Schmidtplatte - Beschichtung defekt

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KPSprivat

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Hallo.

Bei der Schmidtplatte meines 8" SC (Meade) ist die Beschichtung hinüber. Neben Kratzern (nur in de Schicht, nicht im Glas) ist die Beschichtung durch "Reinigungsversuche" teilweise etwas angetrübt.

Mechanisch läßt sich die Beschichtung nicht entfernen, ohne das Glas anzugreifen. Offenbar ist die Schutzschicht extrem stabil.

Hat jemand eine Vorstellung, wie ich die kpl. Beschichtung entfernen kann ohne das Glas anzugreifen ?

Ach ja: es sollte möglichst mit "normalen" Verfahren gehen, da ich nun kein Chemielabor habe.

Peter
 
Hallo Peter,

wie sehr stört dich denn der Defekt in der Vergütung bei der Beobachtung? Entscheidend ist doch nicht wie das Teleskop von vorn aussieht sondern ob man beim Beobachten eine ordentliche Abbildung bekommt. Solange dies der Fall ist, lass einfach die Finger davon.

Mir selbst ist ein Mal ein Apo mit Defekt in der Vergütung sehr preiswert zugelaufen und ich erfreue mich immer wieder an der guten Abbildung auch wenn der Blick auf die Frontlinse Perfektionisten sicher meckern ließe.

CS und lass dich nicht nervös machen,

Gerhard (Sterngucker Frankenberg e.V.)
 
Hallo Peter,

auch ich habe an meinem Celestron Ultima C8 Flecken (Fehlstellen) in der Vergütung und habe mir auch überlegt die Vergütung zu entfernen. Habe es aber gelassen, da die Abbildungsleistung trotzdem sehr gut ist. Bei mir sind die Flecken durch nicht entfernte Tautropfen des Vorbesitzers entstanden. Der Wiederverkaufswert sinkt dadurch natürlich etwas...

Viele Grüße
Torsten
 
Hallo Gerhard.

Danke nach Frankenberg für Deine aufmunternden Worte.

Ich bin wirklich nicht allzu kritisch, aber am Stern siehst Du den Fehler bereits, da die Beschichtung über etwa 1/3 der Schmidtplatte mehr oder weniger beschädigt ist, also nicht nur an ein paar Stellen.

Deshalb wollte ich sie entfernen. Aber mit den "üblichen" Mittelchen bekomme ich sie nicht runter und zum Thema "Ablaugen" habe ich nun schon sehr unterschiedliche Meinungen gehört.

Aber wie ich gerade mitbekomme, scheint es ja für diese Probleme ein "Wundermittel" zu geben: Ajona Zahnpasta zum feinstkörnigen wegpolieren.

Werde es mal an einer kleinen Stelle ausprobieren.

Gruß

Peter
 
Hallo Peter,

warum verwendest du nicht das Putzmittel mit dem du die Beschichtung schon vernichtet hast? Lass es länger einwirken und vielleicht bekommst. Mit SCHLEIFPARTIKELN wirst du nicht nur die Beschichtung runter holen sonder auch das Glas angreifen und dann kannst dein Teleskop endgültig in den Müll entsorgen oder einen kleinen Schirmständer daraus basteln.

Wenn du kein Optikspezialist bist, wovon nach der Behandlung deiner Schmidtplatte mal ausgehe, lass die Finger von allem was schleift und versuch es abzulaugen.

CS,
Michi
 
Hallo Michi.

warum verwendest du nicht das Putzmittel mit dem du die Beschichtung schon vernichtet hast?

Die Schmidtplatte wurde nicht von mir, sondern vom Vorbesitzer "vernichtet". Ich habe nur getestet, mit welchen "üblichen" Mittelchen die Beschichtung überhaupt reagiert, da ich nicht weiß, mit was die Schmidtplatte beschichtet ist. Eine entsprechende Anfrage bei Meade konnte dort nicht beantwortet werden. Wenn ich mal davon ausgehe, daß es keine übliche SiO2 Schutzschicht ist, dann ist das Ablaugen - mit welcher Lauge denn ? - ein Lotteriespiel, zumal da auch das Glas angegriffen werden kann.

Da scheint mir Feinschliff und Politur doch vielversprechneder zu sein. Linsenfeinschliff erfordert ja nun wohl weniger Exaktheit als Spiegelfeinschliff.

Ich probiers eben und gebe dann Bescheid.

 
Hallo,
wenn Du aus Ebsdorf bist? (Kreis Marburg)
In Marburg gibt es doch einen Astroladen, glaube irgendwo am Grün, frag doch den dortigen Händler mal!
Der ist ja schon paar Jahre dort, vielleicht weis der Rat.
Fragen kostet nichts.
Gruß
Patrick
 
Hallo Peter

Die Schmidtplatte wurde nicht von mir, sondern vom Vorbesitzer "vernichtet".

sorry da hab ich dir jetzt was unterstellt. :(
Was übrigens noch eine Möglichkeit wäre, geh mit der Platte mal zum nächsten Optiker der auch selbst Gläser bzw. Kontaktlinsen schleift. Vielleicht kann der dir ein Mittel zum extrem feinen aufpolieren geben. Falls du keinen in der nähe hast ruf mal bei Optik Brandstätter in Klagenfurt (Österreich) an. Die machen noch viel selber, vielleicht können dir dir helfen.

Ich befürchte nur das die Schleifpartikel eine Zahnpasta nicht gerade fein genug sind.

CS,
Michi
 
Hi,

such mal bei ebay nach Diamandschleifpasten. Die gibt es unter anderem um Mineralgläser von Uhren aufzupollieren. Die gibt es auch extrem feinkörnig...
Ich habe damit gute erfahrungen.

Gruß Markus
 
Hallo Peter,

ich stand einmal vor dem gleichen Problem, seinerzeit ließ sich die Vergütung weder mit Lauge noch mit Säure auch nur ansatzweise entfernen. Ich denke, Du kommst um eine mechanische Lösung nicht herum, oder Du lässt die Oberfläche so wie sie ist, was meine Empfehlung wäre.

Grüße
Andreas
 
Hallo!
Schmidtplatten, wie alle optischen Gläser haben normalerweise keine Beschichtung in dem Sinne, dass auf dem Glas irgendeine Schicht haftet, sondern eine Vergütung, die sich auf molekularer Ebene mit dem Glas verbindet, also "Teil des Glases" wird.
Da haste auch deinen Grund warum Du das nicht runterkriegst außer Du "schleifst" die oberste Molekülschicht weg.
Uaaaah ...

Grüße, Andreas
 
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