

CS Gerhard
 
....Die Löcher in der Schiene kannst du dann einfach für M8 Schrauben passender Länge nutzen; das müssen in diesem Fall natürlich dann auch keine Senkkopfschrauben sein...
Hallo Gerhard,

Es hat mir keine Ruhe gelassen und war heute nach der Arbeit im Baumarkt. Die Fotos nachstehend. Ich musste etwas Bohren. Der Newton war mit M6er Gewinde befestigt. Die Löcher habe ich einfach vergrößert und das ganze mit M10 ausgeführt. M8 hätte such ausgereicht :) . Matertial:

M10er Gewindestange,
2 x M10er Verlängerungsmuffen,
4 x große U-Scheiben,
2 x Rohrschelle,
2 x M10 Flügelmutter

Die Halterung für das Gegengewicht ist abgebrochen, das benötige ich auch nicht.
Den Newton stelle ich mal in die Ecke.

Zur Tubusmontage lasse ich die "Bresserschelle" einfach dran und lege den Tubes in die Schellen und dreh vorsichtig fest.

Das ganze ist super stabil. Das ist die Hauptsache :)

Danke noch mal an alle für die Ratschläge.

CS Mark

PS: lasst ihr euer Teleskop komplett auf Montierung irgendwo in der Ecke "lagern", oder demontiert ihr alles?
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Hallo Mark,

das sieht verdächtig ähnlich aus wie manches von mir zusammengebasteltes. Damit wirst du viel Freude haben. Noch ein kleiner Tipp: Für manche Zwecke kannst du deine Montierung auch einfach azimutal einsetzen, das heißt die Polhöhe 90° einstellen. Da musst du zum Nachführen zwar bei Feinbewegungen benutzen. Da du an beiden Achsen Schneckenräder hast, ist das aber auch bei längerer Beobachtung kein Problem. Der Vorteil ist, dass die Montierung deutlich stabiler wird (kürzere Hebelarme, Schwerpunkt über der Mitte des Stativs) und das System auch bei offenen Klemmungen ohne das Gegengewicht ins Gleichgewicht gelangen kann.
Das mache ich hier z.B. mit meinem Zeiss Telementor so.

Gerade meine Grab and Go Fernrohre stehen immer aufgebaut und damit griffbereit. Mein soziales Umfeld kennt das nur so und findet das (vermutlich) normal.

CS und alles Gute Gerhard
 
... Für manche Zwecke kannst du deine Montierung auch einfach azimutal einsetzen, das heißt die Polhöhe 90° einstellen. Da musst du zum Nachführen zwar bei Feinbewegungen benutzen. Da du an beiden Achsen Schneckenräder hast, ist das aber auch bei längerer Beobachtung kein Problem. Der Vorteil ist, dass die Montierung deutlich stabiler wird (kürzere Hebelarme, Schwerpunkt über der Mitte des Stativs) und das System auch bei offenen Klemmungen ohne das Gegengewicht ins Gleichgewicht gelangen kann.
...
Hallo Gerhard,

Meinst du so?

Das schöne ist, so kommt zumindest ein Teil der Ausrüstung von meinem Vater wieder zum Einsatz :)

VG Mark
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Zuletzt bearbeitet:
Hallo Mark,

nein so meine ich das nicht. Du musst die Polachse (Stundenachse) senkrecht stellen. Das ist die mit der Hutmutter unten dran. Dann wird aus der Stundenachse die für das Azimut (waagrechte Verstellung), die Deklinationsachse wird zur Verstellung für die Höhe. Wenn du am Nordpol wohnen würdest, wäre das dort eine parallaktische Montierung.

Du hattest als Polhöhe 0° eingestellt, so sähe eine parallaktische Montierung am Äquator aus.

CS Gerhard
 
Ich glaube ich habe sogar eine Möglichkeit gefunden die Gegengewicht Stange zu ersetzen (ist ja am Metallgehäuse abgebrochen). Mal sehen ob ich das die Tage zusammenbasteln kann. Obwohl ich die Gewichte für den leichten Tubus kaum benötige. Aber jetzt will ich es wissen :)

CS Mark
 
Hallo Mark,

bei meiner auf azimutal umfrisierten parallaktischen Montierung habe ich statt des Gegengewichtes (die Gegengewichtsstange hat ein M12 Gewinde) einen recht großen Sucher mit Winkeleinblick montiert. Das sieht gut aus und ist sehr praktisch, Vielleicht schaffe ich es ja morgen mal ein Bild zu schicken; jetzt muss ich gleich in die Uni.

CS Gerhard
 
Bei mir war ja das Gehäuse abgebrochen. Die Stelle war offen (wie ein Rohr). Beim reinbringen sah ich auf der Rückseite eine M10er Mutter (die war hat ca. 6cm im Rohr/Gehäuse). Die habe ich gegen eine M10er Gewindemuffe ersetzt. Die Stange der Gegengewichte hat auch ein M10er Gewinde. Die konnte ich also in die Muffe schrauben.
Die Montierung ist über 40 Jahre alt. Damals hat man noch so gebaut, dass man mit Standard Elementen viel basteln kann.
Ich habe mein Minnisucherfernrohr (total ungeeignet) durch einen Rotpunktsucher ersetzt. Dazu musste ich auch den Kunststoff Sucherschuh ersetzen. In Nutzung ist im Prinzip nur noch der Tubus und der Zenitspiegel. Auch die mitgelieferten Okulare habe ich durch Pl Okulare (gebraucht) ersetzt. Richtig beobachten konnte ich noch gar nicht :(
Daher hoffe ich, dass die Optik ok ist, zumindest für meine bescheidene Ansprüche. Das mitgelieferte Zubehör lagere ich ein.

Toll ist, an diese Montierung kann ich durch wechseln der Schellen auch andere Tuben montieren. Ggf könnte ich auch mit basten Prismenschienen verwenden.

CS Mark
 
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