Schmidtplatte oder Komakorrektor?

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Der_Michael

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Hallo!
Was bringt die besseren Ergebnisse, wenn ich fotografieren möchte? Ein Newton mit einer Schmidtplatte am "Eingang" oder ein Komakorrektor am Okular?
Wäre toll eure Meinungen dazu zu hören!! <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/laugh.gif" alt="" />
MFG Michael
 
Hallo Michael

Also ein Schmidt-Newton mit einer Schmidtplatten ähnlichen Korrektorplatte
in der Öffnung ist keinesfalls Komafrei!

Die Korrektorplatte dient lediglich dazu die spährische Abberation des Hauptspiegels zu minimieren, da der Hauptspiegel ja nur eine einfache
Sphäre ist.
Okay, ein SN hat eine nicht ganz so große Bildfeldwölbung, und die Koma ist auch nicht ganz so stark. Bei f/5 wird wohl beim SN auch noch ohne Koma-Korrektor was gehen, aber perfekt wird es auch nicht sein.
Beim f/4 brauchst du genauso einen Korrektor wie beim klassischen Newton auch.
So eine Korrektorplatte in der Öffnung des Gerätes bringt natürlich wieder zwei optische Oberflächen mehr ins System.
Im SN Prinzip sehe ich nicht so ganz den Sinn, wenn ich ehrlich bin.
Das Gerät braucht auf jeden Fall eine beheizte Taukappe, sonst ist die Platte schnell dicht, was das Gerät wieder länger und Windanfälliger macht.
Ein guter Newton mit Koma-Korrektor wird garantiert dem SN gegenüber keine Nachteile haben.

gruß,
André
 
Hallo...

Unter folgendem Link hab ich einen kurzen Erfahrungsbericht mit einem
Meade SN6 (150/750-er Schmidt-Newton) abgelegt, da sind auch Rausvergrößerungen der
Ecken drin, bei denen man die Koma abschätzen kann:

http://spatz1.bei.t-online.de/astro/misc/sn6/sn6.html

Ganz komafrei kann ein Schmidt-Newton nicht sein, da dazu die Schmidtplatte im
Krümmungsradius (doppelte Brennweite) sein müßte, was die Geräte etwas unhandlich machen würde <img src="/phpapps/ubbthreads/images/icons/wink.gif" alt="" />

Die verbleibende Restkoma ist aber durchaus tragbar und gegenüber einem reinen Newton ists besser.

So eine Korrektorplatte in der Öffnung des Gerätes bringt natürlich wieder zwei optische Oberflächen mehr ins System

Jo, genauso wie der Komakorrektor beim normalen Newton....man spart also nix, weder so noch so.

Was bleibt ist die geringere Tauempfindlichkeit eines normalen Newton, optisch sehe ich zwischen Schmidt-Newton
und Newton mit KomaKorr. nicht den Riesenunterschied...die geschlossene Bauweise des SN macht ihn wiederum weniger
anfällig gegen Verdreckung und Lokalseeing....man kanns also irgendwie drehen wie man will...
 
Hi Michael,

wenn man einen Schmidt-Newton kauft, dann braucht man auf einen Komakorrektor nicht verzichten.
Frage doch einen Händler Deines Vertrauens, ob er Dir nicht ein gutes Angebot macht.
Du könntest später einmal, wenn Du Zeit und Lust hast, die Schmidtplatte ausbauen und den Spiegel parabolisieren. Dann hast Du einen richtigen Newton. Die Schmidtplatte kannst Du dann verkaufen.

CS,
Oliver
 
Hi,

damit die Schmidtplatte ihrer Aufgabe 100% gerecht werden kann, muß sie ansich in doppelter Entfernung der Brennweite zum Hauptspiegel liegen. Das macht natürlich (fast) kein Hersteller.

Schon aus diesem Grunde würde ich auf einen Komakorrektor zurückgreifen. Die Spotdiagramme des typischen Schmnidt-Newton haben mich nicht überzeugt.
 
Hallo Michael!

Besser ist auf jeden Fall ein Komakorrektor. Die Ergebnisse mit einem f4 Newton mit Baader-Korrektor sind am Rand wesentlich schärfer als mit einem f5 Schmidt-Newton. Außerdem läuft besonders im Sommer ständig die Korrekturplatte an.

Grüße
Martin
 
Hallo Martin!
Wie ist das denn dann bei den Schmidt cassegrain Teleskopen? Brauchen die dann auch noch nen Komakorrektor oder wie läüft das hier??
Wäre cool von dir zu hören (oder von anderen!)
MFG Michael
 
Hallo!
Wie siehts denn nun aus mit den Schmidt-Cassegraingeräten?
Brauche ich bei denen auch einen Komakorrektor oder übernimmt das auch die Schmidtplatte, die doch eigentlich nur für den ausgleich der sphärischen Abberation ist?
Würde mich über Antworten sehr freuen!
MFG Michael
 
Tach Michael,

Ein Cassegrain oder auch Schmidt-Cassegrain hat natürlich genauso Koma wie ein Newton.
Aber ein f/10 Cassegrain hat natürlich nur soviel Koma wie ein f/10 Newton, es fällt also eigentlich garnicht ins Gewicht, da man bei einem Newton auch schon ab ca f/6 eine Grenze ziehen kann, weil das Gerät ab hier auch ohne Koma-Korrektor voll einsetzbar ist.

Will man die Koma komplett loswerden, muss man dem Hauptspiegel eine Hyperbolische Form verpassen, womit dann aus dem Cassegrain ein Ritchey-Cretien wird. Bei Takahashi gibt es auch Newtons mit einer Hyperbel im Spiegel, diese heißen dort Epsilon. Solche Geräte sind aber immer verdammt teuer!

gruß,
André

 
Hallo Michael!

Tschuldige die Verspätung, ich hatte etwas viel Arbeit in den letzten Tagen. Ein SC hat zwar auch Koma und Astigmatismus, das größere Problem ist aber die Bildfeldwölbung, welche durch den starken Verlängerungsfaktor des Sekundärspiegels entsteht. Auch hierfür gibt's eigene Korrektoren, die jedoch gänzlich anderst als ein Komakorrektor wirken.

Gruß
Martin
 
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